Ihre Meinung zu: Warnstreiks gehen in Stuttgart und Hamburg weiter

12. April 2018 - 6:37 Uhr

In Stuttgart, Hannover und Wolfsburg stehen Busse und Bahnen still. In vielen Städten bleiben heute Kitas geschlossen. Die Folgen der Warnstreiks im öffentlichen Dienst sind für viele spürbar.

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Kommentare

Streiks treffen nicht die "Arbeitgeber", sondern uns alle

Wenn die Straßenbahnen nicht mehr fahren oder die Kindergärten geschlossen bleiben, trifft das uns alle.
Die "Arbeitgeber", das sind Mandatsträger, Funktionäre oder Politiker.
Sie trifft es persönlich kaum.
Hier wird ja nicht ein von Privatpersonen betriebener Betrieb bestreikt. Hier verliert kein Privatmann Umsatz oder Gewinn.
Paradoxerweise führen die Streiks im Ergebnis sogar dazu, dass ggf. auch die "Arbeitgeber" höhere Einkommen erhalten.

Verhandlungen mit Seehofer

Dann bin ich mal gespannt, wie Horst Seehofer auf die Gespräche einwirkt. Ist auf jeden Fall was anderes, als bloß Reden halten und Kommentieren.

Meine Solidarität mit den Streikenden Kolleginnen und Kollegen.
Zeigt sich doch durch den Kitastreik, wie wichtig diese Einrichtungen sind und welchen Stellenwert wir haben. Denn Erfahrungsgemäß gibt es wenig Verständnis und immer der Ruf nach Norbetreuung durch die Streikenden.

P.S. Anspruch auf Kitaplatz heißt nicht Anspruch auf Betreuung im Streikfall. Solidarität durch die Eltern wäre doch ein starkes Signal

Die Gewerkschaft ver.di ist der Streikarm

des deutschen Beamtenbunds. Das vermeintlich- aber statistisch nicht belegbare- höhere verfügbare Einkommen der Beschäftigten in der privaten Industrie , Handel, Gewerbe, Dienstleistung ist ein Risikoaufschlag. Dieser ist nicht beliebig zu steigern auch nicht mit politischen Absichtserklärungen. Öffentlich Bediensteten
steht kein Risikoaufschlag zu da es kein Risiko gibt.

Zu 12:23 von Schalk01 "Schämen Sie sich!"

@um 11:02 von gman
"Die Belastung der Bürger mit Steuern, Abgaben und staatlich sanktionierter Umlagen und Belastungen steigt ständig. Das muss eine Ende finden."
___
Und das wollen Sie erreichen, indem sie die Reallöhne der Angestellten im ÖTV kürzen? Schämen Sie sich!

@Schalk01, wo haben Sie denn das gelesen? Wer will den Reallöhne kürzen? Unterstellen Sie nicht anderen Ihr ausgemachtes Feindbild. Schämen sollten Sie sich.
Wenn der Reallohn, das Entgelt für geleistete Arbeit unter Berücksichtigung der Inflationsrate ist, dann sind die Forderungen allerdings deutllich überzogen.

Vielleicht sind Ihnen die Zuwächse zu moderat, von Reallohnkürzungen kann aber keine Rede sein:

Außerhalb von Osteuropa konnten Schweden (13,7 Prozent) Deutschland (9,8 Prozent), Malta (8 Prozent) und Irland (6,9 Prozent) seit 2010 deutlichere Reallohnzuwächse verzeichnen (siehe auch Grafik 1 im Anhang).

https://www.boeckler.de/pdf/pm_ta_2017_09_01.pdf

Ich unterstütze die Streikenden!

Und ich wünschte, alle anderen Gewerkschaften würden sich anschliessen. Heisst: koordinierte Streiks.

Es kann nicht sein, dass die Gewinne steigen (Unternehmen und auch die Kommunen machen Plus) und die Arbeitnehmer partizipieren nicht an den Gewinnen, die durch ihre Arbeit erwirtschaftet werden!

Und gerade im Bereich Kitas - wer will, dass nur noch Leute den Beruf Erzieher ergreifen, die keine Chance auf einen besser bezahlten Job haben?

Wer will, dass die Bus und Bahnfahrer nur noch die sind, die keine Alternativen haben?

Die Arbeiter im Bereich Bus und Bahn, das sind die, die Deutschland in Bewegung halten, die, die die Arbeitskräfte befördert und damit einen essentiellen Beitrag zum wirtschaftlichen Wohlstand beitragen.

Und wem die Betreuung, sozusagen die Grundausbildung der Kinder, nichts wert ist, dem ist nicht mehr zu helfen!

Die arbeitenden Menschen in Deutschland haben nicht die Pflicht, sich für den Wohlstand einiger weniger ausbeuten zu lassen!

Aus Sicht der "Arbeitgeber". Arbeitgeber sind am Ende die Bürger, die den Verdienst erwirtschaften und bezahlen. Streik und Forderungen sind völlig überzogen. Die Akteure beschädigen den "öffentliche Dienst", nicht alle dort Beschäfigten sind damit einverstanden. Aber wie immer, der Krawall bekommt die Öffentlichkeit in den Medien. Verzerrte Fakten.

Der Reallohnindex ist vom zweiten Quartal 2016 bis zum zweiten Quartal 2017 um 1,2 % gestiegen.
Die deutliche Reallohnsteigerung ist auf überdurchschnittlich gestiegene Verdienste der Beschäftigten zurückzuführen:
Der nominale Verdienstzuwachs in Höhe von 2,9 % lag einen halben Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten 20 Quartale.
Dies lag unter anderem daran, dass binnen Jahresfrist ein Doppelabschluss im Bereich des öffentlichen Dienstes zu überdurchschnittlich starken Verdienstzuwächsen in der Öffentlichen Verwaltung (+ 4,5 %) sowie im Bereich „Erziehung und Unterricht“ (+ 3,6 %) geführt hat.

Die Auswirkungen solcher

Die Auswirkungen solcher rücksichtsloser Schwerpunktstreiks beeinträchtigen ganz erheblich unsere arbeitsteilige Gesellschaft : Eltern können nicht zur Arbeit, weil ihre Kinder derweil nicht mehr untergebracht sind. Der Weg zur Arbeit wird nur noch fußläufig möglich.- Da wäre es ehrlicher, wenn ein Generalstreik über zwei bis drei Monate unsere Republik lahmlegte ! Es wäre ein schöner Urlaub für die gesamte Bevölkerung ( durch ein g e n e r e l l e s Fahrverbot für Kraftfahrzeuge erholsam und atemluftverbessernd ). Das wiederum wäre ja so schön, daß Herr Bsirske sich mit einiger Aussicht auf Erfolg einer Wahl zum Bundspräsidenten stellen könnte .

@gman

Auch die Beschäftigten, die jetzt streiken, erwirtschaften den Verdienst im ö.D.
Es freut mich das es Ihnen scheinbar gut geht. Dann seien Sie auch bitte nicht neidisch. Sie dürfen gerne in der Müllabfuhr anfangen. Dort werden immer Leute gesucht, weil die Bezahlung ja so toll ist.
Ich wünsche dem ö. D.
eine satte Lohnerhöhung. Zumindest den unteren Gehaltsgruppen. Die höheren sind ja zufrieden.

@gman

"Dies lag unter anderem daran, dass binnen Jahresfrist ein Doppelabschluss im Bereich des öffentlichen Dienstes zu überdurchschnittlich starken Verdienstzuwächsen in der Öffentlichen Verwaltung (+ 4,5 %) sowie im Bereich „Erziehung und Unterricht“ (+ 3,6 %) geführt hat."
Wie oben: die Gewerkschaft ver.di ist der Streikarm des deutschen beamtenbunds.
Die Tarifunion ist eine Lizenz zum Gelddrucken für Beamte. Es ist absurd, dass eine Tariferhöhung für "Müllmänner" 1:1 auf Verwaltungsbeamte übertragen wird. Das "Beamtenwesen" muss neu strukturiert werden. Polizei muss deutlich höher, Verwaltung muss drastisch niedriger bezahlt werden

Zu 09:17 von Datto68 "Auch die Beschäftigten ..."

... Es freut mich das es Ihnen scheinbar gut geht. Dann seien Sie auch bitte nicht neidisch. Sie dürfen gerne in der Müllabfuhr anfangen. Dort werden immer Leute gesucht, weil die Bezahlung ja so toll ist.
Ich wünsche dem ö. D. eine satte Lohnerhöhung. Zumindest den unteren Gehaltsgruppen. Die höheren sind ja zufrieden.

Sie dürfen auch ...! Wer ist da "neidisch"?! Auch die Beschäftigten im ö.D. zahlen Gebühren, Abgaben, Umlagen, Steuern die den Staat finanzieren.
Sie unterliegen einem Trugschluss. Wer die Realwirtschaft und das Finanzsystem beschädigt, erwirtschaftet nichts, im Gegenteil!

Müllarbeiter werden nicht schlecht bezahlt wie man leicht recherchieren kann. Gesucht werden eher Kraft-, Service-, Gabelstapler-, Busfahrer, Lagerarbeiter ..., die oft geringer bezahlt werden.

Zu hohe Staatsquote, zuviele Verwaltungseinheiten, Länder, Abgeordnete, Pensionsempfänger, Bürokratie .. usw.
Hier kann man einsparen und so gleichzeitig die Effektivität und Produktität steigern!

Solche Streik verbessern nichts - und der Neidfaktor

Wer nicht zufrieden ist ...! Jeder kann sich bei der Müllabfuhr, als Beamter oder als Pilot bewerben, wenn er die Voraussetzungen mitbringt.

Müllabfuhr? ... auch Spitzenverdiener streiken. Der Erfolg in D im Vergleich zu anderen EU-Staaten ist auch der Vernunft, der Mitbestimmung, dem bisher gemeinsamen Interesse geschuldet. Trotz guter aktueller Lage sind die Bedingungen heute weit schwieriger und die Risiken größer. Es gibt trotzdem die Tendenz, die Vernunft der Vergangenheit zu beerdigen.

Z.B.tobt seit Monaten der Tarifkonflikt mit der Lufthansa. Die Piloten legten die Arbeit bereits 15 Mal nieder. Der Schaden durch diese Streiks belief sich für die Lufthansa im vorigen Jahr auf 230 Millionen Euro. Auch in diesem Jahr sind dem Unternehmen in den ersten drei Monaten des Jahres wegen der "Streiks" ein Schaden von 42 Millionen Euro entstanden.

Der den Kunden, der Wirtschaft, zugefügte Schaden dürfte kaum geringer sein. Hier gibt es auf Dauer keine Gewinner, nur Verlierer.

re beamtenfreund

"Öffentlich Bediensteten
steht kein Risikoaufschlag zu da es kein Risiko gibt."

Reiner Unsinn. Das Märchen vom sicheren Arbeitsplatz können Sie mal denen erzählen, die mit Zeitverträgen beschäftigt werden.

Beste Wünsche

ich hoffe, Ver.di und die Beschäftigten haben einen "Langen Atem". Das Schlimmste was jetzt passieren könnte wäre ein peinlicher Abschluss wie gerade erst bei der Post vorexerziert.
Wie gehen diese Abschlüsse dann aus, wenn es den Unternehmen und dem Staat mal nicht so gut geht ? Muss dann wieder etwas abgegeben werden wie 2004/2008 ?
6 % sind das Mindeste. Ein volles 13 und ggf. ein 14. Gehalt wäre auch in Ordnung.

seltsame Arbeitgeber

Milliarden Überschüsse aber noch nicht mal ein Verhandlungsangebot - ganz schwach liebe Politiker!

@beamtenfreund - Ihr Beitrag Ist wohl eine Fake News

"Öffentlich Bediensteten
steht kein Risikoaufschlag zu da es kein Risiko gibt."

Bei den Öffis gibt es massenhaft Zeitverträge
bei denen sich viele knapp über den Mindestlohn befinden.
Mittlerweile haben sich im gehobenen und mittleren Dienst zwar sich die Löhne fast denen der Beamten angeglichen.

Da fehlt es aber der Renten und Krankenkassen Risikozuschlag gegenüber der Beamten.

Nicht vergessen die Früh & Sonderbehandlung bei den Privatkassen Ärzten für unsere Beamten zahlen auch die Steuerzahler.

zum glück kann mich

die Gewerkschaft nicht mehr für ihre Probleme bestrafen da ich keine Kinder mehr im Kindergarten habe. Auch bei den öffentlichen Verkehrsmittel gehen die Gewerkschaften leer aus da ich mit dem Rad fahre. Mir tun alle leid die durch die Maßnahmen der Gewerkschaften unverschuldet bestraft werden.

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