Ihre Meinung zu: Pro und Contra zur Dienstpflicht: Sinnvoll? Grundgesetzwidrig?

6. August 2018 - 19:10 Uhr

Philipp Wundersee findet die heiß diskutierte Idee einer Dienstpflicht sinnvoll - er ist dafür. Juliane Fliegenschmidt sagt hingegen, so etwas brächte niemandem etwas - sie ist dagegen.

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Kommentare

Pro oder Kontra.....

......Schwarz oder weiss?
So einfach ist das nicht. Wenn, dann sollten alle Bürger loslegen und nicht nur die, die die Schule verlassen, sondern auch die Jungpolitiker und Politiker die das befürworten.... und NEIN, eine Tätigkeit als bezahlter Politiker wird nicht angerechnet!

Ganz einfach: Gehälter erhöhen!

Sobald ein Schulabgänger vor der Wahl steht, zur Bundeswehr zu gehen oder einen Pflegeberuf zu erlernen, ist bei allem Für und Wider das Gehalt bzw. der Sold ein sehr wichtiges Kriterium.
Also lässt sich der Personalmangel in der Bundeswehr (ebenso bei der Polizei!) und in der Pflege, anstatt kurzfristig und für nur kurze Dauer, auf längere Sicht einfach durch ein höheres Einkommen der Beschäftigten erreichen.
Natürlich kostet das Geld - aber was wäre die Alternative?

Zeit spielt wohl keine Rolle?

Das Land Niedersachsen hat mit der Begründung, die jungen Menschen würden dem Arbeitsmarkt zu spät zur Verfügung stehen, das Abitur nach 12 Schuljahren eingeführt (inzwischen wurde es zum Glück wieder abgeschafft).

Eine allgemeine Dienstpflicht würde genau das Gegenteil bewirken. Sie passt nicht in unsere Zeit. Wir haben genug Arbeitslose, denen ist erst einmal Arbeit zu geben.

Pro

Ich bin für die allgemeine Dienstpflicht, weil sie ein positives Verhältnis der Jugend zu unserem Staat schafft.

@ DiePositiveBratwurst

Wir brauchen auch gute Politiker und Politik ist durchaus eine ehrbare Profession. Wichtiger jedenfalls als gutes Fastfood.

Es war der größte Fehler für

Es war der größte Fehler für unsere Gemeinschaft, dass dieser wichtige Dienst an ihr und damit an dieser Gesellschaft abgeschafft wurde. Gleichzeitig wurde so eine noch berechnedere Politik umgesetzt, weil man mit einem Berufsheer die Beschränkungen der nur auf Landesverteidigung zugelassenen Bundeswehr aushebeln und endlich auch im großen Chor der Möchtegerne großen Eindruck und Resourcensicherung im Ausland erreichen wollte. Leider wollte man nicht wahrhaben, dass man so von den anderen Möchtegernen immer tiefer in deren Absichten bei Auslandseinsätzen mit hinein gezogen wird. Mit einer erneuten Wehrpflicht könnte man, diese Abenteurerromantik endlich wieder ersticken und die Bundeswehr wieder rein nur zur Landesverteidigung umbauen und zwar zur alleine zur Landesverteidigung von Deutschland, oder im Ersatzdiensten, für die wichtigen Kriegsdienstverweigerer und das gilt dann bitte für Männlein UND Weiblein. Vielleicht entsteht so wider ein Verantwortungsgefühl für unseren Staat.

"Dienstpflicht",...

...ein Sommermärchen, welches nach dem Beginn der Sommerpause ganz, ganz schnell aus dem Focus von Politik, Medien und somit der Bürger verschwinden wird.

Die Menschen sollten ihren Blick in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten absolut verstärkt auf die Geschehnisse am Anleihen- bzw. Devisenmarkt und den Aktienmärkten richten.
Denn dort spitzen sich die Dinge dramatisch zu, mit mindestens ernsten Folgen für jeden einzelnen. Der enorme Schattenwurf des Iran und vor allem der Türkei diesbezüglich ist nicht mehr zu übersehen.
Die 10-jährigen US-Staatsanleihen stehen bereits WO ???

Die "Dienstpflicht" oder der "Pflichtdienst" ist nur ein untauglicher Pausenfüller und dient wohl (auch) zur Ablenkung von den aktuell wirklich wichtigen Entwicklungen.

Was soll das ?

würde ja bedeuten das wir Alle Wehrdienst gegen das Grundgesetz gemacht haben.
Die Wehrpflicht ist nur ausgesetzt und sollte doch jeder Zeit wieder eingeführt werden können.
Es muss doch keinen Wehrersatzdienst geben, das gab es früher nur aus Glaubensfragen wenn ich ich richtig erinnere.

Sollte es den Oberen wie einige vermuten, nur um den Ersatzdienst gehen, dann ist das natürlich etwas anderes.
Dienst am Vaterland war früher mal normale Pflicht, und damit meine ich natürlich nach dem Krieg, nur das keine Missverständnisse aufkommen.
Damals gab es die Worte noch.
Und natürlich betrifft das alle ohne Ausnahme bis zum xxx Jahr, war früher auch so, ständig werden Probleme erfunden es früher auch nicht gab.
Wo kommen die auf einmal her.
Müssten alles die Ihre Wehrpflicht vor der Aussetzung abgeleistet haben, einen Orden bekommen und extra Geld.
Weil Sie ja benachteiligt wurden, gegenüber heutigen Jungen Jahrgängen.
Früher war Wehrersatzdienst auch erlaubt, es muss nichts geändert werden

"Prägende Erfahrung".

"Es ist eine prägende Erfahrung, von der sie noch lange zehren werden."

Schon zynisch, dieses als Pro-Argument (!) für Zwangsdienste anzuführen.

Musterungstraumata sind ein großes gesellschaftliches Tabu dieser Gesellschaft.

Viele Männer haben damit ihr ganzes Leben zu tun. Nicht wenige benötigen therapeutische Hilfe.

Es gibt dazu gute Untersuchungen (etwa von Lars Petersson).

Zwangsarbeit

Der zur Änderung im Raum stehende Artikel im Grundgesetz ist übrigens der Artikel zum Verbot von Zwangsarbeit. Dieser Art von bevormundendem Zwang liegt ein, wie ich finde, falsches Staatsverständnis zu Grunde. Danke für Ihre Fürsorge Herr Wundersee, aber ich möchte gerne selbst entscheiden was gut für mich ist und ob ich bereit bin ein Jahr lang für wenig Geld im Sozialsystem zu arbeiten.

Ist eine einjährige Dienstpflicht Sinnvoll?

Ich bin für Pro durch eine Änderung des GG.
Das soll aber nicht die fehlenden Arbeitskräfte ausgleichen, sondern den jungen Leuten, die eine relativ lange Schulzeit hinter sich haben, eine sinnvolle Perspektive schaffen. Erst wenn man jeden Tag zur gleichen Zeit aufstehen muss und zur Arbeit fährt, lernt man, dass das Leben nicht nur aus Spaß, sondern auch aus Arbeit besteht. Das ist besonders wichtig für eine anschließende Lehrzeit oder ein Studium.

@ Hepheistos

"Mit einer erneuten Wehrpflicht könnte man, diese Abenteurerromantik endlich wieder ersticken und die Bundeswehr wieder rein nur zur Landesverteidigung umbauen und zwar zur alleine zur Landesverteidigung von Deutschland,..."
Soso, war das denn bis 2011 so? Ob es Auslandseinsätze gibt oder nicht, was soll das ursächlich mit der Wehrpflicht zu tun haben? Man wird nicht gerade die Rekruten zwangsweise nach Afghanistan schicken, aber Auslandseinsätze werden dadurch auch nicht verhindert. Da geht es nur um den politischen Willen. Ich fände es allerdings auch besser, die Bundeswehr wäre eine reine Verteidigungsarmee, so wie eigentlich mal vorgesehen. Aber dann würden wir sinngemäß auch sagen: die Konflikte der anderen gehen uns nichts an. Germany first.

Postive Einstellung zum Staat?

Eines finde ich bei dieser Debatte ja witzig. Als Pro-Argument wird immer wieder aufgeführt, dass die jungen Menschen Verantwortung lernen und eine positive Einstellung zum Staat oder Wahlweise zur Altenpflege bekommen.

Erklären konnte aber noch niemand woher, oder besser gesagt, wie das kommen soll. Die Dienstpflicht soll wahrscheinlich auch wieder ab 18 Jahren sein. Wer keine Verantwortung gelernt hat, findet sich mit 18 Jahren in der Situation wieder volle Verantwortung für sich übernehmen zu müssen ... also viel zu spät für dieses lernen.

Auch weiß ich nicht, wie durch einen Zwangsdienst (Ja, das ist es) eine positive Einstellung zu irgendwas entstehen soll. Ich hasse Pflegeberufe. Ich bin über meine Mutter damit in Kontakt gekommen und konnte mir nie vorstellen darin zu arbeiten. Trotzdem respektiere ich jeden der sich für diesen Beruf entscheidet und darin arbeitet. Hätte man mich aber zu einem Jahr Zwangsdienst als Altenpfleger verdonnert, ich hätte keine gute Einstellung mehr

Das ist kein Sommerlochthema - sondern AfD geschuldet

Ich muss mich nur wundern. Zwar finde ich es gut das die AfD die Etablierten mit ihrer Systemkritik vor sich her treibt. Hier ist die AfD aber auf dem falschen Dampfer. Die Wehrpflicht war ein hoch umstrittenes Konstrukt das in vielen Ländern (zB USA) aus gutem Grund nicht existiert. Es ist absolut unterirdisch das CDU Politiker meinen ihr Mandat durch die Einführung eines weiteren sozialen Zwangs retten zu können. Als wenn der Staat in den letzten 20-30 Jahren nicht ohnehin schon wie eine Krake in jeden Lebensbereich eingedrungen wäre. Das Leben ist weitgehend reglementiert. Das merkt man vor allem dann, wenn man sich nicht so verhält wie die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung oder wie von der Mehrheit erwartet.

Ob das diejenigen, die davon betroffen sind,

so gut finden, wage ich zu bezweifeln. Es könnte der CDU sogar Wählerstimmen kosten. Im schlimmsten Fall würde man sich den SPD-Werten nähern.
Ich weiss nicht ob ich, der 18 Monate in der Bundeswehr
Zeit und Geld als Wehrpflichtiger verloren habe, Begeisterung bei der heutigen Jugend dafür finden werde.
Bezahlt die Pflegeberufe und Leute bei der Polizei und Feuerwehr besser, dann klappts auch ohne eine Dienstpflicht.
Frau Karrenbauer hat im TV-Interview heute abend keine gute Figur abgegeben. Ich selbst betrachte das alles wieder mal als Sommerlochtheater.

@ TarsisC 19:27 Uhr

" Sie (die allgemeine Dienstpflicht) passt nicht in unsere Zeit."
Sie wäre aber ein sinnvolles Element um Jugendlichen die Abnabelung vom Elternhaus leichter zu ermöglichen - oder anders formuliert; ein Jahr für die Entwicklung vom Jugendlichen zum Erwachsenen.
Im übrigen; Grundgesetzwidrig?
Es ist doch der Politiker welcher Gesetzen zustimmt und nicht z.B. der Verein der "Schäferhundezüchter" usw.).
Zudem; wie oft wurde schon das GG geändert?!

@pkeszler, 20:04

"Erst wenn man jeden Tag zur gleichen Zeit aufstehen muss und zur Arbeit fährt, lernt man, dass das Leben nicht nur aus Spaß, sondern auch aus Arbeit besteht."

Natürlich.

In deutschen Schulen kann man bekanntlich kommen und gehen, wann man will.

Wobei auch in der Schule nur die wenigsten nachmittags nach Hause wollen. Die Party ist einfach zu gut.

2 Seiten einer Medaille

Statt wieder einen Zwangsdienst (der laut GG übrigens nur zur Landesverteidigung - also militärisch - möglich ist) einzuführen, sollten die Pflegeberufe einfach mal attraktiver gestaltet werden.
Bezüglich der Landesverteidigung bin ich ein großer Freund des Schweizer Modells: ALLE werden für 3 Monate eingezogen, ausgebildet und stehen dann als Reserve im Verteidigungsfall zur Verfügung.
Wenn man möchte, kann man das mit dem Modell der US-Nationalgarde kombinieren, d.h. diejenigen, die nicht in der regulären Armee dienen Wollen, können in den Nationalgarden der Bundesländer erfasst werden. Dort könnten sie regelmäßig die konventionelle Landesverteidigung üben und man hätte Kräfte für sog. "Großschadensereignisse" zur Verfügung.
Dieses Modell würde es dann auch erlauben, die Bundeswehr weiter zu professionalisieren.

Eine Wehrpflicht in

Eine Wehrpflicht in Verbindung mit einer gewissen Grundausstattung an Verteidigungsartefakten, die allerdings auch einsatzfähig sind, würde Deutschland, dass in der Welt gerne so wichtig wäre, ganz gut stehen. Und eine über alle Massen verwöhnte Jugend, die über die Wehrpflicht wahrscheinlich erstmalig eine gewisse Grundausstattung an Disziplin erlernen würde, auch.

Ende des Neoliberalismus?

Vorab: ich unterstütze die Initiative, da die Vorteile überwiegen.

Spannend ist, dass der Vorschlag der Einführung eines verpflichtenden Freiwilligendienstes zeitgleich erfolgt mit der Wiedereinführung von G9, also der Rückkehr zur Abiturprüfung als Abschluss der 13. Schulklasse.
Einst waren die Abschaffung der Wehrpflicht und die Einführung von G8 sowie der Bologna-Prozess bei der universitären Ausbildung ("Bachelor", "Master") auch damit begründet worden, dass die zukünftig sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland zwei und mehr Jahre schneller im Beruf stehen sollten, also zusätzliche Jahre Beiträge in die Sozial- und Krankenversicherungen einzahlen können sollten. Dies entsprach ganz neoliberalen Forderungen, die seiner Zeit auch in Deutschland zu den genannten Reformen in kurzer Zeit führten. Nun also auch hier Kommando zurück? Was für politische Halbwertzeiten. Ganz wichtig dabei: Deutschland ist wohlhabend genug, der Jugend dieses zusätzliche Jahr zu schenken.

um 20:24 von rossundreiter

"Wobei auch in der Schule nur die wenigsten nachmittags nach Hause wollen. Die Party ist einfach zu gut."
Das kommt schon auf die Schule an. In manchen Schulen ist nichts los, dann wollen die Schüler schnell nach Hause und in anderen Schulen werden den Schülern vielseitige Freizeitaktivitäten geboten.
Aber in erster Linie muss natürlich der Unterrichtsstoff vermittelt werden. Aber gerade deshalb ist dann ein Jahr (egal wie man es dann nennt) sinnvoll für die Jugendlichen, um sie an das Arbeitsleben heran zu führen.

Ich bin verwundert und in

Ich bin verwundert und in Teilen sprachlos über viele der Kommentare unterhalb des vorhergehenden Artikels.

Meiner Meinung nach grenzt die Einschätzung nicht nur der heutigen Jugend, sondern insbesondere deren Benehmens und der Herausforderungen, vor welchen diese steht, an Realitätsfremde.

Tatsächlich hat dies den Beigeschmack des ewiggestrigen Verlehrserziehers, welcher sich anmaßt dazu berufen zu sein, über anderer Wohl zu entscheiden und große Ansprüche an das Verhalten anderer an den Tag legt, wobei ihm offensichtlich bereits alles Gute am eigenen Verhalten abhanden gekommen zu sein scheint.

Die Jugend von heute und morgen ist m.E. nicht dazu da, unsere hausgemachten, politischen Probleme zu lösen.

Einfach machen

Was hindert einen jungen Menschen der nicht genau weiß was er machen will sich eine Auszeit zu nehmen.
Ich habe anfangs der 90er Jahre meinen Wehrdienst leisten müssen und war auch ein wenig stolz drauf. Heute muss ich sagen, nie wieder. Ich wäre der erste, der Verweigern würde. Weil ich das Gefühl nicht los werde das die Regierung uns nur verheizt würden. In der Debatte geht es auch um die Bundeswehr im Inneren, die kommen wird. Dazu sind die Veränderte Situation in Deutschland schon lange nicht mehr zu übersehen. Und die anderen Länder haben das schon lange. Auch Auslandseinsätze die heute schon Personell nicht mehr abzudecken sind. Auch der Soziale Bereich ist in vielen Fällen nicht mehr Qualitativ abgedeckt, da einfach das Personal fehlt.
Aber zum Glück wird da nichts mehr draus. Da müssten ja manche Links Grünen wieder was machen.
Und die wissen schon wie man aus der Nummer raus kommt. Damals wie heute.

@20:10 von Old Lästervogel: Sommertheaterloch

Sehe ich genauso. Irgendein Hinterbänkler meinte er müsse das Sommerloch nutzen um ein sehr alte Sau durchs Dorf zu treiben.
Kein junger Mensch wird ein besseres Verhältnis zum Staat bekommen, wenn dieser ihn zwingt etwas zu tun, was er nicht will. Man stelle sich vor wie ein(e) völlig demotivierte(r) junge(r) Frau/Mann mit den ihr anvertreuten pflegedürfigen Menschen umgeht.
Als ehemaliger Offizier weiss ich wie man demotivierte Soldaten im Notfall dazu bringt, die notwendigen Arbeiten zu erledigen. Das funktioniert aber in Pflegeberufen nicht.
Der Personalmangel in der Pflege ist meiner Meinung nach auch der einzige Grund für diese Debatte. Man braucht billige Handlanger, die, so wie früher die Zivis, die niedrigen Arbeiten erledigen, damit das Fachpersonal davon befreit wird.

PS: Einigen junge Leute könten paar Wochen Grundausbildungseinheit nicht schaden. Körperliche Belastung, Zusammenhalt in der Gruppe, Respekt vor Vorgesetzten, sich mal unterordnen müssen, fehlt einigen.

Woher nimmt man die Plausibilität?

Wie um alles in der Welt soll man durch eine Dienstverpflichtung ein positives Verhältnis zum Staat gewinnen?

In Israel gibt es die allg. Wehrpflicht - da ist aber auch die Plausibilität vorhanden. Im Kalten Krieg hatten wir sie auch. Eine Dienstverpflichtung zu etwas Nutzlosem oder Unplausiblen - das wird keine positiven Effekte bringen. Und die Arbeitgeber halten jedenfalls die Arbeitsstelle der jungen Leute frei? Das führt zu noch mehr befristeten Anstellungen junger Leute!

Pro und Contra zur Dienstpflicht

Einige Foristen fokusieren das Thema zu sehr auf die Bundeswehr und den Wehrdienst. Das Modell soll aber alle jungen Bürger einschließen, Frauen und Männer. Und da gibt es eine Unzahl verschiedener Einsatzmöglichkeiten wie Sozialberufe im Krankenhaus oder der Altenpflege, bei der Feuerwehr usw. Schließlich muss dann im Jahr der ganze Geburtenjahrgang untergebracht werden.

Dass Frauen ..

... auch mal einen Dienst am Vaterland ableisten sollten, haben sich die Aktivistinnen wohl nicht vorgestellt.

Wäre beutzutage ja auch nicht mehr durchsetzbar in sexistischer Weise nur Männer dienstzuverpflichten.

Interessant wäre, wie die Passdeutschen darauf reagiern würden - mit Geschrei ist schon klar - aber geben die dann ihren Zweitpass zurück?

Und man muss sich mal vorstellen, dass unsere hochbezahlten Politiker doch tatsächlich noch vor kurzem meinten, Deutsche wären zu alt, wenn sie in den Beruf starten - und haben dann einfach mal ein Jahr der Oberstufe in der Schule gestrichen - braucht man ja nicht - und den Schmalspurstudiengang Bachelor (Geselle?) eingeführt. Kann man's glauben? .

um 20:41 von cynic

"Meiner Meinung nach grenzt die Einschätzung nicht nur der heutigen Jugend, sondern insbesondere deren Benehmens und der Herausforderungen, vor welchen diese steht, an Realitätsfremde."
Dann empfehle ich Ihnen mal die Einschätzung der Lehrbetriebe zu diesem Thema zu lesen.

Ich hielte das für sinnvoll

Aber nur, wenn das wirklich für ALLE gilt. Also vor allem für Männer und Frauen. Und wenn man dann die freie Wahl hat, einen Zivildienst oder halt eine militärische Ausbildung zu machen. Dann könnte die BW auch die Latte hoch genug legen, anstatt wie bisher alle nehmen zu müssen, die ein Gewehr halten können und mit dem bißchen Sold zufrieden sind. Und die Polizei hätte da sicher auch gerne ein paar Helfer, bei denen man dann gleich mal abchecken kann, ob sie als Polizist taugen.

Diese künstliche Fokussierung auf "Pflege" ist natürlich absurd. Es gibt genug Dinge in diesem Land, die junge Leute machen könnten. Und selbst im Pflegebereich gibt es genug dringend notwendige Arbeitsbereiche außerhalb der medizinischen Pflege, für die momentan einfach kein Personal da ist, weil das Geld dafür fehlt. Der gute alte Zivi fehlt in etlichen Bereichen massiv.

Und nicht zuletzt die vielen jungen Flüchtlinge: Mit 18 gegen ein wenig Geld sich gesellschaftlich nützlich machen wäre gut für alle.

@cynic:

"Die Jugend von heute und morgen ist m.E. nicht dazu da, unsere hausgemachten, politischen Probleme zu lösen."

Doch, natürlich. Wer sonst? Die Jugend von heute wird unsere hausgemachten Probleme erben und wird sie lösen müssen, ob ihnen das passt oder nicht. Was wir machen können, ist ihnen ein wenig passendes Handwerkszeug in die Hand zu drücken und ein paar Erfahrungen machen lassen. Aber sie werden letztlich damit fertigwerden müssen, was wir ihnen hinterlassen, so oder so.

"Eine prägende Erfahrung" Das

"Eine prägende Erfahrung"

Das wird es auf jeden Fall sein.

Für die, die es freiwillig tun ... eine positive prägende Erfahrung.

Für die, die gezwungen werden ... eine nebative prägende Erfahrung.

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