Ihre Meinung zu: Plädoyer der Verteidigung: Zschäpe keine Mittäterin

24. April 2018 - 14:05 Uhr

Immer wieder hatten sich die Plädoyers der Verteidiger im NSU-Prozess verzögert. Jetzt haben die Zschäpe-Anwälte ihre Schlussvorträge begonnen. Sie sehen in der Hauptangeklagten keine Mittäterin.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.142855
Durchschnitt: 2.1 (7 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Seit dem Beginn der NSU-Morde (und der 3 Haupt-Täter)

, - seit dem "Ermittlungserfolg" vor vielen Jahren, und
- seit dem Prozeß-Beginn gegen die einzige überlebende Tatperson (Frau Zschäpe)
ist mittlerweile so sehr viel Zeit vergangen, dass sogar ihre Gesinnung sich um 180 Grad gewendet haben könnte!
(siehe auch: KZ-Aufseher von 1944 z.B. können mittlerweile zu absolut mitfühlenden, emphatie-fähigen und liebenswerten Mitmenschen geworden sein)

Es ist 1.) viel zu viel Zeit ins Land gegangen, und
2.) ändern sich Menschen!

eine Lachnummer !

arme Richter
so wie die belogen wurden .... vorallem der Anklagevertretung und deren Zeugen
lebenslänglich für krude politische Vorstellungen, aber keine aktive Tat
dürftig, äußerst dürftig

Wie lange dauert der Prozeß

Wie lange dauert der Prozeß nun schon?
Wieviel kostet der ganze Spaß? Mal wieder kein Ruhmesblatt für die Rechtsprechung.
Über unsere Justiz kann man nur mit dem Kopf schütteln.

überflüssig

5 Jahre Schauprozess und riesige Kosten - und das Ergebnis?

Caligula18

"überflüssig

5 Jahre Schauprozess und riesige Kosten - und das Ergebnis?"
.
Aha. Ein Prozess um zehn (!) Morde ist Ihrer Ansicht nach "überflüssig". Man kann nur hoffen, dass Menschen Ihrer Gesinnung in Deutschland nie an die Macht kommen. Wofür steht eigentlich die 18?

16:08 von Zahnschmerzen

"Wie lange dauert der Prozeß nun schon? Wieviel kostet der ganze Spaß? Mal wieder kein Ruhmesblatt für die Rechtsprechung." Wenn die Verteidigung der Terroristin ständig neue sinnentleerte Anträge stellt, mit dem ewinzigen Ziel, den Prozess hinauszuzögern, ist "die Rechtsprechung" relativ machtlos.

...Bin mal gespannt....

...ob es nach dem Urteil zu weiteren Untersuchungen kommt...

...Schliesslich war es ja eine "staatlich beobachtete Terrorzelle"....

Am 24. April 2018 um 16:16 von Stefan T

@Stefan L.
Bis jetzt ist noch nicht mal die Mittäterschaft erwiesen, geschweige denn aktive Tötungsabsicht.
Ihre Beleidigungen und dummen Anspielungen können Sie sich klemmen.

Eine einzige Blamage!

Wenn es, wie die Anklage fordert, zur Höchststrafe kommt, wird das einmal mehr zu einer juristischen Meisterleistung deutscher Klassenjustiz. Und das sagt jemand, der selbst als Schöffe an über 200 Strafverfahren teilgenommen hat (und dessen Zusammenfassung eines Tötungsdelikts durch 3 Berufsrichter ohne Debatte angenommen, UND so verkündet wurde).
Ist der Bundesanwaltschaft eigentlich klar, daß sie Hunderttausende Opfer des Faschismus noch einmal töten? Wenn für eine schier unglaubliche Zahl von 300.000 Opfer jemand gerade einmal wegen Beihilfe zu einer zeitliche Strafe verurteilt wird?
Daß vor lauter Gier, die "Volksseele" auch zu befriedigen, jedes juristische Maß verloren ging?
Da schämt man sich, diesem Justizsystem 15 Jahre ehrlich gedient zu haben, wenn man solch eine Farce erlebt. Die Anwaltschaft könnte direkt einer anderen deutschen Epoche entsprungen sein.

Zschäpe keine Mittäterin

Ja klar, sie war die Mutti zu Hause, hat gekocht und Socken gestopft!!!!!!!!!!!!!!!!!!

ist Sie auch nicht!

aber sicher haupttäterin, die nach ansicht wichtiger menschen eine ganz schlimme kindheit gehabt haben muss!!

Gesinnungswandel=

Wenn Frau Zschäpes "Gesinnung" sich geändert haben sollte, dann hat sie das jedenfalls nicht dazu bewogen 1. bei der Aufklärung mitzuwirken oder 2. Reue zu bekunden oder gar 3. irgendwelches Mitgefühl gegenüber den Angehörigen der Opfer zu zeigen oder wenigstens 4. diesen Gesinnungswandel irgendwie glaubhaft zu bekunden.
Im übrigen würde das sie nicht vor einer Bestrafung schützen; allenfalls könnte es zu einer Strafminderung führen.
Ich bin wirklich gespannt, ob das Gericht ihr abnimmt, dass sie achtmal wirklich ehrlich geglaubt hat, es würde keine weiteren Morde mehr geben. Und deshalb ihre lieben Kumpane nicht angezeigt hat.

@Caligula18

Kennen Sie schon den Richterspruch bzw das Urteil ?
Das ist „Deutsches Recht“ hier gibt es keine Vorverurteilungen. Jeder, bekommt die best mögliche Verteidigung, ist so lange unschuldig bis er Rechtswirksam verurteilt wurde.
Das ist gut so !

Zschäpe keine Mittäterin?

wenn das durchgeht kann die deutsche Justiz einpacken. Ganz zu schweige vom Prozessablauf und den Kosten.
Die Zschäpe hat die Justiz vorgeführt mit diversen Anträgen, Schweigen, gekonnter Inszenierung. Ein eiskaltes Kalkühl. Die widersprüchlichen Aussagen der Frau wurden durch die Justiz nicht genug aufgegriffen. Nichtwissen eine Lachnummer. Im Fall Kiesewetter steckt mehr dahinter (verschwundene Akten, misteriöse Todesfälle vor einer Aussage usw.) . Aber Zschäpe schweigt.

@16:16 von Stefan T - Ich pflichte Ihnen bei...

...auch kann ich absolut nicht verstehnen, daß sich hier immer wieder Leute
tummeln und meinen der Prozess sei unnötig und zu teuer.

Ein Menschenleben kann man nicht mit Geld aufwiegen.
Und jeder der es versucht wird scheitern.

J E D E R.

P.S.:
Was Ihre Frage bzgl. der Zahl 18 angeht, da kann ich auch nur spekulieren.
Ich hätte da eine Vermutung, die ich hier aber leider nicht äußern darf.

lächerlich

kann man die alte endlich wegsperren? welchen sinn machen diese endlosen meldungen? es läuft doch eh darauf hinau, dass die richter ein exempel an ihr statuieren. zurecht.

@16:08 von Zahnschmerzen - Wäre Ihnen ein Schau...

...Schauprozess, der nur max. enige Stunden dauern würde denn lieber gewesen?

Haben Sie sich überhaupt einmal Gedanken darüber gemacht wie schwer es war die Beweise zu ermitteln?

Also ich habe lieber einen Prozess, der auf einer Grundlage von einer guten Ermittlung ein Urteil fällen kann, als Ihre Vorstellung von Gerechtigkeit innerhalb dieses Staates.

Es ist für die Richter und auch deren Ermittler nie einfach und leider sind Gerichte auch nicht fehlerlos.

Trotzdem ist die Justiz in unserem Land auf einen hohen Rechtsstaatsniveau gegenüber anderen Ländern auf dieser Welt.
Und darauf darf und sollte man stolz sein.

Zeit und Geld spielen da nur eine nebensächliche Rolle.
Hier geht es um Menschenleben.
Täter wie Opfer gleichermaßen, wobei man ein wenig mehr Respekt den Opfern gegenüber zeigen sollte.

Die Verteidigung macht nur ihren Job.

Man kann zu Frau Tschäpe stehen wie man will.
Zum Glück leben wir in einem Rechtsstaat in dem Angeklagte ihre Unschuld nicht beweisen müssen; denn die Staatsanwaltschaft hat die Tatbeteiligung der Angeklagten zweifelsfrei nachzuweisen.
Wenn man so den Prozess verfolgt hat, stützt sich die Beweisführung letzten Endes nur auf Mutmaßungen.
Es liegt an den Richtern zu entscheiden.
Es wird meiner Meinung nach, wie das Gericht auch entscheidet, gewiss eine Partei in die Revision gehen.
Die Geschichte geht weiter......?

Am 24. April 2018 um 16:35 von McWade

Zitat: Jeder, bekommt die best mögliche Verteidigung, ist so lange unschuldig bis er Rechtswirksam verurteilt wurde.
Das ist gut so !
------------------
Da bin ich völlig bei Ihnen.
Es geht mir nur um die Art und Weise, wie hier Recht gespielt wird.
Hunderte Anwälte Nebenklage zugelassen, ein Gericht was 5 Jahre mit EINEM Fall beschäftigt ist, extragroße Schaubühne für die Staatspresse.
Das erinnert doch sehr an Schauprozesse in den 50er Jahren, nämlich in der DDR.

Anscheinend viel Sympathie für diese Frau hier

Wer Zschäpe lediglich als "Bekannte" der eigentlichen Täter darstellen möchte und Sie als bedauernswertes Opfer der Gesellschaft und der Justiz sieht, sollte sich vielleicht nochmal vor Augen führen, dass Sie es war die die gemeinsame Wohnung in Brand gesteckt hat um Beweise zu vernichten und dann dieses perfide Bekennervideo veröffentlicht hat, in dem sich nochmals über die tatsächlichen Opfer lustig gemacht wird.

Eins ist wohl klar, diese Frau ist weder komplett unschuldig noch unbeteiligt und ihr Schweigen, dass weitere Aufklärung über das gesamte NSU Netzwerk vereitelt, zeigt auch nicht gerade einen Sinneswandel.

Die Dauer? Die Kosten? Der Rechtsstaat?

Was für Fragen! Ein Prozess dauert so lange, wie er eben dauert. Bis da Gericht genug weiß, um zu urteilen. Und was das kostet, ist erst mal egal. Sollen wir etwa sagen, die Unschuldsvermutung gilt für ein halbes Jahr oder bis maximal 10.000 Euro?
Der Rechtsstaat blamiert sich hier nicht, er zeigt sich von seiner besten Seite. Ich wundere mich sowieso immer wieder, was manche unter Rechtsstaat verstehen. Kurzen Prozess machen, um die Kosten niedrig zu halten? Oder sich bei den Urteilen davon leiten lassen, ob der Täter nach dem "gesunden Volksempfinden" schuldig ist? Da kann man ja Angst kriegen.

16:29, Caligula18

>>@Stefan L.
Bis jetzt ist noch nicht mal die Mittäterschaft erwiesen, geschweige denn aktive Tötungsabsicht.
Ihre Beleidigungen und dummen Anspielungen können Sie sich klemmen.<<

Sie regen sich offensichtlich über die Frage des angesprochenen Users nach der Bedeutung der "18" auf.

Im Lichte Ihrer Kommentare hier im Thread betrachtet ist diese Frage IMHO berechtigt und Ihre Reaktion auf dieselbe ziemlich eindeutig.

„Es geht mir nur um die Art

„Es geht mir nur um die Art und Weise, wie hier Recht gespielt wird.
Hunderte Anwälte Nebenklage zugelassen, ein Gericht was 5 Jahre mit EINEM Fall beschäftigt ist, extragroße Schaubühne für die Staatspresse.
Das erinnert doch sehr an Schauprozesse in den 50er Jahren, nämlich in der DDR.“

Da muss ich Ihnen widersprechen.
1. weder der DDR, noch im 3. Reich, wären weder Nebenkläger, noch deren Anwälte zugelassen worden
2. weder in der DDR, noch im 3. Reich hätte sich ein Gericht die Zeit genommen, geduldig alle Beweisanträge, Befangenheitsanträge, Krankmeldungen mit stoischer Ruhe entgegen zu nehmen, zu bewerten, darüber unaufgeregt zu befinden
3. weder in de DDR der 50er, noch im 3. Reich wäre der Ausgang des Prozesses niemals so ungewiss gewesen, wie in diesem Fall, weil das Urteil bereits zu Beginn festgestanden hätte, diktiert von der Parteiführung.

Auch wenn Sie und einige andere hier das nicht wahrhaben wollen: das unterscheidet einen Rechtsstaat von einem Unrechtsregime.

16:30 von Bernd39

«Eine einzige Blamage!
Wenn es, wie die Anklage fordert, zur Höchststrafe kommt, wird das einmal mehr zu einer juristischen Meisterleistung deutscher Klassenjustiz.
Ist der Bundesanwaltschaft eigentlich klar, daß sie Hunderttausende Opfer des Faschismus noch einmal töten? Wenn für eine schier unglaubliche Zahl von 300.000 Opfer jemand gerade einmal wegen Beihilfe zu einer zeitliche Strafe verurteilt wird?»

Relative Vergleichbarkeit ("Gerechtigkeit") bei gleich gelagerten Straftaten ist zwar ein Bestandteil des Rechtsstaats.
Diese aber bei den Taten von B. Zschäpe und O. Gröning ("Buchhalter von Auschwitz") anzunehmen, ist nicht "gerecht".

«Und das sagt jemand, der selbst als Schöffe an über 200 Strafverfahren teilgenommen hat (und dessen Zusammenfassung eines Tötungsdelikts durch 3 Berufsrichter ohne Debatte angenommen, UND so verkündet wurde).»

Um so erstaunlicher, dass Sie mit Ihrer Erfahrung als Strafrechts-Schöffe eine solche vorverurteilende Aussage treffen …

Darstellung: