Ihre Meinung zu: Öffentlicher Dienst: Mehr Geld in drei Stufen geplant

17. April 2018 - 19:46 Uhr

Drei Tage lang rangen Arbeitgeber und Gewerkschaften miteinander, dann kamen sie zu einem Ergebnis. In drei Schritten sollen die Beschäftigten mehr Geld bekommen. Allerdings haben noch nicht alle Gremien zugestimmt.

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Kommentare

Alles schön und gut - was bekommen die unteren mehr??

Also zu dem hier sage ich mal:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/oeffentlicher-dienst-115.html

Wie mehrere Medien, soll es rückwirkend zum 1. März 2018 im Schnitt 3,19 Prozent mehr geben, zum 1. April 2019 3,09 Prozent mehr und zum 1. März 2020 weitere 1,06 Prozent. Außerdem soll es bis zur Entgeltgruppe sechs eine Einmalzahlung von 250 Euro geben. Die Laufzeit des Tarifvertrages solle 30 Monate betragen.

alles schön und gut, aber was bekommen die unteren Gehaltsgruppen mehr?? Wo bleibt was fuer die?? Da sehe ich gar nichts! Das ist nicht fair! Denn dazu sehe ich hier nichts.

Was für ein lächerliches Ergebnis

6% gefordert und weniger als 2% bekommen.
Das Bsirske sich da nicht schämt.
Hoffentlich stimmen seine Mitglieder gegen diese lächerliche Vereinbarung!

Unglaublich

Mit so einem schlechten Abschluss hätte ich nie im Leben gerechnet. Warum 30 Monate? Man weiß also jetzt schon, dass man 2020 nur 1 Prozent bekommt. Herzlichen Dank für nichts. Das ist katastrophal schlecht.

Sorry, es sind ja tatsächlich

Sorry, es sind ja tatsächlich etwas mehr als 2%. Das macht diese Ergebniss aber nicht weniger lächerlich.

Die Gremien stimmen derzeit so nicht zu

Und in anderen Quellen lese ich schon, dass die Gremien so keine zustimmung geben werden:

https://tinyurl.com/yawz9cwz
n-tv.de: Bund bietet mehr Geld in drei Stufen (Dienstag, 17. April 2018)

Nach mehrstündigen getrennten Gremienberatungen gab es am Abend noch keine Zustimmung zu dem auf Spitzenebene ausgehandelten Kompromisspapier. Nach einer gut dreistündigen Sitzung der Verhandlungskommission, bei der Verdi-Chef Frank Bsirske den Tarifvertragsentwurf - und damit das vorläufige Ergebnis - verteidigte, trat in Potsdam die Verdi-Bundestarifkommission zusammen.

Nach Teilnehmerangaben kam auch im Beratungsgremium der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände bislang keine Zustimmung zu dem Entwurf für den Tarifvertrag zustande.

Denn so geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auf, anstatt dass sie sich schließt. Von daher muss es fuer die unteren Gehaltsgruppen dann auch mindestens 2% bis 3% mehr geben. Alles andere ist so nicht akzeptabel.

Das ist nicht viel!

2,936 Prozent ist im Vergleich zum Metalltarif nicht viel. So holt man nicht auf und schafft attraktive Gehälter im öffentlichen Dienst.

Man sollte die Löhne und Bezüge deutlich erhöhen, sodass sich Leistung lohnt. Arbeiter bei Daimler streichen am Band zwischen 50.000 und 65.000 Euro ein pro Jahr ohne Studium. Ein Lehrer mit A13 kommt am Anfang auf knapp 50.000 nach Master und Referendariat (6,5 bis 7 Jahre). Das kann es ja nicht sein.

Sockelbetrag

Vor Jahrzehnten war es durchaus üblich einen Sockelbetrag zu vereinbaren. Diese Zeiten sind lange vorbei.

So geht die Schere langsam aber sicher immer weiter auseinander.

Demokratieschü...

Re Ihrer Frage; Was bekommen die unteren Gehaltsgruppen mehr?

Ich verstehe nicht, warum Sie dies fragen. Es steht doch alles da!
Nämlich ... wie Sie es zitierten ... "rückwirkend zum 1. März 2018 im Schnitt 3,19 Prozent mehr geben, zum 1. April 2019 3,09 Prozent mehr und zum 1. März 2020 weitere 1,06 Prozent. Außerdem soll es bis zur Entgeltgruppe sechs eine Einmalzahlung von 250 Euro geben".

Also, die 3,19 und danach 3,09 und danach 1,06 Prozent gibt es für alle, für die unteren Gehaltsgruppen noch eine Einmalzahlung von 250 Euro.

Ist doch nicht schwer zu verstehen, oder?

Obacht

Schön, dass das Fußvolk jetzt auch bei der Lohnerhöhung profitieren sollen, dass sind nämlich die Menschen, die den Dreck der Großkopferten wegräumen. Wie abartig und asozia werden wir in Deutschland eigentlich noch? Mir ist ein Mallocher drei Mal lieber als ein Bürohengst, der turnusgemäß ohne Leistungsnachweis befördert werden will.

21:30 von Cappuccino1963

aber sie ist ja noch demokratieschülerin!

Na endlich kann dann jetzt

Na endlich kann dann jetzt die Lohn-Preisspirale losgehen, ich hab mich schon gewundert will denn gar keine Inflation mehr kommen ?

Bitter!

3 Prozent und dann 1 Prozent. Was für ein Hohn!
Bei den 3 Prozent schlägt die kalte Progression zu und es bleibt gerade mal knapp ein Inflationsausgleich. Die 1 Prozent sind einfach nur ein Schlag ins Gesicht.
Und das bei einer gigantisch brummenden Konjunktur?
Wir Mitarbeiter im öff. Dienst sind einfach nur nichts wert!
Das ist das Ergebnis der unheiligen Allianz zwischen Verdi und der Seehofeer CSU.
Das ist einfach nur bitter.

Untere Gehaltsgruppen

Die Forderung nach mehr für die unteren Gehaltsgruppen ist eigentlich Unsinn. Dadurch macht man doch das ganze System kaputt, wenn sich unten alles zusammenschiebt.
Eine Vereinbarung über 30 Monate ist sehr schlecht. Für 2028 muss vorne eine 4 stehen, sonst muss es Streik geben. Wenn man aus praktischen Gründen auf 2 Jahre abschließt, dann müssen es halt einmal 4,5 und dazu 3,5 ab 2019 sein. Dann kann man sich die Einmalbeträge auch schenken, die sind billig.

Peinliches Ergebnis

Wenn man bedenkt dass es Tausende offene Stellen im öffentlichen Dienst gibt... Die Bezahlung ist so mies da will keiner hin

@cappuchino1963:
Ich denke gemeint war dass 3÷ auf 2000 netto deutlich weniger sind als 2÷ auf 20.000 netto. So werden wir schon oben gesagt die Reichen immer reicher. Ich gehöre auch zu dieser Gruppe, und finde es vollkommen ungerecht!

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst

sind unterbezahlt und mit diesem Abschluss, sollte er Erfolg haben, wird sich daran nichts ändern. Und dann wundert man sich, dass zu wenig Pflegekräfte da sind? Unfassbar!!

wozu immer Prozente

Nur die 200 €/Monat mehr, fertig
Außerdem sollten die "Nebenleistungen" ausgebaut werden, die in der freien Wirtschaft bereits vorkommen. Z.B. wäre da der steuerfreie Kita-Zuschuss (bis zur kompletten Bezahlung), das wäre für beide Seiten gut und billig. Kostenfreie ÖPNV Tickets. Freistellung für Ehrenamt. Obst auf dem Tisch, freundliche Büros, Bezahlung der Überstunden, Lebensarbeitszeit, Sabbat, Bildungsurlaub, öffentlicher Wohnraum, Kleidergeld usw. (gut, einiges davon gibt es ab und zu)
Das wären alles Dinge, die leicht zu stemmen sind und vor allem die unteren Lohngruppen unterstützen.

Einfach den Lohn um ein paar % zu erhöhen wirkt sich eigentlich nur bei den hohen Gehältern aus.

Traurig

Ich hatte gehofft, dass die massiven Warnstreiks zu einem annehmbaren Ergebnis führen würden.
Noch ist die Meldung zwar nicht bestätigt, aber viel wird sich da nicht mehr tun glaube ich.
Wie die Vorredner schon errechnet haben, ist man weit von den geforderten 200€ entfernt.
In anderen Branchen ist die Bezahlung so viel besser. Meinen schlechten Ruf als Gesundheits- und Krankenpfleger habe ich außerdem weiterhin zu schultern.
Ich werde mir wohl bald eine angemessen entlohnte Arbeit anderswo suchen und dem öffentlichen Dienst den Rücken kehren. Das hält man ja im Kopf nicht aus. Man macht sich rund und bekommt nix. Keine Anerkennung, keine anständige Entlohnung. Ich bin stinksauer.

@21:49 von Harald Schulze

"Das ist das Ergebnis der unheiligen Allianz zwischen Verdi und der Seehofeer CSU.
Das ist einfach nur bitter."

So ist es. Auch wenn nur das Foto oben veröffentlicht worden wäre, hätte man auch ohne Text auf diesen Abschluss schließen können. Herr Bsirske ist der personifizierte Untergang der Noch-Mitglieder von Ver.di.

Wow...

Konjunktur brummt, keiner weis mehr wo er noch brauchbare Leute herbekommt und dann 1%?

Bei jedem Warnstreik im öDienst die letzten Tage ist Zivilisations Zusammenbruch, da grenzt 1% mehr Lohn herausgehandelt an Unfähigkeit oder Verrat. Oder beides...

Verdi hat mal wieder die

Verdi hat mal wieder die Niedriglöhner betrogen. Statt monatlich mindestens 200€ einmalig 250€. Das ist eine Beleidigung der Leute die gestreigt haben.
Da hätte man eher bei den höheren Lohngruppen Verzicht üben sollen. Und dazu noch die lange Laufzeit von 30 Monaten mit nur ganz wenig Erhöhung für die letzten Monate - das spricht nicht für Verdi.

Wenn man 6.270 Euro Verdi-ent

Ist doch alles Perfekt gelaufen. Wenn man 6.270 Euro Verdi-ent, bekommt man doch 200, Euro mehr.

2000 63,80
3000 95.70
4000 127,60
5000 159,50
6000 191,40
6270 200,01

Sind Prozente das Richtige?

Dennoch Glückwunsch.

Ein Konterzins ist für die nächste Auseinandersetzung angebrachter, denn so könnte die Schere wieder geschlossen werden.

Hier ein Beispiel:

2000 200,01
3000 191,40
4000 159,50
5000 127,60
6000 95.70
6270 63,80

Als alter IGMetaller

sage ich mal da hätten die Arbeitgeber der ÖF noch etwas mehr drauflegen müssen. Ein Sockelbetrag um die 300 Euro und eine Laufzeit von 12 Monaten plus 4% hätten es bringen müssen. Der Streik ist viel zu schnell beendet worden,denn die Wirkungen werden erst richtig zu spüren gekommen,wenn nur als Beispiel die Müllabfuhr nur 2-3 Wochen nicht mehr tätig wird. Was dann wohl los wäre ?Es würden sehr viele Bürger davon betroffen . Und der Druck auf die Verhandlungs Partner wäre noch viel größer.M.M.

Gehälter im öffentlichen Dienst nicht so schlecht

Ich weiß nicht, was da für Forderungen aufgestellt werden. Im öffentlichen Dienst wird nicht so schlecht verdient, wie viele der Leute meinen. Für den Angestellen auf mittlerer Laufbahn werden dann Vergleiche mit Geschäftsführern von Unternehmen mit 30 Mitarbeitern aufgemacht oder sowas. Bitte aber auch mal die Realitäten sehen. In der freien Wirtschaft herrschen meist auch keine traumhaften Zustände.

22:29 von evhie

"Und dazu noch die lange Laufzeit von 30 Monaten mit nur ganz wenig Erhöhung für die letzten Monate - das spricht nicht für Verdi."

Das läuft so, seit Bsirske der Boss von Ver.di ist und da wird sich auch nichts ändern. Es ist zudem auch möglich, dass da ein paar 'Pferdefüße' den Mitgliedern noch gar nicht mitgeteilt wurden. Manchmal erfährt man erst zu einem späteren Zeitpunkt, dass irgendein Prozentsatz mit einer Verringerung der Betriebsrente erkauft wurde oder Heilig Abend z.B. (wieder ) als regulärer Arbeitstag gilt. Mich wundert bei dieser Gewerkschaft nichts mehr.

Wenn ich es richtig verstanden habe

ist da noch lange nicht das letzte Wort gesprochen. Ich fände es auch wichtig, dass die unteren Lohngruppen eine feste Erhöhung bekommen und nicht über die Gruppen hinweg prozentual mehr verteilt wird. Da ist das Risiko der Altersarmut schließlich am Höchsten. Und die Argumentation der Arbeitgeber, ohne höhere Spitzengehälter für die oberen Gruppen fänden sie keine guten Leute, das zieht bei mir nicht. Die oberen Gruppen sind zu oft bequeme Versorgungsposten für politische Freunde geworden. Wer wirklich gut ist, wird sich den Muff in den Amtsstuben, die talentfreien Vorgesetzten und das Spießertum im öffentlichen Dienst nicht antun

Niedrig wie immer

Die Laufzeit des Vertrags mindert doch wie schon immer bei Verdi die vorherige Forderung enorm. Rechnet man den Abschluss auf ein Jahr herunter hapert es es wieder enorm. Glücklich kann darüber kein Arbeitnehmer sein. Aber auch die Gewerkschaft will verdienen. Erstmal für fast 3 Jahre keine Ausgaben mehr. Dann erst stehen neue Verträge an.

Nur kein Neid, bitte

@ STOPP:
Wenn man 6.270 Euro Verdi-ent Ist doch alles Perfekt gelaufen. Wenn man 6.270 Euro Verdi-ent, bekommt man doch 200, Euro mehr.

Eine so hohe Gehaltsstufe gibt es im Bundesangestellten-Tarifvertrag aber leider nicht.

@ Demokratieschuhe

Denn so geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auf ...

Das ist sehr leicht als falsch zu erkennen, denn alle Beschäftigten bekommen die gleiche prozentuale Steigerung des Lohns oder Gehalts.

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