Ihre Meinung zu: Gerettete Bootsflüchtlinge: EU lockt mit Geld für Asylzentren

24. Juli 2018 - 13:37 Uhr

Schon Ende Juni hat sich die EU auf Aufnahmezentren für Bootsflüchtlinge geeinigt. Noch ist unklar wo. Jetzt bietet die EU-Kommission eine Entscheidungshilfe an: Geld. Von Kai Küstner.

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Kommentare

Wozu das Hin und Her?

Warum nehmen wir die Flüchtlinge nicht weiterhin auf, wie bisher und in den vergangenen Jahren? Nur weil die Rechtspopulisten jetzt so laut geworden sind? Ich wäre entschieden für ein klares "weiter so".

Kurz und knapp:

Jeden vorm ertrinken retten und sofort wieder sicher zurück an Land bringen, von wo er gestartet ist. Wenn das klar und deutlich zum Ausdruck gebracht wird, dann wird sich dieses Problem von selbst lösen. Parallel natürlich sehr intensiv daran arbeiten, dass es den betroffenen Menschen in ihrer Heimat besser geht. "Fluchtursachen" bekämpfen, auch wenn dieses Geld und europäisches oder sonstiger Nationen Gewinne schmälert.

6000 Euro

Das Geld soll lieber Lybien oder Tunesien für jeden aufgenommenen Flüchtling von der EU erhalten.

Zentren in Afrika wären am besten

Zentren in Afrika wären am besten und schon wäre der ganze Schlepperspuk vorbei. Anträge könnten dann dort gestellt und geprüft werden. Es müssten sich doch Staaten in Afrika finden lassen die bereit sind gegen eine finanzielle Unterstützung solche Zentren zu errichten?

Pro Migrant winkt die EU mit 6.000 Euro?

Woher stammt das Geld wohl und weshalb sollen Staaten die Migranten "aufnehmen" 6.000 Euro erhalten? Rückführung heißt das einzig richtige Zauberwort.

Warum diese Wortwahl?

Was soll diese Schlagzeile: "EU lockt mit Geld"? Staaten zu belohnen, die Flüchtlinge aufnehmen, ist eindeutig die bessere Idee, als Staaten zu bestrafen, die keine aufnehmen. Letzteres wurde ja schon mal beschlossen, aber nicht umgesetzt. Bei einer solchen Schlagzeile darf man sich nicht wundern, wenn die AfD hergeht und von Verschwendung von Steuergeldern spricht.

Der Migrantenstrom wird erst

Der Migrantenstrom wird erst dann zurückgehen, wenn die Mehrzahl der Migranten von der libyschen Küstenwache nach Libyen zurückgebracht werden. Hierbei sollte die EU finanzielle und materielle Hilfe leisten. Gleiches gilt sinngemäß für Tunesien und Marokko.

Österreich und Italien geben das Ziel vor

Herr Kurz und unsere italienischen EU- Freunde sagten richtigerweise das es das Ziel sein müsse, das KEIN illegaler Migrant mehr in die EU kommt. Alles andere sind keine Lösungen sondern nur Problemverschleppungen. Wenn also jemand illegal kommt, wird er postwendend zurückgebracht. Keine Diskussion.

Geld, Geld, Geld

Super, dann wird die Zuwanderung wieder nicht gestoppt. Nur zahlt jetzt die EU in vielen Fällen - und damit auch mal wieder Deutschland als größter Netto-Zahler. Damit wird die Möglichkeit, dieses Problem durch Sicherung der Außengrenze zu lösen, aufgegeben. Weiter so, noch haben wir genug Geld...

Seltsam

>>Am 24. Juli 2018 um 15:40 von eine_anmerkung
Zentren in Afrika wären am besten
Zentren in Afrika wären am besten und schon wäre der ganze Schlepperspuk vorbei. Anträge könnten dann dort gestellt und geprüft werden. Es müssten sich doch Staaten in Afrika finden lassen die bereit sind gegen eine finanzielle Unterstützung solche Zentren zu errichten?

Neu
Am 24. Juli 2018 um 15:42 von eine_anmerkung
Pro Migrant winkt die EU mit 6.000 Euro?
Woher stammt das Geld wohl und weshalb sollen Staaten die Migranten "aufnehmen" 6.000 Euro erhalten? Rückführung heißt das einzig richtige Zauberwort.<<

Irgendwie widersprechen sich Ihre beiden Kommentare.

Denn sie wissen nicht was sie tun

und das bestätigt sich heute mehr denn je.

um 16:09 von eine_anmerkung

>>
Herr Kurz und unsere italienischen EU- Freunde sagten richtigerweise das es das Ziel sein müsse, das KEIN illegaler Migrant mehr in die EU kommt. Alles andere sind keine Lösungen sondern nur Problemverschleppungen. Wenn also jemand illegal kommt, wird er postwendend zurückgebracht. Keine Diskussion.
<<
Selbst die AfD hat in der Zwischenzeit begriffen, dass es mit dem "postwendend zurückbringen" nicht so einfach geht. Abgesehen davon, dass ja zunächst einmal Asyl beantragt wird, gibt es in vielen Fällen keinen Ort, an den (legal) zurückgebracht werden kann. Mit frommen Wünschen wie "man müsste, sollte, könnte" kommt man nämlich nicht weiter. Und "Keine Diskussion" zeugt nur von mangelndem Verständnis des Problems.

um 15:35 von DCH

>>
Das Geld soll lieber Lybien oder Tunesien für jeden aufgenommenen Flüchtling von der EU erhalten.
<<

Libyen heißt das Land. Die Diskussion wird min mancherlei Unkenntnis geführt.

Europäische Lösung: gut!

Eine tragfähige europäische Lösung zeichnet sich ab, die viele schon seit Jahren existierende Baustellen anpackt. Eine gute Nachricht. Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel und ihr Team haben gut gearbeitet.
Wichtig scheint, dass Zentren mit guter Unterbringung und Betreuung sowie evtl. Schulungsmöglichkeiten entstehen und keine Lager mit Gefängnischarakter. Wichtig ist auch, dass Erfassung, Bearbeitung und Entscheidung der Einreiseanträgen sowie Widerspruchsverfahren nach europaweit einheitlichen, rechtstaatlichen und fairen Grundsätzen und Regeln ablaufen. Die einzusetzenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gut auf ihre Aufgabe vorzubereiten. Zu regeln sollte auch die maximale Aufenthaltsdauer sein, bis dass die Zuweisung zu einer offenen Unterkunft mit Leistungsbezug in einem europäischen Land erfolgen muss.

Was mich immer wieder erstaunt:

Warum ist es eigentlich so schwer, "Libyen" richtig zu schreiben?

@15:26 naiver Positivd...

Nicht zum erstenmal kommt von Ihnen und anderen die Forderung, "sofort zurück an Land, wo er gestartet ist". Und ich vermute, die meisten derer, die so kommentieren, wissen sehr wohl, dass einerseits das internationale Seerecht, andererseits aber vor allem die Menschenrechtsverletzungen in Libyen dagegen stehen: systematische Folter, Vergewaltigung, Versklavung und andere massive Gewalt stehen eindeutig gegen diese Rückführung. Und das sind belegte Fakten, auch wenn sie in den algorithmen-gesteuerten Filterblasen der Rechtspopulisten nicht auftauchen.

16:42 von Klärungsbedarf

um 15:35 von DCH

>>
Das Geld soll lieber Lybien oder Tunesien für jeden aufgenommenen Flüchtling von der EU erhalten.
<<

Libyen heißt das Land. Die Diskussion wird min mancherlei Unkenntnis geführt.
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Die Finanzierung der Beseitigung von Fluchtgrunden ist trotz Schreibfehlern vernünftig.
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Kritik "min mancherlei Unkenntnis" kann daran nichts ändern, auch keine Verwunderung anderer Foristen.

um 16:12 von Okko Winenga

„Damit wird die Möglichkeit, dieses Problem durch Sicherung der Außengrenze zu lösen, aufgegeben.“
So ein Schwachsinn. Gerade durch solche Asylzentren wird doch der Schutz der Außengrenzen besser gewährleistet, als bisher. Oder wollen Sie die Menschen im Mittelmeer lieber ertrinken lassen? Das entspricht eben nicht unseren Werten im Westen der EU.
„Nur zahlt jetzt die EU in vielen Fällen - und damit auch mal wieder Deutschland als größter Netto-Zahler.“ Haben Sie schon einen einzigen EURO von ihrem Einkommen beigesteuert?

Seehofers Flüchtlingszentren

Seehofers Flüchtlingszentren waren Igitt und EU - Aufnahmezentren werden gefördert?
Natürlich überwiegend mit deutschem Geld!

Ob das so gut ist?

Ich glaube es nicht.
Das macht die Menschen sogar in ihren Heimatländern erpressbar. Losmarschieren und mit 6 TEU nach einer langen Zeit der Qualen und Demütigungen zurückkommen zu sollen. Und der Staat kassiert das Geld.

Nein. Das ist nicht gut.

16:09 von eine_anmerkung

«Wenn also jemand illegal kommt, wird er postwendend zurückgebracht.
Keine Diskussion.»

Wenn Sie schon keine Diskussion wünschen (oder diese anderen gar zu untersagen wünschen), so müssen Sie dennoch damit leben, dass Flüchtlinge/Migranten keine falsch adressierten Postsendungen sind.

Die man mit einem fröhlich-beschwingten: "Return to sender" auf den Lippen postwendend an den Absender zurück schicken kann …

Zentren südl. der Sahara wären die Lösung

Was viele nicht wissen, die meisten Flüchtlinge sterben beim Durchqueren der Sahara und nicht im Mittelmeer. Aufnahmezentren wären deshalb besonders südl. der Sahara sinnvoll. Endlich hätten auch Frauen und Kinder eine Anlaufstelle. Wer nach Europa will, muss in diesem Zentrum Asyl beantragt haben. Wer das nicht gemacht hat, darf Europa nicht betreten. Schon hört das Sterben auf. Ein Blick auf den Globus zeigt, der Tschad wäre perfekt.

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