Ihre Meinung zu: Zahlen zur Kriminalität: Die Krux mit den Statistiken

4. Juli 2018 - 16:24 Uhr

In der Kriminalstatistik fehlen angeblich jährlich Zehntausende Fälle. Diese Behauptung hat die Polizei nun dementiert. Aber auch sonst ist bei der Interpretation der Zahlen Vorsicht geboten. Von Patrick Gensing.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
5
Durchschnitt: 5 (2 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Für die Opfer ...

... ist die Statistik völlig egal.

Als Kriminaltätsbetroffener ist es ein schwacher Trost, dass es "unwahrscheinlich" war beraubt, vergewaltigt oder getötet zu werden.

Niemand würde sagen, dass es Unsinn sei den Straßenverkehr sicherer zu machen, da ja "relativ wenige" Menschen getötet würden. So sind z.B. illegale Autorennen mit aller Härte zu bestrafen, auch wenn in absoluten Zahlen zum Glück noch wenige Menschen durch die sinnlose Raserei ermordet wurden.

Jedes Opfer ist ein Opfer zu viel, daher ist jeder Euro für Prävention gut angelegt.

Was genau sind Liegevermerke?

Was genau sind Liegevermerke? Sie müssen immer dann geschrieben werden, wenn ein Ermittlungsverfahren länger als einen Monat nicht bearbeitet wurde. Häufigster Grund der Verzögerung: zu hohe Arbeitsbelastung. Zu einem Fall können mehrere Vermerke geschrieben werden, wenn die Bearbeitung immer wieder ins Stocken gerät. Die Folge: Im LKA stapeln sich die Akten. Und: Diese Fälle tauchen nicht in der Kriminalstatistik auf!
#
#
Eine Statistik sollte doch alle Straftaten einbeziehen. Wenn diese Fälle jetzt eingestellt werden, weil die Verjährung greift, verschwinden diese Straftaten ins Nirvana!
Das die unbearbeiteten Fälle im RRG Regierten Berlin über 10.000 beträgt hinterlässt eine Geschmäckle.

Darstellung: