Ihre Meinung zu: Schlusswort im NSU-Prozess: "Ich habe das nicht gewollt"

3. Juli 2018 - 15:09 Uhr

Fünf Jahre hat Beate Zschäpe im NSU-Prozess meist geschwiegen, sich dann aber im Schlusswort bei den Opfern entschuldigt: Sie sei aber nicht für die Morde verantwortlich. Am 11. Juli soll das Urteil kommen. Von Frank Bräutigam.

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Kommentare

Welches Wort ?

Nachdem B.Z. eigentlich nichts gesagt hat, kann sie auch nicht behaupten, dass ihr jedes Wort falsch ausgelegt worden sei.
Bin auf das Urteil gespannt. Ich vertraue der Rechtsprechung in D im Großen und Ganzen.

Frau Zschäpe - häh?

Und die Bekenner-CD ist vom Himmel gefallen? Geschenkt.

Wer es glaubt ist selber schuld

Fünf Jahre hat sie geschwiegen und verächtlich auf ihre Opfer herabgesehen und jetzt tut es ihr Leid.
Wer soll das glauben?

Ich habe das nicht gewollt

5 Jahre fast nichts gesagt und jetzt tut es ihr leid.
Vollkommen unglaubwürdig.

Nach 1945

Nach 1945 gab es über Nacht auch keine Nazis mehr - alle fühlten sich nicht verantwortlich und unschuldig. Das kennen wird schon.

Fazit: Sie versucht sich

Fazit: Sie versucht sich immer noch rein zuwaschen, sieht keine Schuld ansich. Solch ein Mensch wird seine Einstellung nie im Leben ändern.

Und ihre sog. Entschuldigung ist auch nur Show.

Bin mal gespannt was das Gericht (das Suchdienst ganzen NSU Ordner für 120 Jahre weggeschlossen hat) für ein Urteil zieht.

egal,wie es ausgeht..

Diese Frau ist für ihr Leben fertig..die kann sich nirgendwo mehr blicken lassen..
Hätte sie besser geredet,dann wüsste man wenigstens,was sich da abgespielt hat..

@pardo "Ich vertraue der Rechtssprechung im Großen und Ganzen"

Die Justiz hat sich stets flexibel gezeigt um dem Zeitgeist genüge zu tun.
Bei den RAF-Prozessen etwa wurde der Begriff der Mittäterschaft so weit ausgelegt, daß in nahezu jedem Fall Lebenslänglich herauskam.
---
Beate Tschäpe wird der Morde für Mitschuldig befunden und wegen der Sprengung des Mietshauses in Sicherungsverwahrung genommen, denn sie könnte auch künftig Mietshäuser sprengen, zumindest solange sie ein Feuerzeug bedienen kann.

Schlusswort von Fr. Zschäpe

Was Frau Zschäpe in ihrem Schlusswort gesagt hat, war zu erwarten. Damit hat sie noch einmal die kaum vorhandene Beweiskette der Anklage unterstrichen. Man verstehe mich nicht falsch, ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass man Frau Zschäpe die Mittäterschaft an diesen abscheulichen Verbrechen der beiden Uwes nachweisen könnte und sie dann aufgrund der Beweise entsprechend mit aller nach dem Gesetz möglichen Härte verurteilet. Leider hat die Anklage, soweit ich das Medienberichten entnehmen konnte, grösstenteils nur Indizien in der Hand, die für einen Beweis der Mittäterschaft nicht ausreichen dürften. Im Fall Zschäpe dürfte deshalb (leider) "nur" Recht und (wahrscheinlich) keine Gerechtigkeit gesprochen werden. Wer nämlich so viele Jahre mit solchen Nazis zusammenleben kann, wissend dass die Menschenleben auf dem Gewissen haben, der kann keinem erzählen, dass rechtes Gedankengut heute keine Bedeutung mehr für einen hätte. Leider kann man ihr ihre Gesinnung nicht beweisen.

Ich habe es nicht gewollt

Dieser Satz kommt zu spät. Sie hat mit den Herrn Mundlos und Bönhart gewohnt und hat bestimmt auch mitgewirkt. Auch Beihilfe zum Mord ist Mord und das wird mit einer lebenslanger Haft geurteilt.

17:40 von MSCHM1972

bestimmt auch mitgewirkt.
.
vermutet man
aber weiß man es auch

16:32 von Theodortugendreich

Ob Fr. Zschäpe der Morde für mitschuldig befunden werden wird, das erfahren wir am 11. Juli. Bis dahin betreiben Sie mit ihrer Aussage reine Spekulation.

Desweiteren hat Fr. Zschäpe nichts gesprengt sondern einfache Brandstiftung begangen, für die im Strafgesetzbuch ganz sicher keine Sicherheitsverwahrung vorgesehen ist.

Obwohl ich es persönlich gern ein hohes Strafmass für die Zschäpe sehen würde, wird das wohl aufgrund der dünnen Beweiskette nicht passieren - Dank Verfassungsschutz, BKA und den örtlichen Polizeidienststellen, die an den Ermittlungen beteiligt waren.

15:59 von Josef Hart

jetzt tut es ihr Leid.
Wer soll das glauben?
.
Richter sein ist nicht leicht
und wenn ich mir so Zeitgenossen anschaue wie den Christian Klar
der wurde begnadigt und dem tat nichts leid
oder dieser Hess
der wurde nicht begnadigt und dem tat auch nichts leid
schwierig mit vorgefasster Meinung (verächtlich auf ihre Opfer herabgesehen)
und noch schwieriger sind Menschen ohne Zweifel an ihren Handlungen

Heuchelei

Sie will erst imnachhenei von den morden gewusst haben. So bald sie vom ersten Mord gewusst hatte, nach ihren Angaben, hätte sie die beiden verlassen müssen. Hat sie aber nicht. Das zeigt das sie lügt. Sie wusste von allem und dem entsprechend ist sie auch zu bestrafen. Heißt Lebenslang. Was ich sehr erbärmlichen an ihr finde. Jetzt wo man sie gefaßt hat und sie vor Gericht steht, leugnet sie ihre Gesinnung. Noch nicht ein Mal Rückrad hat sie. Aber das Zeichnet wohl diese rechten Spinner aus.

17:40 von MSCHM1972

"...und hat bestimmt auch mitgewirkt."

Bestimmt hat sie das. Man kann es ihr leider nur nicht beweisen.

Wie lange noch?

Man muss doch langsam zu einem Urteilsspruch in diesem Fall gekommen sein.

Wenn Frau Zschäpe der Mithilfe an Morden sich schuldig gemacht, soll sie entsprechend bestraft werden.

Wenn Frau Zschäpe der Mithilfe an Morden sich nicht schuldig gemacht, soll sie entsprechend bestraft werden.

"Verwerfungen eines Experiments"

Wenn man den Worten eines ARD-Interviews des Politilogen Yascha Mounk Glauben schenken mag, sind die menschenverachtenden NSU-Morde eben "Verwerfungen eines Experiments", das "klappen kann oder auch nicht".

Ich darf aus dem Interview mit Yascha Mounk vom 20.02. in den Tagesthemen zitieren:

"daß wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln. Das kann klappen, das wird, glaube ich, auch klappen, dabei kommt es aber natürlich auch zu vielen Verwerfungen."

Wenn Sie obiges Zitat für menschenverachtend halten, dann haben Sie etwas mit mir gemeinsam!

Quelle:

https://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tt-5821.html

19:01 von Christian1966

"...hätte sie die beiden verlassen müssen. Hat sie aber nicht. Das zeigt das sie lügt."

Es mag eine moralisch-logisch zu ziehende Konsequenz sein, einen Moerder verlassen zu muessen aber dass sie es nicht tat, reicht vor Gericht nicht als Beweis, um sie der Luege oder der Mittaeterschaft zu ueberfuehren. Auch dass sie von allem wusste mag stimmen aber man kann es ihr nicht beweisen. Weswegen man sie aufgrund von Beweisen ueberfuehren kann, aufgrund dessen wird das Strafmass festgelegt werden. Ob es fuer "lebenslang" reichen wird, wage ich zu bezweifeln. Nicht weil ich ein Fan von ihr bin sondern wegen der duennen Beweislage.

20:22 von BreiterBart

Vielleicht sollten Sie es mal mit anderen Nachrichten versuchen als den ihrem Nickname entsprechenden. Im TS Artikel wurde eindeutig geschrieben, dass das Urteil am 11. Juli verkuendet wird.

20:29 von BreiterBart

"Verwerfungen eines Experiments"

Und was hat das jetzt mit Fr. Zschäpes Schlusswort zu tun? Von diesem Interview war im TS Artikel nicht ein Wort zu lesen.

20:18 von Badman

17:40 von MSCHM1972

"...und hat bestimmt auch mitgewirkt."

Bestimmt hat sie das. Man kann es ihr leider nur nicht beweisen.
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*
Man weiss auch nicht nach welcher Methode in den westdeutschen Städten nur einzelne fremde Personen betroffen waren.
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Das wird auch Frau Tschäpe nicht im jeweiligen Telefonbuch ausgesucht haben.

16:13 von pxslo

Nach 1945

Nach 1945 gab es über Nacht auch keine Nazis mehr - alle fühlten sich nicht verantwortlich und unschuldig. Das kennen wird schon.
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Frau Tschäpe ist erst 1975 geboren.
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Damit ist Sie allerdings zu jung für Verhandlungsunfähigkeit, wie die beteiligten Politiker beim Mauermord.
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Das kam noch dazu, nach dem alten "Kennen".

re breiterBart: Zitat

#„Ich darf aus dem Interview mit Yascha Mounk vom 20.02. in den Tagesthemen zitieren:

"daß wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln. Das kann klappen, das wird, glaube ich, auch klappen, dabei kommt es aber natürlich auch zu vielen Verwerfungen."

Wenn Sie obiges Zitat für menschenverachtend halten, dann haben Sie etwas mit mir gemeinsam“#

Ich fürchte, Sie haben da etwas gewaltig falsch verstanden. Mit „Verwerfungen“ sind die Entstehung politischer Strömungen gemeint, die die Bedeutung von solchen Zusammenhängen nicht verstehen wollen. Oder nicht können?

Gerechtes Urteil

Ich erwarte von der deutschen Justiz ein gerechtes Urteil. Sich nachher in Halbsätzen zu entschuldigen, beleidigt jedes Opfer und deren Angehörige. Deutschlands Gesellschaft kann ohne eine irgendwann freikommende Beate Zschäpe auskommen und leben.

Sisyphos3

Schön wie sie hier die Fakten verdrehen
Christian klar war 23 Jahre im Gefängnis, ehe er begnadigt wurde, ich bin mir sicher nach einer solchen Haftstrafe hätte auch Frau Zschäpe gute Chancen auf eine Begnadigung.
Zu Rudolf Hess der konnte gar nicht von deutscher Seite Begnadigt werden, da er gefangener Der Kriegsallianz war

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