Kommentare - Urteil des EuGH: Mutagenese ist gentechnische Veränderung

25. Juli 2018 - 12:06 Uhr

Pflanzen, die mit moderner Mutagenese-Technik verändert werden, gelten rechtlich als gentechnisch verändert. Dies hat der Europäische Gerichtshof entschieden und fordert eine entsprechende Kennzeichnung.

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Mag ja sein das die Erträge der

hoch subventionierten Landwirtschaft damit steigen, nur leider vertragen viele diese veränderten Lebensmittel nicht. Allergien und Lebensmittelunverträglichkeit ist eine Volkskrankheit geworden. Lässt den Ami den Mist gerne essen, die mästen sich sowieso noch zu Tode. Ich bin der Auffassung das wir endlich zu einer gesunden Ernährung zurückkehren müssen mit gesunden Bäuerlichen Strukturen und nicht noch mehr hin zu Industrialisierten Bauern. Ob dies noch umkehrbar ist da sich die drei großen Lebensmittelkonzernen immer mehr Höfe einverleiben ist allerdings fragwürdig.

verrohung

auflagen so im rahmen der monsanto-einmal-keim-saatguterzeügnisse? jene auswüchse des "kapitalismus" welche hunderttausende indische kleinbauern in den wirtschalftlichen ruin mit anschließendem suizid getrieben haben? wenn offenkundig missstände herrschen in vielen bereichen, ist dann davon auszugehen, dass die politischen verantwortlichen bzw. die lobbyisten vor etwas halt machen was ihre macht vermehrt?

Eine absolut überflüssige

Eine absolut überflüssige Technik mit zu hohen Risiken, überhaupt.

Die Natur ist ein reiches Geschenk, und wir nehmen das Risiko einer weltweiten Vernichtung dieser Natur in Kauf, d.h. eine Verseuchung durch Gentechnik (Rückstände bzw. Pollen, Samen usw. von Gentechnikpflanzen lassen sich eben nicht kontrollieren; ein ganz grosser Betrug an die Menschheit).

Was soll denn der Begriff Mutagenese jetzt?

Erst gestern Abend hatte Frau Lambrecht einen guten, ausgewogenen Artikel über das EuGH Verfahren geschrieben - der leider mittlerweile einen neuen, arg reißerischen Titel erhalten hat. "Gentechnik ungeprüft im Supermarkt?" spielt geradezu mit den irrationalen Ängsten der Verbraucher.

Dabei ging es ja in dem Verfahren gerade darum, ob das CRISPR-Cas9 & TALENs den bisherigen Zuchtmethoden gleichgestellt werden sollen.

Mutagenese, also die Veränderung von Erbgut läuft auf ganz natürlichem Wege überall in der Natur ab und ist Kernelement der Evolution. Künstliche Mutagenese durch radioaktive Strahlung oder chemische Substanzen müssen NICHT gekennzeichnet werden und gelten daher den meisten Verbrauchern daher als "natürlich". Dabei ist wirklich kein Obst, Gemüse oder Getreide, dass wir heutzutage im Supermarkt kaufen ohne Mutagenese erzeugt! Die wilde Kartoffel beispielsweise hätte eine Größe von wenigen Millimetern und einen Solaningehalt, der sie total ungenießbar machten würde!

Urteil des EuGH: Mutagenese ist gentechnische Veränderung

Egal in welcher Form hier eingeriffen o."manipuliert"wird.Ein Eingriff in die Natur ist immer fragwürdig.In der Vergangenheit ging es auch ohne solche"Experimente",Lebensmittel mussten dann zwar eher verbraucht werden,da diese schneller verdorben sind,aber lieber so,als das man sich durch seine Nahrung vergiftet.Ich merke es doch an mir selber,was ich in den letzten 20 Jahren an Allergien bekommen habe,ist schon seltsam,kannte ich in den 80ern nicht.Wie sagte doch Mike Krüger:"Seit ich weiß,dass die Mindesthaltbarkeit einer Mettwurst höher ist als meine Lebenserwartung,esse ich keine mehr."
Das Argument,dass für die steigende Weltbevölkerung die Nahrung knapp wird,kann ich so nicht gelten lassen,denn es werden täglich in unserer Überflussgesellschaft noch gute Lebensmittel weggeworfen bzw. vernichtet,weil Sie vom Aussehen nicht der EU-Norm entsprechen(Bsp. Banane oder Gurke),so ein Irrsinn.Es bräuchte eigentl.kein Mensch auf dieser Welt mehr hungern,aber es geht wie immer nur ums Geld.

Transparenz und Entscheidungsfreiheit

Die Kennzeichnungspflicht ist natürlich elementar, damit jeder selbst entscheiden kann ober er die entsprechenden Produkte haben will oder nicht.

Was die gesetzliche "Erlaubnis" zur Anwendung dieser Technik angeht, sollte es weniger darauf ankommen, als was die "rechtlich" gilt als darauf, ob es wissenschaftlich zweifelsfrei gesicherte(!) Erkenntnisse darüber gibt - und vor allem, welche - ob sie sich im Sinne des Allgemeinwohls nach dem jeweils aktuellen Erkenntnisstand eher positiv oder eher negativ auswirken kann.

Und dann heißt es natürlich:

Laufend auf dem neuesten "Stand der Dinge" bleiben, um falls nötig jederzeit (und nicht erst nach monate- oder jahrelangen Debatten in "geschlossenen politischen Kreisen"!) korrigierend eingreifen zu können.

Mutagenese ist gentechnische Veränderung ...

eine andere Entscheidung hätte mich auch sehr gewundert.
Egal ob durch Zuführung von fremdem Genmaterial "Transgenese" oder zur Mutation "gezwungen" es bleibt eine von außen erwirkte Genveränderung die mit der natürlichen Entwicklung nichts zu tun hat. Ich hoffe, dass die Prozessführenden die gesamten Kosten bis zum EuGH tragen müssen. Dieser Weg galt allein mal wieder den finanziellen Interessen einer "Ernährungsindustrie" nicht zum Wohle der Menschen sondern zum Wohl weniger Anteilseigner, die mit dem Urbedürfnis der Menschheit, der Nahrungsaufnahme Gewinner erzielen wollen. Ich lehne Genmanipulation in Nahrungsmitteln, ob Pflanzlich oder tierisch, entschieden ab!

eine gute und wichtige Entscheidung

solange GVO nicht zu ungeplanten Ausbreitungen in natuerlichen Umgebungen fuehrt und der Verbraucher vollumfaenglich ueber den Einsatz von GVO in einem Produkt oder in irgendeiner Form zur Herstellung eines Produktes ("Futtermittel, ...") deutlich informiert wird, ist in meinen Augen der Einsatz in industriell gefertigtem Nahrungsersatz unproblematisch.

Der Verbraucher kann so selbst entscheiden, ob er ein solches Produkt erwerben moechte.

Es muss in ein entsprechendes Gesetz dann aber auch noch eine Sanktionierung von Verstoessen definiert werden, die dem "vergiften von Brunnenwasser" entspraeche, sodass ein Fehlverhalten (Vorsatz und Fahrlaessigkeit ist gleich zu bewerten) niemals zu einem Bagatelldelikt werden kann, sondern im Normalfall zu Strafzahlungen *und* soweit moeglich der "Reparatur" des Schadens auch durch Einsatz des Privatvermoegens der Firmeninhaber, "Verantwortlichen" und ggfls. Investoren fuehrt.

Vielen Dank an den EUGH fuer dieses gute Urteil! Weiter so!!

Super-Urteil vom EUGH!! Vielen vielen Dank an den EUGH. Endlich kommt mal echter Verbraucherschutz und endlich kommt eine Kennzeichnung dieser gentechnisch veränderten Lebensmittel sowie wohl eine Umweltverträglichkeitspruefung. Gut so!!

https://www.tagesschau.de/ausland/eugh-gentechnik-recht-101.html

Pflanzen, die mit moderner Mutagenese-Technik verändert werden, gelten rechtlich als gentechnisch verändert. Dies hat der Europäische Gerichtshof entschieden und fordert eine entsprechende Kennzeichnung.

Bitte weiter so, EuGH und dickes Lob von mir fuer dieses Urteil. So kann es weitergehen, EUGH! Denn auch ich möchte wissen, was ich an Genveränderung auf meinem Teller habe. Außerdem ist dieses Urteil auch ein Warnschuss vor den Bug von Monsanto!! Auch dass ist ueberfällig gewesen und es ist eine herbe Niederlage fuer die ganzen Argar-Lobbyisten von Seiten Monsantos.

Sollte jede CRISPR CAS Modifizierung an genetischem Material

im Labor bereits gentechnologischen Restriktionen unterliegen , so ist diese Entscheidung ein schwarzer Tag für die molekularbiologische Forschung inklusiv ihres Potentials im medizinischen Bereich . Dann werden die UK nach dem Brexit und und keiner Bindung an den EuGH einen massiven Standortvorteil innerhalb Europas haben .

Wir manche hier zelebrieren,

Wir manche hier zelebrieren, als sei damit die Welt gerettet. Genmanipulierte Nahrung ist inzwischen notwendig, wenn die Bevölkerung der Welt noch ausreichend ernährt werden soll.

Ich habe auch absolut keine Probleme das Zeug selbst zu essen. Dabei holt man sich keine Krankheiten, und verwandelt sich auch nicht in einen Fisch mit 3 Augen.

Genscheren lassen sich für die Einbringung nahezu beliebiger Genschnipsel verwenden, was mit Züchtungen nicht zu erreichen ist. Es ist klar synthetische Biologie. Aufzuhalten ist die Technik ohnehin nicht, aber zumindest ist die Entscheidung des EuGH richtig.

Es besteht noch Forschungsbedarf

Grundsätzlich handelt es sich hier um einen ganz anderen Ansatz als bei der Gentechnik durch eingebaute Fremdgene, bei der zu Recht äußerstes Misstrauen angebracht ist. Crispr ahmt die Natur nach, die laufend Mutationen erzeugt, erfolgreiche, die sich durchsetzen, und andere, die zugrunde gehen.
Es sollte geklärt werden, ob die erzeugten Mutationen unschädlich sind, ob sie sich nicht ungewollt mit bestehenden Kultursorten kreuzen können, ob sie sich nicht unkontrolliert vermehren und andere Pflanzen verdrängen können. Wenn solche und andere Bedenken ausgeräumt sind, spricht nichts dagegen, die erzeugten Sorten nach entsprechenden Studien zuzulassen.

Schon mal eine gute

Schon mal eine gute Entscheidung, dass diese Produkte gekennzeichnet werden. Dennoch ist die Forschung unerlässlich, da der Mensch zu dumm ist den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen und Giftstoffen zu verringern. Wir werden ihn Zukunft wohl resistentere Pflanzen (und vielleicht sogar Tiere) brauchen, um die Welt zu ernähren.

Technikfeindlichkeit

Auch die Natur sieht eine Veränderung in dem Erbgut von Pflanzen und Tieren vor. Unsere tägliche Lebensweise hat unmittelbaren Einfluss auf unser persönliches Erbgut, dass wir an Kinder und Enkel weiter geben.

Wenn nun an Saatgut und Pflanzen Optimierungen vorgenommen werden, müssen sie anschließend ähnlich einem neuen Medikament bzw. medizinischen Wirkstoff ausgiebig getestet werden. Dann wäre jedoch der Einsatz der geänderten Pflanze völlig einwandfrei.

Die Technikfeindlichkeit wird zu einer Position im weltweiten Wettbewerb unter den Zwergstaaten führen. Richtig wäre es dagegen, diese Technologie positiv und verantwortungsbewusst mit zu gestalten.

Entschuldigung

Ich entschuldige mich für meinen vorherigen Kommentar, in dem ich dem Journalisten unsaubere Arbeit vorgeworfen habe - der Unsinn steht tatsächlich so in der Pressemeldung des EuGH. Alles genverändert, jedoch die Pflanzen unjd Verfahren, die schon länger auf dem Markt sind, sind allein dadurch unbedenklich und unterliegen weiterhin Ausnahmen und bedürfen keiner Technikfolgenabschätzung. Das ist vollkommen unlogisch.

Ich frage mich allerdings: Wenn bei der erzeugten Pflanze im Endeffekt nicht mehr feststellbar ist, ob sie radioaktiv oder mittels CRISPR-Cas9 bzw.TALENs mutiert wurde - wie soll dann die Kennzeichnung funktionieren? Man erzeugt die Pflanze in den USA, kreuzt sie mit einer europäischen Sorte und dann ist es plötzlich doch ungefährlich, was man getan hat?

Scheinbar macht irrationale Angst selbst vor Richtern am EuGH nicht Halt...

Wie konnte es überhaupt dazu kommen

dass es für diese Gentechnik bisher eine Ausnahmeregelung gab? Die EU-Definition ist eindeutig. Die Gentechnik Lobby hatte offensichtlich ganze Arbeit geleistet, die geltenden Gesetze in ihrem Sinne bis zur Unkenntlichkeit zu verzerren. Mindestens sieben Jahre lang waren die EU-Verbraucher diesem Genfraß ausgesetzt.

Gut so!

Endlich mal eine positive Meldung und ein gutes Urteil! Und die Industrieagrarlobby und der Bauernverband haben keinerlei Grund, sich zu beklagen. Es wurde nichts verboten, und dass die veränderten Pflanzen gegenüber dem Verbraucher gekennzeichnet werden müssen, ist doch nur recht und billig. Wer solche Produkte kaufen und verzehren möchte, kann es doch tun. Dass das immer noch sehr, sehr wenige sind, zeigen die wiederholten Versuche der Agrarlobby und der Konzerne, zu Recht eng gefasste Vorschriften mit allen Mitteln zu umgehen und die Verbraucher durch mangelnde Kennzeichnung hinters Licht zu führen. Man kann es drehen und wenden, wie man will. Mit diesem Urteil ist ein neuerlicher Versuch gescheitert, den Verbrauchern durch die Hintertür Gentechnik unterzujubeln, und das ist gut so!

War zu erwarten

Natürlich sind die neuen Verfahren auch "Gentechnik". Mir ist nur nicht klar, warum eine gezielte Veränderung von Genen per se als gefährlicher angesehen wird, als eine zufällige Veränderung der Genom durch Bestrahlung oder Chemikalien in der "normalen" Züchtung.
Natürlich kann man argumentieren, die neuen Pflanzensorten könnten gefährliche Inhaltsstoffe enthalten. Aber die Gefahr ist nach meinem Dafürhalten wesentlich geringer wenn ich ein einzelnes Gen gezielt verändere, als wenn ich durch radioaktive Strahlen auf die zufällig richtige Mutation hoffe. Also wenn schon testen, dann alles.
Oder mein Studium ist zu lange her und ich täusche mich.

Hysterie hat gewonnen

Die Angst der Bevölkerung vor Gentechnik ist nicht durch Erfahrungswerte und Fakten gedeckt.
Wenn man sich beispielsweise den Verbrauch von gentechnisch veränderten Mais in Nord- und Mittelamerika ansieht, so müsste man doch irgendwelche Effekte bei Mensch und Tier sehen, wenn das Zeug wirklich so gefährlich wäre.

Die neuen gentechnischen Verfahren mit CrisprCas lassen sich je nach Fall nicht mehr nachweisen. Schon beim Menschen gibt es 60 bis 100 mutierte Gene im Vergleich zu den Eltern, ganz normal. Wenn nun bei einer Zuchtpflanze 2, 3 Gene gezielt verändert werden, fällt das im Vergleich zu den normalen Mutationen nicht mehr auf.

Mit natürlichen Mutationen (chemisch radioaktiv, viral, bakteriell) darf ohne Kennzeichnung gezüchtet werden. Mit Crispr/Cas ist es dann "böse" Gentechnik.
Rational begründbar ist das nicht.

Juristische Entscheidungen

Auch natürliche Mutanten sind GVO - die sind aber erlaubt. Warum werden eigentlich keine resistenten Krankheitserreger verboten -die sind auch GVO? Müssen die jetzt ein Schildchen tragen?
Offensichtlich sind Intelligenz und Juristerei inkompatibel - den Eindruck habe ich schon sehr vermittelt bekommen.

Wieder mal...

Wieder mal bleibt Europa wegen Bedenkenträgerei auf der Strecke, während der Rest der Welt sich die umfangreichen Möglichkeiten der CRISPR-Technologie zu nutze macht.

Schon bei den ersten

Schon bei den ersten 'Erfolgen' in der Gentherapie wurde uns das Herumschnipseln am Genom als alternativlose zukünftige, weil ja völlig beherrschbare und ungefährliche Alternative zum Hergebrachten geschildert. Genbehandlung wurde in Amerika erst groß gehypt und dann nach plötzlichen Totesfällen total wieder herausgenommen. In Europa merkte man bald, dass z.B. mit der Kurzlebigkeit des Schafes Dolly wohl doch noch nicht der Schlüssel zu aller Problemlösung gefunden ist. Aber dessen allem ungeachtet geht das große Genomschippeln weiter und wieder wollen uns ein paar Saatverkäufer, die sich schon bisher genug zweifelhaften Ruf mit ihren Marktstrategien eingesammelt haben, uns hier in Europa ihre faulen Forschungsergebnisse zum Nutzen ihrer Investitionen aufzwingen. Da kannn man nur hoffen, dass unsere zuständigen Gerichte und weiteren Stellen uns noch ihren Schutz geben und den Lockungen, die es da bestimmt gibt, wiederstehen, ansonsten sehe ich schwarz für unser menschliches Genom.

Eine Phobie in vielen Ländern

Ich halte die Ablehnung gegenüber der Gentechnik für überzogen.
Viele hier in Deutschland denken, dass die Bauern Glyphosat spritzen, wenn sie einen Bauer mit der Feldspritze sehen. Das ist falsch. Andere glauben, dass sobald etwas gentechnisch verändert ist, ist es resistent gegen Glyphosat. Auch das ist meistens falsch.
Tatsache ist, dass Pflanzen in Deutschland oft gentechnisch verändert sind, wie zum Beispiel Mais. Dies spielt aber überhaupt keine Rolle, weil Mais von Natur aus sowieso in Europa nicht heimisch ist, ob gentechnisch verändert oder nicht ist dabei völlig irrelevant.

Vielleicht gelingt es Beulenbrand (Parasitärer Brandpilz bei Mais) mit Hilfe von Gentechnik einzudämmen. Wollen wir uns dieser neuen Technik weiter verschließen? Was ist die Alternative?

Bio können sich die wenigsten leisten.
Die Bauern spritzen jetzt schon einen wilden Chemiecocktail, der sich mit Genmanipulation sicher einschränken lässt.

Ich halte grundsätzliche Ablehnung für eine Fehlentwicklung.

Gentechnik wird.....

...einmal die Menschheit retten, davon bin ich fest überzeugt und das ist gut so. Und wer dann nicht mitessen will, .......seine Sache!

Urteil des EuGH:Mutagenese ist gentechnische Veränderung.....

Das Urteil zur Kennzeichnungspflicht ist ein kleiner Schritt.Es zeigt aber auch,daß man den
Chemieunternehmen und das wird im wesentlichen Baysanto darüber hinaus nicht auf die Füße treten will.
Und warum sollen Bauern darüber unzufrieden sein ? Haben sie ein Interesse an der Abhängigkeit von den Big-Pharma Firmen ?

genau. deshalb ist es viel

genau. deshalb ist es viel besser die Ackerpflanzen seit Jahrzehnten irrationaler Mutagenese mit radioaktiver Strahlung oder einer Chemotherapie zu unterziehen. Die paar Krüppel, die dann überleben und dann größere Früchte bringen müssen mir immer mehr Dünge- und Pflanzenschutzmittel am Leben erhalten werden.
Die eigentliche Lüge ist doch, dass der Status Quo konventioneller Lebensmittel 'gentechnikfrei' sind. Sie sind nur frei von rationaler technik. Gentransfer gibt es dann eben unkontrolliert und zufällig. Guten appetit im Tal der Ahnungslosen

Nun verkauft man alle Welt,

Nun verkauft man alle Welt, dass mit Crisper/CAS9 von der bisherigen Genschnippelei nun weg, zu einer genau nach Wunsch sicheren Genomumschreibung käme, aber auch hier ist die Fehlermöglichkeit beim Genaustausch immer noch viel zu groß, um so zu tun, als sei dies jetzt die Lösung und man könne nun endlich alle gentechnische Veränderungen als Routine und also harmlos verkaufen. Alleine der Langzeiteffekt durch die Aufnahmewarscheinlichkeit und deren Folgen, die durch die Aufnahme genveränderter bzw. genmanipulierte Pflanzen oder auch Tiere für das menschliche Genom sein wird, verbietet eine Erlaubnis der Verbrauchermarktlieferung, bis deren totale Ungefährlichkeit eindeutig erbracht wird. Eine Einschleichung manipulierten Genmaterials ins menschliche Genom hat unvorstellbare Folgen und ist sehr wohl auch über Nahrungsaufnahme möglich, was sich natürlich Martkstrategen und Kapitalanleger nicht vorstellen können, weil dern Verstand über ein paar Zahlenreihen nicht hinausgeht.

War klar

Dass hier wieder viele die mögliche Problematik gentechnisch veränderter Pflanzen nicht überblicken können, war klar. Der Vergleich mit natürlicher Mutation hinkt gewaltig. Vermutlich niemand käme auf die Idee zu sagen, dass solche gezielt herbeigeführten Mutationen auch beim Menschen zulässig sein müssten, weil es ja auch natürliche Mutationen gibt. Entsprechend sind auch bei Pflanzen derartige Manipulationen hinsichtlich ihrer Tragweite zu prüfen.

Aber was glauben Sie denn wie

Aber was glauben Sie denn wie Kulturpflanzen gemacht werden? Mutation ist genau was gemacht wird. Eigentlich sollte das Urteil zur Folge haben, dass die Ausnahme für 'herkömmliche' gezüchtete Sorten (auch über Mutagenese) der letzten 60 Jahre gekippt wird und dann ist bald alles gekennzeichnet.

Mutagenese als beschleunigten Züchten ...

... ist sicher dringend nötig: Wir haben zu viele Nutztiere und Nutzpflanzen, die "überzüchtet" sind und nur mit Überdüngung und Giftspritzen bzw. mit Hormonen und Antibiotika überleben können.
Bekanntes Beispiel neben den Monsanto-Pflanzen ist der Weinbau, dessen aktuelle Rebsorten ohne die chemische Industrie keine 2 Jahre überstehen würden ...

Die Erderwärmung, die zukünftigen Ernährungsprobleme und der Wassermangel der wachsenden Weltbevölkerung erfordern schnelle Reaktionen der landwirtschaftlichen Forschung. Da ist die Mutagenese ein gutes Hilfsmittel.
Problem: Die staatlichen Kontrollen - leider gibt es Staaten wie die USA oder China, wo die Regierung und die Lebensmittelindustrie eng verzahnt sind und Kontrollen eher Show als korrekt. Aber daran kann der EUGH nichts ändern ... das muss der Verbraucher eben beachten!

@Gentechnik wird..... 13:13 von ednew

"...einmal die Menschheit retten,"

Habe selten so einen undifferenzierten Kommentar gelesen.
Gentechnik ohne Regeln wird eher die Menschheit ins Unglück stürzen.

Frankenstein lässt grüssen.
Die Chinesen sind ja schon dabei Menschen zu klonen.

Solange der Mensch meint Gott zu spielen,
obwohl sein 'Wissen' so rudimentär ist,
wird das auch so bleiben.
Oder wussten Sie, dass Spinnen fliegen können?

Aber den Frankensteins und Geiern der Welt das Wort reden, passt.

an Doktor Choukou

die Ausnahme ist nötig da wir sonst fast alles was über Mutagenese seit den 60er Jahren entwickelt wurde, vom Acker nehmen müssten und das will keiner (oder zumindest kein vernünftig denkender Mensch). Sie essen also über Mutagenese erzeugte Sorten, obwohl TAUSENDE Mutationen unkontrolliert eingeführt werden.
Nur sind diese alten Verfahren nicht verteufelt worden, da sie bei Ausbruch Gentechnikdebatte längst verzehrt wurden.

@mlz

"...Dabei ist wirklich kein Obst, Gemüse oder Getreide, dass wir heutzutage im Supermarkt kaufen ohne Mutagenese erzeugt!.." ´
Stimmt im weitesten Sinn. Auch z.B. die kernlosen Weintrauben, Wassermelonen mit denkbar wenigen Kernen, Hühnerbrust en gros, etc.
Ich kaufe diese Sachen nicht, weil ich sie nicht vertrage. Natürlich merkt man das erst nach Jahren. Ein großer Teil meines recht umfangreichen Krankheitsbildes ist auf die Ernährung mit derart manipulierten Nahrungsmitteln zurückzuführen.

Gott sei Dank hat der EUGH so entschieden.

@Drumknott " Intelligenz und Juristerei inkompatibel"

Juristen agieren im ideellen Raum. Ziehen jedoch Absolutgrenzen die echte Welt. Bei einer Landesgrenze mag so etwas gehen, sie aber versuchen Tag von der Nacht zu scheiden und bestrafen daher die Dämmerung.
---

greenpeace @ 12:39 von Disziplin

mein eindruck ist folgender
gp ist ein instrument des establishment.
genauso wie der club der millionen diesel-jobs in unserem land vernichtet.
.
vermeintlicher umweltschutz ist ein hebel uns zum applaus zu bewegen im rahmen von entscheidungen gegen die wir ansonsten zwecks demo auf die straße gingen.

@OMP um 12.35

so geht es mir auch. Allergien, Unverträglichkeiten. Und eins noch von wegen knapper Nahrung:
60% der in unserem Land hergestellten Landwirtschaftserzeugnisse sind für letzten Endes Tierfutter bestimmt.
Nur knapp 20% sind für uns Menschen bestimmte Lebensmittel, von denen auch noch recht viel exportiert wird.
(über 20% werden Biomasse). Quelle:
Umweltbundesamt.

aluminium @ 13:13 von ednew

ach sie meinen wenn der ständig ansteigende (woher das wohl kommt?) aluminiumgehalt im boden endlich ausreichend hoch ist, dass konventionelles saatgut nicht mehr keimt? kommen dann monsantos/bayers gentechnisch veränderte aluminiumresistente pflanzen zum einsatz deren patente in der schublade liebgen?

@purzelchen

Wir könnten derzeit 12 Mrd Menschen ernähren.

12:47 von purzelchen

// Genmanipulierte Nahrung ist inzwischen notwendig, wenn die Bevölkerung der Welt noch ausreichend ernährt werden soll. \\
Vielleicht sollte die Menschheit darüber mal nach denken,ob es nicht besser wär,sich zu verkleinern.
Vielleicht würden dann die Lebensmittel wieder reichen ohne Genmanipulition.

13:06 von Drumknott

«Juristische Entscheidungen.
Warum werden eigentlich keine resistenten Krankheitserreger verboten -die sind auch GVO? Müssen die jetzt ein Schildchen tragen?»

Warum werden nicht auch ganz einfach "Malaria-Mücken", "Dengue-Mücken" und Tsetsefliegen als Überträger der "Schlafkrankheit" verboten? Doch nicht etwa deswegen nicht, weil man "Wirtstiere" und Krankheitserreger "nicht einfach mal so" verbieten kann?

Wie groß sollte denn Ihrer Meinung nach das Schildchen sein, das der resistente Krankheitserreger tragen muss?

«Offensichtlich sind Intelligenz und Juristerei inkompatibel - den Eindruck habe ich schon sehr vermittelt bekommen.»

Mitunter gehen auch Klugheit und Kommentar eines Sachverhalts keine gelungene Symbiose ein. Etwa dann nicht, wenn Veränderungen an Saatgut im Zuge von Züchtung mit resistenten Krankheitserregern "vermauschelt" werden.

@carlos12

"...so müsste man doch irgendwelche Effekte bei Mensch und Tier sehen, ..."
Sieht man doch!
Eine konstant ansteigende Zahl Herz-Kreislauferkrankungen, Allergien/Asthma, Krebserkrankungen ... alles in schnell steigender Anzahl.
Womöglich nicht nur durch gentechnisch veränderte Lebensmittel. Aber auch dadurch. Wir sind körperlich nicht für die rasenden Veränderungen geschaffen, die die Technik/Wissenschaft möglich macht. Wir sind dafür gebaut, uns an Veränderungen über Jahrhunderte körperlich anzupassen.

Ich finde es anmaßend

das gewisse Leute meinen, der Natur mit ein paar Kunstgriffen ins Handwerk fuschen zu können, die sich über Millionen Jahre entwickelt hat!
Nichts ist in der Gentechnik mit Milliarden von Möglichkeiten sicher. Es ist natürlich toll, das sich Pflanzen durch den menschlichen Fusch selbst schützen können. Was ist aber, wenn duch die Manipulation der Gene etwas entsteht, was der Mensch nicht überlebt. Kurzfristig kann natürlich alles in bester Ordnung sein. Jetzt stelle man sich mal vor, das in einigen Jahrzehnten die manipulierten Pflanzen natürlich, unter Einbindung der menschlichen Veränderung, mutieren und nun plötzlich nicht mehr für den Menschen genissbar sind.
Ich bin da eher der Meinung das Genmanipulation geächtet werden muss.

Doktor Choukou

"Mindestens sieben Jahre lang waren die EU-Verbraucher diesem Genfraß ausgesetzt."
Ja, und, wie vielen hat es nachweisbar geschadet? Ich kenne aus den Medien keinen Fall. Habe ich da etwas verpasst?
Meine Meinung ist übrigens, dass jemand, der in einer sachlichen Diskussion denkt, er müsse Gossensprache benutzen, offenbar keine relevanten Argumente (mehr) hat.

@Hepheistos

"...Eine Einschleichung manipulierten Genmaterials ins menschliche Genom hat unvorstellbare Folgen und ist sehr wohl auch über Nahrungsaufnahme möglich,..."

Genau. Hab ich schon erwähnt, dass ich meine sämtlichen Heilungserfolge nicht der klassischen Medizin, sondern meinen veränderten Ernährungsgewohnheiten verdanke?
Wir sind was wir essen. Und ich will nichts essen, was oft genug nur den finanziellen Interessen eines Saatgutherstellers dient. Die Natur hat früher Äpfel geschaffen, die man vertragen konnte. Die Züchtung hin zu Äpfeln, die nicht so schnell braun werden, wenn man sie anschneidet, hat zu immer mehr Menschen geführt, die halt jetzt keine Äpfel mehr vertragen... usw, usw. Wir können keine Jahrhunderte überblicken, was die Folgen von menschlichen Eingriffen in das Genom von irgendetwas sind.

Urteil heisst KEINE Ablehnung dieser Technologie

... wie hier schon wieder fälschlicherweise behauptet wird. Es sollen nur dieselben Zulassungstest erfolgen - und das ist gut so!
.
In diesem Sinne ist dieses Urteil zu begrüßen, auch und gerade weil ich mit meiner Firma mit dieser Technologie Geld verdiene.

um 13:07 von Vigilante

"Wieder mal bleibt Europa wegen Bedenkenträgerei auf der Strecke ..."
-------------
Es wäre gut, wenn Europa in dieser Frage auf der Strecke bliebe und dafür Sorge tragen, daß die Menschen in diesem Kulturkreis gesunde Lebensmittel anbietet.
Doch die Lobbyisten werden wieder mit Posten und Pöstchen die Zustimmung für diesen Genschrott erkaufen.
Das Ammenmärchen des Ernährungsauftrages, bei steigender Bevölkerung, sollte inzwischen auch jedem bewußt sein, daß dies nur ein vorgeschobenes Argument ist. Es geht einzig und allein um die Werte zwischen Daumen und Zeigefinger.
;)

@ Vigilante von 13:07

lieber bleibt die Gentechnik in und mit Lebensmittel auf der Strecke als dass die Natürlichkeit, die eh schon in vielen Bereichen nicht mehr existiert, gänzlich verschwindet. Wie viele Beispiele braucht es noch, dass nicht alles was der Mensch kann auch richtig ist?
Von mir aus dürfen sich andere Länder da "besonders hervor tun" ich möchte es hier nicht. Fragen Sie sich doch mal "wem nützt es" wirklich .... wer zahlt diese Forschung ?

um 13:07 von Vigilante

"Wieder mal bleibt Europa wegen Bedenkenträgerei auf der Strecke ..."
-------------
Es wäre gut, wenn Europa in dieser Frage auf der Strecke bliebe und dafür Sorge tragen, daß die Menschen in diesem Kulturkreis gesunde Lebensmittel anbietet.
Doch die Lobbyisten werden wieder mit Posten und Pöstchen die Zustimmung für diesen Genschrott erkaufen.
Das Ammenmärchen des Ernährungsauftrages, bei steigender Bevölkerung, sollte inzwischen auch jedem bewußt sein, daß dies nur ein vorgeschobenes Argument ist. Es geht einzig und allein um die Werte zwischen Daumen und Zeigefinger.
;)

Zunächst nicht verwerflich!

Eine neue, in vielen Bereichen lang ersehnte Technik. Davon wird die Menschheit groß profitieren, ja auch die Industrie. Veränderte Lebensmittel müssen gekennzeichnet werden und DAS IST GUT. Denn das Zeug landet geundsätzlich UNGEPRÜFT auf den Tellern - anders als bei Medikamenten. Niemand prüft, was im Essen nun ander ist und ggf schädlich. Wenn das Kind hinterher inden Brunnen gefallen ist, dann war‘s wieder niemand. Ähhh doch: Der Verbraucher ist dann schuld, weil er‘s ja angeblich über den Preis so aufgezwungen hat? Oder verhält es sich mit dem kaputten Nitrat-Grundwasser gerade anders? Die Bauern bringen‘s ohne nachzudenken aus und den Schaden hat die Allgemeinheit? Was wäre, wenn veränderte Pflanzen die andern ungehemmt überwuchern? Eine ökologische Katastrophe wie sie mit etlichen eingeschleppten Kröten, Krebsen und Pflanzen gerade geschieht.

@OrwellAG - überflüssige Technik ?

Die Technik wird ja ganz allgemein eingesetzt - überwiegend noch zur Forschung, aber vielleicht im nächsten Jahrzehnt dann ja auch zur Gentherapie am Menschen. Damit kann dann viel Gutes getan werden, was Sie ja wahrscheinlich bestreiten. Menschen mit unheilbaren Krankheiten sehen das wohl anders.
Bei den Pflanzen: googeln Sie mal Doppel-Null-Raps. Ein Ergebnis klassischer Züchtung. D.h., Sie müßten dann auch genauso stark gegen irgendeine Form der Veränderung von Pflanzen argumentieren. Und dann schauen Sie sich bitte mal an, wie unsere Nutzpflanzen vor der Züchtung aussahen.

@ ultra slim - indische Kleinbauern

"auswüchse des "kapitalismus" welche hunderttausende indische kleinbauern in den wirtschalftlichen ruin mit anschließendem suizid getrieben haben"

Dafür haben Sie sicher einen Beleg?
Ansonsten gilt, daß in Indien zu mehr als 90% die angebaute Baumwolle gentechnisch verändert ist und beim Einsatz von Insektiziden spart. Und der Spiegel schreibt am 3.7.2012: "Gentechnisch veränderte Baumwolle kann zumindest für die Kleinbauern in Indien ein Segen sein. "

Die Technologie wurde nicht verboten

Liebe Mitforisten,

der EU-Gh hat nicht das Crispr/Cas9- Verfahren verboten!
Es geht darum, dass Lebensmittel, die aus Pflanzen (Tieren) gewonnen werden, die mit diesem Verfahren behandelt wurden
1. gekennzeichnet werden müssen
2. einer umfassenden Risikobewertung unterzogen werden müssen, bevor sie in den Handel kommen.

Ich kann nicht verstehen, dass man ein solches Urteil kritisiert.

@ 14:49 von tütü72

da haben sie aber gekonnt an hunderttausenden suizidfällen vorbeigegoogelt. einmal-saatgut muss für jede saison neu gekauft werden. dass dies zum problem wird, wird seitens monsanto/bayer zumindest duldend in kauf genommen. in anbetracht des aggressiven geschäftsgebarens des konzerns darf von vorsatz ausgegangen werden.

Gentechnologie ist nicht die Fortsetzung klassischer Züchtung

Genetische Veränderungen, die durch von Menschen entwickelte Technologien zustande kommen, sind nicht einfach die Fortsetzung von klassischer Züchtung. Denn derartigen Züchtungen setzt die Natur irgendwann Grenzen. So kann man z.B. nicht einfach eine Erdbeere mit einem Schneeglöckchen kreuzen, um die Erdbeere unempfindlich gegen Kälte zu machen. Mittels gentechnischer Methoden ist es aber möglich.
Insofern sind Vergleiche - wie sie hier z.B. bezüglich der Kartoffel zu lesen waren - kein Argument.
Hinzu kommt, dass niemand weiß, wie sich z.B. die mittels Gentechnik kälteunempfindliche Erdbeerpflanze im Freiland verhält. Oder ob das in ihr Erbgut eingeschleuste Schneeglöckchengen nicht doch weitere Eigenschaften hat bzw. entwickelt, die dann tatsächlich zu Allergien beim Menschen führen oder anderes.
Das hat jetzt nichst mit dem Crispr/Cas 9-Verfahren zu tun. Aber auch dabei können wir nicht mit Sicherheit ausschließen, dass das Herausschneiden einzelner Gene unerwünschte Wirkungen hat.

Das Argument "Wir brauchen

Das Argument "Wir brauchen Gentechnik, um die Ernährung der Weltbevölkerung zu sichern" wird immer wieder gern genommen.
Im Grunde geht es den Unternehmen aber vor allem um ihren eigenen Gewinn. Zum Beispiel, um Nutzpflanzen durch den Einsatz diverser Technologien unempfindlich gegen Herbizide zu machen. Dann verkauft man das Saatgut dieser Pflanzen und das Herbizid gleich dazu.
Oder die Früchte der Pflanzen werden unempfindlicher gemacht gegen Schimmel, Kälte, Druck etc. So kann man sie ohne Einbußen tagelang durch die halbe Welt transportieren. Daran haben vor allem Großkonzerne ein Interesse, dem Kleinbauern, der auf dem regionalen Markt frische Ware verkauft, ist das nicht so wichtig.

wozu das ganze?

jedes käuflich erhältliche Brot in Deutschland ist bereits mit Gentechnisch veränderten Hilfsstoffen hergestellt. Diese Enzyme zerfallen beim Backen und müssen daher nicht deklariert werden.

Langfristig wird es kein Mensch schaffen keine Gentechnisch veränderte Lebensmittel zu essen.

Wird kommen

Gentechnik wird kommen, schon um den Kommerz willen.

@ von vweh um 16:36

Ihr Kommentar: "jedes käuflich erhältliche Brot in Deutschland ist bereits mit Gentechnisch veränderten Hilfsstoffen hergestellt. Diese Enzyme zerfallen beim Backen und müssen daher nicht deklariert werden.
Langfristig wird es kein Mensch schaffen keine Gentechnisch veränderte Lebensmittel zu essen."

Richtig ist, dass Hilfs- und Aromastoffe, auch Medikamente, mithilfe von gentechnisch veränderten Mirkroorganismen hergestellt werden. Im Lebensmittel, z.B. im Mehl oder im Joghurt mit Erdbeeraroma, finden sich aber nur die aufgereinigten Produkte dieses Prozesses, nicht die gentechnisch veränderten Mikroorganismen. Davon kann man halten, was man will, es ist aber nicht vergleichbar mit dem Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen und ihrer anschließenden Verwertung als Lebens- oder Futtermittel.
Es sind komplett unterschiedliche Verfahren und dafür sind auch unterschiedliche Richtlinien nötig.

@Dafür haben Sie sicher einen Beleg? 14:59 von tutü72

Ich denke, jeder der lesen kann und will, hat einen solchen Beleg.
Ich kann diese Selbsttäuschung mancher hier nicht mehr lesen.
Wer kugeln kann, kann auch finden:
https://www.rtl.de/cms/indien-baumwollproduktion-treibt-bauern-in-den-s…
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/asien/selbstmordewelle-in-in…
kurz: https://is.gd/WBWxOC
sowie https://is.gd/5gktoe

Das ist übrigens seit Jahren schon so und hat sich nicht wesentlich geändert.

Rechtliche Autonomie Europas

Ein erfreuliches Urteil, mit dem Europa seine Autonomie als Rechtsraum unter Beweis stellt. Die Verbraucher in Europa stehen der Anwendung der Gentechnik in der landwirtschaftlichen Lebensmittelerzeugung kritisch bis ablehnend gegenüber. Das Urteil wahrt durch die Deklarationspflicht das Recht der europäischen Bürger, zu entscheiden, was sie essen wollen (wie sollte es in einem demokratisch verfassten Staatswesen anders sein?). Zudem stellt es eine Sicherung gegenüber einer umgebremsten Ausbreitung von willkürlichen genetischen Veränderungen in die Umwelt dar. Neue Techniken brauchen Prüfung und Kontrolle - das ist das europäische Vorsorgeprinzip, welches hier völlig zu Recht zur Geltung gebracht wurde. Vielleicht hat Europa doch noch eine freiheitliche, demokratische, rechtstaatliche und solidarische Zukunft?

Das ist eine äusserst

Das ist eine äusserst erfreuliche Entscheidung. Neuste Forschungen zeigen, dass die CRISPR-Methode, um die es hauptsächlich geht, eben nicht so präzis und nur genau da wirkt, wo eingegriffen wird. Es wurden zusätzliche, nicht intendierte Veränderungen entdeckt. Gentechnik ist Gentechnik, die Behauptung mit CRISPR werde nur die traditionelle Züchtung beschleunigt ist eine faktenwidrige Augenwischerei. Wer in einem lebenden Organismus eingreift, muss immer damit rechnen, dass er mehr verändert, als er beabsichtigt.

Es ist immer so

Erst ein bisschen und zum Schluss wird es erlaubt.
Wer Gott spielt, spielt mit dem Feuer.
Die Natur wird sich rächen.

Ein gutes Urteil - Erleichterung.

Danke für diese Klarstellung und - entgegen der Lobbyisten - ist das kein Innovationshindernis. Man muss nicht alles machen, was man machen könnte, um innovativ zu sein.
Das ist echt ein dummes Argument aus der Politik.

Das Urteil wird den

Das Urteil wird den Fortschritt in Europa bremsen, aber andere Weltregionen nicht vor neuen Anwendungen abhalten. Gentechnisch veränderte Pflanzen haben noch in keinem einzigen Fall zu Schaden bei einem Menschen geführt.

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