Ihre Meinung zu: EU-Gipfel: Der Balkan als Garant für Sicherheit?

16. Mai 2018 - 11:07 Uhr

In Brüssel spielt man mit dem Gedanken, die Staaten des westlichen Balkans in die EU aufzunehmen. Trotz Korruption und mafiöser Strukturen sehen Experten gute Gründe, die dafür sprechen. Von Malte Pieper.

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Kommentare

Beitritt ?

Wenn denn dem so sein sollte wie beschrieben bzgl. der Sinnhaftigkeit des Beitritts - aber bitte dann mit einem anderen EU - Vertrag.

Die Einstimmigkeit bei Abstimmungen wird unmöglich je mehr in der EU versammelt werden.
Es kann ja nicht sein, dass - wie beschrieben - 3,5% der EU Bevölkerung den dann verbleibenden 96,5% "Fesseln" anlegt und aus nationalen Sichtweisen / Positionen heraus eine Blockade für sinnvolle übergeordnete Pläne / Änderungen darstellt.
Also Erweiterung ja - aber die "Rechte" sind klar zu formulieren und ggfls. zu reduzieren bis die geforderten Strukturänderungen etc. definitiv durchgeführt und bitte auch gegriffen haben.

Sind denn jetzt

alle verrückt geworden ?.
Die EU ist jetzt schon zu große und es muss mal gut sein.
Was allerdings stimmt " Darum, Frieden mitten in Europa zu erhalten. "Nicht in Kandahar oder in Mali wird die Sicherheit der EU tatsächlich garantiert, sondern dort, wo es den größten bewaffneten Konflikt nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa gegeben hat", sagt Reljic. "Damals starben schließlich mehr als 150.000 Menschen!"

Bei dem Konflikt muss man sich aber ansehen warum und wie er entstanden ist und wer Ihn befeuert hat.
Und Europa ist nicht bedroht und ein Beitritt dieser Länder würde Deutschland zerreißen, denn was als ersten passieren würde ist jedem Klar.

Das wir den Frieden in Europa aber nicht 10 000 Kilometer entfernt irgendwo auf der Welt erhalten, ist bei der Sache der einzige richtige Satz.

Die EU muss eher schlanker werden und nicht das Gegenteil, und vor allen Dingen muss sie mal Ihre Grenzen schützen.
Sonst wird es ein Desaster die nächsten Jahre.

welche experten sollen das sein?

leute vom schlage oettinger oder koch-merin?

Dem Namen nach zu urteilen,

spricht Herr Dusan Reljic pro domo. Die EU kann aber keine zusätzlichen Regionen befrieden, solange sie in sich selbst nicht gefestigt ist sondern eher Verfallserscheinungen zeigt. Sie hat gerade das Griechenland-Abenteuer hinter sich, ein Land, das sich mit falschen Zahlen in die EU gemogelt hat.
Bulgarien und Rumänien sind auch weit von Stabilität entfernt, was man an der massenhaften Auswanderung nach West-Europa sieht. Polen und Ungarn sind so weit gefestigt, dass sie meinen, sie könnten mal eben aus der demokratischen Verfassung der EU aussteigen.

Dann wird sich die EU also bald...

...mit Russland, China und Herrn Erdogan um den Balkan balgen?
Dass es weder finanzielle noch politische Probleme geben wird, glaubt Herr Reljic doch selber nicht. Und hinzu kommen die ja jetzt bereits hier spürbaren sozialen Konflikte, die sich durch Ghettobildung und Clanstrukturen deutlich verschärfen werden.
Die EU ist kein Läuterbottich, das hat die Vergangenheit hinreichend gezeigt.
Na ja, man darf auf den Aufschrei nicht nur von rechts gespannt sein.

Noch mehr "Handaufhälter"

Nach dem nun ein wichtiger Geber die EU verlässt scheint es nicht ganz logisch die EU um noch mehr Nehmer zu erweitern.

'Experte', da muss es stimmen

"Ohne Aufbruch weiter Abwanderung in den Westen... "...Das hat zu einem schnelleren Wirtschaftswachstum geführt, das hat auch die Auswanderung verlangsamt und das stabilisiert diese Länder letztlich", sagt Reljic."

EU Beitritt Rumänien 2007.
Höchste Bevölkerungs Abnahme 2002 1,8%, 2008 1,6%.
2010 bis 2016: 0,59-0,49-0,44-0,37-0,37-0,47-0,59

Weder hat sich die Abnahme verlangsamt noch sonst geändert. 1993 bis 2003 war die Abnahme unter 0,3%.

Als öffentlich rechtlicher Journalist prüft man natürlich die Aussagen seiner 'Experten' nicht. Das sichert die schlechte Qualität und rechtfertigt allemal die Gebühren, die heute auch Thema sind.

Peppo Grillo hat auch schon angeklopft

er will 250 Mrd € schuldenreduzierung haben von der EU

EU-Gipfel:Der Balkan als Garant der Sicherheit ??

Die Frage müßte umgekehrt lauten:Ist die EU der Garant für Sicherheit dort ? Viele EU-Länder beteiligten sich 1999 am Jugoslawien-Krieg.Die Ausdehnung von EU/NATO dorthin hat in keiner Weise Wohlstand geschaffen.Viele Menschen von dort gehen als Billigkräfte nach Westeuropa,in größerem Maße als früher aus Jugoslawien.

Hört mir auf mit Frieden

Wenn sich alle aus der Sache rausgehalten hätten, dann hätte es diesen Krieg in diesem Ausmass doch gar nicht erst gegeben!

Das hat ja schon mafiösen Charakter.

Sieh mal, dein Haus hat gebrannt. Also wenn du bei uns Mitglied wird, dann wird es nie wieder brennen.

Was soll denn immer dieses Gerede von "EU sichert Frieden"?
Das ist ne Wirtschaftsunion.

Und wieso glaubt irgendwer dass es nur "Ehe oder Krieg" gibt?

Vor allem sollte man sich mal klar machen, wie das ausgerechnet aus deutschem Munde ankommt: Nationalstaaten versuchen mit Gewalt ihre Interessen durchzusetzen - deshalb sichert die EU Frieden.
Deutschland als Führungsmacht Europas sagt das. Deutschland, als das Land, das jetzt 2 Mal seine Interessen mit Gewalt durchsetzen wollte.

Und diese Länder, die braucht man nur um:
weitere Lieferanten für billigste Arbeitskräfte zu haben und Serbien unter Druck zu setzen.

Sehr edelmütig - diese EU. Mir ist schlecht!

Das gibt es ja wohl nicht.

Was für Experten sind denn das? Die gleichen die Bulgarien, Rumänien und Co. in die EU gewollt haben? Es tut mir Leid aber das geht gar nicht. Erst mal muss die EU ihre eigenen Probleme Lösen und wieder auf sicheren Beinen stehen bevor überhaupt ein neues Land beitreten kann. Und diese Länder müssen erst mal zu echten demokratischen und rechtsstaatlichen Ländern werden bevor man überhaupt darüber nachdenken kann. Eins ist klar sollten diese Länder in naher Zukunft in die EU Aufgenommen werden. Hat es die EU doch geschafft mich von einem grossen Anhänger der EU, zu einem Gegner zu machen.

@Karl Napf

Der Mann heisst Beppe - nicht Peppo.
Steht sogar richtig geschrieben in dem Hetz-Artikel der Bild, auf dem Ihre Aussage wohl basiert.

Beppe Grillo klopft nirgendwo an. Wenn einer klopft, dann ist das Luigi Di Maio, der Vorsitzende vom M5S.

Kann man schon daran erkennen, dass er immer im Bild ist (nicht in der Bild -aber das kommt noch), wenn es um die Koalition in Italien geht.

Und was nun die 250 Milliarden betrifft:
Da Deutschland ja jetzt mit dem Reigen beginnt, nach Italien abzuschieben (nix ist mit Solidarität und so - Hauptsache Problem weg - Solidarität fordert man nur für sich und Dublin gilt dann, wenn es nutzt), steht Italien noch viel mehr ins Haus. Der Sommer fängt an!

Italien trägt seit Jahren! (nicht erst seit 2015) die Hauptlast der ganzen Tragödie um die Flüchtlinge.

Seerettung, überfüllte Friedhöfe, nicht genug Aufnahmezentren, Verwaltung. Und jetzt kommen noch mehr und dann kriegt man noch die "Ungewollten" zurück.

Da ist die Forderung berechtigt!

Weitere EU-Gegner in die EU?

Was skeptisch machen sollte: Es sind auffällig viele EU-Skeptiker aus Ländern wie Ungarn und Polen für eine schnelle Aufnahme von weiteren Balkanländern. Was erhoffen sich diejenigen, die der EU weniger Macht wünschen, dann wohl von der Erweiterung? Eine geschwächte EU. Denn auch wenn die Länder finanziell nicht so ins Gewicht fallen sollten, so bekommt doch jedes Land eine Stimme und zentralen EU-Gremien, womit diese noch weniger entscheidungsfähig werden.

Balkanstaaten als Sicherheitsgaranten

Wer für die Aufstockung weiterer Balkanstaaten in die EU plädiert, der hat nicht begriffen, warum immer mehr EU-Bürger sich empört von dem eigentlich positiven Europagedanken entfernen. Die ins Feld geführten Gedanken, die für eine Aufnahme dieser Länder sprechen, sind ja nicht grundsätzlich falsch. Nur würden damit Tore geöffnet, die für die Bürger der westeuropäischen Länder unerträglich wären.
Es genügt nicht, dauernd die Notwendigkeit von politischer und ökonomischer Sicherheit dieser Staaten mit EU-Hilfen zu garantieren. Es läuft immer wieder darauf hinaus, dass die Bürger diese "Integrationslasten" zu tragen haben, durch erhöhte Kosten, Zuwanderung und Kriminalität. Schon jetzt ist die Belastung genau dieser Fakten unerträglich hoch, ohne dass die Politik gewillt ist, dieser Situation die gebotene Aufmerksamkeit zu widmen oder gar Lösungen zu versuchen. Politik kann nicht nur ständig fordern, sondern muss versuchen, die Bürger auf ihrem Weg mitzunehmen.

@Christian1966 - 15:53

Sie fragen:
"Was für Experten sind das?"

Der Artikel stellt Dusan Reljic als Politikwissenschaftler vor, der das Büro der "Stiftung Wissenschaft und Politik" in Brüssel leitet.

Wikipedia (s. dort) beschreibt diese Stiftung u.a. wie folgt:
"Das Institut gehört zu den einflussreichsten deutschen Forschungseinrichtungen für außen- und sicherheitspolitische Fragen und ist die größte Einrichtung seiner Art in Europa."

Wenn man sich die Aufgaben und den Einfluss der Stiftung betrachtet wird schnell klar, dass es weniger um Abwanderung und Wirtschaftswachstum der Balkanländer gehen dürfte sondern um geopolitische Absichten im NATO-Kontext.

Was diese Beitritte sozial-, wirtschafts- und gesellschaftspolitisch für die EU bedeuten, dürfte daher nicht unbedingt im Metier dieser Experten liegen.
Und wie schwach Brüssel im Bereich europäische Sozial- und Gesellschaftspolitik aufgestellt ist, dafür gibt es schon seit längerem ein deutliches Feedback - aber eben keine Experten.

Ich stelle nur die Frage:

Was sind gekaufte Freunde wert?

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