Ihre Meinung zu: EU-Plastikverbot: Ein Problem in eine Chance verwandeln

28. Mai 2018 - 13:54 Uhr

Keine Strohhalme, keine Teller und kein Besteck mehr aus Kunststoff - die EU-Pläne zum Plastikverbot sind ambitioniert. Doch die Umsetzung könnte sich schwierig gestalten. Von Holger Romann.

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Kommentare

EU

Guter Vorschlag, aber typisch EU.

In den meisten Fällen kann man leicht auf Einweg-Plastik verzichten. Strohhalme heißen so, weil das früher mal Stroh war. Dahin kann man leicht zurückkehren. Wattestäbchen können aus Holz oder gewachstem, gerolltem Papier sein ... Der Vorschlag ist sinnvoll und ohne Probleme umsetzbar.

Aber wie immer beschränkt sich die EU auf Kleinigkeiten, wo ein großer Wurf nötig wäre. Für wichtige Entscheidungen fehlt die Legitimation, die die EU nur mit einer Regierung im Rahmen eines übergeordneten Bundesstaates hätte, egal wie der heißen soll.

So wie es jetzt ist und nicht zu ändern scheint, hat die EU die Kompetenz der EWG, nicht mehr.

Es wäre schön zu wissen, von welchen "umweltfreundlichen"

Materialien hier die Sprache ist, aus dem Trinkhalme (Strohhalme findet man z.B. auf dem Feld) und Wattestäbchen bestehen werden. Und was bedeutet "umweltfreundlich" im Zusammenhang mit den nicht genannten Materialien? Umweltfreundlich, weil sie einfacher der verarbeitenden Industrie wieder zur Verfügung gestellt werden können oder auch weil deren Herstellung und Verarbeitung keine Schadstoffe entstehen lässt und besonders wenig Energieaufwand erforderlich ist?
Wenn aber diese Materialien auf Kosten der Nahrungsversorgung gehen - also z.B. Mais als Grundbaustein verwendet wird -, dann ist es nicht bis zum Ende gedacht.

Immerhin ein Anfang

Wenn es ohne Verbote nicht geht, muss es halt mit Verboten gehen. Leider gibt es viel zu viele Menschen, die ihren Verstand nicht benutzen möchten.

Und als Hinweis für all die, die sagen, dass der meiste Müll in den Meeren aus anderen Ländern stammt: Ja, das stimmt. Aber genau diesen Ländern muss man aufzeigen, dass es auch anders geht, denn wenn keiner damit anfängt, zeigen alle immer nur auf die anderen. Wie es in den Kommentaren hier mit Sicherheit wieder viele tun werden...

Völlig richtig - aber auch nicht

Herr Küstner, sie haben völlig Recht, das Verwenden von alternativen Produkten würde unsere Lebensqualität nicht sonderlich einschränken.

Bitte bedenken Sie aber, dass erst die Initiative der Grünen, uns den "Grünen Punkt" und damit die Zwangsabgabe auf Einwegverpackungen aufzudrücken, die Plastikproduktion richtig ins Rollen gebracht hat.
In anderen europäischen Ländern verpackt der Händler die Ware auf seine Kosten, kauft Einwickelpapier ( leider auch Plastiktüten), nimmt notfalls auch mal Zeitungspapier.

Wir in Deutschland haben nicht die Wahl: Unsere Lebensmittel bekommen wir überwiegend verpackt und müssen mit dem Geld für den Grünen Punkt die Produktion und Entsorgung mitbezahlen, auch wenn wir keine Doppel- und Dreifachverpackung wollen. Wir müssen zwangsweise mit dem grünen Punkt die Verpackungsindustrie unterhalten.

Die Förderung der Plastikverpackungen verdanken wir Herrn Trittin und seinen grünen Genossen.

Zu langsam, zu wenig

Ich begrüße sehr, dass die EU sich des Themas annimmt, dich vermisse ich noch ein wenig die Dringlichkeit und den Nachdruck. 2050 ist viel zu spät und die Ziele zu schwammig.

Das Vertrauen in Recycling ist zu groß, der Energieaufwand dafür wird nicht zum Thema.

EU müsste Wahrlich hohe Steuern auf Kunststoffe erheben, die Unternehmen sehr viel enger an die Kandare Schnallen (ja das wäre generell Mal schön wenn Politik wieder über Wirtschaft stünde und nicht anders herum), und dies verpflichtend EU weit einführen. Wer sich schon über diese Mini ideen jetzt beschweren will mit ich will aber einen kaffeeumrührer haben, ist herzlich zu mir eingeladen.

Mehr - statt Einweg

Wo es technische alternativen gibt muss es durchgesetzt werden das Mehr statt Ein -weg bevorzugt ist.
Das kann (oder sogar muss) heißen das z.B. Wasser von Aldi und Co. in Einweg PET Flaschen mit eine Art "Strafsteuer" versehen werden muss um Einweg Preislich unaktraktiv zu machen für die Verbraucher.
Zerdruckten PET Flaschen Containerweise nach China zu schippern kann nicht wirklich Umweltschonend sein , ich meine das diese Art Recycling auch neu bewertet werden sollte.

Werbung

Dass Plastiktüten nicht mehr umsonst bzw. teilweise gar nicht mehr zu bekommen sind, ist in Ordnung. Wenn aber fast gleichzeitig mit dieser kleinen Änderung die bis dahin lose Werbung im Briefkasten nun in Plastik eingeschweißt ist, wird sehr deutlich, dass man nicht nur den Verbraucher umerziehen muss. Aber die schlimmsten Verursacher des Plastikmülls - also nicht die viel gescholtenen Verbraucher - sind für unsere Politiker heilige Kühe. Und wenn das so bleibt, wird sich nicht allzu viel ändern.

Keine Strohhalme

Wenn wir als Kinder ausnahmsweise zum Sommerfest auch mal 'Sinalco' trinken durften, haben wir als Trinkhalme ungekochte Makkaroni-Nudeln bekommen.

So ein Quatsch

Fast der gesamte Plastikmüll in der EU wird recycelt. Für die Verschmutzung der Meere sind ganz überwiegend die Entwicklungsländer verantwortlich. Es wäre viel effizienter, dort in entsprechende Entsorgungssysteme zu investieren oder den Plastikmüll von dort in die EU zu importieren und hier ordnungsgemäß zu recyceln.

Wenn's der Umwelt hilft...

... und sich nur per Gesetz umsetzen lässt, dann muss man solche kleinen Einschränkungen eben in Kauf nehmen.

@15:21 von Chewpapa

"Aber wie immer beschränkt sich die EU auf Kleinigkeiten, wo ein großer Wurf nötig wäre."

Und weil der große Wurf ohne die Wirtschaft nicht gelingt, wird das nur ein Strohfeuer. Schade um die (Trink-)Halme.

Vollkommen falsche Perspektive

Plastik in Form von Wegwerfprodukten ist überhaupt kein Problem, das Problem ist nur die falsche Entsorgung in manchen Gegenden.
Ich sehe mich jetzt jedenfalls zu Hamsterkäufen genötigt, damit ich auch in Zukunft vernünftige Strohalme und Ohrstäbchen habe!
Die echten Probleme werden ignoriert, dass nämlich in Entwicklungsländern tonnenweise Plastik ins Meer geworfen wird... Gleichzeitig wird dann hierzulande unsinniger Aktionismus betrieben!

Rückkehr sinnvoller Produkte?

Früher habe ich immer Wattestäbchen mit Stiel aus gepresstem Papier genommen. Prinzipiell konnte man die in den Kompost werfen. Spitze aus Zellulose, Stiel wie gesagt aus Papier, schnell wieder im Kreislauf der Dinge, null Problemo. Dann wurde in meinem Supermarkt das Sortiment umgestellt, und weg waren diese nützlichen Dinger.
Plastik ist eine tolle Substanz; sie eignet sich ungemein gut für viele Alltagsgegenstände - und auch für solche, die es wiederum kurioserweise nicht mehr gibt. Wir haben einen Satz Gewürzschütten aus Klarplastik, die man an Schiebeleisten unter einem Regalbrett anbringen kann - aus den 60ern mit ihrer nahezu prophetischen Platzsparwut. Kein Ersatz zu bekommen, unsere sind vielfach repariert.

Tatsache ist - in der Kunststoffverwertung haben wir völlig den Sinn für Prioritäten verloren. Wenn diese neue Richtlinie dazu führt, dass Plastik wieder dort verwendet wird, wofür es sich wirklich eignet, anstatt wo es sich billig produzieren lässt, wäre viel gewonnen.

Manches wäre leicht umzusetzen

Ich hatte im Internet Druckerpapier und noch ein paar Kleinigkeiten bestellt. (Kann das Papier nicht tragen.)
Es kam ein übergroßes Paket mit einer Unmenge an Füllmaterial aus Plastik. Mein Keller ist bald voll mit diesem Müll, weil ich nichts wegwerfen kann.

Bei einer anderen Firma hatte ich Vogelfutter (für Wildvögel) bestellt. Das Füllmaterial bestand aus geschreddertem Karton, der - im Gegensatz zu Holzwolle - nur wenig Staub hinterließ. Dieses Material kann man in der Papiertonne entsorgen.

Ein schöner Gedanke ist seinen

Becher für den Kaffee to go selber mitzubringen. Das Problem ist nur das z. B. Mc Donald den Kaffe nicht in den mitgebrachten Becher füllt. Klar kann man umfüllen und dem Becher da lassen. Der wird dann entsorgt. Ersparnis gleich null. Mal davon abgesehen das Kaffetrinkende Fußgänger nur lächerlich aussehen. Die Zeiten wo Fisch in die Tageszeitung eingewickelt wurde ist auch längst vorbei und Geschichte. Wir bekommen unsere Erde schon noch zerstört.

Haben....

die Foristen sich eigentlich die Fotos auf TS angesehen? Wer wirft kaputte Wäschekörbe und Sonnencremeflaschen ins Meer oder läßt sie an Flüssen und Seen einfach liegen? Wer trägt seinen Einkauf aus dem Großmarkt in Plastiktüten aus dem Kofferraum in seine Wohnung? Die Antwort nennt den Verursacher! Und was soll die Meldung des Alfred-Wegener-Instituts? Ich hoffe, sie haben die untersuchten Strände auch gereinigt, oder waren sich die Akademiker dafür wieder zu gut?

Höchste Zeit

Ruanda hat ein weitgehendes Plastikverbot durchgesetzt. Deshalb sollten wir Europäer, die wir einen noch weitaus zu großen Anteil an der globalen Plastikvermüllung tragen, doch aufhören, uns in Schuldzuweisungen zu ergehen. Wir produzieren zu viel Plastikmüll, weil wir immer noch zu bequem sind, auf Alternativen zu setzen. Wir als Verbraucher können sehr wohl mitsteuern, wie verpackt wird. Deshalb: Umverpackungen beim Händler lassen, um zu signalisieren, dass man den Trash nicht möchte und dass er umstellen muss. Oft gibt es auch Terminals oder Meckerecken, an denen man wiederholt die Plastikpesto monieren kann.
Die Mittelmeeranrainer bitte nicht im Stich lassen! Wir als Touristen produzieren wiederum durch unser fehlgeleitetes Konsumverhalten viel des Plastikmülls, der dort an Stränden, am Straßenrand oder sonstwo das Urlaubsidyll stört.
Wenn alle dran ziehen und vielleicht die EU-Maßnahmen als nicht weitreichend genug betrachtet werden: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

wie denn ohne?

Ich versuche ohne Plastikmüll einzukaufen, leider ist das unglaublich schwierig! Die Industrie muss wirklich gezwungen werden, auf Plastik zu verzichten - sehr viele Produkte sind im Supermarkt nicht ohne Plastikverpackung zu bekommen: Hefe, Öl, Nudeln, Linsen, Bohnen, Backpulver, Reis, Seife, Haarshampo, Bio-Obst&Gemüse, Kekse, etc. Und leider gibt es viel zu wenige Läden, in denen solche Produkte lose angeboten werden! Wenn man dafür dann 30km extra fahren muss macht das auch keinen Sinn.
Also: hohe Steuern auf Plastikartikel, damit ökologisch verpackte Produkte schon aus Preisgründen bevorzugt werden!

Plastik ein wertvoller Rohstoff

Warum wird Plastik nicht getrennt gesammelt und mittels Pyrolyse zu Treibstoff umgewandelt? Da war die DDR schon weiter mit SERO und führte Plaste und Elaste wieder der Produktion zu.

Ein Hoch auf gute Nachbarschaft.

Wenn ich mir mein Mineralwasser selber kaufen müsste, würde ich allein wegen des Gewichts die Plastikflasche vorziehen. Gott sei Dank habe ich Nachbarn, die mir Getränkekisten und alles was sonst noch zu schwer sein könnte, besorgen.

Frage sarkastisch

Wie kann ein Strohhalm aus Plastik sein?

Unsinn!

Diese Idee zeigt wieder mal die Weltfremdheit der EU-Kommission!
Wir sind häufig an Stränden an der französischen Kanalküste. Achtet man dort mal auf angespültes Strandgut, dann ist das angespülte Plastik zu 90% (gewichtsbezogen) aus der Fischerei in Form von Netzresten, Fischkästen, und Kleinkram, der halt mal über Bord geht. Also, liebe EU: Fischerei verbieten! Wir haben dort noch nie Plastikteller und Besteck, Wattestäbchen oder Plastikhalme gesehen. Nur wäre ein Verbot der Fischerei, oder das Verbot von Netzen, Fangbehältnissen oder Schutzhandschuhen aus Kunststoff absolut nicht durchsetzbar.
Kunststoff ist so lange nicht umweltschädlich, wie er dort nicht hinkommt. Ganz im Gegenteil: Die Umweltbilanz von (gewachstem) Papier, Holzstäbchen, bei deren Herstellung 60% des eingesetzten Holzes Abfall werden, oder Metall- bzw. Glasverpackungen (bei Mehrweg: Transport und Spülen) ist im Vergleich grottenschlecht (CO2-Bilanz).
Plastikverbot ist Geschafftelhuberei!

Ich finde es gut...

..... wenn wir noch 10 Jahre darüber debattieren.
Dann ist alles kaputt, was soll´s.
Dabei wäre es so einfach.
Aber leider ist die Politik nur der verlängerte Arm der Wirtschaft. Umweltminister sind zahnlose und rückratlose Menschen.
Ist es eine Einschränkung der Lebensqualität wenn es keinen Kaffee to go mehr in Bechern gibt ?
Unsere Faulheit und Bequemlichkeit.....
Obst geschnitten in Plastik, Salat fertig in Plastik usw.
WIR HABEN ES DOCH IN DER HAND !!!!!!
Wir müssen umdenken und anders handeln. Der Verbraucher meckert immer nur, dabei sind wir es doch die das alles nutzen. ABER der Plastikmüll liegt ja nicht vor unserer Haustür, was schert es uns oder ?

...Strohhalme, Kaffeerührer, Ballonhalter und Teller...

brauche ich nicht zum Überleben. Einen Verzicht auf Kunststoffe in meinen Nahrungsmitteln aber schon!
Ich hätte gar kein Problem damit, wenn es eine Menge Produkte GAR NICHT mehr zu kaufen gäbe -solche, für die es ja durchaus schon immer Alternativen gab und solche, die niemand braucht... Ballonhalter z.B.! Man könnte dafür auch einfach das Kind nehmen, das den Ballon dann selbst hält.
Aber solange es wirtschaftlich reizvoller und zudem auch einfach erlaubt ist, Kunststoffe zu verwenden, wird sich daran doch sicherlich nichts ändern. Und solange Menschen vollkommen unreflektiert konsumieren, Hauptsache, man hat immer das neueste Smartphone in der Hand und das Auto kann alleine in die Garage fahren, ändert sich auch nichts!
Mich würde ein generelles Verbot vieler Produkte wirklich sogar freuen!
Aber dazu wird es schon nicht kommen, Kunststofflobby sei Dank!

Alles Erziehungssache

Ich beobachte sehr oft, dass beim Einkaufen die Einheimischen eher mit Baumwolltaschen und Körben bestückt sind, während die, die noch nicht so lange hier leben gerne Plastiktüten an der Kasse kaufen. Das ist kein Vorwurf, das macht schlicht die Konditionierung. Hier ist der Umweltschutz öfter Thema. In anderen Ländern eben nicht.

Richtig ärgert mich allerdings, dass man viele Dinge (gerade Bio-Obst und -Gemüse) in Folie angeboten bekommt. Das muss aufhören....

@16:40 von Zeit-los

„WIR HABEN ES DOCH IN DER HAND !!!!!!“
„Der Verbraucher meckert immer nur, dabei sind wir es doch die das alles nutzen.“
Ganz so einfach ist es nicht. Mit den Beispielen, die Sie hier nennen, haben Sie sicher Recht. Aber haben Sie auch Vorschläge, wie man als Verbraucher dem Mikro- und Nanoplastik in z.B. Kleidung und Kosmetika entkommt? Selbst bei Zahnpasta muss man inzwischen genau hinsehen. Zum Problem mit Plastik in jeder Form für die Umwelt gab es heute einen interessanten Beitrag in der Sendung „nano“ (3SAT).

Recycling

Warum ist es eigentlich nicht möglich, für alle Plaste (na sagen wir mal für die am häufigsten in der Umwelt landenden) ein simples Pfandsystem einzuführen? Zumindest in D geht das ja teilweise für bestimmte Flaschen. Teilweise ist natürlich schlimm genug, da haben sich entsprechende Lobbyisten mit aberwitzigen Ausreden bei geeigneten Politikern viele Ausnahmen genehmigen lassen. Aber hier gibt es so etwas zumindest im Prinzip. Schön wäre es, wenn dabei auch recykelt würde, aber Verbrennen ist immer noch besser als ab ins Meer.

PVC

Zumindest bei PVC ist die Sache nicht ganz do einfach: Natronlauge entsteht durch Natriumchloridelektrolyse. Dabei wird in großen Mengen Chlor freigesetzt das über Vinylchlorid in Polyvinylchlorid gebunden wird. Damit wird das höchst aggressive Chlor neutralisiert. Natronlauge ist aber für die Chemie ein wichtiger Einsatzstoff. Welchen Weg haben denn die PVC - Gegner alternativ zur Neutralisation von Chlor anzubieten? Ich wüßte keinen.

@15:59 von c4

"Plastik in Form von Wegwerfprodukten ist überhaupt kein Problem..."

Sie baden sicher nicht mehr im Plastikplanschbecken aber in einem Ozean der Unwissenheit.
Das tut wirklich weh!

16:19 von karlheinzfaltermeier

"Wer wirft kaputte Wäschekörbe und Sonnencremeflaschen ins Meer oder läßt sie an Flüssen und Seen einfach liegen? Wer trägt seinen Einkauf aus dem Großmarkt in Plastiktüten aus dem Kofferraum in seine Wohnung?"

Sehen Sie sich den Kommentar von dem User c4- an. Könnte eine Teilantwort auf Ihre Frage sein.

Immer auf den Grünen Punkt

Immer auf den Grünen Punkt achten und nur PET Flaschen mit Pfand verwenden, nur so ist man auf der sicheren / richtigen Seite.

Ein guter Anfang! & @ Fahnenflucht 09:42

Ich finde es richtig, dass gerade bei Partyzubehör mit der Müllvermeidung begonnen wird. Wenn man im Sommer durch einen Park geht oder am Strand entlang wandert, sind es oft die mitgebrachten Dinge, derer, die sich dort ausgeruht haben, die dann herum liegen. Über den Regen spült dieser Müll dann in die Flüsse und dort weiter ins Meer.

Strohhalme werden übrigens schon seit der Antike verwendet. Alternativen bestehen bspw. aus Papier und Wachs / Paraffin, Stroh, Bambus oder Polymilchsäure.

@ Fahnenflucht 09:42
Wie viele Strohhalme sind denn an die Küsten von Deutschland getrieben worden?
Das wird Ihnen wahrscheinlich keiner genau sagen können, aber an 100 m Strand finden Sie an Nord- und Ostsee etwa 700 Müllteile (Quelle: NABU). Da können Sie die Trinkhalme gern selbst zählen. Pro Jahr gelangen 20.000 t Müll in die Nordsee (Quelle: NABU). Da wird es Zeit, zu handeln!

Halbherzige Sache

Wie bei allen Themen will unsere Umweltministerin wieder niemandem auf dise Füße treten. Das Plastikproblem fängt in den Köpfen an, denn das Bewußtsein für die Umwelt fehlt. Durch das Einwegpfand und das Senken der Glasquote werden z.B. mehr Plastikflaschen produziert als je zuvor. In der Zahnpasta sind heute Plastikteile und keine Schlämmkreide mehr. Der richtige Ansatz wäre die Plastikvermeidung, nicht das Recycling. Am Ende haben wir alle das Mikroplastik im Essen. Na dann, guten Appetit!

Das Pferd wird von hinten aufgezäumt

Wie schon bei Glühbirne und Staubsaugern und Bleigießen zu Sylvester! Anstatt entsprechende Anreize für d. Industrie zu schaffen, auf ein Übermaß v. Einwegverpackungen zu verzichten o. bioabbaubare Kunststoffe einzusetzen oder zu entwickeln, wird stattdessen VERBOTEN - was zuallererst den Verbraucher trifft! Tatsächlich gibt es viele Länder, in denen viel weniger Kunststoffverpackung zum Einsatz kommt, die in Deutschland aber mit „Hygiene“ assoziiert wird. Jedenfalls setzt die EU beim Verbraucher an, statt bei d. Industrie. Es hat auch einen Grund, wieso d. Plastikmüll im Meer landet - und daran hat der Verbraucher am wenigsten Schuld! Ich bin immer wieder verblüfft, wie genau dieselben Leute, die unsere Gesellschaft immer als „liberale Demokratie“ anpreisen, d. Handlungs- u. Entscheidungsfreiheit des Individuums immer weiter durch Gesetze, Verbote u. Regeln einschränken wollen - und es „erfolgreich“ auch getan haben! Man muss sich ja heute schon entschuldigen, ohne Helm Rad zu fahren!

20:21 von Der MoJo

Ein guter Anfang! & @ Fahnenflucht 09:42

Ich finde es richtig, dass gerade bei Partyzubehör mit der Müllvermeidung begonnen wird. Wenn man im Sommer durch einen Park geht oder am Strand entlang wandert, sind .., derer, die sich dort ausgeruht haben, die dann herum liegen. Über den Regen spült dieser Müll dann in die Flüsse und dort weiter ins Meer.

Strohhalme werden übrigens schon seit der Antike verwendet. Alternativen bestehen bspw. aus Papier und Wachs / Paraffin, Stroh, Bambus oder Polymilchsäure.
@ Fahnenflucht 09:42
Wie viele Strohhalme sind denn an die Küsten von Deutschland getrieben worden?
Das wird Ihnen wahrscheinlich keiner genau sagen können, aber an 100 m Strand finden Sie an Nord- und Ostsee etwa 700 Müllteile (Quelle: NABU). Da können Sie die Trinkhalme gern selbst zählen. Pro Jahr gelangen 20.000 t Müll in die Nordsee (Quelle: NABU). Da wird es Zeit, zu handeln!
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Wie kommen die bayrischen Strohhalme ins Meer? ( Müllverbot in Parks + am Strand ganz einfach)

Mikroplastik ? Da traut sich die EU wohl nicht ran?

Ich vermute mal, das Problem sind garnicht die großen groben sichtbaren Plastikteile, sondern mikroskopisch kleine Plastikkügelchen, wie sie heutzutage in Kosmetika und Körperpflegeartikeln vorkommen. Diese werden von Plankton aufgenommen, und über Fische weiter in der Nahrungskette angereichert bis sie auch wieder in unserem Essen landen! Doch warum will die EU Kommission da nicht heran? Aus demselben Grund weshalb die EU ein zollfreier und transparenter Markt für Firmen ist, aber nicht für Verbraucher, siehe Preispolitik der Konzerne im Automobil- oder Pharmabereich. Das Verbot von Strohhalmen ist eine lächerliche Schaufensterpolitik genauso wie die PR Aktion von Real (Metro) und Rewe zur „Abschaffung“ von Plastiktüten. Diese sind wohl eher ein kleines Problem im Vergleich zu den allgegenwärtigen Kunststoffzusätzen.

Ein kleiner Anfang

ob es unter dem Strich viel bringt ist fraglich. Ich finde es auch schräg, dass mittlerweile sogar Salatgurken noch extra eingeschweißt werden oder ein Paket mit Gitarrensaiten und Instrumentenkabel zur Sicherung dick mit Kunststoff gepolstert wird. Andererseits frage ich mich, der ich keine Plastiktüten verwende und sonst penibel den Müll trenne und schon beim Kauf durch den grünen Punkt für die Entsorgung und Wiederverwertung zahle- wie kommt mein Verpackungsmüll in die Flüsse oder ins Meer? Ich glaube auch, dass nicht Europa das Hauptproblem ist- wer um das Mittelmeer unterwegs ist, sieht dort je weiter Plastikfetzen, je weiter er nach Süden geht. Oder Mittelamerika wäre auch ein krasses Beispiel

@ 21:44 von Möbius

Ohne Helm Rad Fahren ist insofern ärgerlich für andere, da Ihr Kopf ein Einwegprodukt ist, das nicht mit Ersatzteilen repariert werden kann. Diesen kann man bei starker Beschädigung entweder nur entsorgen, oder alle müssen für den Erhalt bezahlen.

Und gerne bringe ich immer das Beispiel: Lassen Sie sich einfach mal nach vorne überkippen, und ohne sich mit den Armen abzufangen lassen Sie sich mit dem Kopf auf einen Stein fallen. Die erreichte Geschwindigkeit beträgt dabei max. 5km/h.

Bei angenommenem Fahrergewicht von 70 kg und 15 km/h Geschwindigkeit beträgt die kinetische Energie etwa 608 Joule. Die Stahlkappe eines Sicherheitsschuhs muss 200 Joule aufnehmen können.

Nur soviel zu Ihrem Beitrag, obwohl das eigentlich nichts mit dem Thema Müllvermeidung zu tun hat.

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