Ihre Meinung zu: EU-Gipfel: Rettungsversuch für Iran-Atomabkommen

16. Mai 2018 - 18:55 Uhr

Die EU-Rettungsmission für das Atomabkommen mit dem Iran hat begonnen: Beim Gipfel in Sofia zeichnen sich konkrete Pläne ab. EU-Ratschef Tusk ließ seinem Ärger über Trump freien Lauf.

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Kommentare

Butter bei die Fische

Na endlich, geht doch!

Rettungsversuch

Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

Lese ich da richtig?

Es werden wieder mal die Unternehmen für "Verluste" entschädigt? Aber ist ja nur Steuergeld da kann man das machen.

Gesetz zur Abwehr US-amerikanischer Sanktionen?

Das klingt ja erstmal gut, aber der Inhalt kommt wieder von betriebsblinden rückgratlosen "Apparatschiks"! Verbote und Verschwendung von Steuergelder - eben typisch EU! Statt an den Symptomen rumzudoktern, sollte die Krankheit ausgemerzt werden und die ist die elende Sanktioniererei der USA, um souveräne Staaten zu erpressen und sich in deren innere Angelegenheiten einzumischen! Jetzt trifft es auch, wiederholt, jemanden der sich wehren kann und was tut die EU? Sie rennt mit eingezogenem Schwanz wimmernd davon und leckt ihre Wunden! Dabei ist das einzige Heilmittel das, den USA ihre eigene "Medizin" zu verabreichen und die USA selbst zu sanktionieren!

Der Rest der Welt

Muss erwachsen werden - der Zeitpunkt jetzt ist nicht der Schlechteste.

Was soll der Rest der Welt mit einem Vertragspartner, auf den man sich nicht verlassen kann?

Das jetzt wird teuer, keine Frage. Weiterhin vor einem unzuverlässigen Partner - der schlussendlich keiner ist - zu kuschen, wird noch wesentlich teurer.

Chapeau, Herr Tusk

Zitat:
"US-Präsident Donald Trump agiere mit "launenhaftem Selbstbewusstsein", schimpfte Tusk in Sofia. "Man könnte sogar denken, wer braucht noch Feinde, wenn er solche Freunde hat", sagte Tusk."
_____________________

Ist ja kaum zu glauben.

Als da hätte ich noch eine Frage

ganz nebenbei.

Wenn es NICHT klappt.

Was ist das für ein Bild, dass dann der Westen im Osten von sich selbst abliefert?

Wenn jetzt keine Nägel mit Köpfen gemacht werden - welche Ergebnisse hätte das schon mittelfristig?

Welche Achtung, welchen Respekt soll der Osten gegenüber einem Westen entwickeln und halten, der absolut unzuverlässig ist, nur vor den USA kuscht?

Keinen....und dafür, denke ich, würden wir alle schlussendlich einen hohen Preis zahlen. Einen zu hohen Preis.

Armes Amerika

Auch wenn wenn sie es nicht glauben mögen, auf Amerika kommen noch härtere Zeiten zu als auf Europa.
China, Russland und auch der Iran sind momentan zehnmal vertrauenswürdiger als die USA.

Die EU muss sich jetzt ranhalten

Also Herr Tusk, der Ratspräsident der EU hat völlig recht, wenn er im Bezug auf Trump davon spricht, dass "Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr"...

Absolut richtig! Die EU muss jetzt eigenständiger werden! Wir müssen und nicht erpressen lassen von den USA!

Dazu auch:

https://www.politico.eu/article/eu-summit-bulgaria-sofia-donald-tusk-sla...

21:08 von Lyn

Bin ihrer Meinung. Jetzt hat Europa noch alles in der Hand.

Na endlich, die EU wird wach, aber ist dies alles ?

Es ist erfreulich das die EU endlich mal Maßnahmen ergreift und nicht wie die Maus vor der Schlange sitzt. Aber bitte, dies war doch wohl nicht alles. Da gibt es wesentlich mehr Maßnahmen, auch solche die sehr effektiv sind und nicht unbedingt Geld kosten.

Härte zeigen aber

Es ist gut, daß die EU hier nicht einknickt,denn dann wäre es wohl tatsächlich um sie geschehen. Aber Firmen wie Siemens und Airbus können und werden zwangsläufig aus dem Deal in eigenem Interesse aussteigen müssen. Und dann werden weitere folgen. Und allein den finanziellen Schaden von diesen beiden Firmen den könnte Europa schon gar nicht ausgleichen, wie denn dann alle Firmen entschädigen. Man kann nur drohen und hoffen, daß der Gegener zuerst zwinkert. Aber bei Herr T. will ich da auf nix spekulieren.

Skandal?

Der eigentliche Skandal ist die vorsichtige Skandalisierung der Medien.

Wie Carl Friedrich von Weizsäcker schon sagte, haben die USA nach Ende des 2. WK den Weg in den Imperialismus beschritten.

Die europäischen Staaten und nicht nur diese werden so gesehen und behandelt wie das aus dieser Perspektive zu erwarten ist: als Kolonien.

Respekt

Respekt, Herr Tusk, für dieses Bekenntnis!

Auch wenn ich denke, dass es noch ein ordentlicher Weg bis zum Erreichen der selbst gesetzten Ziele ist, begrüße ich diese geplante Vorgehensweise sehr!

Handel mit dem Iran, der sich als vertragstreu erwiesen hat, und Schutz der europäischen Unternehmen, die ggf. durch eine Sanktionierung seitens der U.S.A. gefährdet sind.

Als nächsten Schritt wäre m. E. dann auch zu überlegen, ob im Falle einer Sanktionierun von EU-Unternehmen nicht im Gegenzug auch amerikanische Unternehmen, die ohnehin relativ steuerfrei bei uns unterwegs sind, zu sanktionieren bzw. zu besteuern wären. Wir müssen ja nicht einfach nur zuschauen, wenn die U.S.A. austeilen, sondern können durchaus angemessen auf deren Fehlentscheidungen reagieren.

Mir persönlich ist eine EU, die um ein paar Prozent weniger stark wächst, aber dafür noch ihre Würde behält, deutlich sympathischer.

MfG

LLeider notwendig

Wenn wir jetzt nicht zusammen stehen, und jetzt in den sauren Apfel beißen, wird es nicht lange dauern, dann werden wir erneut vom US-Präsidenten erpresst.

Und das ist Erpressung. Wer nicht den Handelssanktionen der USA folgt, der wird bei Geschäften mit selbiger benachteiligt.

Die Taktik ist simpel. Wenn man nicht besser ist als der Wettbewerb, dann muss man den Wettbewerbern soviel schaden zufügen, bis man besser ist.

Wir dürfen uns das nicht gefallen lassen. Wir dürfen unsere Werte nicht aufgeben, nur weil uns ein mit deutlichen Fragezeichen versehener Geschäftsmann zu Handlungen nötigen will, die letzten Endes uns selbst Schaden zufügen.

Zwei Punkte

erstens kosten Bürgschaften das Geld der Steuerzahler, werden wir für die Deutschen Firmen übernehmen müssen ohne gefragt zu werden.
Wessen Geld kostet das aber von Firmen die nicht in Deutschland sind ?.

Und als zweites muss mal deutlich gemacht werden das die EU ganz schnell einknickt wenn die USA Sanktion mit allen Zutaten startet.
Starke Worte sind zu hören, es wird am Ende in einer Funkstille enden.

Warum...

...werde ich eigentlich als Steuerzahler wieder in Regress für die verfehlte Firmenpolitik international agierender Unternehmen genommen? Die sollen gefälligst ihre eigene Suppe auslöffeln, wenn diese dem schnellen Geld hinterherhechelnd ihre Produktionsstätten derart leichtsinnig ins Ausland verlagern. Das kann doch nicht sein, dass bei jedem Verlust immer und sofort der Steuerzahler einspringen muss, mit dem Argument, man müsste die Arbeitsplätze retten. Hätten die Manager die Produktionsstätten nicht verlagert, dann müsste hier kaum jemand um seinen Arbeitsplatz bangen! Also bitte: Lasst doch die Manager für ihre Kurzsichtigkeit und allein dem Profit geschuldeten geistigen Tiefflieger endlich den Schlamassel selbst ausbaden. Vielleicht fangen die dann sogar wieder an, mit Augenmaß zu agieren, anstatt komplett der Gier anheimzufallen!

Übrigens: Macht die Werke in den USA einfach dicht! Sollen sich die USA doch mit den selbstverschuldeten Millionen Arbeitslosen rumplagen!

@Lyn

"Welche Achtung, welchen Respekt soll der Osten gegenüber einem Westen entwickeln und halten, der absolut unzuverlässig ist, nur vor den USA kuscht?

Keinen....und dafür, denke ich, würden wir alle schlussendlich einen hohen Preis zahlen. Einen zu hohen Preis."

Mit einem bisschen Glück haben das die Politiker jetzt auch kapiert.
Im Moment sieht es jedenfalls so aus.

@wenigfahrer

"werden wir für die Deutschen Firmen übernehmen müssen ohne gefragt zu werden.
Wessen Geld kostet das aber von Firmen die nicht in Deutschland sind ?"

Die EU würde für EU-Firmen zahlen, nach dem Motto "Einer für alle, alle für Einen". D.h., Deutschland wird auch für nichtdeutsche Firmen zahlen, dafür zahlen aber auch nichtdeutsche Staaten für deutsche Firmen.

Und zu Ihrem zweiten Punkt: Es besteht durchaus noch Grund zu der Hoffnung, dass sich die EU diesmal wirklich emanzipiert und wirklich nicht einknickt.

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