Ihre Meinung zu: Hisbollah-Lager gewinnt Parlamentswahl im Libanon

8. Mai 2018 - 5:43 Uhr

Bei der Parlamentswahl im Libanon ist die schiitische Hisbollah klar stärkste Kraft geworden. Ministerpräsident Hariri musste deutliche Verluste einstecken - bleibt jedoch voraussichtlich Regierungschef.

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Kommentare

Gab es keine innenpolitischen Themen bei dieser Wahl?

Wie das Ausland den Ausgang der Wahlen einschätzen und möglicherweise behandeln wird, ist sicher nicht unwichtig, aber welche Bedeutung hat dies für die weitere Entwicklung der Verhältnisse im Land selbst, gibts dort keine Sozial- und Wirtschaftspolitik, die debattiert wird?

Und gibt es überhaupt keinen Willen zumindest auf europäischer Seite, das Verhältnis gegenüber der Hisbollah aufgrund ihres Einsatzes im Kampf gegen den IS zu überdenken, von dem letztlich auch Europa profitiert, zumal die Hisbollah offenbar auch ein Stabilisierungsfaktor im einst vom Bürgerkrieg gekennzeichneten Libanon ist?

Nun ist es auch im Libanon

Nun ist es auch im Libanon deutlich geworden: die Menschen hier brauchen und suchen Sicherheit und Stabilität. Dem Westen vertrauen sie nicht. Warum auch? Palestina, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, der s.g. Arabische Frühling, der Militärputsch in der Ukraine - einige Beispiele westlicher Einmischungspolitik. Ergebnisse: Bürgerkriege, dauerhafte Destabilisierung, Entwicklungsrückgang. Libanon, ehemals friedlich lebendes Land vieler Religionen, wurde in den Nahostkonflikt hineingezogen, im sehr langen Bürgerkrieg wurden "Brüder" zu erbitterten Feinden. Jahrzehntelanger Terror erschütterte immer wieder das kleine Land, das seitdem weder Stabilität noch Entwicklung erfahren hat. Nun heisst Hisbollah jetzt die Hoffnung.

06:57 von rebatem

Die Hisbollah-Miliz 2012 ist eine Terrororganisation, die in Bulgarien eine Bombe in einem Bus mit Touristen gezündet hat. In Syrien steht deren Vorgehen dahinter nicht zurück ...

@rebatem: Verhältnis zur Hisbollah überdenken?!

Die Hisbollah ist ein Ziehkind des Iran, von dort finanziell und waffentechnisch aufgerüstet. Ihr Kampf gegen den IS ist kein Gefallen an Europa im Namen der Humanität sondern dient vor allem dem Zweck, den schiitischen Einfluss des Irans in Syrien zu vergrößern. Beide sind eine Bedrohung Israels, speziell wenn moderne iranische Waffen an die Hisbollah geliefert werden.

Wir sollten uns hüten, jeden Feind eines anderen Feindes als unseren Freund zu betrachten. In der syrischen Gemengelage gibt es KEINE Parteien, die wir guten Gewissens als Vertreter unserer Interessen betrachten können!

Im Libanon ist die Hisbollah nur insofern ein Stabilisierungsfaktor, als dass sie Krieg führen würde, wenn sie nicht bereits an der Macht wäre. Kein Grund also, sie als etwas anderes als als Terrororganisation zu betrachten.

Libanon

Dort beherrschen ganz andere Themen die Wahl, nämlich wie machtvoll setzt sich die gewählte Partei für meine Gruppe ein und in Hinsicht auf Koalitionen, mit wem kann ich meine Interessen als Volksgruppe durchsetzen. Nicht von ungefähr ist nicht etwa eine sunnitische Partei an der Seite von Hisbollah, sondern eine christliche. Honoriert wird der Kampf gegen das Einsickern der sunnitisch islamistischen "Rebellen" durch namentlich Hisbollah Kämpfer, die libanesische Armee ist weniger durchsetzungskräftig. Dazu zählen übrigens auch die immer wieder versuchten Machtübernahmen in den palästinensischen Flüchtlingscamp durch islamistische Freischärler(allerdings ist hier die libanesische Armee plus PLO Kämpferfraktionen an der Front).

@rebatem

Kommt mir irgendwie bekannt vor. Nur weil welche da gegen die IS kämpfen, müssen diese Gruppierungen auch nicht gut sein, denke man an die Al Nusra oder die PKK bzw. deren Ableger. Die IS hat also auch viele Vorteile für einige anscheinend:
- Den Islam grauenvoll darstellen.
- Die Nachfrage nach Waffen steigt.
- Man erschafft Gründe in fremde Regionen eingreifen zu können.
- Terror Organisationen wie die PKK mit Ihren Ablegern können als Retter dargestellt werden.
- Länder werden in Ihrer Entwicklung gehemmt mit Terror Organisationen.

Der Libanon ist trotz dessen kein Einparteiensystem

Die sogenannte Hisbollah ist nicht an der Macht.
Weder das christliche Staatsoberhaupt noch der sunnitische Ministerpräsident (übrigens ein politischer Gegner jener Partei) können von ihr gestellt werden.

Dass die sogenannte Hisbollah aber eine gewisse Macht im Libanon besitzt, das ist klar.

hisbollah als stabilitaets faktor...

nichts wuerde libanon staerker stabilisieren als ein friedensvertrag mit israel. das wird aber nicht passieren, da hisbollah eben nichts anderes als ein arm des irans ist, der die zerstoerung israels sucht.

und so steht der naechste krieg schon vor der tuer.

das interessante ist, dass die libanesen selbst die ganzen kriegsszenarios bestens kennen und trotzdem immer wieder zu ihnen zurueckkehren.

in den 70er jahren erlaubte die muslimische bevoelkerung stationierung der PLO in libanon, welche dann zu dem buergerkrieg fuehrte. spaeter fing PLO auch an israel anzugreifen, was zu einmischung israels fuehrte.

hisbollah hat es geschafft israel zu einem abzug 2000 zu zwingen. anstatt aufzubauen, liess hisbollah sich berauschen, was zu einem blutigem krieg 2006 fuehrte.

jetzt sitzt hisbollah im parlament, was dazu fuehren wird, dass israel beim naechsten krieg ganz libanon und nicht nur hisbollah anvisieren wird. die folgen werden katastrophal sein.

Tatsächlich

hat die Hisbollah vor dem Eingreifen in Syrien selbständig - da die reguläre Armee anfangs nicht durfte - unzählige IS Stellungen innerhalb (!) des Libanons ausgehoben, dann die Grenze von IS Schergen befreit und ist letztlich dann in den Krieg in Syrien mit eingestiegen.
Man kann sich vorstellen, was der IS sonst im Libanon noch veranstaltet hätte.

@ um 07:52 von MyNung

"... Wir sollten uns hüten, jeden Feind eines anderen Feindes als unseren Freund zu betrachten. In der syrischen Gemengelage gibt es KEINE Parteien, die wir guten Gewissens als Vertreter unserer Interessen betrachten können! ..."

Widersprechen Sie sich da nicht selbst? Soweit ich selbst aus unseren Medien weiß, intervenieren in Syrien USA, Israel und viele andere NATO Staten. Sind es nicht "unsere" Vertreter "unserer" Interessen? Aber es ist selbstverständlich leicht und billig in einem Gemenge, in dem nur Schlechtes und Böses passiert, stets nur die anderen zu erwähnen.

Das Chaos in Syrien ist nicht hausgemacht, sondern ist ein Produkt der Intervention der NATO Staaten und dem berüchtigten Augenzudrücken bei der sunnitischen Allianz. Wie krank sind "unsere" Interessen, wenn jeder weiß, wer in Syrien die Halsabschneider finanziert, wer diese mit Waffenlieferungen aus der Luft versorgt und wer mit nicht verifizierten Gründen Luftangriffe durchführt.

@ 07:40 von Phonomatic - Hisbollaheinstufung

Sie nehmen nicht zu den Leistungen und der Rolle der Hisbollah am zivilen Leben im Libanon und im Kampf gegen den IS in Syrien Stellung.

Mir sind zudem keine Ergebnisse bekannt, mit denen der Nachweis erbracht wurde, es wäre die Hisbollah, bzw. ihr militärischer Arm, für das Attentat in Burgas im Jahr 2012 verantwortlich gewesen – solchen Behauptungen wurde von vielen Seiten widersprochen, man sprach im bulgarischen Parlament von Druck aus den USA und Israels auf die bulgarische Regierung.

Kenner sprachen auch davon, die Einstufung sei erfolgt, um es für Israel erträglicher zu machen, dass die EU damals gleichzeitig Fördergelder gestrichen hatte, die bis dahin auch Siedlerprojekten zugute gekommen waren.

Darüber hinaus muss man anerkennen, wie es im Libanon trotz, bzw. mit der Last von Millionen Flüchtlingen friedlich geblieben ist, was mir ohne den Einfluss der Hisbollah in diesem Land kaum als möglich werdend erschienen ist.

Wahlen im Libanon

Ein Erfolg für Libanon nach 2009 konnten wieder Wahlen stattfinden.
Wenn das libanesische Volk die Hisbollah wählt, so ist es dem nichts entgegenzusetzen. Sie sind Teil der Regierung und spielen in vielen Bereichen eine wichtige Rolle. Die Wahlen an sich strategisch in Bezug zum Iran oder zu Saudi Arabien zu setzen macht keinen Sinn. Der Iran machte öfters klar, dass sie sich nicht in die inneren Angelegenheiten Libanons einmischen. Innerpolitisch agiert die Hisbollah unabhängig.
Das Verhältnis mit der Hisbollah zu überdenken ist sicherlich richtig, da er zum Fortschritt des Landes beigetragen hat.
Glückwunsch an alle Libanesen zu diesem demokratischen Erfolg.

Demokratie

Manche scheinen immer noch nicht zu verstehen, wie Demokratie funktioniert. Es waren freie und geheime Wahlen, die den Willen der Menschen in dieser Region widerspiegeln. Dass diese Menschen Israel und Teile des Westens nicht als Friedensbringer ansehen, ist wohl verständlich.
Jetzt sollen wir hier die Wahl anzweifeln, weil es "Feinde" Israels sind? Es scheint so als wird gerade jeder als böse angesehen, der Israel nicht mag. Meine Priorität jedenfalls liegt auf "demokratisch und und friedlich" nicht auf "israelisch".

Ein bisschen mehr Sachlichkeit bitte

Es wäre vielleicht gut genauere Zahlen zu veröffentlichen. Hier wird der Eindruck vermittelt , als ob die Hisbollah die Mehrheit im Parlament hätte. Dies ist aber keineswegs so. Vielmehr geht es hier um eine Koalition , die sich aus mehreren schiitischen Parteien aber auch der FPM , einer christlichen Partei , der auch der derzeitige Präsident des Libanon angehört.

Es ist ja nicht so , also alle Libanesen dumm wären und eine Terrororganisation wählen, sondern hier ist es eine politische Partei, die aus der Sicht von vielen Menschen verhindert, dass die südlichen Nachbarn mal wieder zu "Besuch " kommen.

Zu: "MyNung um 07:52 Uhr"

Sie bringen es auf den Punkt. Bravo.

Was dem Westen nicht paßt, ist Terrororganisation?

Warum haben die Schiiten kein Recht, sich politisch vertreten zu lassen? Ist es nicht natürlich, daß der Iran ihnen näher steht?
Das erstaunliche Regierungssystem im Libanon, daß an der Spitze 3(!) Religionen vertreten sein müssen, ist doch für den Orient vorbildlich.
Und vom Bürgerkrieg zerrissen ist der Libanon schon gar nicht mehr. Vielleicht dank Hisbollah und dank der Erkenntnis, daß Zwiste vor allem von Außen (=Westen + Israel) geschürt werden?
Mehr Unterstützung für diesen Libanon würde gut tun.
Die Hisbollah-Wähler quasi als militärische Terroristen abzutun ist typisch realitätsfernes Zielwunsch-Denken. Abwertend und feindlich!

Nein. Ich bin auch kein Freund der Einmischung von NATO-Staaten in den Syrien-Konflikt - zumindest solange es keine vernünftige Gesamtstrategie gibt. Hier einige Angriffe, dort Waffenlieferungen, woanders Ausbilder - damit helfen wir weder den Menschen in Syrien noch bringt es unsere eigenen Interessen voran. Es dient vor allem den Interessen der vielen Parteien, die dort ihre eigenen Ziele verfolgen. Jede Waffe etwa, die dorthin geliefert wird, kann morgen schon gegen unsere Interessen eingesetzt werden.

Erstaunlich finde ich dagegen, dass der Libanon es bis heute geschafft hat, nicht auf breiter Front in diesen Krieg gezogen zu werden. Und das, obwohl das kleine Land eine überproportional hohe Zahl an Flüchtlingen schultern muss. Respekt vor denen, die das fertig bringen!

Natürlich haben sie das Recht, sich politisch vertreten zu lassen. "Wir" (d.h. D / EU) sollten mit der libanesischen Regierung natürlich zusammenarbeiten, und auch mit Hisbollah-Vertretern reden. Aber es muss auch klar sein: Milizen, die ihre Macht mit Maschinengewehren und immer moderneren Raketen demonstrieren, sind keine politische Vertretung in unserem Sinne.

Um einen solchen Spagat hinzubekommen hat D hoffentlich fähige Diplomaten.

Der Libanon hat viele Probleme

Das Wahlergebnis sieht für uns Europäer erstmal schlimm aus, jedoch weiß ich zum Beispiel nicht mit welchen Wahlversprechen die Parteien angetreten sind. Somit muss man die Lage beobachten. Zu den äußeren Problemen:
- UNO überwacht mit diversen Blauhelm Missionen die Küste und die südliche Grenze um Waffenschmuggel zu unterbinden
- libanesische Armee und israelische Armee haben erst einmal Krieg gegeneinander geführt, sonst waren es immer Hisbollah oder andere Organisationen
- durch den Syrienkrieg hat sich die Innere Lage verschlechtert
Die Verfassung ist wirklich für Nahost verhältnisse fortschrittlich.

Schlappe für den Westen!

Wenn man in diesem Fall vom Westen spricht dann doch wohl vor allem von den Mächten, USA, Grossbritanien und Frankreich.
Vor allem aber Frankreich und das sunnitische Saudi Arabien hatten wohl auf Hariri gesetzt.
Doch nun? Das Wahlrecht gibt Hariri das Recht als Sunnit an der Spitze des Landes zu stehen, doch die Machtverhältnisse haben sich geändert und dies nicht im Sinne der Sunniten, vor allem sunnitischer Machthaber und auch nicht im Sinne des westlichen Dreiergespanns.
Hariris sogenannte Zukunftsbewegung verliert also ein Drittel.
Mag dies an den falschen Zukunftsperspektiven liegen derer sich viele Libanesen ob Sunniten oder Schiiten bewusst sind.
Es ist womöglich nicht nur ein schiitischer, politischer und moralischer Sieg, sondern einer vieler Libanesen und einem Land welche sich wie viele aus den Fängen westlich-saudischer Einflussnahme zu befreien sucht.
Die Hoffnung einiger Westmächt schwindet dahin und der Widerstand gegen Israel bleibt und die Gefahr zur Eskalation auch.

um 08:26 von Golem_: " jetzt

um 08:26 von Golem_:
"
jetzt sitzt hisbollah im parlament, was dazu fuehren wird, dass israel beim naechsten krieg ganz libanon und nicht nur hisbollah anvisieren wird.
"

->
das war die auch schon vorher.
Allerdings sieht man hier die Wiedergabe von Naftali Bennett: "Libanon = Hisbollah" - ...also voll israelische Regerungs-Linie...

Auffällig dabei:
Erst gebracht,nachdem der isr. Bildungsminister dies von sich gab (bedarf es hierfür erst die Zitierung der Aussage von Naftali Bennett samt Zeitstempel ? )

..."Bildungsauftrag" erhalten oder selbst einen davon abgeleitet ?

Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht

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um 08:26 von Golem_: " nichts

um 08:26 von Golem_:
"
nichts wuerde libanon staerker stabilisieren als ein friedensvertrag mit israel.
"
->
Nichts wäre dabei hilfreicher,als das
Israel mal den Libanon als Staat mit eigenen Rechten akzeptieren würde.
Dazu gehört:

-Räumung libanesischen Territoriums
-Rücknahme der einseitig & zu Gunsten Israels erfolgten Seegrenzenverschiebung durch Israel
-Achtung des libanesischen Luftraumes & den nicht als Operationsgebiet für eigene Kampfjets nutzen

@derkleineBuerger

das libanesische territorium ist seit 2000 geraeumt, was durch un beobachter bestaetigt wurde.

es gibt keine durch un vorgeschriebene seegrenze, da muss man sich einigen. 2011 haben beide laender ihre plaene der un vorgelegt. israel und libanon muessen da zusammenarbeiten - etwas, was mit hisbollah unmoeglich ist.

israel hat keine interessen in libanon. israel hat keine interessen in iran oder in jedem anderen arabischem land. jedes land das israel die hand zum frieden ausgestreckt hat, hat heute frieden mit israel.

Guter und schlechter Terror?

07:40 von Phonomatic
Scheinbar gibt es diese Unterscheidung bei Ihnen.
Wie wärs denn mal mit einem Kommentar zu der Tatsache, daß Israel bei seinen Raketenangriffen auf Syrien immer den Libanesischen Luftraum mißbraucht?
Gab es schon einmal Angriffe der Hizbollah von Syrien aus auf israelisches territorium? (NICHT auf den syrischen Golan, den ja Israel auch annektiert, und zum eigenem Territorium erklärt hat.)
Einfach mal den Artikel von Reinhard Baumgarten, SWR, lesen. Da steht ein interessanter Satz, der einen eigenen Artikel wert ist:
"1980 überfiel der Irak den benachbarten Iran. Der Krieg dauerte acht Jahre. 1983 erwirkte Washington auf Drängen des irakischen Diktators Saddam Hussein ein weitreichendes Waffenembargo gegen die Islamische Republik Iran, das im Kern bis heute besteht." Man beachte die beiden Jahreszahlen 1980 und 1983!
In den letzten 100 Jahren war der Iran immer der Angegriffene, nie der Angreifer.

Stabilität im Libanon

Israel ist der Destabilisierungsfaktor im Nahen Osten. Wer bereits etliche Kriege gegen dich geführt hat, sogar dein Land jahrelang besetzt hat und es heute immer noch tut und Dutzende Menschen zu unrecht tötete und es weiterhin tun wird, mit dem kannst du kein Frieden schließen.
Israel selber zeigt, dass sie es nicht wollen. So sagten hohe Persönlichkeiten Israels, dass bei einem weiteren Konflikt kein Ziel Libanons verschont bliebe.

Dis Hizbollah

ist keine islamistische Terrororganisation, sondern entstand in ihrer heutigen Rolle als bewaffnete Miliz als Folge der Invasion des Libanons durch Israel und ist deshalb eine Widerstandsbewegung. Widerstand gegen Besatzung ist legitim, weshalb ich mich der westlichen Einschätzung, wonach es sich um eine Terrororganisation handelt, ausdrücklich widersprechen möchte.

08:31 von rebatem

Ihren Erzählung ziehe ich dann doch die Ergebnisse des Abschlussberichts der bulgarischen Untersuchungskommission vor. Die finde ich einfach überzeugender ...
"http://www.dw.de/sofia-hisbollah-ver%C3%BCbte-den-anschlag/a-16577599"
"http://www.dradio.de/aktuell/2001289/"

Die Hisbollah profitiert von der Fragilität des Libanon und hat daher gar kein Interesse an einer Stabilisierung.

Ihre Rolle in Syrien ist die Verbreitung von Terror, ihr hat an der Seite des Regimes Assad und den russischen Bombardierungen den allergrößten Teil der Opfer des syrischen Bürgerkriegs mitzuverantworten.

Im Übrigen sind die Ziele (und zum Teil die Methoden) der Hisbollah nicht so weit entfernt von denen des IS.

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