Özil verteidigt Foto mit Erdogan und geht Kritiker an

22. Juli 2018 - 14:30 Uhr

Jetzt hat er sich zu Wort gemeldet: Mesut Özil rechtfertigte das Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan. Mit Politik habe das nichts zu tun gehabt. Seine Kritiker ging er scharf an.

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Kommentare

Völlig richtige Einstellung

Völlig richtige Einstellung von Özil, Respekt gegenüber andere Länder und Kulturen, die wir hier in Deutschland verlernt haben, hat er uns aufgezeigt

Es reicht !!!

... lasst doch endlich den Mann in Ruhe..... ich denke er weiß, dass er einen Fehler gemacht hat oder besser dass die Angelegenheit unglücklich war..... irgendwann muss aber mit dem Theater mal Schluss sein.... es nervt nur noch.... man sollte sich jetzt darauf konzentrieren bis 2020 eine erstarkte Mannschaft für die EM zusammenzustellen...

Nix kapiert.....

.... der Herr Özil. Wieso macht er nicht ein Foto mit dem Präsidenten von einem Fussballverein? Also quasi um bei seinem Leisten zu bleiben?

Die Symbolkraft der Fotos mit Erdogan sollte auch der einfachst gestrickte Fussballer verstehen. Selbst mit zwei Herzen in der Brust.

Der DFB hatte leider offenbar zu starke Bedenken, Özil zu einem klaren Bekenntnis zu bewegen.

Schade. So gibts nur Verlierer.

Bitte aus der Nationalmannschaft zurücktreten, Herr Özil!

Sehr gut

Ich finde die Stellungnahme Mesut Özils sehr ehrlich und offen.

2 Sätze sind dabei für mich zentral:

1.) Er ist Fußballer und kein Politiker.

2.) Sein Herz schlägt für Deutschland UND für die Türkei.

zu 1.) Die Erwartungen, die an den Fußballer Mesut Özil von einigen Seiten gestellt wurden fand ich höchst übertrieben.

Letztendlich leben wir in einem freien Land. Mann muss die Politik Erdogans nicht gut finden, aber wenn er sich mit ihm oder mit Putin oder mit Trump treffen möchte, ist das am Ende seine Entscheidung.

zu 2.) Die Menschen sollten akzeptieren, dass Menschen sich auch mit 2 Ländern identifizieren Können und dass für diese Menschen ggf. auch Treffen mit dem Deutschen und dem Türkischen Staatsoberhaupt etwas Besonderes darstellen kann.

In diesem Sinne:

Peace & respect

Erklärung zu spät

Eine einfache Erklärung.Warum erst jetzt?Man hätte das anders lösen können.Eine deratige Erklärung direkt nach dem Treffen.Der Wirbel war ja groß genug.Diese Erklärung ist für mich aus seiner Sicht nachvollziehbar.Sie entspricht wohl dem naiven Charakter von Herrn Özil und seinem Intellekt.
Natürlich haben solche Treffen einen politischen Charakter und sind nicht zu tolerieren.Die Signalwirkung war fatal,so kurz vor den Wahlen in der Türkei.Aber der DFB hat ebenso falsch reagiert und hätte Herrn Gündogan und Herrn Özil nicht nominieren dürfen.Aber es wird ja ein "Weiter so" geben.Die gleichen Verantwortlichen beim DFB dürfen ja bleiben.

Herr Özil

kann sich wie jeder andere auch frei äußern. Das er oder vielleicht seine Berater sich erst jetzt und dann auch noch auf Englisch äußern ist aber nicht nachvollziehbar. Zumindest nicht als Bekenntnis zu BRD. Die Verantwortlichen beim DFB müssen daher die entsprechenden Konsequenzen ziehen.

Egal

Dass Özil sich mit Erdogan knipsen ließ war nicht schlau. Aber so langsam ist auch gut mit dem Shitstorm. Unsere WM-Helden haben nicht wegen Özil so mies gekickt, sondern weil sie es nicht besser konnten. Und Özil selbst wird voraussichtlich nicht mehr lange für „Die Mannschaft“ spielen.
Die überzogene nationale Aufwallung kann glaube ich langsam herunter gefahren werden.

Politisch benutzt

Trotz allem Dementi. Das Bild wurde von der AKP politisch ausgenutzt. Und dies noch mit "Respekt zollen" zu begründen entlarvt Özil.

Selbstverständlich kann er

Selbstverständlich kann er sich mit "seinem" Präsidenten fotografieren lassen und für ihn Werbung machen, aber dann sollte er auch in und für die Türkei spielen und auch dort wohnen damit er das volle Feeling hat..

Es war nicht das erstesmal

Das is es. Er hat sich mehrmals mit Politikern getroffen unter anderem mit Merkel auch. Wieso suchen wir immer ein sündenbock. Ist das so schwer eine Niederlage hinzunehmen. Wir haben Effenberg beschimpft haben kein Ersatz gehabt. Wir sollten bissl Anstand zeigen und die Elite Menschen fair behandeln. Und nicht nur diese Personen. Wer Respekt zeigt bekommt diese auch.

Respekt ...

und was ist mit dem Respekt gegenüber vielen türkischen Journalisten, Soldaten, Lehrern, Richtern, Oppositionspolitikern die Ihre Freiheit einbüßen mussten und müssen, weil dieser Präsident sie ohne rechtsstaatliches Verfahren ins Gefängnis steckt, sie ihrer Freiheit beraubt, die ein Özil und Gündogan in Deutschland erleben, eine Freiheit, die man als Deutscher auch mit irgend welchen Wurzeln dieser Erde genießen kann?
Auch wenn ich immer ein Fan von Özil schon zu Bremer Zeiten war, ein Fan von Gündogan zu Dortmunds Zeiten war - sie gehören nicht mehr in die Nationalmannschaft, leder! Es war und ist respektlos gegenüber demokratischen Werten und gegenüber derer, die begrenzt werden in ihrer Freiheit.

Herr Özil ist

Herr Özil ist beratungsresistent. Selbstverständlich darf er sich mit jedem Menschen auf der Welt ablichten lassen. Aber Herr Erdogan kann nicht sein Präsident sein. Hätte er Für Präsident... geschrieben, wärs auch gut.
Beim nächsten Turnier ist er bald 32 Jahre alt. Das ist auf seiner Position einfach zu alt. Das Thema hat sich also selbst erledigt.

Bitte raus aus der National Mannschaft

Es ist also egal wie kriminell und diktatorisch eine Person ist, solange sie Präsident ist kann man sich mit ihr treffen? Oh man Özil, echt schlimm was du da von dir gibst....und dann vergleicht er sich noch mit der Queen :-D großartig. Bitte Herrn Özil nicht mehr in die Nationalmannschaft berufen.

da gibt's nur eines!

Raus aus der Nationalmannschaft.

Jeder hat ein Recht aus eine eigene Meinung. Aber ein Fußballnationalspieler muss ein Vorbild sein. Und dieses Verhalten ist nicht als Vorbild geeignet!

14:42 von benedikt_b

2.) Sein Herz schlägt für Deutschland UND für die Türkei
.
gelegentlich sollte man sich eben entscheiden
Loyalität hier oder dort
wo würde er bei nem militärischen Konflikt stehen ? mal als extremstes Beispiel

Bestenfalls grenzenlose Naivität

Offensichtlich hat dieser Mann weder Intelligenz und politischen Weitblick genug, noch scheinen das seine Berater zu haben, die ihm diese Erklärung wohl - auf Englisch(???) - geschrieben haben. Diese Auslassungen entspringen im besten Falle grenzenloser Naivität. Nun kann man natürlich der Meinung sein, dass ein Fussballer allenfalls über ein feines Füßchen, nicht aber unbedingt über Köpfchen verfügen muss. Was man Özil wenigstens zugute halten kann, ist, dass er nicht versucht, sich wortreich herauszureden. Dennoch gilt: Er hätte, wie übrigens Gündogan auch, nach seinem öffentlichen Auftritt mit einem demokratiefeindlichen Despoten nie und nimmer erneut in das Aufgebot einer Mannschaft berufen werden dürfen, deren Bild nach außen Toleranz und Vielfalt zumindest zur Schau trägt - ein Bild, dessen Ernsthaftigkeit wohl deutlich hinterfragt werden muss. Man darf gespannt sein, ob die Verantwortlichen in der Lage und willens sind, adäquat zu reagieren.

Vielleicht wäre es besser

Vielleicht wäre es besser gewesen, er hätte den Twitter-Mund gehalten. Jetzt, wo langsam Gras über die Sache zu wachsen begann.

Mit der Gabe das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu sagen oder eben einfach - genauso gekonnt - zu schweigen, ist halt nicht jeder gesegnet. Aber da befindet er sich durchaus in guter Gesellschaft.

Nicht politisch? Nun ja...

Da zweifle ich ein wenig an der Aussage.

Özil ist ein Prominenter und da sind Bilder immer irgendwie politisch. Ob man sich vor einem Waisenhaus ablichten lässt oder in einem Armenviertel - oder ob man, wie Özil es tut, karitative Organisationen unterstützt. Die Bilder tragen immer eine Botschaft das zu unterstützen, was auf den Bildern zu sehen ist.
Das ist einem Profi-Fußballer durchaus bewusst, sonst könnte jeder einen Selfie mit ihm machen oder vor seinem Geschäft ablichten und dann ins Netz als Werbung stellen.

Ps. Wenn Podolski solche Bilder mit Kaczynski gemacht hätte, dann wäre die Reaktion nicht anders gewesen.

Schwachsinn

Absurde Erklärungen und für mich nicht nachzuvollziehen. Was hat Kultur mit einem Präsidenten zu tun der Unschuldige hinter Gittern bringt. Weiß Gott die Türkei besteht nicht nur aus einem Mann somit hätte er auch seine Bekenntnis anders ablichten können.

Nichts Neues

Top Meldung auf dieser Seite, obwohl Özil inhaltlich nahezu dasselbe sagt wie Gündogan.
Lasst es doch gut sein. Er hat Mist gebaut und das weiss er auch und jede andere Aussage als die oben stehende hätte alles verschlimmert. Er ist sicher auch nicht schuld am schlechten Abschneiden bei der WM. Da hatte Herr Löw und der Rest der Mannschaft genau so Anteil daran.
Özil ist nicht Trump und deswegen gehört diese Nachricht auf die Sportschau Seite. Jetzt kann sich entsprechendes Klientel wieder trefflich eine Woche über Özil aufregen.

Statement vom DFB

Ich gehe davon aus, dass das jetzige Statement Özils vom DFB (wahrscheinlich Bierhoff) geschrieben wurde.

Auch Herrn Müller-Wohlfahrt hatte der DFB
mitgeteilt, dass man nicht mehr mit ihm plant. Die Möglichkeit, dann freiwillig zurückzutreten, hat man ihm als langwierigen Teamarzt gelasssen.

Politik kann man nicht vom Leben trennen

Was Herr Özil leider nicht verstanden hat ist, dass jede Person sobald sie einen gewissen Bekanntheitsgrad hat auch Verantwortung hat. Die hat er Aufgrund des öffentlichen Interesses. Deshalb können auch Fußballspieler Schirmpaten für Hilfs-Kampanien sein oder Stiftungen als Werbefigur unterstützen.
Zusätzlich dazu vertritt er als Nationalmannschaftsmitglied auch sein Land.

Natürlich hat er recht wenn er sagt man kann zwei Herzen in der Brust haben, ein türkisches und ein deutsches. Aber dann muss er auch daran denken was dieses Bild für seine Landsleute in der Heimat bedeutet. Gerade für diejenigen denen Erdogan das Leben schwer macht entweder direkt oder durch die äußeren Umstände.

Wenn er wirklich zwei Herzen in seiner Brust trägt und den Präsidenten der Türkei treffen kann, dann sollte es in Zukunft kein Problem sein die Nationalhymne mitzusingen. Meinetwegen auch beide wenn er will.

Ich habe es für naiv

anzunehmen, dass das Bild politisch keine Rolle spielen würde.
In der Türkei ist alles politisch!
Wenn jemand (nicht nur Journalisten) eine "falsche" Meinung äußert, hat das Konsequenzen, bis hin zur Gefängnisstrafe.

Wochenlang nachgedacht?

Wochenlange Reflexion und das ist das Ergebnis? Das das Foto unpolitisch war und Erdogan es aus sportlichem Interesse gemacht hat? Da helfen wohl auch noch mehr Monate und Jahre nicht weiter.

Absolut nachvollziehbar.

Wenn jemand zwei Staatsangehörigkeiten hat, ist es völlig normal, sich auch mit beiden Ländern zu identifizieren. Ich habe nie verstanden, daß deutsche Politiker bei diesem Sturm im Wasserglas meinen, für Herrn Özil dürfe nur der deutsche Bundespräsident von Wichtigkeit sein.

Völlig überzogen

Wie Özil richtig schreibt ist Erdogan nunmal das gewählte Oberhaupt des Staates seiner Familie. Es gibt absolut keine Notwendigkeit sich für eine der Nationen zu entscheiden, für die dann sein Herz zu schlagen hat, wenn er sich zu beiden gleichermaßen verbunden fühlt heisst das doch nicht dass damit in irgendeiner Form eine politische Aussage verbunden ist.

Solange die Allgemeinheit keinen Riegel vor die Lieferung von Waffen an Länder wie Saudi-Arabien schiebt, wir allein durch unser Konsumverhalten Regimes wie das chinesische unterstützen scheint die Aufregung recht verlogen. Ganz wie in der Bibel - wer unschuldig ist solle den ersten Stein werfen.

Meinen Respekt, Herr Özil

Solch ein Statement und Bekenntnis zu Ihren Wurzeln in 2 Staaten erfordert Mumm.
Sollten Sie deshalb aus der Nationalmannschaft geworfen werden, was Heutzutage in diesem Land leider nicht mehr ausgeschlossen ist, müssten nicht Sie sich schämen.

Gute Aussage

Ich finde das eine annehmbare Aussage...
Hoffentlich ist dieses Hickhack mit Özil bald vorbei.

Wenn Hr. Özil wirklich

Wenn Hr. Özil wirklich glaubt, dieses Foto sei " unpolitisch " gewesen, dann ist er ziemlich naiv und noch dazu sehr schlecht beraten.

Genau Richtig

Stimme Herrn Özil's Stellungnahme voll zu, und kann das unterstützen. Woher nehmen sich manche das Recht Leute in ein Schema pressen zu wollen und zu verurteilen nur weil sie zu ihrer Auffassung stehen. Gut Herrn Özil, nichts falsch gemacht.

@ 14:38 von Peterpan27

"Völlig richtige Einstellung
Völlig richtige Einstellung von Özil, Respekt gegenüber andere Länder und Kulturen, die wir hier in Deutschland verlernt haben, hat er uns aufgezeigt"
.
Respekt ist eine Sache, die man sich verdienen muss. Und wer "Respekt" für jemanden empfindet, der Lehrer und Journalisten ins Gefängnis steckt, Opositionelle verfolgt, den halber Staatsapparat entlässt, wegen einer "Gülen-Manie", der bezieht auch eindeutig Stellung zu solchen Dingen wie Meinungsfreiheit und Demokratie.
Ungeachtet dessen, das er vielleicht auch eine Vorbildfunktion für junge Türken hat.

Naiv

Spitzensport und Politik lassen sich nicht mehr trennen. Das mag schade sein, und es geht mir ehrlich gesagt auf die Nerven, dass Politiker Sport missbrauchen, aber es ist nun mal Fakt. Darum denke ich, dass die Haltung ("...hat nichts mit Politik zu tun...") im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlos naiv ist.

Das ist sein gutes Recht, aber...

Sich mit Erdogan ablichten lassen, das ist das gute Recht von Özil, auch wenn es mir persönlich nicht schmeckt diesen Präsidenten zu hofieren. Wer nicht Anhänger von AfD oder CSU ist, wird ihm respektvoll diese Haltung zubilligen.
Aber: Eine andere Frage ist es, ob ein Verhalten den Zusammenhalt innerhalb einer Mannschaft gefährdet oder nicht. Dann kommt es zu einen Zielkonflikt: freie Meinungsäusserung versus Integrität der Mannschaft. Wie sehr Özil letzteres aus der Balance gebracht hat, war ihm beim Fotografieren wohl nicht klar und ich fürchte, diesen Aspekt hat auch J. Löw unterschätzt. Wir müssen aber auch bedenken, dass Deutschland nur bei einem Fussballspiel ausgeschieden ist, mehr nicht. Kein Toter ist zu beklagen, keine Milliarden in den Sand gesetzt, keine Bombe ist geworfen worden, nur Spiele sind verloren worden.

Nichts verstanden!

Herr Özil hat mit seiner Stellungnahme erneut demonstriert, dass er die Tragweite seines Handelns offensichtlich überhaupt nicht verstanden hat. Ein komplettes Armutszeugnis.

Die Nummer 'als Fußballer habe ich mit Politik nichts zu tun' ist unglaublich naiv.
Es gibt in Deutschland viele Menschen mit Herkunft aus verschiedenen Ländern, mich eingeschlossen. Aber ein offensichtlich wohlwollendes Treffen mit einem Despoten als nationaler Vertreter des Sports für einen freiheitlich-demokratischen Staat geht gar nicht. Ich bin höchst verärgert über den Mangel an Rückgrat im DFB ... hier hätten schon längst Konsequenzen folgen müssen. Paul Breitner flog damals aus der Nationalmannschaft, weil er mit Mao sympathisierte ...

Ich glaube ihm nicht...

Ich kann Herrn Öcil nicht glauben, ich halte es für gelogen. Er verhält sich wie die meisten seiner Landsleute: Deutschland ist gut zum Geld verdienen, mein Herz gehört der Türkei.

Nicht mehr und nicht weniger...

Entweder zu naiv oder vorgeschoben

In der Position eines Nationalspielers oder wenigstens als Person des öffentlichen und medialen Interesses zieht so eine Rechtfertigung für mich leider nicht.

Die Fußballer haben sich mit Herrn Erdogan in der Zeit seines Wahlkampfes getroffen und es wäre einfach nur blauäugig, anzunehmen daß dies unbemerkt erfolgen würde und daß die veröffentlichten Bilder nicht das Bestreben des Herrn Erdogan unterstützen würden, Wahlstimmen der in Deutschland lebenden Türken zu gewinnen.

Vielleicht überlegt sich der DFB einen verbindlichen Verhaltenkodex für seine Schützlinge?

Ein wenig naiv, der Kicker Özil …

Es mag um Fußball gegangen sein, in dem Gespräch mit Erdoǧan.
Wenn man aber als Prominenter kurz vor einer Wahl (Erdoǧan) / einer WM (Özil) den Staatspräsidenten trifft, vom Treffen Fotos gemacht & veröffentlicht werden, dann geht es auch um Politik. Was ja wohl auch einem Kicker einleuchten dürfte, sollte, müsste.

"Seine zwei Herzen" soll Özil gerne haben.
Ist verständlich, auch nicht grundsätzlich problematisch.
"Respektvoll sein" ist ein guter Charakterzug.
Özil auch ein eher zurückhaltender Mensch, der nicht dazu neigt, sich aus persönlicher Eitelkeit in den Vordergrund zu drängen.

Trifft alles auch auf den Kicker Emre Can zu.
Der kickte auch in GB, hat auch "zwei Herzen".
Ist auch ein respektvoller & zurückhaltender Mensch.
War zu dem Treffen auch eingeladen. Und ist nicht hingegangen.

Weil er weniger naiv ist als Özil, und er mehr in der Birne hat.
War doch absehbar, welche Debatten sich ergeben würden.

Mal ganz abgesehen vom jämmerlichen Umgang des DFB mit der "Affäre" …

Özil

Jetzt sollte die Causa Özil endlich geschlossen werden und zum Hauptanliegen, nämlich wie die Misere der deutschen Nationalmannschaft beseitigt werden kann, zurückgekehrt werden.
Es war sicherlich naiv, zu einem öffentlichen Fototermin mit dem im Deutschland unbeliebten Autokraten zu erscheinen. Möglicherweise hatte Özil auch mit den sehr negativen öffentlichen Reaktionen in Deutschland nicht gerechnet.
Ich darf aber darauf verweisen, dass Erdogan als Präsident demokratisch gewählt wurde. Zudem ist es noch nicht in D. verboten, Politiker wie Putin oder Erdogan gut zu finden.
Da wir Deutschen aber so vorbildliche Demokraten sind ....... werden wir Özils Fehltritt natürlich auch gerne verzeihen .....

Herrn Özil fehlt der Weitblick

Herrn Özil fehlt der Blick fürs Ganze.
1.) Tragweite: Selbst wenn es von ihm ohne intendiert politischen Hintergrund entstanden ist, so hat ein Bild von Prominenten zusammen mit Politikern immer Werbe- wie Legitimationscharakter. Gerade auf die Gruppe der Jung- und Erstwähler und vor allem in Hinblick auf die WM (es ist ja vor dem diesjährigen Debakel entstanden) hat in Bild von einem populären Nationalspieler erhebliches Einflußpotential auf Wahlergebnisse uninformierter Wähler, unter die im Ausland lebende (also hier: Deutschland) oft fallen.

2.) Bedeutung: Im obigen Kontext muss man sich klar machen dass so kurz vor der Wahl wie es war, es weniger ein Treffen mit dem aktuellen Präsidenten, als viel mehr ein Treffen mit dem nächsten potentiellen Präsidenten war. In diesem Kontext ist es alles andere als respektlos ein solches Treffen mit Verweis darauf, das Wahlergebnis nicht beeinflussen zu wollen abzulehnen.

Fakt ist das Treffen war Werbung für Erdogan, einem Tyrann.

"Sich nicht mit Erdogan zu

"Sich nicht mit Erdogan zu treffen, hätte bedeutet, die Wurzeln seiner Vorfahren nicht zu respektieren, erklärte Özil."

Nach der Aussage war also Emre Can respektlos gegenüber der Türkei, weil er sich nicht mit Erdogan treffen wollte. Solche Aussagen kommen normalerweise nur von Erdogan-Anhänger, die dadurch die türkische Gesellschaft ziemlich gespalten haben: Bist du nicht für uns, bist du ein Feind der Türkei...

Herr Özil kann ...

... sich fotografieren lassen mit wem er will.

Nur muss jemand, der Erdogan als "mein Präsident" anredet, nicht für die deutsche Nationalmannschaft spielen.

Die "Leistung" der deutschen Nationalmannschaft in Sotschi wäre auch ohne Herrn Özil erreichbar gewesen.

Herr Özil macht es sich zu einfach

Ein Präsident ist ein Vertreter einer Regierung. Die Säuberungsaktionen in Verwaltung, Polizei u. bei Lehrern unter dem Vorwand des Terrors sind bekannt.
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zitat
"Mit Politik habe das nichts zu tun gehabt, ..."
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Hr. Özil kann hier die Meinung äußern, dass es nichts politisches war. Nur ist diese Meinung keine Tatsache. Das Bild wurde politisch verwendet und Hr. Erdogan war als Präsident dort. Er war dort nicht als Privatperson.
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Niemand verwehrt Hr. Özil sich mit der Türkei zu identifizieren. Nur Hr. Erdogan ist nicht die Türkei, auch wenn dieser das gern selbst glaubt. Es gibt viele kulturelle türkische Aktivitäten, die nichts mit Politik zu tun haben u. bei denen Hr. Özil teilnehmen kann.
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Wer sich mit Hr. Erdogan fotografieren lässt, der billigt die Verfolgung politisch Andersdenkender in der Türkei. Hr. Özil wurde hier politisch instrumentalisiert und ist bis heute so naiv dies nicht wahrhaben zu wollen. In Deutschland hatten wir bereits eine solche Form der Selbstverleugnung.

einfach akzeptieren statt soviel Tamtam.

Ist doch realistisch diese seine Stellungnahme.Integration wie manche sie sich erträumen gibt es nicht.Ob er für die Nationalmannschaft auflaufen sollte steht auf einem ganz anderen Blatt.Es geht sicher auch ohne ihn.

Verlogene Debatte

Özil hat mit wenigen Worten die ganze Verlogenheit der Debatte aufgezeigt. Jeder weiß, dass er türkische Wurzeln hat und sich seinerzeit bewusst für Deutschland entschieden hat. Wenn er deshalb das Staatsoberhaupt der Türkei, dem Herkunftsland seiner Eltern, respektiert, ist das nur anständig. Hätte er englische Wurzeln, wäre es sicher kein Problem für die Medien gewesen, ihn mit einem Mitglied des englischen Königshauses abzubilden.
Ein Problem wurde das Ganze nur deshalb, weil Erdogans politische Linie vielen hier missfällt. Was wäre aber, wenn sich ein Spieler mit einem AfD Politiker oder einem Politiker der Linken zeigt? Müssen Spieler politische Neutren sein? Mit welchen Parteipolitiker darf man sich zeigen? Schröder, Fischer, Merkel und viele andere haben immer wieder die Nähe zur Nationalmannschaft gesucht, um ihre Beliebtheitswerte zu steigern. Wer legt die zulässigen Parteien fest? Der DFB, der Bundestrainer oder die Medien?

Gewollt oder nicht spielt keine Rolle..

Ich kann Herr Özil schon verstehen, er versteht sich als Fußballer und möchte auch so gesehen werden, was er jedoch nicht bedenkt ist, dass ein Foto mit Erdogan IMMER ein politisches Statement ist, egal ob man nun Politiker, Fußballer oder einfacher Bürger egal welchen Landes ist.

Ob er sich nun als Deutscher, als Türke oder beides sieht, ist in der Hinsicht auch überhaupt nicht relevant. Es geht einzig um die Tatsache das Erdogan ein Despot und autokrater Herrscher ist und das nunmal mit den Grundwerten unserer Verfassung und unserer Nation kollidiert.

Ein Foto mit jedem anderen Präsidenten, welcher Freiheitlich Demokratische Grundwerte respektiert, hätte niemals diese Problematik verursacht und wäre in meinen Augen ein gelungenes Statement zu Integration und Internationalem Gemeinschaftsgefühl.

Huch es kann reden....

Dann möge der Mann mit zwei Herzen und zwei Füßen doch ab sofort für seine zweite Heimat spielen.

Özil weiß, dass er einen Fehler gemacht hat?

Ich denke, dass Herr Özils Tweet zeigt, dass er eben NICHT verstanden hat, was sein fotogenes Treffen mit Präsident Erdogan für eine Wirkung hatte und warum. Er soll die Wurzeln seiner Familie nicht leugnen. Aber er hätte wissen müssen UND können, was ein solcher Auftritt eines deutschen Nationalspielers mit einem autokratischen Machthaber wie Erdogan nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Türkei und in anderen Ländern auslöst. Für einen Spieler des FC Arsenal vielleicht egal, aber eben nicht für einen deutschen Nationalspieler. Herr Özil hat Recht, wenn er sagt, es geht um Fußball. Aber auch Fußballer müssten wissen, was in der Welt vor sich geht. Herr Özil ist Profi und sollte daher erkennen können, was aus Situationen und Bildern werden kann, besonders wenn es um Politiker im Wahlkampf geht. Herr Özil spricht von Respekt. Respektvoll wäre gewesen, er hätte sich in deutscher Sprache erklärt, denn es waren vor allem die Deutschen, die lange auf seine Erklärung gewartetet haben.

Kann man wirklich so naiv sein?

Ja, das kann man.

Gerade unter Fußballern gibt es da genügend Beispiele.

Was man nicht im Kopf hat, das muss man eben in den Beinen haben...

Schlau aber schlecht

Unbestrittene riesige Integrationsprobleme von schon länger hier lebenden Menschen türkischer Abstammung werden durch die Bindung an die mindestens stolz machende Ursprungs- und gefühlte Heimat in einer Weise vergrössert, welche uns Nicht-türken Angst machen kann. Habe entsprechendes erleben müssen. Spaltet Land und "Nationalmannschaft", nicht gut!

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