Ihre Meinung zu: China: Das zweite Kind - eine Geldfrage

1. August 2018 - 5:20 Uhr

Vor rund anderthalb Jahren hat China seine Ein-Kind-Politik geändert. Doch die Geburtenrate bleibt gering - für viele ist der Traum einer größeren Familie einfach zu teuer. Von Benjamin Eyssel.

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Kommentare

Eigentlich braucht die ganze

Eigentlich braucht die ganze Welt, die 1 Kind Regelung. Mitten im Klimawandel, machen wir nach und nach den Planeten unbewohnbar.

Vernunft will jeder bezahlt sehen, und für die Vernunft gibt kaum jemand Geld aus, weil Vernunft nicht "sexy" ist.

Deswegen werden wir uns immer selbst im Weg stehen, wenn es darum geht, wirklich die richtigen Entscheidungen zu treffen, vs Geld.

Und weil die Menschen immer nur nach "mehr" streben, ... wird das nichts. Sehr schade.

Ein-Kind-Politik

Die Ein-Kind-Politik hat China vor dem Bevölkerungs-Kollaps bewahrt, und eine stabile wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht. China wurde vom Entwicklungsland zur Wirtschaftsmacht. Jetzt wäre es dringend an der Zeit die Ein-Kind-Politik auf andere Ländern zu übertragen: Alle Länder Afrikas, Indien, Pakistan, Afghanistan, Iran, Irak, Syrien, Libanon, Jemen und Indonesien.

Kinder sind die Zukunft

und lassen sich durch nichts ersetzen. China wird an den Folgen der Einkindpolitik noch sehr lange leiden. Ein Land in dem es kaum noch Geschwister, Cousins, Onkel und Tanten gibt kann nur verlieren. Traurig das die sehr Kinder liebenden Chinesen nun glauben, das sie sich ein zweites Kind nicht leisten können. Die Wahrheit ist anders: China kann es sich nicht leisten keine Kinder zu bekommen, denn wer soll denn dann die Gesellschaft fortführen?

Auch hier....

können sich junge Paare kaum ein zweites Kind leisten. Anders schaut es aus, wenn die Ehefrau auf eine gute Berufsausbildung verzichtet und bereit ist mindestens 3 bis 4 Kinder zu gebären. Den Rest erledigt dann Vater Staat bzw. der Steuerzahler. Einzig zugewanderten Großfamilien, deren Heimatländer Familien nur minimalst oder gar nicht finanziell unterstützen kommt diese Art der Familiengründung sehr entgegen. Entspricht es doch genau Ihrer Mentalität und Erziehung.

Abwägung

Der Planet ist ohnehin schon übervölkert. Überalterung ist zwar nicht unproblematisch, kann aber bewältigt werden, wenn man sich rechtzeitig um Lösungen bemüht. Besser man kümmert sich jetzt darum, solche Lösungen zu finden als dann, wenn man nicht nur ein Überalterungsproblem hat (was ohnehin kommt, da ein Weiterwachsen irgendwann objektiv nicht mehr möglich sein wird), sondern auch noch vordringliche ökologische Probleme aufgrund der Überbevölkerung.

Ökologische Probleme sind existenziell, soziale Probleme dagegen nur unbequem.

Es muss mal reichen!

Die Welt ist jetzt schon überbevölkert und verbraucht von allen Ressourcen zuviel.

China ist absolut mustergültig in der Familienpolitik

Erst die Einkindpolitik hat den wirtschaftlichen Erfolg und die Befreiung von Armut im Land möglich gemacht. Geringe Geburtenraten entlasten die chinesische Wirtschaft, die vor angesichts des Vorrückens der Automatisierung, Robotisierung und KI-fizierung ihrer produktionslastigen Industrie immer weniger einfache Arbeiter benötigt. China kann hier für Asien und Afrika als Vorbild dienen. Der hundertste oder tausendste pseudomoralische einseitige Anti-Einkind- oder Anti-Zweikind-Politik-Artikel in den parteiischen Westmedien ändert nichts an den Grunderfolgen dieser Politik.

wie in Deutschland

Die arbeitende Bevlkerung kann sich nur mehrere Kinder leisten, wenn sie Staatsangestellte sind oder sich verschulden.

Vor vielen Jahren gab es mal eine Diskusion darüber:
Die Falschen bekommen die meissten Kinder.
Gemeint waren die Kinder aus sozial schwachen Familien.

Heute beobachte ich in meinem Umfeld, dass Gutverdiener entweder keine oder nur ein Kind haben.
Ihre Begründung:
-Kinder sind zu teuer
-eine ungewisse Zukunft
-keine Sicherheit

Altersvorsorge

"Der Druck in China ist enorm - auf Eltern und auf Kinder. Vom Staat gibt es kaum Unterstützung. Die Eltern wollen, dass ihr Kind in der Schule erfolgreich ist und später einen guten Job hat - denn das Kind ist die Altersversicherung"

Kaum zu glauben:
Weil die Kinder die Eltern zu versorgen haben, bekommen Chinesen nur 1 Kind und ermöglichen ihm die bestmögliche Ausbildung.

Und der Staat unterstützt das nicht.

Damit stimmt es nicht, dass für Altersvorsorge möglichst viele Kinder nötig sind. (Zum Vergleich siehe bitte Bericht über Wahlen in Simbabwe - 6 Kinder können die Mutter nicht unterstützen, weil alle arbeitslos sind.)

Das sollten wir uns bei der ganzen Panikmache über zu wenig Nachwuchs in Deutschland mal vor Augen führen.

Auch in Deutschland

sind Kinder eine kosten Frage. Egal wie man es dreht, Alleinverdiener oder beide Arbeiten und man braucht 2 Kitaplätze. Der alte Spruch " Kinder kann man sich nicht Leisten" trifft auch hier zu. Entweder man will sie oder nicht.

In China sind in den letzten

In China sind in den letzten drei bis vier Jahrzehnten mehr Menschen der absoluten Armut entkommen als irgendwo sonst auf der Welt. Dies hat maßgeblich mit der Geburtenrate zu tun. Auch wenn es Zahlreiches in China zu bemängeln gibt, im Hinblick auf die Ein-Kind-Politik sollte China weltweit als Vorbild gelten.

@ A-R, Kinder sind Zukunft

"China kann es sich nicht leisten, keine Kinder zu bekommen" da stimme ihnen voll zu. Vor allen Dingen ist es schlimm, dass durch vorgeburtliche Diagnostik auch noch viele weibliche Föten abgetrieben werden - wer soll die Kinder später einmal bekommen, ein Roboter?
Ich stelle mir die Situation der Frauen und Familien schrecklich vor: Von staatlich beauftragten Kontrolleuren aufgesucht und zur Abtreibung "überredet" ( d.h. gezwungen) zu werden. Was für ein Leid!

Als ob in Deutschland Kinder keine Geldfrage wären..

... viele Leute haben hier freiwillig nur ein Kind oder gleich gar keine. Das liegt wohl daran, dass fast alle Frauen arbeiten müssen. Kann ich auch verstehen, dass sie sich diesen immensen Stress nicht antun wollen! Als ich Kind war, waren so gut wie alle Mütter daheim und kümmerten sich um die Kinder. Ich hätte auch gern zwei oder drei bekommen, sollte aber leider nicht sein, ich fand keinen Mann, bei dem ich hätte Hausfrau sein dürfen. Ich endete alleinerziehend, Vollzeit arbeitend mit einem Kind, der Stress brachte mich fast in den Burnout...

Wurzeln austrocknen und die Zukunft beherrschen

Das Zerstören von Familienstrukturen ist in China auch ein Machtinstrument. Wer die Wurzeln der Menschen austrocknet und die Zukunft, das Weitergeben von Erfahrung, Gebräuchen, Idealen, Traditionen usw. zerstört, hat ein leichtes Spiel, in einem relativ kurzen Zeitraum von 1-2 Generationen neue Ideologien durchzusetzen.
Wir sehen heute in aller Welt Chinesen, die mit Gucci-Handtaschen / komplett in Survival-Kleidung / mit Elektronik überladen uns total unindividuell und fremd gegenüberstehen. Mir kommt es so vor, als wäre der Marken-Wahn und das Interesse der chinesischen Touristen für abendländische Traditionen/Baudenkmäler ein Symptom für den Verlust eigener Werte.
Bitte mal lesen: Die "36 Strategeme" bei Wikipedia. Diese Regeln der Macht und Kontrolle gelten nicht nur für Handel und Produktion, sie gelten auch für den Umgang der Herrschenden mit dem eigenen Volk.

@ Mortadella: Bedauerlich, aber dem Zeitgeist geschuldet

Sie haben völlig recht, auch in Deutschland ist das Kinderkriegen eine Geldfrage. Ihre Situation war ( oder ist) bedauerlich, ich selbst habe es kaum besser getroffen. Einen Teil der Verantwortung tragen aber die Frauen selber, denn jede/r wollte Freiheit und Unabhängigkeit. Wenn ich daran denke, wie manche Männer getrietzt wurden: Nach der Arbeit, nach einem anstrengenden 8-Std-Job noch Kochen, Kinder bespaßen, Papierkram (Bank und Versicherungen) erledigen, zuhause Reparatur- und Verschönerungsarbeiten machen, am WE den Garten in Schuss bringen, sich ums Auto kümmern ... das ist alles echt viel, das merkt man erst nach der Trennung, wenn man das als Frau alles alleine machen muss.
Irgendwo muss man Abstriche machen: Teure Hobbys, anspruchsvolle Arbeit, täglich gesundes Essen kochen, mehrere gut erzogene Kinder, Häusle bauen ... alles geht nicht, da geht man kaputt. Planung, Konsumverzicht, stabile Beziehung und Rückhalt in Familie und Freundeskreis - sonst kann es nicht klappen.

@08:17 von AufgeklärteWelt

Die Ein-Kind-Politik mag auf dem Papier einen begrüßenswerten Effekt haben. In der Praxis hatte es aber den Effekt, dass es überproportional viel männlichen Nachwuchs gab. Darunter haben die jungen chinesischen Männer heute zu leiden. Ganz abgesehen davon, dass diese Politik massiv in den privaten Lebensbereich eingegriffen hat.

In Südamerika nähert sich die Bevölkerungsentwicklung nach einer regelrechten Bevölkerungsexplusion im 20. Jahrhundert mittlerweile dem Nullwachstum an und das ganz ohne Ein-Kind-Politik.
Laut Wikipedia liegt die Fertilitätsrate in Brasilien mittlerweile bei 1,8%, was langfristig einen Bevölkerungsrückgang bedeutet.

@c.schroeder

Ich strebte nicht nach Freiheit und Unabhängigkeit, das Zusammenleben mit dem Vater meines Kindes war die Hölle, sodass ich es beendete - es ging nicht mehr anders. Viel zu lange hatte ich es um des Kindes Willen ertragen :( Und so wie mir erging es auch mehreren Frauen in meinem Bekanntenkreis, keine war/ist alleinerziehend, weil es so geil ist...

re al ternativ

" Erst wurde den Leuten von den 68ern eingeimpft, dass sie (und vor allem die Frauen) viel mehr aus ihrem Leben machen können, wenn sie sich selbst "verwirklichen"."

Und Sie würden den Mädchen gern einimpfen, dass sie höchstens einen Hauptschulabschluss und bloß keine Berufsausbildung brauchen, weil sie sowieso geheiratet werden und sich dann um die Kinder und das Wohlergehen des Ehemanns sorgen sollen.

@ Mortadella um 11.52 "Das Zusammenleben war die Hölle ..."

Umso mehr ein Grund für junge Mädchen, eine Ausbildung zu machen, bevor sie sich binden, damit sie wirtschaftlich unabhängig sein können.
Es ist natürlich gut, dass man sich heutzutage unkompliziert aus einer Ehe verabschieden kann. Das trägt aber auch dazu bei, dass Ehen vielleicht leichtfertiger eingegangen werden. Natürlich ist es schlimm, wenn der Ehepartner sich im Laufe der Ehe zu seinem Nachteil verändert ( z.B. durch Drogensucht oder Alkoholismus), aber man sollte natürlich bei der Partnerwahl vorsichtig sein, wenn es um Langfristigkeit und um Kinder geht. Ich selbst kann von mir sagen, dass ich es hätte besser wissen können, aber ich wollte es nicht sehen. Es ist eine Illusion zu glauben, dass man sich einen Menschen hinbiegen kann - er ist und bleibt wie er ist, spätestens nach der ersten Phase der Verliebtheit, nach ca 3 Jahren.

Berufstätigkeit und wirtschaftl. Unabhängigkeit geben Zufriedenheit, das ist auch zugunsten der Kinder wichtig und hat Vorbildfunktion für sie.

Weltbevölkerung - Kinderzahl

Ich stimme Ihnen (Der Chinese) ganz zu.
Wahrscheinlich wäre eine Weltbevölkerungszahl von etwa 5 Milliarden Menschen sehr viel entspannter für alle, viele Probleme würden sich dann von selbst lösen, auch manche Migrationsfragen.
Nur müsste an allen Schulen der Welt und vor allem bei der Landbevölkerung in ärmeren Gegenden Aufklärung geschehen, dass heutzutage mehr Kinder nicht mehr mehr Wohlstand oder Absicherung bedeuten.
Ich nehme an, dass noch sehr viele Menschen diese Thematik überhaupt nicht mitbekommen haben.

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