Kommentare

Na endlich

Wenn der ÖD in puncto Lehrstellen mit der freien Wirtschaft auch nur halbwegs Schritt halten will, dann muss eine saftige Tariferhöhung her.

ich weiß

gar nicht, warum verhandelt wird. Ich tippe mal auf 2,5 - 3,0% - so, wie jedes Mal.

Ich tippe

auf 4 %, allerdings verteilt auf eine Laufzeit von 21 Monaten. Also: üppig wie immer ;-)

Was mich verwundert

" Es geht um das Einkommen von 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. In den vergangenen Tagen hatten massive Warnstreiks unter anderem Teile des Nahverkehrs in Deutschland lahmgelegt und den Flugverkehr gestört. Seehofer räumte ein, dass die Aktionen und auch die Haltung der Bevölkerung für mehr Einkommen im öffentlichen Dienst ihn durchaus beeindruckt hätten. "

Das was hier aufgeführt wird ist doch doch gar nicht in der Öffentlichen Hand denn das sind doch beides Private Firmen.
Weder bei Stadt noch Bund angestellt, das selbe ist auch bei Müll und so weiter so gut wie nicht mehr in der Öffentlichen Hand.
Sondern wird doch alle Jahre über Ausschreibungen an private Firmen vergeben, so ist es zumindest in meiner Region.

Alles Stadtämter und so weiter sind natürlich bei der Stadt angestellt und alles andere wurde doch lange ausgelagert bis hin zur Reinigung.
Früher war das mal so das diese Tätigkeiten Stadtangestellte waren, heute aber nicht mehr.

4% für 2 Jahre ohne

4% für 2 Jahre ohne Sockelbetrag aber mit Einmalzahlung und gut ist es.

Öffentlicher Dienst:Tarif-Durchbruch bis Dienstag ???

Die Überschrift und der Satz "beide Seiten gehen vorsichtig optimistisch aufeinander zu",läßt Befürchtungen aufkommen.
Befürchtungen,daß es am Ende vielleicht so wie bei der Post abläuft,ein mieser Abschluss(knapp über 2 Prozent aufs Jahr).
Bescheidenheit nach unten.Aber sonst nirgendwo hin.

Vorschlag: Kann man das Theater nicht abkürzen

Müssen die Arbeitgeber immer erst abwarten, bis es zu ersten Warnstreiks kommt? Können Sie nicht mal zu Beginn ein vernünftiges Angebot abgeben, es würde manchem Bürger unnötiger Ärger erspart.

Zunächst mit Inbrunst zu erklären, man könne keine nennenswerten Erhöhungen gewähren und dann nach Abschluss des Vertrags zu tönen, dass es sich um ein gut vertretbares Ergebnis handele, macht den schlechten Eindruck, den die Arbeitgeber hinterlassen nicht besser!

///Am 15. April 2018 um 16:44

///Am 15. April 2018 um 16:44 von Schelden Kuper
Na endlich
Wenn der ÖD in puncto Lehrstellen mit der freien Wirtschaft auch nur halbwegs Schritt halten will, dann muss eine saftige Tariferhöhung her.///
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Das ist so nicht richtig. In diesem Bereich gibt es genug Bewerber. Das Problem sind Hochqualifizierte, die viel zu niedrige Angebote erhalten. Und sollte der Sockelbetrag kommen, wird sich dieses Problem noch verschärfen.

Zitat von RD1957 :

"...sollten die törichten Mindestbeträge Teil der Einigung werden..."

Die Mindestbeträge sind DER Schlüssel überhaupt, um die EInkommensschere nicht noch weiter auseinanderdriften zu lassen.

Gehen wir mal von 6 % ODER 200 € aus.
Und von einem Gehalt von 2.000 brutto / Monat.

Nach 10 Jahren mit 200€ würden daraus 4.000, also eine Steigerung um 100 %.

Bei 6% wären es 3.581,70€, also 79% Steigerung.

Jetzt das Gleiche bei 5.000 Brutto :

Bei 200€ werden daraus 7.000 €, also eine Steigerung von 40%

Bei 6% wären es allerdings 8954,24 €, also auch 79% Steigerung.

Die Differenz am Anfang beträgt 3.000€
Bei 6% beträgt sie am Ende 5.372,54€

Bei 200€ hingegen nur 3.000€ !

@Werner40. 18:09

Das Problem sind Hochqualifizierte, die viel zu niedrige Angebote erhalten. Und sollte der Sockelbetrag kommen, wird sich dieses Problem noch verschärfen.

Ich bin hochqualifiziert und werde nach ÖD bezahlt. Und ich bin ein entschiedener Befürworter von Sockelbeträgen.
Mein Ehrgeiz ist es nämlich nicht, dass andere bei jeder Tariferhöhung schlechter ausgehen müssen als ich. Egoisten haben wir genug. Es muss dem öffentlichen Dienst nicht unbedingt schaden, wenn er die nicht anlocken kann.

Gerechtigkeit sieht anders aus

Eigentlich sind die Jobs im öffentlichen Dienst gut bezahlt genug. Und den sicheren Arbeitsplatz muss man doch auch berücksichtigen.
Was allerdings fehlt, ist die leistungsgerechte Bezahlung von Spitzenfachkräften. Daher vermeiden diese Leute oft den ÖD und gehen lieber in die Privatwirtschaft.
Völlig unangebracht sind m.E. Sockelbeträge; sie egalisieren die Leistungsunterschiede immer mehr. Gerecht ist das nicht!

@Hansi2012, 18:58

Völlig unangebracht sind m.E. Sockelbeträge; sie egalisieren die Leistungsunterschiede immer mehr. Gerecht ist das nicht!

Ich habe schon bei der Privatwirtschaft erhebliche Zweifel, ob Einkommensunterschiede immer mit Leistungsunterschieden gleichzusetzen sind. Im öffentlichen Dienst sind meine Zweifel sogar noch größer.

Ich persönlich hätte von den Prozenten mehr,

aber da ich mich sowieso frage, wie man bei den Ausbeutungslöhnen in Deutschland noch zu einer Rente kommen soll, von der man leben kann, würde ich die Pauschalen von 100 Euro für die Auszubildenden und die 200 Euro für alle anderen vorziehen.
Wie sollten mal Solidarität für die unteren Lohngruppen zeigen.
Diese Beträge mit einer Laufzeit von 12 Monaten und dann noch einmal 2 % für die nächsten 12 Monate, da wir uns keine jährlichen Verhandlungen leisten können.
Wenn wir jetzt ein Almosen bekämen mit einer Laufzeit von 24 Monaten, dann sollte mal so richtig gestreikt werden und Deutschland lahm gelegt werden.

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