Ihre Meinung zu: EU-Parlament stoppt vorerst Pläne zum Urheberrecht

5. Juli 2018 - 11:45 Uhr

Das EU-Parlament hat die umstrittene Reform des EU-Urheberrechts erst einmal gestoppt. Bevor die Mitgliedsstaaten darüber verhandeln, wollen die Abgeordneten die Vorlage noch einmal überarbeiten.

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Kommentare

Ausgezeichnet!

Ich habe selten ein so weltfremdes und von Gier einzelner Unternehmen getriebenes Gesetz gesehen. Da werden auf der einen Seite inzwischen über 700.000 Unterschriften gesammelt, aber Herr Voss (CDU) sagt: Ne der Axel Springer will das aber. Und hat dann auch noch die Dreistigkeit sich vor diese Bürger zu stellen und ihnen vorzuwerfen das sie alle nur Fake-News verbreiten, Upload-Filter würde es mit dem Gesetz doch gar nicht geben.

Hier ist mir zum ersten mal das Kernproblem der EU klar geworden: Gesetze zum Wohle von Unternehmen, Bürger sind komplett egal.

Gut!

Wenigstens bei etwas mehr als der Hälfte der Abgeordneten scheint noch etwas gesunder Menschenverstand, oder wenigstens Angst vor dem der Wähler, vorhanden zu sein. Uploadfilter sind kompletter Unsinn und schon in der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt dass sie kinderleicht zu umgehen sind. Auch das Leistungsschutzrecht war in Deutschland schon ein Riesenflop, warum muss man versuchen diesen Unfug nun auch noch EU-weit zu verbreiten?
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Dieser Gesetzentwurf ist nichts weiter als ein weiterer Kniefall vor den Medienkonzernen ohne einen tatsächlichen Nutzen für die Konsumenten und die Künstler.

Was nicht passt, wird eben passend gemacht ?

. . .. wollen die Vorlage noch einmal bearbeiten.

Wenn demnächst, wie schon beschlossenen Sache ist, im EU-Parlament kleinere Parteien (auch aus unserem Land) gar nicht mehr dabei sein dürfen als EU-Abgeordnete mit bestimmend, wird sowieso noch sehr Vieles viel lockerer "zurecht gemacht".

Frei? Kreativ?

Was heißt denn hier „freies Internet“ und „kreativer Umgang“? Dass sich jedermann an den Arbeitsergebnissen anderer bedienen und selbst Geld damit verdienen und Reputation aufbauen kann?

Das ist dann eher das rechtsfreie Internet, bei dem ausgerechnet die Kreativen auf der Strecke bleiben.

Zur Erinnerung: Selbst die Sowjetunion hat jahrzehntelang beim öffentlichen Absingen der „Internationalen“ brav Tantiemen an den in Westdeutschland ansässigen Rechteinhaber gezahlt – weil man wusste, dass es für Arbeit auch einen gerechten Lohn geben muss.

Impressumspflicht

In einem Kommentar zu einem verwandten Artikel wurde behauptet, jeder Blogger braucht ein Impressum mit Namen, Anschrift, und Klarbild. Tatsache ist, dass es gar keine Impressumspflicht für rein private Blogs gibt. Man muss aber wissen, was "rein privat" bedeutet. Zu einer Bildpflicht im Telemediengesetz habe ich nichts gefunden. Ich bitte um eine explizite Quellenangabe für diese Behauptung.

@ twothe um 13:05

>>Hier ist mir zum ersten mal das Kernproblem der EU klar geworden: Gesetze zum Wohle von Unternehmen, Bürger sind komplett egal.<<

Es gab keine Mehrheit im Parlament für das Gesetz...
Der Druck durch die Öffentlichkeit gegen dieses Gesetz ist also nicht wirkungslos und keineswegs "egal".

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