Ihre Meinung zu: Medikamente in Umwelt: Nebenwirkungen weiter zu befürchten

1. Juni 2018 - 5:00 Uhr

Reste vieler Medikamente gelangen in die Umwelt und schaden dieser. Die EU-Kommission will im Juni ein Strategiepapier dagegen verabschieden - nach NDR-Recherchen ohne scharfe Vorgaben. Von Christian Baars.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
4.75
Durchschnitt: 4.8 (4 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Die Schweiz macht's vor - Ozon

Eine vierte Klärstufe, in der das Wasser mit Ozon durchsetzt wird, löst beinahe alle Probleme mit Chemikalien in den Abwässern: Ozon als starkes Oxidationsmittel zerstört nahezu alle anderen chemischen Verbindungen.

Auch "Planet Wissen" hat dazu schon berichtet.

Weshalb in Deutschland dies nicht endlich ganz massiv in Angriff genommen wird, bleibt ein Rätsel.

Lobbyisten der Wirtschaft haben in EU das Sagen

Und genau das ist der Grund, weshalb wir die EU in der jetzigen Form nicht brauchen! Sie ist eine einseitige Vertretung der Wirtschaft. Es werden ausschliesslich die Interessen der Reichen ihrer Konzerne und Banken vertreten, Interessen der Bürger spielen keine Rolle.
Selbst Menschenleben müssen in dieser EU hinter den Gewinninteressen Weniger zurückstehen.
Hinweg mit der EU!

Niemand zwingt Sie, zum Arzt oder in die Apotheke zu gehen!

Niemand zwingt Sie, zum Arzt oder in die Apotheke zu gehen. Nur: Wollen Sie im Ernstfall auf überlebensnotwendige Medikamente verzichten? Lieber schnell mal etwas früher sterben oder vielleicht bleibende Schäden davontragen? Oder nur ein paar Tage oder Wochen länger krank sein und evtl. währenddessen ohne Einkommen zu sein?

Natürlich kommen die Wirkstoffe mittlerweise aus Indien und China, wo die Umweltauflagen lasch, die Korruption hoch und die Löhne niedrig sind. In Deutschland will ja niemand mehr einen synthetischen Pharmabetrieb im Umkreis von 250km von seinem Häuschen haben.

Aktionismus, wie etwa schnell mal eben nach (unausgereiften) Gesetzen zu rufen oder einfach mal wieder auf die Chemie- und Pharmaindustrie einzudreschen, bringt leider nix.

an EU Kritiker Denkerist

Hallo Forist, Sie machen immer völlig unberechtigt aus Allem eine EU Kritik... ausschließlich Interessen der „Banken und Kozerne“... das ist schlicht falsch! Oder glauben Sie das EU Arbeitszeitrecht, dass früher übliche 36 Stunden Dienste verbietet oder die neue Datenschutzverordnung ist irgendwie im Interesse irgendwelcher Konzerne?
In der Sache, wenn sich das Ozon bewährt und niemand schadet (atmen Sie mal Ozon;-)) wäre das möglicherweise eine Lösung - besser wäre einfach weniger(!) Medikamente (suchen Sie mal PRISCUS etc. im Netz)
- wo sitzen aber nochmal große Pharmakonzerne - Basel? Ach ja, in der Schweiz ist somit Alles viel besser als in der EU?! ;-)

Man könnte ja auch mal

Man könnte ja auch mal verordnen, dass Produkte, die im Ausland nicht unter den gleichen Umweltauflagen oder auch Arbeitsbedingungen hergestellt werden, die in der EU/BRD gelten, nicht verkauft oder nur mit einem kostendeckenden Entsorgungszuschlag verkauft werden dürfen.
Auch eine organisierte Rücknahmeverpflichtung für die Pharmakonzerne wäre denkbar.
Denn die verdienen sich ja die goldene Nase an dem Zeug.

Mehr Geld für Forschung

Hier wäre es eine Möglichkeit der EU, mehr Geld für Forschung bereitzustellen, um Stoffe und Verfahren zu entwickeln, die Medikamentenreste im Abwasser neutralisieren. Entsprechende Projekte gibt es bereits, aber sie müssten viel stärker gefördert und in den Fokus gerückt werden.

Bitte keine kritik an der EU

Bitte keine kritik an der EU -Kritik.
Die eu als lobbyverein muss weg. Das sieht jeder, der nicht Bankster oder Eurokrat ist.

@ nuckelavee um 8:49: klasse

@ nuckelavee um 8:49: klasse Idee. Pharmaindustrie streicht massiv Gewinne ein, Lobbyarbeit verhindert die Beteiligung am Umweltschutz und der Steuerzahler und Bürger finanziert die Forschung zum Schutz vor den Umweltschäden.

Eine Rücknahmepflicht

von nicht eingenommenen Medikamenten oder Medikamenten mit abgelaufenem MHD könnte das Problem zumindest mindern.
Bisher erhielt ich in der Apotheke den Hinweis, ich solle solche Restmedikamente einfach über den Hausmüll oder über die Toilette entsorgen.
Die Gewinnspannen von Apotheken und Pharmafirmen müssten ausreichen, um auch eine umweltverträgliche Entsorgung zu finanzieren.

@um 05:36 von FreierGeist

"Weshalb in Deutschland dies nicht endlich ganz massiv in Angriff genommen wird, bleibt ein Rätsel."

Bei Regulierungen geht es nicht darum Verbraucher zu schützen oder effektiv Probleme zu lösen.

1. Jede Regulierung gibt einem Staatsapparat mehr Macht. Er kann sich in mehr Angelegenheiten einmischen, was mehr Macht bedeutet. Außerdem braucht es natürlich auch die dementsprechende Bürokratie, welche mit Geld ausgestattet werden muss. Dieses Geld kann wie in Bürokratien üblich beliebig umgeleitet werden oder irgendwohin verschwinden. Geld ist Macht.

2. Regulierungen ermöglichen Großkonzernen ihre Monopolstellung auszubauen. Während kleine und aufstrebende Firmen kaum die Rescourcen haben, um sämtliche Regulierungen einzuhalten, fällt dies den Großkonzernen wesentlich einfacher. Viele Regulierungen bedeuten für Großkonzerne weniger Konkurzen. Außerdem kann man das gleichzeitig als PR Kampagne benutzen ("wir sind für Regulierung, weil z.B. Umweltschutz!")

Verpackung

Die Anzahl der Pillen in einer Schachtel sollte ein Höchstmaß ausdrücken , welches im Extremfall benutzt werden sollte um die Krankheit in den Griff zu bekommen.

Vor X Jahren hat "der Gesetzgeber" versucht dieses Ziel zu erreichen. Da aber , wie im Automobilbereich, sehr gute Beziehungen zwischen den Pharmaunternehmen und dem Gesundheitsministerium bestanden, und bestehen, gelang es den Unternehmen durch einen Trick (Schlupfloch im Gesetz = Unterlassung) diese Verpackungsverordnung zu umgehen.
So enthält ein Großteil der Verpackungen bis zu einem Drittel zu viele Pillen.

Gleichzeitig sollte der "Pillenkonsum" durch Verwendung einer 30-Milliardensperre begrenzt werden. Diese Grenze wurde , wie viele Jahre und wie viele Milliarden- (Subventionen) kontinuierlich immer weiter überschritten. Kontrollverlust vom Feinsten.

Früher (war nicht alles besser:-) :

Für jede Krankheit eine Pille !

Heute:

Für jede Pille eine Krankheit !

@ Glücklicher Leser

"Oder glauben Sie das EU Arbeitszeitrecht, dass früher übliche 36 Stunden Dienste verbietet oder die neue Datenschutzverordnung ist irgendwie im Interesse irgendwelcher Konzerne?"
Sehen Sie sich doch mal diese Verordnungen im Detail an. Ausnahmeregelungen ohne Ende. Meist sind es zahnlose Tiger, die problemlos umgangen werden können. Ich bin mal gespannt, ob denn grosse Konzerne irgendwann mal eine Strafe gemäss der Datenschutzverordnung zahlen. Steuern zahlen Amazon &Co ja auch nicht, obwohl die Thematik seit Jahren bekannt ist. Aber solange wir uns mit Ablenkungen wie der Datenschutzverordnung aufhalten, haben die Lobbyisten ganze Arbeit geleistet!

@ imalipusram

"Natürlich kommen die Wirkstoffe mittlerweise aus Indien und China, wo die Umweltauflagen lasch, die Korruption hoch und die Löhne niedrig sind. "
Ja und zu wem kommen die? Wer potenziert damit seine Gewinne? Die Pharmakonzerne haben wohl keinerlei Verantwortung mehr? Dann müsste ein Gesetzgeber (der laut Eid Schaden vom deutschen Volke abwenden will) mal etwas tun"

"Das Problem will die

"Das Problem will die EU-Kommission nun angehen - mit einem Strategiepapier, das diesen Monat nach jahrelangen Beratungen verabschiedet werden soll. In dem Entwurf des Papiers, das dem NDR vorliegt, heißt es: Die Verschmutzung durch Medikamente sei ein wachsendes Problem ..."

Also die Verschmutzung, hmm, nicht der Luft, nicht des Bodens, sondern des Wassers.

Gab es nicht die Tage die Meldung:

"Laut Brüssel sind unsere Gewässer im tadellosen Zustand?"

Irgendwas stimmt mit Brüssel nicht.

@ Randall Alfons um 09:43

Sie argumentieren an meinem Punkt vorbei. Es geht nicht um Regulierung, sondern um eine Weiterentwicklung der Abwasseraufbereitung.

Niemand und nichts wird durch eine Ozonstufe irgendwie reguliert (außer dem Wasser meinetwegen). Insofern gibt es weder eine Machtverschiebung noch eine Veränderung von Monopolstellungen.

Outsourcing schlägt wie ein Bumerang zurück

Das Streben nach Gewinnmaximierung ist unser Untergang.
Die Pharma-Industrie hätte niemals die Produktion in Länder geben dürfen, von denen man weiß, dass Umwelt-Mindeststandards nicht eingehalten werden. Die Folge: multi-resistente Keime machen sich auf der ganzen Erde breit.
Plastik-Müll haben wir tonnenweise in China entsorgt. Die Rechnung: der Abfall schwimmt jetzt in den Weltmeeren, Plastik ist bereits fester Bestandteil in der Nahrungskette.
Hochradioaktiver Müll wurde in den Meeren verklappt. Die Lagerung von Atommüll ist ein ungelöstes Problem mit fatalen Langzeitwirkungen.
Ökologische Kosten müssen endlich mitberücksichtigt werden. Ansonsten vernichten wir uns selbst.
Aber was rede ich da. Die Katastrophe ist längst eingeleitet. Ich schätze, es dauert nicht mehr lange, dann hat die Erde Zeit, sich vom Menschen zu erholen.

@morph63: Plastik-Müll haben

@morph63: Plastik-Müll haben wir tonnenweise in China entsorgt. Die Rechnung: der Abfall schwimmt jetzt in den Weltmeeren

Sie scheinen da was durcheinanderzubringen. Bisher haben uns die Chinesen den Plastikmüll ABGEKAUFT um daraus z.B. Kunstfasern für die chinesische Textilindustrie herzustellen.

Oder denken Sie etwa, die Chinesen haben uns den Plastikmüll abgekauft, um ihn dann ins Meer zu kippen?

@nucklavee

Sind Sie einer der tausenden Pharmalobbyisten in Brüssel?

Oder nur allgemein für die Umverteilung von öffentlicher Hand in private Taschen?

Wie wär es denn, wenn die Parmaindustrie gesetzlich gezwungen wird, mehr Geld in Forschung zu stecken und nur noch Medikamente zugelassen werden, bei denen Langzeitstudien zeigen, dass sie die Umwelt nicht belasten?

„Pharma-Industrie für

„Pharma-Industrie für Aufklärung von Ärzten und Patienten“
Das ist auf dem Bauernhof der Veterinärmediziner für die Patientin Miss Piggy und ihren Nachwuchs. Um den Acker kümmert sich Monsanto. Die Ausscheidungen beim Menschen über die Reinigungsstufen eines Klärwerks wäre im gesamt Kontext schon diskutabel.
Bei Werbungen, sind mehrheitlich unbewiesene Behauptungen, könnte man als Satire den Hinweis:
„Zu Risiken und Nebenwirkungen fressen sie die Packungsbeilage und erschlagen ihren Arzt und Apotheker.“ benutzen.

Darstellung: