Ihre Meinung zu: FAQ: Was bedeutet der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst?

18. April 2018 - 17:23 Uhr

Was verdient ein Müllmann künftig mehr? Und wie ist es mit den kommunalen Kliniken? Der Tarif-Durchbruch für den öffentlichen Dienst hat viele Facetten - und nicht alle sind begeistert. Ein Überblick.

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Kommentare

Gebühren werden natürlich...

überproportional steigen...die Preise gehen hoch...die Armen haben wieder verloren...aber was kümmert der öffentliche Díenst die Anderen...das ist ja der Gegner auf der anderen Seite ,der Alles bezahlt...

Werden für die Beamten übernommen.

Was habe ich als Tarifbeschäftigter mit den Beamten am Hut?
Immer wenn es was zu holen gibt sind sie dabei.
Wenn PayDay ist, wie z. B. Rentenkürzungen, Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrages usw. geht man in Deckung.
Ganz schön sozial diese Staatsdiener.

die Gemeinden ...

haben ja gerade einen Persilschein bei der Erhöhung der Grundsteuer bekommen...da kann man ja auch großzügig sein...

Es ist etwas irreführend,

Es ist etwas irreführend, wenn von einem 7,5 %-Gehaltplus geredet wird. Prozentzahlen sollten nie einsam sein. Normalerweise lautet die Forderung, die Basis anzugeben, also x Prozent wovon? Hier liegt das Problem in erster Linie bei der fehlenden Angabe zur Dauer. Die an anderer Stelle genannte Vertragslaufzeit von 30 Monaten relativiert die 7,5 % doch beträchtlich. Stellt man dem die - selbstverständlich pro Jahr angegebene - Inflationsrate entgegen, kommt man zum Ergebnis, dass eine solche von ca. 2,8 % dieses Gehaltsplus komplett auffrisst (Zinseszinseffekt). Eine solche Inflationsrate ist durchaus möglich. Unter diesen Umständen von einem guten Abschluss zu reden, ist zumindest fragwürdig.

FAQ:Was bedeutet der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst ?

Es bedeutet weiterhin Bescheidenheit.Die Forderung nach 200 Euro mehr für die unteren Lohngruppen wurde fallen gelassen.Ver.di ist hier eingeknickt.Ansonsten gibt es auf ein Jahr bezogen knapp über drei Prozent.
Kein Wunder,daß Seehofer und die Verhandlungsführer von Ländern und Kommunen ein breites Grinsen an den Tag legen.

Sehr sinnvoll

Herzlichen Glückwunsch zur Einigung.

Nun muss ich morgens nicht mehr zittern, ob ich zur Arbeit komme, weil mal wieder irgendeine Verkehrsgesellschaft am Streiken ist.

Ich bezweifle allerdings, dass auch nur ein Beschäftigter im öffentlichen Dienst viel von dem Lohnzuwachs haben wird. Die Kommunen haben schon angekündigt, dass sie die Mehrkosten nur über höhere Gebühren finanzieren können, also wird das Gehaltsplus ganz schnell von den Mietnebenkosten (Grundsteuer, Müllgebühren, Wassergebühren usw.) und von gestiegenen Kita-Gebühren und ähnlichem aufgefressen.

*Ironie an* Da kann man Hr. Bsirske mal wieder nur gratulieren. Hat er gut gemacht. Wie immer. *Ironie aus*

was, warum steigen gebühren?

ich verstehe weder den subkontext der meldung, noch den der kommentare von "odindonar" (omg), noch den von "neu".
wenn in der bundesrepublik ein vernünftiger öd funktionieren soll - und zwar auch zukünftig, dann müssen die darin beschäftigten in relation zur profitmarge der dax-unternehmen usw. doch >irgendwie< adäquat entlohnt werden. nein? ist das nicht nachvollziehbar?

@ pnyx

sehe ich absolut genauso. der abschluss ist mehr als ambivalent.

@odindonar, 19.41h

Wie ist es bei den Abschlüssen in der sog. freien Wirtschaft?

Werden da das Brot, die Wurst, die Autos. die Kühlschränke usw. nicht teurer?

Wer bezahlt das denn?

@odindonar, 19:41

Und die Menschen, die im ÖD arbeiten, sind einfach alle ignorante Egoisten, denen der Rest der Menschheit egal ist? Ernsthaft?

Solche Leute gibt es leider immer wieder und überall. Sie sind auch im ÖD nicht die Regel.
Es sei denn, man möchte da ein Feindbild pflegen.

@nudi1958, 19.53h

So lange ich lebe ärgere ich mich in allen Geschäften über die Extra-Verkaufsstellen für Beamte, wo diese alles billiger bekommen.

Die sollen doch froh sein, dass sie arbeiten dürfen.

Auch noch an der wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben zu wollen ist schon ein starkes Stück.

Und schon wieder

Und wieder Mal, sorgt eine Gewerkschaft dafür, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Ich hatte schon geglaubt die erste Gewerkschaft wäre mal dahinter gekommen, dass von prozentualen Erhöhungen immer nur die Besserverdienenden profitieren und hätten deshalb 200€ mehr für alle gefordert. Leider, gehören Gewerkschaftsfunktionäre auch zu den Besserverdienenden. Die Forderung nach 200€ mehr für alle war natürlich wieder nur heisse Luft.

Untere und Mittlere

Einkommen? Bitte genauer TAGESSCHAU.DE! Beim Bund geht der einfache Dienst von 1 bis 6, der mittlere Dienst von 7 bis 9a. Wobei der mittlere Dienst in 9a beim Weihnachtsgeld behandelt wird wie der gehobene Dienst (ab 9b), er bekommt statt 90, 80% Weihnachtsgeld. Alle Mitarbeiter ab 2006 bekommen keinen Familienzuschlag mehr etc. Was VERDI daran gut finden kann sehe ich nicht.

Irgendwie Ungerecht.....

Ein Müllwerker in der höchsten Gehaltsstufe bekommt beispielsweise rückwirkend zum März zunächst 82 Euro mehr, nämlich 2712 Euro. Ein Jurist (Entgeltgruppe 13) steigert sein Einkommen dann um knapp 160 Euro auf 5683 Euro.

Ich erwarte ja nicht, das ein Müllwerker das gleiche wie ein Jurist verdient. Nur ist eine prozentuale Anhebung des Gehalts in meinen Augen ungerecht.
Denn gerade hohe Gehälter profitieren viel stärker als niedrigere. Jemand mit knapp 5500€ im Monat, ist sicher nicht so sehr auf eine (derartige) Lohnerhöhung angewiesen wie der Müllwerker.

@ Oxalis: Ja, das ist ungerecht...

... fast scheint es gewollt in unser System eingebaut, dass die Schere zwischen arm und reich sich immer weiter öffnet...

Endlich mal jemand der

Endlich mal jemand der rechnen kann. Seit vielen Jahren macht ein Angestellter im öffentlichen Dienst ein Minusgeschäft bezogen auf BIP und Inflation. Wenn man die Gehaltsentwicklung vergleicht mit der in der Gesamtwirtschaft kann einem schlecht werden. Und dann wundert sich jeder über schlechte Organisation, rückständige IT und miese Stimmung ...

@Oxalis, 20.30h

Wenn es nicht prozentual ginge, sondern nach Festbeträgen, wäre es so, dass der Müllwerker eben irgendwann genau so viel hat wie der Jurist.

Wo bliebe dann der Anreiz für eine hochqualifizierte Ausbildung/Studium?

Ich gönne jedem ein gutes Einkommen, denn jeder leistet auf seinem Platz in der Regel das, was er kann und was von ihm erwartet wird.

Aber es wird eben nie gleich sein, nicht im ÖD und schon gar nicht in der gewerblichen Wirtschaft.

Endlich mal jemand der

Endlich mal jemand der rechnen kann. Seit vielen Jahren macht ein Angestellter im öffentlichen Dienst ein Minusgeschäft bezogen auf BIP und Inflation. Wenn man die Gehaltsentwicklung vergleicht mit der in der Gesamtwirtschaft kann einem schlecht werden. Und dann wundert sich jeder über schlechte Organisation, rückständige IT und miese Stimmung ...

fake news

Es ist eine dreiste Lüge, bei diesem Abschluss von einer Lohnsteigerung von 7,5% zu sprechen. Die Laufzeit beträgt 30 Monate (=2,5 Jahre), dementsprechend beträgt die Lohnsteigerung 7,5 : 2,5 = 3%. Das ist ein Betrag, der vollständig von Inflation, Steuerprogression und Sozialbeiträgen verbraucht wird. Unter dem Strich bleibt den Arbeitnehmern gar nichts. Dass dies von Regierung, Verdi und dem Öffentlich Rechtlichen Rundfunk als grosser Erfolg für die Arbeiter und Opfer für die Öffentliche Hand deklariert wird, zeigt nur, für wie beschränkt die ihr Publikum (uns) halten.

Untere Gehaltsgruppen sind

Untere Gehaltsgruppen sind überbezahlt, die Oberen unterbezahlt. Für Gehaltsgruppe 13, € 5500 wird sich kein IT Fachmann finden lassen.

Gratulation

Da kann man ja den Arbeitgebern zu diesem für sie sehr erfolgreichen Tarifabschluss nur gratulieren.

Was dieses Ergebnis für die Arbeitnehmer eigentlich wirklich bedeutet, haben einige Kommentatoren ja schon deutlich gemacht.

Schön

Es gibt wieder ein bisschen mehr. Das ist grundsätzlich zu begrüßen. Nur ist die Erhöhung bei dieser Laufzeit tatsächlich nicht mehr als der Inflationsausgleich von rd. 2% jährlich. Dies als Attraktivitätssteigerung für den öD zu lobpreisen, ist ein schlechter Scherz. Wie Herr Bsirske schon sagte, ist der Abschluss komplex, wer jedoch genau nachrechnet, wird leider feststellen, dass am Ende wirklich nur die zu erwartendeTeuerung abgedeckt wird.

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