Ihre Meinung zu: USA kontra Europa: Zusätzliche Zölle heizen Handelsstreit an

31. Mai 2018 - 16:37 Uhr

Die Europäer hatten verhandelt, argumentiert, gehofft: Doch die US-Regierung macht ernst und erhebt zusätzliche Zölle auf Stahl- und Aluminium aus der EU. In wenigen Stunden treten sie in Kraft. Von Torsten Teichmann.

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Kommentare

Welch aberwitzige und

Welch aberwitzige und gefährliche Situation entsteht da im Welthandel. Und das alles, weil populistisches "... first"-Gebahren von Präsidenten u.a., die nicht willens und/oder nicht fähig sind, komplizierte Prozesse zu begreifen oder Statement und strategische Papiere zu lesen, die länger wie zwei Seiten sind, Politik im kooperativen Sinne zerstört. Beängstigend und grausam.

Der Schlange den Kopf abschlagen

Als Liberaler mit soliden Geschichtskenntnissen bin ich ein großer Feind des Protektionismus. Ein konstanter Teufelskreis der Beantwortung von Zöllen mit Zöllen hat letztendlich nur Verlierer - vor allem Verbraucher.

Es gilt das Konzept im Keim zu ersticken - und dazu braucht es extreme Mittel damit eben kein Teufelskreis entsteht. Europa, China, Kanada und Mexiko müssen einheitlich agieren. Es ist ein utopischer Gedanke, aber sollte es diesen Staaten gelingen sich auf ein vollständiges und augenblickliches Handelsembargo gegenüber den USA zu einiges so würde die Hölle in der US-Wirtschaft ausbrechen und Trump hätte keine andere Wahl als einzuknicken. Die kurzfristigen Verluste für die beteiligten Staaten wären deutlich merkbar - auf lange Sicht aber wesentlich geringer als die Auswirkungen eines Zollhandelskrieges wie wir ihn zur Zeiten des Protektionismus gesehen haben.

Aber so wird es nicht kommen und daher werden die Unternehmen die Kosten auf die Verbraucher abwälzen.

Bei der Panikmache ...

... freue ich mich schon auf: "Hurra, wir haben ein Handelsabkommen TTIP II mit den USA"

Das ist lächerlich. Wir wäre es mit Abgaben auf Softwarelizenzen zB von Microsoft, Apple, Oracle und Co. Ach nee, keine gute Idee, denn das müssen, in Ermangelung einer Alternative (in der Digitalkolonie Europa), wieder alle zahlen. Bringt also nix.

BTW.: Wieviele Steuermillionen wandern jedes Jahr zu Microsoft, ..?

Und wo ist jetzt das Problem?

Trump verhängt Zölle, die EU auch und dann warten wir mal ab. Je mehr die Zölle sich auch gegen amerikanische Arbeitsplätze und Firmen negativ auswirken, desto besser. Aktuell haben wir mit dem schwachen Euro, der wegen Italien weiter fallen wird, eine zusätzliche gute Antwort, die deutsche und europäische Exporte entlasten.

Aber man sollte trotzdem mit den USA reden, aber Ergebnisse natürlich erst nach den Kongresswahlen dort. Ist hoffentlich klar...

Merkwürdig ...

"T-Shirts, Jeanshosen, Tomaten oder Orangensaft - all diese Produkte könnten infolge des Handelsstreit zwischen den USA und der EU in Deutschland teurer werden. "

T-Shirts und Jeans kommen allergrößtenteils nicht aus den USA, sondern - wenn nicht aus Deutschland (Trigema) - aus Osteuropa oder Fernost. Tomaten kommen ausschließlich aus Holland, Spanien und Italien, Orangensaft fast nur aus Südamerika. Nichts davon ist von den US-Strafzöllen betroffen.
Und wer meint, unbedingt eine knatternde, Kurven-feindliche Harley fahren zu müssen... naja, die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Die Zeche

zahlen am Ende wie immer die Verbraucher und zum Teil die Arbeitnehmer. Wo fliessen eigentlich die hoeheren Zolleinnahmen hin? Mr. Trump und Mr. Ross sagen in den Schutz amerikanischer Unternehmen, im Klartext heisst das wohl in die Tasche der Unternehmen und dann letztlich in die Taschen der Aktionaere, denn die Steuererleichterungen fuer die grossen Corporates aus der Steuerreform muessen ja irgendwie finanziert werden. Ich denke mal, das steckt wirklich dahinter und nicht der Schutz der amerikanischen Stahlindustrie. Wie schon im Artikel bemerkt, wird das dort eher Arbeitsplaetze kosten aufgrund der hoeheren Materialpreise.

"Die Folgen werden wohl auch

"Die Folgen werden wohl auch deutsche Verbraucher durch höhere Preise zu spüren bekommen. "
Ich weiss gar nicht warum jetzt so eine Aufregung ist, das was Herr Mario 'whatever it takes' Drahgi mit seiner Bazooka nicht geschafft hat, hat nun Trump geschafft. Man sollte dem Mann dankbar sein das Drahgi nun doch vielleicht sein Inflationsziel erreicht.

America first?

Nachdem Trump auf dem politischen Parkett das Porzellan zerschlagen hat, kommt jetzt die Wirtschaft dran. Die gefährliche Kombination aus Dummheit, Beratiungsresistenz und Impulsivität wird allerdings auch die USA teuer zu stehn kommen. Dann ist hoffentlich Schluss mit diesem Experiment eines Wirtschaftspraktikanten im Weißen Haus.

ich bin auch recht sauer

da hat doch der Paladin unserer kanzlerin sein ganzes gewicht und können bei seiner usa reise eingebracht. schade, muss ich nun für meinen bourbon etwas mehr zahlen

Reaktion...

Warum dann nicht einfach auch 25% Einfuhrsteuer auf Apple Produkte, Apple hinterzieht in der EU doch schon jahrelang duch Tricks Milliarden Euro...

EU-Hilfe für teurere Produkte

Die EU könnte ja das Geld aus den Zöllen dafür einsetzen, dass die Verbraucher in der EU an anderer Stelle entlastet werden. Dann verpufft der Effekt von Trumps Zöllen stärker. Prinzipiell könnte man die Zolleinnahmen auch den Exporteuren zur Verfügung stellen, damit die ihren Stahl billiger verkaufen können. Aber das wäre auf Dauer natürlich problematisch und könnte als Dumping ausgelegt werden. Aber so könnte man die Zölle erst mal ins Leere laufen lassen.. würde Trump sicher aufregen.

Das Naturell der US-Amerikaner wird von uns nicht verstanden

Ebenso wie wir die Engländer nicht verstehen.
Die Strafen für die Deutsche Bank für den Handel mit den AssetBackedSecurities,
die Härte der Reaktion auf den Libor-Skandal, den Abgasskandal und jetzt wie heute Vermeldet die Reaktion der FDIC sind Ausdruck der dortigen Denke.
Man denke auch daran wie sie sich mit der Türkei wegen des Ölabstroms aus der Kurdenregion im Nordirak verständigt haben.
Die Amerikaner sind sich auch unverabredet einig, wie die Dinge zu laufen haben.

Zölle auf Tomaten aus Übersee??

Das ist doch mal eine gute Nachricht!

Da werden massenweise Tomaten (!) in riesigen Schiffen um die halbe Welt geschippert und hier macht man sich ins Hemd wegen ein paar Dieselautos.

Gut so, meine volle Unterstützung.

Herrn Trump die Augen öffnen

Nun wird es wohl Zeit, der Trump Administration zu zeigen, dass die USA von Europa genauso abhängig sind wie umgekehrt.

Ich würde einmal deutlich machen, wie viele Arbeitsplätze durch die Europäer in den USA geschaffen wurden und wieder verschwinden könnten, da wir diese dann in Europa dringender benötigen (z.B. Autoindustrie). Wir Obst und Gemüse selbst anbauen können. Auch hervorragender Whisky kommt aus Europa. Leckere Orangen gibt es auch bei uns.

Diese Produkte einfach mal von der Importliste streichen für eine Weile.

Zölle sollten auf jeden Fall auch auf Software erhoben werden. Das würde Herrn Trump richtig wehtun.

re veto

"T-Shirts und Jeans kommen allergrößtenteils nicht aus den USA, sondern - wenn nicht aus Deutschland (Trigema) - aus Osteuropa oder Fernost. Tomaten kommen ausschließlich aus Holland, Spanien und Italien, Orangensaft fast nur aus Südamerika. Nichts davon ist von den US-Strafzöllen betroffen."

Ich gehe bis zum Beweis des Gegenteils mal davon aus, dass man bei der EU im Bilde ist, welche Produkte mit welchem Wert aus den USA in die EU importiert werden.

Und Ihre abweichenden Überlegungen dazu folglich überflüssig.

US Produkte

Tomaten kommen nicht nur aus den Niederlanden, sondern auch aus Spanien und Portugal. Viele andere US Landwirtschaftsprodukte kommen auch aus Griechenland und Italien.
Die EU Rinder haben auch gutes Fleisch, Wein gibt es bei uns auch sehr viel.
Jetzt sollte die EU nicht unbedingt auf Zölle setzen. Keine gen-manipulierte Produkte, nur Bio-Lebensmittel, viele Anbaumethoden hinterfragen, und die US Landwirte können einpacken. Gleichzeitig ist es eine Gelegenheit für Südeuropa die Landwirtschaft an zu kurbeln.

@andererseits 17:55

Ja die Situation ist gefährlich, aber seien Sie eines sicher. Dieser Präsident mit seinem "America First" Gehabe wird damit richtig aufs Maul fallen und baden gehen. Diese Erpressungsschiene funktionierte vielleicht bei seinen Geschäftspartnern in den USA aber in der realen Politik begeht man mit so einer Haltung wirtschaftlichen Selbstmord

Was ist an Zöllen schlecht?

Was ist an Zöllen schlecht? So haben die Staaten eine Regulationsmöglichkeit und können für "Ausgleich" sorgen.

Ohne? Ohne würde sich der Kapitalismus schon längst abgeschafft haben!

18:30 von Karl Napf

für meinen bourbon etwas mehr zahlen
.
stellen sie auf irischen Whiskey um

@ 18:30 von FalkoBahia

Wirtschaftspraktikant im Weißen Haus - so habe ich am Anfang auch gedacht. Man muss sich als erstes einmal anschauen, aus was fuer Leuten die US-Regierung besteht. Das sind alles Milliardaere/Millionaere, die ihr Vermoegen zum grossen Teil irgendwo investiert haben. Wenn man sich alles, was die jetzige US-Regierung tut, unter diesem Hintergrund ruhig und unaufgeregt anschaut, dann wird einem klar, warum sie das tut. Erst kam die grosse Steuerreform mit Steuergeschenken fuer Reiche und "Corporate America". Keine Steuersenkung finanziert sich von selbst, da musste eine andere Moeglichkeit gefunden werden, also die hoeheren Einfuhrzoelle. Wem nutzt es? Den Reichen, also auch den Leuten die in der Regierung sitzen. Trump & Co sind keine Wirtschaftspraktikanten sondern die dreistesten Selbsbereicherer, die es jemals in der US-regierung gegeben hat.

Bourbon

Ich trinke Irish Whiskey eh' lieber. Wer braucht schon Heinz. Ich hatte sowieso bereits amerikanische Produkte vermieden. Passt scho...

Zusätzliche Zölle der USA heizen Handelsstreit an

Trump und seine Regierung werden es bestimmt schaffen, die Weltwirtschaft kaputt zu machen. Und ob die amerikanischen Arbeitnehmer etwas davon haben, bezweifle ich.
Die EU muss nun viel stärker reagieren, als sie bisher geplant hat. Die deutschen Verbraucher brauchen sehr wenig Harley-Davidson-Motorräder oder den Bourbon-Whiskey. Und wenn die Produkte in Deutschland weiterverarbeitet werden - wenn also Tomaten zu Ketchup, Kartoffeln zu Chips oder Apfelsinen zu Orangensaft verarbeitet werden, dann braucht man das auch höchstens einmal im Monat.
Wirksamer sind die großen amerikanischen Firmen, wie Amazon, Google, FB, die man stärker besteuern muss.

Karl Napf

Trinken Sie den Mist doch nicht mehr. Schottischer Whisky ist viel besser !!!

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