Ihre Meinung zu: Statt Schreddern: Geschlecht von Küken bestimmen per MRT

13. Juli 2018 - 16:46 Uhr

Mehr als 40 Millionen männliche Küken werden jährlich in Deutschland getötet. Der Grund: Für die Produktion von Eiern sind sie überflüssig. Wissenschaftler in München haben nun alternative Verfahren entwickelt. Von Frank Bäumer.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
4.25
Durchschnitt: 4.3 (4 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

schön sich Gedanken zu machen

wie ist das eigentlich in Indien und China wenn bei ner Untersuchung raus kommt,
das zukünftige Kind ist ein Mädchen … ?
Wäre es nicht "menschlich" sich über nen daraus resultierenden Schwangerschaftsabbruch nicht auch moralische Gedanken zu machen

In Bayern gabs und gibts deshalb immer gegrillte Gigerl

... also Hähne für alle nicht Bayern. Die wurden, soweit sie sobald einigermaßen groß, geschlachtet und dann verzehrt. Früher wurde halt alles genutzt und heute sollten Hennen nur noch aus Wings (Flügel für alle noch nicht Neudeutschen) bestehen. Schuld ist eigentlich der Markt und damit wir Konsumenten, die jeden Scheiß fressen, aber nicht vernünftig denken.

Halber Cent pro Ei?

Bei 100 Millionen Eiern macht das aber schon eine halbe Million Euro an Kosten. Kein Eierproduzent wird das freiwillig machen.

Der Gesetzgeber muss das also dieses Verfahren schnellstmöglich gesetzlich verpflichtend machen!

Und die Hersteller müssen sich an den Forschungskosten natürlich auch beteiligen. Kann ja nicht sein, dass der Staat die Forschung bezahlt und private Unternehmen damit quasi subventioniert!

Das finde

ich einfach nur toll!

P.S.: Auch wenn ich generell sagen muss, dass wir den Eierkonsum ohnehin einschränken sollten.

Statt Schreddern: Geschlecht von Küken bestimmen per MRT

Das sind mal super Nachrichten !

Bitte jetzt den Preis für dieses Gerät nicht so hoch machen, damit sich das "jeder" leisten kann und somit dieses entsetzliche Massaker an den jungen Küken aufhört.

Das sind echt gute

Das sind echt gute Nachrichten. Die armen kleinen taten mir unsäglich leid. Die Methode sie zu töten ist absolut grausam und entehrt die Spezies.
Hoffentlich ist das Verfahren bald serienreif und es bleibt bei 1ct/St. Wir selbst haben „Haushühner“ und lassen aus Angst wegen der Hähne nicht mehr brüten. Sie glauben ja nicht wie schwer es ist Abnehmer zu finden, die nicht sofort schlachen. Unsere Hühner haben Namen, daher geht das mit dem Verzehr gar nicht.
Ich bin sehr froh, daß man auf gutem Weg ist das Geschlecht bereits im Ei bestimmen zu können.

@ichhabeauch, 17:34

Was soll daran "super" sein?

Es wäre Aufgabe unserer Geflügelindustrie, für jedes entstehende Hühnerleben zu sorgen. Völlig gleich, ob männlich oder weiblich. Dies sollte auch gesetzlich unmissverständlich so geregelt sein.

Nur dann ist es aus ethischer Sicht gerechtfertigt, die weiblichen Hühner (artgerecht) zur Eierproduktion zu "nutzen". Eigentlich selbstverständlich.

"Pränatale Diagnostik" (abgesehen vom Zweck der Erkennung schwerer Krankheiten) ist nicht nur bei Menschen, sondern natürlich ist auch bei Tieren ethisch höchst verwerflich.

Die postnatale Tötung (!) von Küken aufgrund ihres Geschlechtes spottet sowieso jeder Beschreibung.

Warum nicht an Zoos?

Unabhängig von einer sinnvollen pränatalen Reduzierung an Hähnen frage ich mich schon lange, warum man im Zusammenhang mit dem »Kükenschreddern« nichts von der Abgabe der Küken an Zoos hört. Dort dürfte doch ein enormer Bedarf an Futtertieren für Schlangen, Greifvögel und weiteren bestehen.

Diese Vorstellung mag anderen vielleicht nicht gefallen, aber eine Verfütterung erscheint mir sinnvoller – weil es auch in der Natur so vorkommt – als die gegenwärtigen unwürdigen Entsorgungen.

Unbezahlbar

"20 Millionen Eier könnte ein einfaches MRT pro Jahr scannen."

Ein handelsübliches MRT wie es in dem Bericht zu sehen ist, ist kaum für unter eine Millionen Euro zu bekommen. Dazu kommt der Platzbedarf, vieeeeel Strom und mindestens 40k€ Wartungskosten im Jahr, die Kosten für das Personal rund um die Uhr etc. So eine Maschine muss 10 Jahre lang voll ausgelastet laufen, wenn man auf die 0.5-1 Cent pro Ei kommen will, wenn überhaupt.

Nur: Welcher Betrieb möchte 10 Millionen Legehennen pro Jahr erzeugen? In ganz Deutschland gab es 2017 keine 50 Millionen Haltungsplätze. Damit kann man mit 4 MRT Geräten den gesamten Bedarf an Geschlechterbestimmung von Eiern in Deutschland decken. Dann müssten alle Eier quer durch Deutschland zu einem von 4 Geschlechterbestimmungszentren und wieder zurück verfrachtet werden. Oder aber man lastet die MRT Geräte nicht voll aus (teuer). Oder man entwickelt kleine spezifische GeschlechterbestimmungsMRT Geräte (kann auch nicht billig sein).

Nicht nur in Bayern... @linos203 -

sondern auch in Preussen wurden früher und werden auch noch heute Broiler - für Bayern (Gigerl) verzehrt.
Bleiben aber immer noch zu viele Hähnchen übrig die gekeult werden müssen.

Darstellung: