Kommentare

Ich hoffe, der

Ich hoffe, der Tagesschau-Redaktion ist auch bewusst, dass sie sich einen Upload-Filter kaufen darf (wahrscheinlich bei Google). Oder hat sie schon einen Filter, der alle Literatur der Welt kennt, damit hier niemand ein Zitat zuviel in die Kommentare schreibt?

Nein, der Kommentar richtet sich nicht gegen die Tagesschau. Es zeigt aber, dass das Gesetz im Prinzip jede Webseite betrifft, die ein Forum hat. Selbst Veroeffentlichung nach Pruefung duerfte den meisten Webseiten schwer fallen. Neben einem gesteigerten Personalaufwand ist einfach die Menge der Literatur zu gross, um alles zu kennen.

Dazu kommt, dass z.B. netzpolitik.org die Veroeffentlichung offizieller Dokumente mit dem Verweis auf das Urheberrecht verboten wurde. Zensur findet nicht statt. Es ist ja gluecklicherweise nur das Urheberrecht, dass die Veroeffentlichung unangenehmer oder kritischer Texte verbietet.

Noch ein kleines

Noch ein kleines Beispiel:
Bochum, das Lied von Herbert Groenemeyer.
In Deutschland haben Gerichte geurteilt, dass auch kleinste Stuecke bei Liedern unter das Urheberrecht fallen. Dazu gilt bestimmt auch die Hauptzeile des Liedes.
Dank dem Filter wird nun alles vom Netz genommen, was das Wort "Bochum" enthaelt, denn es ist ja die Hauptzeile des Stueckes.
Nun wird zwar jeder sagen, Bochum ist eine Stadt und viel aelter als das Stueck. Klar weiss ich das. Das wissen alle Leute. Aber diese verteufelte names Uploadfilter sieht Bochum ggf. nur als ein Teil eines Liedes von Herbert Groenemeyer.

OK. Das ist nun ein offensichtliches Beispiel. Aber man muss nur schauen, was es alles an Film- oder Romannamen gibt, von Texten innerhalb der Medien ganz zu schweigen. Alles unterliegt dem Urheberrecht, alles kann blockiert werden.

Wird den meisten Künstlern kaum was bringen

Ich bin Künstler und halte diese Reform für höchst zweifelhaft. Ich sehe nicht wie dieses Gesetz den Künstlern helfen soll, wem es wohl eher helfen wird sind die großen Verwertungsgesellschaften für Bild, Text und Ton. Die Künstler werden wohl er nichts davon haben außer das es ihnen nun noch schwerer fallen wird ihre eigenen Werke selbst zu veröffentlichen weil sie an irgendwelchen dubiosen Filtern hängen bleiben. Als freier Künstler der keiner Verwertungsgesellschaft angehört ist es jetzt schon schwierig sein recht durchzusetzen. Verwerter gehen davon aus, dass wenn ein Künstler anonym oder nicht bekannt ist, er wahrscheinlich Mitglied der eigenen Gesellschaft ist und stecken sich das Geld in die Tasche ohne das es irgendwo ankommt (jetzt schon der Fall bei der GEMA). Mechanismen wie Künstler entlohnt werden sollen fehlen, stattdessen wird großen Institutionen ein mächtiges Werkzeug für Zensur in die Hand gegeben.
Urheberrechtsreform ja, aber nicht so.

Das Netzt war schon immer ein

Das Netzt war schon immer ein rechtsfreier Raum.
Und so sollte es auch bleiben. Urheberrecht dient doch nur der Abzocke. Wo sollen denn Musikfreunde so viel Geld für CDs herbekommen? Raubkopien sind doch viel billiger.
Reden, texte, Filmchen, wenn man da immer fragen muß, wird es doch viel zu kompliziert.
Wer nicht kopiert werden will, soll einfach nichts sagen oder machen. Ironie? Sarkasmus? Wer weiß?

Konsequenzen

Schon jetzt dient das Urheberrecht lediglich als publicity taugliches Vehikel um Verwerterinteressen durchzusetzen. Insofern wird der arme von den bösen Internetnutzern ausgebeutete Urheber hochstilisiert, warum die Verwerter (Musiklabel, Verlage, etc.) eben jenen dochso wichtigen Urhebern so wenig vom Einnahmekuchen abgeben wird in der Debatte nicht thematisiert. Zwang zur kompletten Übernahme der Druckkosten durch den Autor, Komplett buyout aller Rechter durch den Verwerter usw. sind Standard. Im wissenschaftlichen Bereich bei der Veröffentlichung von Artikeln in Fachzeitschriften sieht es noch düsterer aus. Kein Honorar des Autors durch den Verlag, stattdessen dürfen die Universitäten den Artikel für ihre anderen Wissenschaftler teuer zurückkaufen. Nein, hier läuft definitiv etwas falsch und schon der aktuelle einseitige Stand des Urheberrecht ist bedenklich. Meine Konsequenz: CDs, DVD, BluRay, Konsolenspiele nur noch gebraucht kaufen. Absolut kein Geld mehr an die Verwerter/Urheber

Wenn dieser Entwurf durchgeht, ...

... werde ich vom leidenschaftlichen Europafreund zum erbitterten Europagegner! Gegner DIESES gegenwärtigen real-existierenden (oder besser gesagt: real-dahinvegetierenden) Europas, NICHT der Idee Europas an sich und warte einfach auf die Wiederkehr der besseren Zeiten unserer europäischen Vergangenheit bzw. auf die Ankunft einer noch besseren Zukunft...

Es muss wieder fair werden!

Musik

Gerade nicht

"Das Netzt war schon immer ein rechtsfreier Raum."

Hier sitzt Du dem genau der Propaganda der Urheber und Verwerter auf, die mit exakt dieser Aussage eine fortwährende Verschärfung des Urheberrechts fordern. Das Netz ist und war nie ein rechtsfreier Raum. Alle Gesetze des analogen Lebens lassen sich dort genauso anwenden und werden es auch.

Urheberechtsverletzung der Urheber

Die meisten Uploader müßten ja nachweisen, dass ihr Upload von ihnen selbst erstellt ist, die Musik von ihnen komponiert wurde, sie die Rechte Dritter selber beachten. Die Große Mehrheit der Contentersteller, aber auch der Websitebetreiber, würden nicht geschützt, sie würden, im Gegenteil, von anderen Rechteinhabern bedroht und verklagt werden. Zudem macht man Kunst damit endgültig zur Ware. Es ist doch offensichtlich, dass es nicht mehr um die Freiheit der Kunst geht, sondern das Vermarktungsrecht von Unterhaltungsware. Ein Urheberrecht auf Journalismus und Meinungsfreiheit bedeutet das Ende von Gleichberechtigung und Freiheit.

Fairness den Künstlern entgegen bringen!

Musik ist nicht einfach nur so da. Es braucht eine kreative Idee, einen vernünftigen Text, einen Interpreten, Instrumente, ein Studio, einen Tontechniker, die Musikmischung, ein Masterring (damit die Musik überhaupt Produktions reif wird), einen Verlag, GEMA Lizenzen und vor einigen viel Zeit, die nicht bezahlt wird.
Die Produktion eines Albums kostet die Produzenten zwischen 5000-50.000 € je nach Aufwand.
Ob die Musik ein Erfolg wird oder nicht steht zu diesem Zeitpunkt der Produktion noch gar nicht fest.
Das Risiko und die Kosten trägt bis hierher der Produzent allein.
Kein Handwerker würde kostenlos arbeiten. Musiker, Interpreten und Produzenten sind besonders talentierte Handwerker und müssen genau so honoriert werden damit sich auch ihre Arbeit wieder lohnt.
Es kann nicht sein, dass große Verwertungsgesellschaften, Großkonzerne an der Kunst anderer Millionen verdienen und die Erfinder von Musik leer ausgehen.

Wenn dann

Wenn dieses Gesetz im Namen "der EU" verabschiedet wird, ist ein weiterer Baustein eines liberalen Deutschland - der Meinungsfreiheit - zu Grabe getragen. Die Kommunikation, Information, Deutungshoheit über Ereignisse etc. liegt dann noch mehr bei großen Verwertungsgesellschaften. Das Internet ist ein SOZIALES Netzwerk, das bislang freie Kommunikation und kreatives Agieren ermöglicht hat.
Schon die schwammige DSGVO (die den Umgang mit Daten "verbessern" soll), verkompliziert vielen Bürgern, Organisationen, kleinen und mittelständischen Unternehmen das Leben und ist in ihrer bevormundenden Unausgereiftheit eine Unverschämtheit.
100% Ablehnung. Europa ja, so nein!

Deutschland legt noch nach

Dadurch das wir hier eine perfekt laufende Abmahnmaschinerie haben, haben seit Ende Mai bereits 80% der Privat geführten Blog zumindest Zeitweise den Betrieb eingestellt.

Warum? Ganz einfach weil unsere Richter das Internet nicht zu verstehen scheinen und somit den Abmahnanwälten (AMA) in die Hände spielen.

Hier ein Konkretes Beispiel:
Sein Anfang 2017 muss man auf einem privatem Blog ein Klarfoto von sich haben und die Privatadresse angeben.

Eine Bloggerin trug auf diesem Foto ein Shirt einer bekannten Marke und hatte eine Küchenmaschine von einer bekannten Marke im Hintergrund.

Das Reichte den AMA um sie wegen unlauterer Werbung nach DSGVO und §2 des Wettbewerbsrechts abzumahnen.
Die AMA bekamen vor Gericht RECHT und sie musste !3000€! zahlen.

Aus diesem und einigen weiteren Fällen kann man schließen:
Ja in Deutschland bedeutet die neue DSGVO in Kombi mit dem Rechtssystem tatsächlich den Tod des freien Internet.

@xdama

>>...macht man Kunst damit endgültig zur Ware<<

es ist sogar noch schlimmer:

Sie können als Künstler nicht einmal sagen:
Läuft das du das nimmst und verbreitest, ich bin froh das es dir gefällt und du mich bekannter machst.

In Deutschland ist nicht einmal das Einverständnis des Rechteinhabers nötig um einen vermeidlichen Urheberechtsverletzer zu belangen (siehe GEMA und Co.)

Das Anwälte auch schon für die Ersten Abmahnung auch gegen den Willen des Rechteinhabers Abmahnen können ist ein Unding.

Aber naja, Deutschland arbeitet schon spätestens seit Schröder ausschließlich für die Interessenverbände und wenn es sein muss gegen die Bürger.... wir sollten es gewöhnt sein.

09:32 von nohau61

Es muss wieder fair werden!

Musik
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Mein Vater hat nach 45 über die Luftbrücke und anschließend im Transit die Frischfischversorgung Westberlins und bis 1989 ausgeführt.
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Ich habe keine Linzenzgebühren geerbt.

Schöpfungshöhe

Der Zweck des Urheberrechts ist der Schutz der Urheber. Das sind Menschen, die etwas durch besondere geistige oder künstlerische Gaben oder Fähigkeiten neu schaffen. So was findet regelmäßig nicht in vier Zeilen statt.
Hier geht es nur um Verlagsinteressen. Die können nicht genug Geld verdienen und haben kein Interesse, dass die Schöpfer der Werke Geld bekommen.
Und die Politik will die Verlage befriedigen, in der Hoffnung auf schöne Presseberichte. Aber die Gier ist nie zu stillen. Zahlen sollen wir.

kein Wunder

"Die Politikerin der Piratenpartei sitzt ebenfalls in der Grünenfraktion und im Rechtsausschuss. Dort wurden ihre Warnungen vor dem Ende von Freiheit und Vielfalt im Netz ignoriert und ihr Gegenentwurf überstimmt."

Kein Wunder. Wer---der Parteiname sagt es schon---als Antwort hat "alles darf man einfach so, ohne Bezahlung, nehmen", darf sich nicht wundern, wenn der Antrag (zum Glück) überstimmt wird. So etwas ist aber Gift für eine sachliche Diskussion, ebenso Behauptungen wie man dürfe "Bochum" nicht mehr schreiben.

Ja, wer weiß?

"Das Netzt war schon immer ein rechtsfreier Raum.
Und so sollte es auch bleiben. Urheberrecht dient doch nur der Abzocke. Wo sollen denn Musikfreunde so viel Geld für CDs herbekommen? Raubkopien sind doch viel billiger.
Reden, texte, Filmchen, wenn man da immer fragen muß, wird es doch viel zu kompliziert.
Wer nicht kopiert werden will, soll einfach nichts sagen oder machen. Ironie? Sarkasmus? Wer weiß?"

Ich dachte zunächst, dies muss Satire sein. Aber ein Teil des Problems ist, dass viele Leute so einen Unsinn ernsthaft behaupten und fordern.

Quelle?

"Sein Anfang 2017 muss man auf einem privatem Blog ein Klarfoto von sich haben und die Privatadresse angeben."

Gibt es eine Quelle für diese Behauptung?

Anonymität ist das Problem

Das Problem im Internet ganz generell (sei es mit Urheberrechtsverletzungen, Kinderpornographie, Nazipropaganda oder irgend welchen anderen Verbrechen) ist seine Anonymität. Ich bin dafür, jedem User eine eindeutige, persönliche ID (nicht nur eine IP) zuzuweisen, über die er eindeutig indentifizierbar ist. Dann könnte man jeden für seine Aktivitäten zur Rechenschaft ziehen wie außerhalb des Internet auch. Ich bin dafür, dass im Internet die selbe Freiheit herrscht wie überall. Es gibt aber kein Recht auf Anonymität. Wer darauf besteht, besteht auf dem rechtsfreien Raum.

Spanisches Modell

Falls das EU-Parlament für Leistungssschutzrecht und Upload-Filter stimmt, dann wünsche ich den Presseverlagen inständig, dass Google News seinen Dienst in allen Ländern der EU - wie in Spanien geschehen - einstellt. Gerade als breit aufgestellte Informationsquelle zu konkreten Themen leistet Google News einen konkreten Beitrag, damit man seiner persönlichen Meinungsblase entkommt und Informationen aus anderen politischen Richtungen mit einbeziehen kann. Es wäre ein Verlust. Auf die Idee stattdessen eine oder mehrere Tages/Wochenzeitungen zu abonnieren käme ich nicht im Traum. Tu teuer und zu eindimensional.

Nutznießkette...

Das "Problem" besteht doch erst, seit jeder, der mit einer Tastatur umgehen kann meint, er könner per Internetmarketing die gesamte Wertschöpfungskette direkt selbst abschöpfen. Diese Denkweise kann ich (früher selbst "aktiv Kreativer", nicht nachvollziehen, denn die "Geschäftsprinzipien" haben sich seit jeher nicht verändert. Das ist am Beispiel "Musik" leicht nachvollziehbar: Ein Musiker verkauft sich zunächst für kleines Geld (Gage) an Clubs oder sonstige Veranstalter. Entsteht Publikumserfolg und werden professionelle Vermarkter aufmerksam, ist eine besser dotierte Vertragsbeziehung möglich. Der Vermarkter zahlt ein vertragliches Fixum (Exclusivitätsgage) und trägt das volle Geschäftsrisiko. Je nach Vertrag kann man später (evtl. mit anderen Vermarktern) höhere Fixgagen plus Tantiemen aushandeln. Das funktioniert prima - solange man begreift, daß es vom Hersteller über den Vermarkter bis zum Konsument eine faire Nutznießkette gibt.

Werte EU-Kommission: ihr liefert uns den Abmahnern aus!!

Aus dem Grund sage ich:

werte EU-Kommission,
merkt ihr nicht, wie ihr hier das Netz kaputt macht?? Merkt ihr nicht, wie ihr uns hier vorsätzlich dieser Abmahnindustrie ausliefert?? Und mit welchem Recht versuchte ihr hier, uns User aus dem Netz zu vertreiben und unsere Inhalte aus dem Netz rauszuzensieren?? Warum bitte zerstört ihr opensource-Inhalte damit und damit verstoßt ihr auch gegen sämtliche opensource-Lizenzen, werte EU-Kommission.
Zusätzlich ist sowas der schleichende Beginn einer Meinungsgleichschaltung wie sie es im Nationalsozialismus und in dem damaligen DDR-Unrechtsstaat schon einmal gab. Habt ihr absolut nichts aus der Geschichte gelernt??

Darueber hinaus:
gegen Hasskommentare gibt es doch schon das NetzDG. Damit wird sowas doch schon rausgefiltert. Es bräucht hier fuer uns User viel mehr die Kontaktplattform wo wir solche Inhalte melden können (also den Link).

Und ich sage auch, dass ihr damit die Rechte von uns Usern im Netz zerstört.

Richtlinientext

Daß der Streit "weniger um den Richtlinientext selbst" gehe, ist Unsinn: Was für Folgen zu erwarten sind, hängt davon ab, was jetzt als Richtlinie beschlossen wird. Wer sich für die zur Abstimmung stehende Fassung interessiert, suche das EU-Dokument Nr. PE 601.094v02-00 A8-0245/2018. Demnach sollen (Art. 13) "online content sharing service providers" haftbar gemacht werden für alle Inhalte, die von Dritten unter Nutzung dieser Webseiten zugänglich gemacht werden, und sicherstellen, daß nichts veröffentlicht wird, was fremde Rechte verletzt. Die einfache Reaktion auf die Haftungsregel ist, Social-media-Funktionen abzuschalten. Die aufwendige, einen Uploadfilter einzuschalten, der einen Abgleich mit der Datenbank der von den großen Verwertern angemeldeten geschützten Werke vornimmt. Uploadfilter werden aber auch rechtlich zulässige Handlungen blockieren, weil die rechtliche Beurteilung im Einzelfall die Maschinen überfordert. So ein Eingriff in die Meinungsfreiheit wäre verheerend.

Toll!

Es ist ja nun kein Geheimnis mehr, dass Gesetzestexte von Lobbyisten diktiert werden, und die Rechteverwerter-Industrie hat eine hervorragende Lobby, im Gegensatz zu den Nutzern.
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Was dabei am Ende rauskommt, das ist jetzt schon klar, und dass es dann auch noch von den Politikern schöngeredet werden wird, das ebenfalls.
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Wie kann es denn sein, dass man auf jedes elektronische Gerät, auf jeden CD-Rohling, auf jedes Blatt Kopierpapier eine prophylaktische Straf-Abgabe für Urheberrechtsverletzungen zahlen muss, inzwischen aber sogar die zu jeder Zeit legale Privatkopie eines Musikstücks zB illegalisiert wird? Das ist das Ergebnis einer ausbeuterischen Lobby-Politik, die mit Nutzerrechten oder gesundem Menschenverstand nichts mehr zu tun hat.
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Dass nebenher das Recht auf vielfältige freie Meinungsäußerung und Untermauerung durch Quellenangaben auch ausgehebelt wird, das dürfte einigen ebenfalls genehm sein.

@daneel

siehe §5 Abs. 1 Telemediengesetz; Stichwort Impressum

Die Schwachstellen in der Argumentation von Axel Voss

Der Verein Wikimedia-Deutschland analysierte den Brief, in welchem Axel Voss zu den Protesten gegen das geplante Gesetz Stellung bezieht. Der Brief und die Analyse zeigen deutlich die unterschiedlichen Standpunkte und die großen Gefahren, die von dem geplanten Gesetz ausgehen.

https://meta.wikimedia.or...

Ich habe den Eindruck, hier wird wieder einmal versucht, das Urheberrecht weiter zugunsten der Rechteverwerter zu verschieben. Sollte der Entwurf sich durchsetzen, so würden vor allem viele Arbeitsplätze für Juristen geschaffen und die Meinungsfreiheit, würde großen Schaden nehmen.

Wie wäre es mit der Eintreibung der Gewerbesteuer??

Wie wär es statt dessen, wenn ihr mal damit anfangen wuerdet, die Gewerbesteuer, die Körperschaftssteuer und so weiter von Google, Starbucks und Co einzutreiben??

Damit bekämt ihr die nämlich dran und damit kämt ihr an diese Steuergelder dran.

Dass wäre wesentlich sinnvoller anstatt solchen Irrwitz!

Wer denkt an die Kleinen?

Kleine Foren können sich den technischen Aufwand gar nicht leisten und werden dicht machen. Die Vielfalt könnt durch die kleinen Anbieter, die keine Lobby haben. Leider ist die Sache so komplex, dass keiner die Konsequenzen mehr erkennt.

Zensur und Betrug wird damit in Stein gemeißelt.

Bei den Rechteverwertern sieht man nur die bösartigen Rezipienten, die rezepieren ohne zu zahlen und bei den Verlagen die bösartigen Indizierungsdienste, die indizieren ohne zu zahlen. Beiden wird die neue Urheberrechtsnovelle gerecht. Alle anderen haben jedoch bestenfalls nichts von dieser Novelle, schlimmstenfalls einen hohen Schaden.

Es werden keineswegs die Rechte einfacher Urheber gestärkt, sondern ausschließlich die Rechte großer Rechteverwerter und Verlage. So leiden kleine Künstler, die ihre Werke auf Internetplattformen veröffentlichen jetzt schon darunter, dass große Konzerne sich die Rechte an einigen ihrer Werke anmaßen und damit erzielte Erlöse in die Taschen derer wandern, die nichts dazu geleistet haben, außer der falschen Behauptung, die Rechte inne zu haben, aber gegen jeden deswegen prozessieren. Mit der Novelle werden diese Werke erst überhaupt nicht zum Upload zugelassen, man wird durch diese Werke also nicht einmal bekannter.

Mehr als "ein Kampf ums Internet"

Herr Axel Voss hat sich mit einem Brief an die Gegner der geplanten Urheberrechtsreform gewandt.

Der Verein Wikimedia analysierte diesen Brief und zeigt darin deutlich die unterschiedlichen Standpunkte auf und auch wie schlecht begründet aber gefährlich die geplante Reform ist.

siehe:

https://meta.wikimedia.org/wiki/DE_policy/EU-Urheberrechtsreform_Richtig...

Wen kratzt deutsches Recht im

Wen kratzt deutsches Recht im Internet?
Wer etwas haben will, sucht mittels anonymen Browsern, möglichst nicht von zu Hause aus, bezahlt mit Bitcoins.
Und keiner hat was mitbekommen.
Wie wäre es denn, wir drehen den Spieß um? Wer etwas haben will, muß beweisen, daß es von ihm ist.
Viel Spaß.

Das Leistungsschutzrecht kommt dazu.

Nachdem das Leistungsschutzrecht in Deutschland und Spanien grandios scheiterte, will man es jetzt auf europäischer Ebene.

Schon vom Konzept ist dieses "Recht" fragwürdig: Restaurants wolle von Taxiunternehmen Geld dafür, dass deren Taxifahrer Fahrgäste zu ihnen bringen. Das klingt abstrus, ist aber genau der Inhalt des Leistungsschutzrechts.

Das Ergebnis ist wieder absehbar. Die Großen (wie Google und Facebook) bekommen Gratislizenzen, da sie sich weigern, zu den Verlagsinhalten zu verlinken, sofern ihnen keine Gratislizenz eingeräumt wird. Die kleinen werden dagegen verlieren, da sie bei jedem unvorsichtigen Link mit einer teuren Abmahnung rechnen müssen oder vergleichbare Dienste zu den großen einstellen müssen, da ihnen keine Gratislizensen erteilt werden. Blogbetreiber müssen damit leben, dass Verlage mit Ihren Werken fast nach belieben Verfahren, während sie jedesmal zahlen müssen, wenn sie auf eben diese verweisen.

Dementsprechend kann man der Novelle nicht zustimmen.

@cmartin um 10:50 Anonymität ist das Problem

Wenn du in einem der vielen unfreien Länder leben würdest, hättest du das Gegenteil geschrieben. Man weiß nie wie lange Deutschland noch frei bleibt. Außerdem lässt sich die Anonymisierungstechnik nicht mehr wegzaubern

@Anonymität ist das Problem 10:50 von CMartin

Mitnichten.
Einfach mal die Brille ablegen und in die Welt schauen.
Das Hauptproblem sind die 'Vermarkter' fremder (!) Rechte.
Deswegen wurde ja auch gerade das amerikanische Urheberrecht verschärft,
obwohl das zuletzt gültige schon am Rande der Verfassungsmässigkeit war.
Jedenfalls laut US-SupremeCourt.

Was soll bitte schön eine Schutzfrist von fast 150 (in Worten: einhundertfünfzig) Jahren.
Damit die Erben bis in dritte Generation ihre Kohle verewigen dürfen?
Absurd.

Endlich

Endlich kehrt die normale rechtsstattlichkeit ins internet ein.

Zur zeit ist Google, Facebook und co. die schlimmste form des kapitalismus mit maximalen assozialen ausmaßen, kein wunder, dass die milliarden gewinne steuerfrei generieren.

Zur zeit ist das ja auch keine kunst so viel geld damit zu machen denn:

Die nutzer werden mit hochwertigen ( urhebergeschützte) bild ton text inhalten gelockt und bei laune gehalten um lange wie möglich auf diesen platformen zu verweilen= datensammeln =werbeeinnahmen=lizenzfrei=keine steuer=milliardengewinne

Darstellung: