Ihre Meinung zu: EU-Asylpolitik: Kein guter Tag fürs Brückenbauen

12. Juli 2018 - 0:45 Uhr

Die EU-Innenminister treffen sich in Innsbruck - mal wieder geht es um Migration. Der Ton in der Asylpolitik ist bereits rau und für Seehofer bleiben viele Fragen. Von Michael Stempfle.

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Kommentare

im Grunde nicht falsch

Im Grunde genommen ist es nicht falsch, dass man/ frau schon ausserhalb der EU einen Asylantrag stellt und man/ frau dann auf sicherem Weg in die EU reist. Bislang scheinen die Reise ja nur die Starken zu schaffen, also eher die Männer und eher die Jüngeren. Die Frauen, die Kinder, die Alten und die Schwachen bleiben zurück. Das ist eigentlich nicht human.

Zentral

Der Zentrale Punkt versteckt sie hier:

"Und wo bleibt die Humanität?"

Dafür ist im Europa der Nationalisten kein Platz. Die sind sich einig, dass sich wer anderes um die Flüchtlinge kümmern soll. Jeder gegen Jeden. Seehofer ist Einer davon.

Erschreckend, was aus der EU geworden ist. Von den "Werten", die so oft zitiert werden, ist außer dem Wort nichts mehr übrig.

Zumindest für Herrn Seehofer wird sich das erledigt haben, wenn die CSU im Herbst mit deutlich unter 40% nicht weiß, wie sie eine Landesregierung bilden soll. Dafür ist er verantwortlich und wird sich wohl aus der Politik verabschieden müssen. Den Kriegsflüchtlingen wird das aber nur wenig helfen.

EU ----> Asylpolitik

Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos !

Brücken bauen

Dieses Europa ist unfähig geworden, Brücken zu bauen, den Handelnden gelingen nicht einmal Überbrückungen !

Herr Stämpfle scheint weitere

Herr Stämpfle scheint weitere Informationen zu haben, die ihn befähigen zu behaupten, dass in Innsbruck keine Brücken gebaut worden sind.
MfG

Es gibt keine guten Tage

Bei diesem Thema gibt es keine guten Tage. Dazu steht zu viel auf dem Spiel für jedes Land, es müssen klare Verhältnisse geschaffen werden damit der Zustrom von Flüchtlingen nach Europa aufhört. Es gibt Länder bei denen geht es, nur unsere Politiker schaffen es nicht so etwas umzusetzen.

Es ist ein Trauerspiel. Werte

Es ist ein Trauerspiel. Werte waren gestern (oder immer nur in den Sonntagsreden), heute ist Bunkermentalität. Man schämt sich, Europäer zu sein.

In der CSU scheint auch das

In der CSU scheint auch das letzte bisschen Christlichkeit abhanden gekommen zu sein...
(Leviticus minus Leberkäs und Hummer zählt nicht als christlich).
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Was kommt als nächstes? Entmenschlichung?

Machbarere Wege einschlagen

Die Politik der freundlichen Willkommenskultur ist bekanntermaßen an ihre Grenzen gestoßen. Deshalb finde ich die Vision des österreichischen Innenministers Kickl nicht aus der Welt, dass irgendwann Asylanträge nur noch außerhalb Europas gestellt werden können. Wir verhalten uns dann nicht anders wie die Staaten Kanada, USA oder auch Australien. Wenn gefragt wird, wo die Humanität bleibt, dann antworte ich: in einer stark ausgeprägten Hilfe zur Selbsthilfe. Vermittlung von Verwaltungsstrukturen und landeserforderlichem Handwerk. Vielleicht könnte jeder Staat in der EU einen Partnerstaat an die Hand nehmen und zusammen solcherlei Konzepte generieren. Mit anderen Worten: Lehre den Willigen die Sehnsucht nach dem großen weiten Meer und sie werden ein Schiff bauen.

ein guter tag für europa.

salvini macht, was wir schon 2013 hätten machen sollen. dann hätten wir nicht nur uns selbst sondern auch den innereuropäischen frieden schützen können.
es ist aber noch nicht zu spät, merkels fehler zu korrigieren. salvini fängt grade damit an. danke!

Nochmal zum mitmeißeln

Die offenen Grenzen innerhalb der EU funktionieren nur bei starken und dichten Außengrenzen. Die Immigration zehntausender zumeist männlicher, muslimischer und bildungsfernen Schichten entstammender Menschen in die EU ist KEINE Bereicherung. Ein System analog zu Australien wäre zu begrüßen. Humanität ist ein Begriff den man sich auch leisten können muß und nicht der Kitt einer Gesellschaft, in der sich die Schere zwischen Arm und Reich nachweislich immer mehr öffnet.

Warum immer das Wort Asyl?

Es geht hier um Massen-Migration und in Einzelfällen eventuell mal wirklich um Asyl.

Nepper, Schlepper, Bauernfänger, diese alte Sendung von Eduard Zimmermann, müsste heute in Regierungsreihen fahnden.

Da ist die lang ersehnte Geschlossenheit

Offenbar fahren die EU-Mitgliedsländer nun endlich auf einer gemeinsamen Linie. Nachdem nun auch Länder wie Deutschland und Frankreich ihre rosarote Brille abgesetzt haben, folgen sie nun dem Weg, den Orban seit Beginn der Asylkrise eingeschlagen hat: Schutz der EU-Außengrenzen.

Mit Orban kann er ja,

aber was ist mit dem Rest Europas?
.
Der Seehofer wird es schaffen, ähnlich wie Kaiser Wilhelm II, Deutschland wieder zum Buhmann zu machen. Da hat Schäuble schon ein wenig vorgearbeitet. Und so kann letztenendes Merkel auch nichts mehr ausrichten. Und Trump lacht im stillen Kämmerlein.

Seehofer kann nur gewinnen

Die Vision der Österreicher wurde in Dänemark bereits realisiert. Dort kann nur noch außerhalb Europas Asyl beantragt werden.

Merkel hat sich mit ihrem Drängen auf „europäische Lösungen“ lediglich Zeit erkauft. Zeit um ihren persönlichen Machtanspruch innerhalb der CDU zu sichern.

Für Seehofer und die CSU ergibt sich daraus eine Win Win Situation. Erreicht Seehofer eine europäische Abschottungspolitik ist dies ein Erfolg. Gelingt dies nicht kann er seine nationale Abschottungspolitik umsetzen.

Insgesamt hat Merkel sich Zeit erkauft. Sie befindet sich aber in eine Lose Lose Situation. Der Paradigmenwechsel weg von ihrer Politik der Einladungs- und Willkommenspolitik hin zu einer Abschottungspolitik wird kommen, entweder auf europäischer oder nationaler Ebene. Merkels Stern sinkt. Es geht lediglich darum ob Merkel ihre Partei mit in den Niedergang hinein zieht.

Kambotscha

Kambotscha bietet sich sicher als Ausschiffungsplattform an, Australien verbringt unerwünschte Migranten dorthin.
Der Obolus dafür und der Transfer sind sicher noch günstiger als eine lebenslange Allimentierung.
Das "No Way" des demokratischen Australien
und dessen Einwanderungspolitik wären zu kopieren?

Nein, grundsätzlich sind die

Nein, grundsätzlich sind die Länder in Europa nicht für Flüchtlinge aus der ganzen Welt zuständig.

Aber wir (die EU) haben auch kein Recht, die funktionierenden Wirtschaftsstrukturen auf der ganzen Welt dahingehend zu ruinieren, dass den beispielsweise in Afrika lebenden Menschen die Lebensgrundlage auf ihrer eigenen Scholle derart entzogen wird, dass ihnen nichts mehr anderes bleibt als die Auswanderung im großen Stil.

Wenn wir nicht gewillt sind, diese invasive Wirtschaftspolitik zu stoppen, dann sind wir eben doch für die Flüchtlinge von dort zuständig - und zwar in vollem Umfang. Und dann wird auch nichts und niemand diese Menschen aufhalten. Ab einem gewissen Grad der Hoffnungslosigkeit, die sich absolute Ohnmacht nennt, ist es einem Menschen nämlich egal, ob er zuhause, auf der Flucht oder irgendwo in der Fremde stirbt. Der setzt sich dann einfach in Bewegung, weil es das Einzige ist, was er noch tun kann in seinem Leben, dass er bis zum letzten Atemzug zu erhalten versucht.

Australien

Über 70 Prozent der Australier finden die
"Stop-the-Boats" Politik ihrer Regierung für gut.
Wie hoch währe die Zustimmung dazu bei den Europäern?
Australien nimmt viele Einwanderer jährlich auf, sie suchen sich die nur selbst aus, die Kriterien kann man Googeln.

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