Ihre Meinung zu: Hartz-IV-Debatte: Mehr als nur das Grundeinkommen

29. März 2018 - 12:39 Uhr

Geht es nach dem Willen mehrerer Politiker, soll Hartz IV reformiert werden - und das möglichst rasch. In der Debatte gehen allerdings einige Begriffe durcheinander - ein Überblick.

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Kommentare

Das mit den Begrifflichkeiten

" In der Debatte gehen allerdings einige Begriffe durcheinander."
Geht in Deutschland schon ein Weilchen durcheinander, das nicht nicht nur in dieser Debatte sondern auch beim Begriff EU und Europa und bei Migration Einwanderung und Flüchtlingen um mal 2 zu nennen.

Beschäftigungen wie sie vom Berliner angedacht wurden mit 1500 Brutto liegen über dem Mindestlohn und kosten reguläre Arbeitsplätze, als Beispiel Hausmeister wie er angedacht hat, die bekommen Mindestlohn in einigen Kommunen.
Alle drei Jahre Ausschreibungen und der billigste bekommt den Auftrag, die meisten wurden nämlich aus dem Stadtdienst ausgenommen um zu sparen weil die Öffentlichen Dienst Tarif hatten und der ist deutlich höher.

Die meisten die hier beschrieben werden gehen zu lasten der Niedriglohn Jobs, also kommt es zur Verdrängung in dem Sektor.

Und ist auch unehrlich, Frauen die 45 Jahre gearbeitet haben liegen in der Rente deutlich drunter, also müsste auch die Rente für Alle 30 Prozent aufgewertet werden.

Zu: Forum zu ts-Meldung "Scholz will Hartz IV behalten"

"Geld zur freien Verfügung" ... bitte, w a s ?!?
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@ semipermeabel , 12:41 Uhr
Es hat bei mir etwas gedauert, doch ich meine, ich begreife Sie langsam.

Erklärung/Aufdröselung "Regelsatz" (416 €):

"Nahrung, alkoholfreie Getränke" - 145,05 €
"Freizeit, Unterhaltung, Kultur" - 39,91 €
"Nachrichtenübermittlung" - 37,20 €
"Bekleidung, Schuhe" - 36,45 €
"Wohnen, Energie, Wohninstandhaltung" - 36,89 €
"Innenausstattung, Haushaltsgeräte und -gegenstände" - 25,64 €
"Andere Waren und Dienstleistungen" - 32,99 €
"Verkehr" - 34,66 €
"Gesundheitspflege" - 15,80 €
"Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen" - 10,35 €
"Bildung" - 1,06 €
[Quelle: hartziv.org/regelbedarf.html]

Der von Ihnen wohl als "Taschengeld" verstandene Regelsatz dient der Lebenshaltung für einen Monat. Er ist nicht zur "freien Verfügung", höchstens zur freien, kreativen, ersönlichen Einteilung bzw. zum freien, persönlichen "Jonglieren".

@ 12:41 von semipermeabel

Guter Kommentar zu Erich78.
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Ihre Liste läßt sich noch beliebig erweitern, um Leiharbeitnehmer, 400€-Jobber, und, und, und.
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Wer 12€ in der Stunde verdient und 160 Stunden im Monat arbeitet, dafür jeden Morgen um 5:00 aufsteht, hat am Ende des Monats um die 1400€ in der Tasche. Wenn sie noch in einem Ballungsgebiet wie München, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Berlin, ... leben und eine Wohnung bezahlen, Strom, Wasser, Heizung, GFZ für die ÖR, ihr Monatsticket um zur Arbeit zu kommen, frage ich mich, warum ich überhaupt arbeiten gehe!
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Und dann bei Arbeitslosigkeit in Hartz IV landen könnte oder meine Rente nicht reichen wird.
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Der Vorschlag von Müller ist gut! Kein Geld für arbeitsfähige ohne jede Gegenleistung!

Sozial ist nicht was Arbeit schafft

… sondern was mehr als einem Menschen nützt.

Die SPD kommt nicht von der Idee los, dass allein Erwerbsarbeit glücklich macht. Ein Solidarisches Grundeinkommen als Vorstufe zu einem bedingungslosen Grundeinkommen kann dann funktionieren, wenn es an gemeinnützige, ehrenamtliche Arbeiten bei anerkannten Trägern gebunden ist, z.B. Trainieren einer Jugendmannschaft, Aushilfe bei einer Tafel, Betreuung von Konfirmanden, Schaffung von Kunstwerken im öffentlichen Raum. Das sollte unbürokratisch ablaufen, ohne Kontrolle der aufgewendeten Arbeitszeit oder der Qualität der Ergebnisse.

Fördern und fordern

Wenn die SPD fördern soll, fordert sie die Stimmen ihrer Stammwählerschaft, die der Nutznießer ein, die sie durch sie Agenda 2010 verloren hat.

Das Grundeinkommen ist eine schlechte Idee

sowie es von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) vorgelegte Modell vorsieht. Nach diesem Modell bekommt man für zwar nicht unwichtige Jobs in der Kommune wie Instandhaltung der Stadt den Mindestlohn. Die Kommunen können es sich aber auch leisten diese Stellen voll zu besetzen mit einem richtigen Lohn.
Bei dem Modell von Herrn Müller tritt zum einen eine Wettbewerbsverzehrung ein,
zum anderen werden die 8,50€ bei einer 35 Stunden Woche ungefähr 1000€ netto im Monat bringen.
In einem Dorf sind 1000€ bei niedrigen Mieten wohl besser als die Mindestsicherung, in einer Großstadt gleich oder schlechter.
Also besser richtige Jobs schaffen mit gutem Einkommen. Die Mindestsicherung auf 500€ erhöhen. Noch besser eine gesetzliche 25 Stunden Woche einführen und die Löhne kräftig anheben, das wäre zwar utopisch, aber in diese Richtung sollte es besser gehen in Zukunft im Hinblick auf K.I. und Industrie 4.0

Was soll denn diese Scheindebatte die rein garnichts...

...am Problem „Hartz 4“ löst?

Vorweg: Lasst uns bitte nicht von denen reden, die sowieso „nur“ Sozialleistungen vom Staat erhalten wollen ohne jegliche Gegenleistung.
Diese Menschen gab es schon immer u. wird es immer geben.
Das kann u. muß ein Staat aushalten können.
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Der Vorschlag ist nichts weiter als die alt bekannte ABM.

Das System des 2005 neu eingeführten SGB ist ein
Reinfall u. die Kosten dafür zahlen Mill. von Hilfeempfängern
die, einmal in dieser Mühle drin, kaum wieder eine Chance erhalten Fuß zu fassen in der Gesellschaft.

Nur ein Bruchteil derer die davon betroffen sind schaffen es wieder auf den 1. Arbeitsmarkt.

Wir haben knapp 5 Mill. Menschen die betroffen sind u. ca. 150t davon sollen in diese neue Maßnahmen gedrückt werden.

Zum einen werden diesen Menschen Rechte aus dem GG verwehrt u. zum anderen konkurrieren diese dann in einer Stadt gegenüber den regulären Arbeitnehmern wie z.B. Gärtnern von Bauhof etc.

Nein, das System Hartz 4 ist wie ein Krebsgeschwür.

Eigentlich nicht neu...

Die Debatte ist nicht neu und erinnert sehr stark an die sozialmathematischen Thesen von Paul Samuelson aus den 70er Jahren! Allerdings hatte die Theorie nach staatlichen Investitionen auch noch einen anderen sehr wichtigen Grund, Menschen sollten gemeinsam Projekte umsetzen um somit auch die soziale Gemeinschaft zu fördern. Dies ist heute ein sehr wichtiger Baustein in unserer Gesellschaft. Menschen die nicht arbeiten, entfernen sich immer mehr davon und fühlen sich ausgegrenzt! Diese Methode ließe sich auch auf die Integration von Migranten umsetzen. Samuelson hatte z. B. die Idee, Parkanlagen und Spielplätze zu bauen oder Parkanlagen zu reinigen. Wenn wir den Bürokratismus etwas abbauen würden gäbe es auch mehr Möglichkeiten!

Reformen

Neben einer Hartz4-Reform sollte bundesweit auch die bisher gleichmachende Rundfunkgebührenordnung reformiert werden.
Das ist eine Ordnung die denen Leuten knapp über den Hartz4-Sätzen die Luft nimmt. Diese Gruppe kann sich meist nie die Segnungen einen guten Empfangbarkeit von Rundfunk/Fernsehprogrammen leisten. Sie sind aber bisher (einer Vereinfachung wegen) mit gut ausgestatteten Leuten in der Beitragshöhe gleichgesetzt. Eine Reform ähnlich zu der Rundfunk-Betriebsveranlagung wäre gefordert.

Grundeinkommen

Die SPD hat wegen der Agenda 2010 bereits bei der vorletzten Bundestagswahl die Hälfte ihrer Stammwähler verloren. Wenn sie jetzt den Fehler korrigiert, ist es natürlich notwendig, dass das "Fördern und Fordern" auch mal andersrum gilt. Damit die SPD fördern kann, braucht sie die Stimmen zurück. Auch ohne dass sie diese einfordern muss. Ganz freiwillig und voll auf Vertrauensbasis

gamundio 14:38

Nein. ALG-II-Bezieher können sich befreien lassen, allen anderen tun die nur 17,50€ monatlich für so ein umfangreiches Programm nicht weh.

@Neutrale Welt, 14:19

Wer 12€ in der Stunde verdient und 160 Stunden im Monat arbeitet, dafür jeden Morgen um 5:00 aufsteht, hat am Ende des Monats um die 1400€ in der Tasche. Wenn sie noch in einem Ballungsgebiet wie München, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Berlin, ... leben und eine Wohnung bezahlen, Strom, Wasser, Heizung, GFZ für die ÖR, ihr Monatsticket um zur Arbeit zu kommen, frage ich mich, warum ich überhaupt arbeiten gehe!

Sie haben völlig recht. Und natürlich teile ich Ihre Überzeugung, dass die Löhne sich auf der Stelle verdoppeln werden, wenn die Arbeitslosen noch weniger Unterstützung bekommen. Komisch, dass das nicht jedem einleuchtet.

Anscheinend geht es garnicht ...

um Hartz4 sondern darum den seit Jahren unterfinanzierten Kommunen unter die Arme zu greifen.
Das solidarische Grundeinkommen macht doch nichts anderes. Fraglich bleibt ob die Finanzierung durch eine Kürzung der Unterstützung der Kommunen getätigt wird.

Wie wäre es wenn wir den Kommunen mehr Geld zukommen lassen und diese dann selber regeln wie und wo sie es einsetzen wollen.
Dies wäre auch für die Demokratie besser. Denn man sieht das die Wahlbeteiligung bei Kommunalwahlen, oder Landratswahlen immer weiter sinkt, obwohl es dort die größten Einflussmöglichkeiten für den einzelnen Bürger gibt.

Es liegt wohl kaum am System Hartz IV,

wenn Leute, die mal in den Bezug geraten sind, nicht mehr rauskommen. Letzteres ist kaum vorstellbar, wenn ich mich ernsthaft um Arbeit bemühe. Vielleicht liegt es eher daran, dass gewisse einfache Jobs der Technologisierung zum Opfer gefallen sind oder durch billigere Leih- oder Werksvertragsarbeiter ausgeübt werden. Prekäre Arbeitsverhältnisse sind aber nicht Gegenstand von Hartz IV sondern von Hartz I, II oder III. Hartz IV ist die Grundsicherung.
Ich wüsste nicht, was Grundsicherungsleistungen damit zu tun haben sollten, dass jemand dauerhaft darin hängen bleibt, es sei denn, dass Arbeitgeber beim Vorstellungsgespräch schon beim Wort Hartz IV mit den Augen rollen. Und die wissen wohl auch, warum. Warum die Grundsicherung in Frage gestellt wird, kann ich nicht nachvollziehen. Zu Hartz 1, 2 und 3 jedoch sind zumindest stark korrekturbedürftig. Hier soll ja endlich wenigstens etwas nachgesteuert werden, leider nicht konsequent und nicht genug.

@Ludek

"Samuelson hatte z. B. die Idee, Parkanlagen und Spielplätze zu bauen oder Parkanlagen zu reinigen. Wenn wir den Bürokratismus etwas abbauen würden gäbe es auch mehr Möglichkeiten!"

Wenn ich sowas lese frage ich mich immer warum das reinigen von Spielplätzen, Parkanlagen usw nicht schon lange gut bezahlt wird.
Anscheinend will diese Arbeit keiner machen und nach reiner Marktlogik müssten dank der Nachfrage also die Preise, in dem Fall die Löhne, steigen.
Tut es aber nicht, nun will man Leute für ein wenig mehr Geld dazu verpflichten diese, in der Gesellschaft niederwertigen Arbeit, zu erledigen.

Glauben wir wirklich das wir diese Arbeit, die wir selber als niederwertig ansehen, verteilt bekommen? Würden wir selber diese Arbeit für diese Entlohnung annehmen? Ich würde schätzen das die Mehrheit in diesem Forum diese Arbeit für diesen Lohn nicht machen würde. Und ich kann die Mehrheit nicht einmal dafür kritisieren. Aber eventuell zum nachdenken anregen.

"Scholz will Hartz IV" behalten"

Darum, genau darum wird das nichts mit der Erneuerung der SPD...

Statt nur zu reden, einfach mal Pilotprojekte starten.

Dann kann man etwas bewerten, statt nur in Theorien zu schwelgen.
Bei den Steuergeldern, die von den Politikern verschwendet werden, kommt es auf die Kosten für Pilotprojekte auch nicht mehr an. Kommt das Geld bei den Harz 4 Empfängern an, dann kommt es wenigstens bei den Richtigen an.

@ Gamundio

Blödsinn: Hartz4 empfänger können sich von der GEZ befreien lassen.

Und in diversen Wohngebieten gibt es vergünstigtes Kabel in der Miete enthalten. Fehlt nur noch ein Empfangsgerät: Gilt als sozialüblicher Standard, zumindest muss ein gebrauchtes Gerät bereitgestellt werden. Mein Gerät ist jetzt auch 10 Jahre in Gebrauch, das würde ich jetzt nicht als einschränkung empfinden...

Grundeinkommen

Das von einigen SPD-Politikern angestrebete Grundeinkommen ist nicht Zielführend. Denn auf Grund der fortschreitenden Technik wird die Arbeit immer weniger. Es geht daher kein Weg am bedingungslosen Grundeinkommen vorbei, auch deshalb, weil in einer humanen Gesellschaft das Existenzminnimum Leistungs- und Sanktionsfrei sein muß. Wer ohne Zwang arbeitet, der arbeitet besser. Und die meißten werden mit dem BGE weiter arbeiten, um sich ein lukratives Zubrot zu verdienen. Es gewinnen also alle, beim BGE.

Bevor man über die

Bevor man über die Umetikettierung von Hartz4 (schrecklicher Name, wann werden die Gesetze endlich vom Namen dieses unsäglichen VW-Managers "befreit"?) diskutiert, gibt es genügend prekäre Arbeitsverhältnisse, die man durch einen verbesserten Kündigungsschutz, durch stärkere Verankerung von Arbeitnehmerbeteiligung, Betriebsrat etc. und nicht zuletzt durch einen angemesseneren Midestlohn stabiler und sicherer machen könnte.

@14:19 von NeutraleWelt

"...leben und eine Wohnung bezahlen, Strom, Wasser, Heizung, GFZ für die ÖR, ihr Monatsticket um zur Arbeit zu kommen, frage ich mich, warum ich überhaupt arbeiten gehe!"
Bspw. das Monatsticket und den Strom, aber auch TV, Telefon, Kleidung etc muss ein Hartz IV-Empfänger aus dem Regelsatz von 416€ bezahlen-siehe Aufstellung 14:15 von DerrickGucker.
Und weil Sie schon von hochpreisigen Ballungsräumen reden, das Beispiel Stuttgart: 1 Person ALG II. Regelsatz 416€-Mietobergrenze 450€ und NK sagen wir mal 120€=986€. Da bleibt bei 1400€ Netto das Doppelte, wie beim einem Hartz IV-Empfänger zum Leben. Ich vermute, dass die meisten Bezieher bereit wären dafür arbeiten zu gehen.
Weiterhin ist es immer schön wenn Extrembeispiele als Norm verkauft werden sollen. Das Nettodurchschnittseinkommen in Deutschland lag 2017 bei 1893€. Bei einem durchschnittlichen Hartz IV-Satz von bundesweit mit Wohnzuschuss und NK von 751€ wissen die meisten Menschen warum sie arbeiten gehen.

Einstieg in bedingungsloses Grundeinkommen

Mein Vorschlag wäre der Einstieg in ein bedingungsloses Grundeinkommen mit einer negativen Einkommenssteuer, die oberhalb des Kindergeldes liegt für jeden Steuerpflichtigen aber nicht voll auskömmlich wäre.
Wenn man es intelligent ausgestaltet, könnte es mit Harz IV stärker (muss nicht zu 100%) verrechnet werden als mit Einkommen verrechnet werden.
Damit könnten Niedrigverdiener auf den erniedrigenden Gang zu den Sozialbehörden verzichten
Kreative könnten von selbstgewählten Tätigkeiten leben.
Ehrenamtlich Tätige könnten dies leichter tun.
Gleichzeitig konkurriert das nicht mit regulären Jobs wie die SPD Vorschläge
Wer die Füße ganz auf den Tisch legen möchte, hätte aber nicht sehr viel davon.
Es bleiben wohl noch Hartz IV Abhängige, aber es dürften deutlich wenige werden.

Sanktionen sollten

Sanktionen sollten abgeschafft werden.
Dann würden mit der Zeit auch die meisten Zeitarbeitsfirmen verschwinden, die nur Sklavenlöhne zahlen.
Und Firmen müssten auch mal vernünftige Löhne zahlen, weil sie kein Arbeitsvieh mehr bekommen, die durch Sanktionen gezwungen werden jeden unterbezahlten Mist zu machen.

@Chili58

Wer ernsthaft will, der findet auch.

Aber... vielleicht gehen bei vielen die eigenen Vorstellungen und Wünsche mit der Realität sehr weit auseinander.
Ich selbst habe dieses Jahr im Januar bei mir 4 Mitarbeiter neu eingestellt. 3 Fachkräfte und 1 Bürohilfskraft (ohne Ausbildung). Alle habe ich mittlerweile wieder rausgeschmissen... 2 x die typischen (regelmäßigen) Freitags-Montags-Krankheiten. 1 x war der MA der Meinung er kann einfach mal zu Hause bleiben. 1 x kam betrunken zur Arbeit.

Jetzt habe ich die 4 Stellen über Leiharbeit besetzt, welche solche Leute mitfinanzieren.

Was soll ich sagen... es Läuft. 2 werde ich nächsten Monat übernehmen. Bei den anderen mal sehen wie es weitergeht.

Warum sind Leiharbeiter billiger?

Stimmt nicht! Ich zahle als Arbeitgeber sogar mehr als bei meinen eigenen MA.

Vielleicht sollten einige mal die Sache aus der Sicht von Arbeitgebern sehen (nein - ich bin bin kein Konzern sondern ein 40-Mann/Frau Betrieb).

In diesem Sinne - frohe Ostern

Ich kanns bald nicht mehr Hö...lesen

Mal abgesehen davon, dass dies ganze Thematik Harz4 usw. einem neoliberalem Kanzler der SPD zu verdanken ist, hat diese "Reform" nur zu einem geführt, Dumpinglöhne in D. zum Schaden von Europa. Alle weiteren Begriffe und Modelle wie z.B. "sozialer Arbeitsmarkt", "Aufstockung" usw. dienen nur dem Erhalt der - Dumpinglöhne und der Umverteilung von unten nach oben.
Wer meint, Harz4 bzw ALG2 würde zum Erhalt des notwendigen reichen der irrt, siehe oben eine treffende Liste.
Die Tatsache, dass Löhne gezahlt werden, die noch unter ALG2 liegen und zum aufstocken berechtigen, also Subvention aller für die Personalkosten von Unternehmen ist ein Skandal.
Wer Arbeit hat muss davon würdevoll Leben also mindestens 1.200 € netto verdienen. Treibt endlich Steuern von Facebook, Google usw. ein, Schaft die unwürdigen Agenturen "für Arbeit" ab, das reicht um all dies zu finanzieren. Übrigens, fragt mal die Unternehmen, warum sie keine Ü40 mehr einstellen, dass sind meist die Langzeitarbeitslosen!

die Frage, ob ich für einen

die Frage, ob ich für einen bestimmten Lohn bereit bin, eine bestimmte "niederwertige" Arbeit zu tun, hängt auch von meinen Fähigkeiten und meiner Ausbildung ab, welche Möglichkeiten mir also offen stehen. Viele niederwertige Arbeiten will auch deswegen niemand tun, weil sich gerade mit mehreren Kindern von Hartz4 besser leben lässt. Letzendlich sollte Familienpolitik versuchen zu lenken, wer Kinder bekommt. In Deutschland werden mehr als 80% der Kinder in der bildungsarmen Unterschicht geboren. Das hat zur Folge, dass wir einserseits Fachkräftemangel haben, und andererseits Menschen, die kein Arbeit finden, weil es zuwenig unqualifizierte Jobs gibt.

Wenn schon Grundeinkommen,

Wenn schon Grundeinkommen, dann doch bitte bedingungslos, das wäre wesentlich solidarischer als das "solidarische Grundeinkommen" das im Artikel beschrieben wird. In Finnland fällt die Bilanz zur Halbzeit des Grundeinkommen-Tests mehrheitlich positiv aus, in Deutschland kann man sich durch die Initiative von "MeinGrundeinkommen e.V." ein Bild darüber machen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen verursacht weniger Bürokratie als das solidarische und mit Sicherheit weniger als Hartz 4. Warum kann man nicht so wie in Finnland eine Testphase starten? Hartz 4 vs. solidarisches Grundeinkommen vs. bedingungsloses Grundeinkommen. Nach zwei Jahren schaut man, was am erfolgreichsten war und setzt dann dieses Modell ein. Das wäre doch mal was für die Bürger, nicht nur für die potenziellen Wähler.

Hartz-IV-Debatte:Mehr als nur das Grundeinkommen

Das Foto zeigt,was bestimmte Politiker wie der Regierende Bürgermeister offensichtlich im Blick haben.Mit Billigarbeitskräften normale Tarifkräfte verdrängen und dann noch vom "sozialen Arbeitsmarkt" reden.
Das ist keine Distanzierung von den "Reformen" der letzten Jahre.Arbeitslose und Arbeitende-billig und rechtlos.

Arbeitsfähigkeit

"Kein Geld für arbeitsfähige ohne jede Gegenleistung!"
Toller Vorschlag, dann würde ich Herr Müller jetzt bitten in einem zweiten Interview mir den Begriff Arbeitsfähigkeit zu erklären. Weil laut Gesetzt dürfte sich niemand im SGB II Bezug befinden der nicht arbeitsfähig ist. Nur ist das de facto leider falsch, sonst bräuchten die Job-Center auch keine Fallmanager für schwer zu vermittelnde- und langzeitkranke Kunden. Dann müsste auch nicht jede Versicherung ständig Rechtsstreits zum Thema Arbeits- und Berufsunfähigkeit führen. Dann müssten auch die Sozialgerichte nicht täglich Verfahren von AN gegen die DRV wegen EM-Rente führen. Auf den Unterlagen der amtsärztlichen Untersuchungen dürfte es dann auch nicht mehrere Ankreuzmöglichkeiten (bis zu 3 Stunden, zwischen 3-6 Stunden, über 6 Stunden) geben. Teil EM-Rente oder Ganze? In Zukunft lassen wir den ganzen Firlefanz, es gibt nach Herr Müller nur noch arbeitsfähig und nicht arbeitsfähig- Schwarz und weiß- genau so kommen wir weiter.

Die Hälfte der Hartz IV Bezieher

haben Migrationshintergrund. Das sollte uns auch schon mal zu denken geben.
Aber auch die Tatsache, dass man Menschen die vielleicht schon 30 Jahre geschuftet haben und dann arbeitslos werden weil die Firma Pleite ist oder "umstrukturiert", mit dem gleichen Geld abspeist wie jemand der noch nie einen Finger krumm gemacht hat, ist asozial.

Ich würde jeden, der Harz IV bekommt zu einem gemeinnützigen Dienst verpflichten.
Nichtteilnahme bedeutet Kürzungen.
Unterste Stufe ist dann eine Sammelunterkunft mit Sachbezügen.

Dies muss natürlich seinem Alter und seiner Gesundheit angepasst sein.

Jeder der einen Vollzeitdienst leistet, bekommt Zulagen. Oberste Stufe wäre dann ein Gehalt auf Mindestlohnniveau wenn er 40 Std. die Woche arbeitet.

Die Dienste sollten in jedem Fall gemeinnützig sein und im Ort wo der Arbeitslose wohnt durchgeführt werden. Das entlastet bei den Fahrtkosten und sorgt für direkten Nutzen.

Es fehlt immer der große Blick

Diskussionen über Sozialleistungen enden regelmäßig mit kleinlichen Neid-Debatten (ich stehe um 5 Uhr auf - und der soll einfach so Geld kriegen?) und lassen leider selbst fundamentale Einsichten in das Gesamtsystem vermissen. Betrachten wir es anders herum: der ALG II Empfänger - eine durch die Struktur dieses Apparates gewollt entwürdigende Situation, in die man aus allerlei Gründen auch als hochgebildeter Mensch erstaunlich schnell geraten kann - nimmt niemandem Geld weg. ALG II Empfänger bekommen Geld für den Lebensunterhalt, und, wenig überraschend: sie geben es genau dafür aus. Das ALG II Geld ist mithin praktisch unmittelbar wieder im Wirtschaftskreislauf, und es landet bei Aldi oder Lidl & Co und auf allerlei verschlungenen Wegen bei Banken, Versicherungen und Großaktionären. Dort wird das Geld dem Wirtschaftskreislauf entzogen, und nicht etwa durch die ALG II Empfänger oder die Empfänger anderer Transferleistungen.

Müller denkt

###Müller denkt etwa an Sperrmüllbeseitigung, das Säubern von Parks, Bepflanzen von Grünstreifen, Begleit- und Einkaufsdienste, Babysitting für Alleinerziehende oder ehrenamtliche Tätigkeiten in der Flüchtlingshilfe. Die Tätigkeiten sollen nach Mindestlohn bezahlt werden.###Sperrmüllbeseitigung, das Säubern von Parks, Bepflanzen von Grünstreifen usw, ist Arbeit die jetzt auch schon gemacht wird und bezahlt wird, wo soll der zusätzliche Sperrmüll oder die zusätzlichen Grünstreifen für neue Arbeiter herkommen? Man kann natürlich Müllwerker die arbeiten kündigen ,wenn sie nach einem Jahr in Hartz4 angekommen sind wieder zu den neuen Konditionen beschäftigen, auch eine Möglichkeit.

1. Dies ist eine von der SPD

1. Dies ist eine von der SPD losgetretene Scheindebatte, um sich von der CDU abzugrenzen und Wähler zu mobilisieren.
2. Keiner in der SPD will wirklich am Hartz4 System irgendwas verändern - mit Sicherheit nichts Positives für die Betroffenen.
3. Solange die Wirtschaft brummt und das vor allem mit Niedriglöhnen, Teilzeit, Befristung, Leiharbeit und eben auch Hartz4, werden schon die Lobbiisten von dort eine grundlegende Änderung verhindern.
4. Hier wird nur wieder Armut gegen Armut ausgespielt und das Stigma Hartz4 weiter gefestigt.
5. Wer in seinem Leben noch nie erfahren hat, wie schnell es abwärts gehen kann und was das für Belastungen mit sich bringt, der sollte sich mit der Beurteilung von Hartz4 besser zurückhalten.
6. Alles bleibt wie es ist und bekommt allenfalls einen neuen Namen, damit es schicker aussieht und leichter gefressen wird.

@um 14:21 von Crissov

"Sozial ist nicht was Arbeit schafft"
Sie beziehen sich sicherlich auf den FDP Wahlslogan von vor ein paar Jahren?
Eigentlich hatte die FDP damit Recht. Sozial ist was Arbeit schafft. Gemeint war mehr Arbeitsplätze schaffen und somit weniger die von Sozialhilfen (Gleich welcher Art und welchen Namen) leben müssen. Und das finde ich schon Sozial und erstrebenswert. Aber es muss auch das Ziel erfüllen das man davon leben kann.

eine idee, deren zeit gekommen ist (II)

das bedingungslose grundeinkommen wird ohnehin kommen. es wird sich herbei schleichen ueber einen zwischenzustand, in dem die unteren lohngruppen systematisch ueberbezahlt werden muessen, weil sich von diesen gehaeltern nicht mehr leben laesst.

im uebrigen bin ich mir weiterhin sicher, dass man in einigen jahrzehnten zurueckblicken und erschuettert den kopf schuetteln wird ueber das nun ueberwundene prinzip der "existenzsicherung durch arbeit".

die zeit ist gekommen, wir werden es noch im 21. jahrhundert erleben. und auf das geizige geplaerre derer, die dann eine neid-diskussion anzetteln wollen freue ich mich schon heute...

Der gesellschaftliche Nutzen von Transferleistungen

Soziale Transferleistungen werden von den Empfängern ausgegeben. Mit diesem Geld werden Arbeitsplätze geschaffen und erhalten, Unternehmensgewinne finanziert und - last but not least - durch Armut ausgelöste gesellschaftliche Kosten und Problemkreise vermindert oder bestenfalls verhindert. Die USA haben ein schlechtes Sozialsystem: wer krank wird, der verliert nicht selten durch Arztkosten Haus und Hof. Bildung ist für Arme nicht finanzierbar. Eine soziale Grundsicherung gibt es in der Form nicht. Die Folge: ungebildete Arme bleiben ungebildete Arme. Kriminalität explodiert, 30.000 Menschen sterben jährlich durch Schusswaffen, und der Anteil der Bevölkerung in den Gefängnissen des Landes ist Weltrekord - von der extremen Drogenproblematik fange ich gar nicht erst an. Soziale Mindestabsicherung, ohne Herabwürdigung der Betroffenen, ist letztlich eine Form staatlicher Wirtschaftsförderung UND zugleich gut angelegte Investition in sozialen Frieden und innere Sicherheit.

@fathaland & @-LLAP-

Im 19. Jahrhundert kamen Gewerkschafter auf die Idee einer "Maschinensteuer", die leider niemals umgesetzt wurde (weil natürlich die richtigen Leute keinerlei Interesse daran hatten).

Da der Profit auch mit Roboter statt Mensch fließt, aber für Maschinen keine Sozialabgaben anfallen, wäre das eine ebenso einfach wie konsequente Maßnahme, die Verteilungsgerechtigkeit wieder ein wenig zu verbessern. Vielleicht diesmal als "Maschinen-Sozialversicherungs-Beitrag". Der Mehrwert, der ja nach wie vor erwirtschaftet wird, fließt dann nicht mehr ausschließlich in die Kassen der Shareholder, sondern wird wieder verteilt.

Das bedeutet auch nicht etwa das Ende der Erwerbsarbeit. Sondern die - technisch schon längst mögliche - Verteilung der verbliebenen Arbeit auf alle. Mehr Lebensqualität durch mehr Freizeit schon inbegriffen.

Reformbedürftig

Das ganze System gehört gründlich reformiert. Damit meine ich nicht nur finanziell sondern vor allem strukturell.
Die Jobcenter sind reine Verwaltungs- und Drangsalierungsbehörden, sinnvolle Jobvermittlung findet nicht statt. Wer schon mal mit den Vermittlern dort zu tun hatte, wird schnell bemerkt haben, das die teilweise nichtmal die Berufsbilder kennen, in die sie die Arbeitslosen vermitteln sollen. Fortbildung sollte es also zuerst für die Vermittler geben, fachlich, sowie auch im Umgang mit den Arbeitslosen.
Desweiteren sollte der Focus darauf gelegt werden, die Arbeitslosen in dauerhafte und existenssichernde Arbeitsverhältnisse zu vermitteln, das heißt, die Zumutbarkeitsregeln sollten überarbeitet werden. Alles andere ist Quark un führt nur dazu, das die Leute nach kurzer Zeit wieder auf der Matte stehen und sofort in H4 zurückfallen. Außerdem bedarf es mehr Mittel für sinnvolle Fortbildungen, wobei die Bildungsträger endlich gründlich überprüft gehören.

16:09, Rick O'Sheh

>>ALG II Empfänger bekommen Geld für den Lebensunterhalt, und, wenig überraschend: sie geben es genau dafür aus. Das ALG II Geld ist mithin praktisch unmittelbar wieder im Wirtschaftskreislauf, und es landet bei Aldi oder Lidl & Co und auf allerlei verschlungenen Wegen bei Banken, Versicherungen und Großaktionären. Dort wird das Geld dem Wirtschaftskreislauf entzogen, und nicht etwa durch die ALG II Empfänger oder die Empfänger anderer Transferleistungen.<<

Danke für diese Klarstellung. Ich befürchte allerdings, daß sie die Hochnäsigen und die Neidhammel nicht erreichen wird.

Hartz IV soll möglichs schnell reformiert werden

Eigendlich eine gute Nachricht. Aber in welche Richtung soll reformiert werden. Reform heißt eigendlich Erneuerung, Umgestaltung und Verbesserung. Als 2005 diese neue Arbeitsmarktreform mit Namen Hartz IV eingeführt wurde, ist dieses den Menschen als Erfolg verkauft worden. Allerdings nur für jene die nicht davon betroffen waren. Profitiert von diese Reform hat doch nur die Wirtschaft die über Leiharbeitsfirmen billige Arbeitskräfte erhalten haben. Ältere und viele andere unverschuldet Arbeitslos gewordene wurden zum Bittsteller beim Arbeitsamt ohne Chance wieder einen Job zu bekommen. In Gegenteil, eigene Ersparnisse müssen angegeben und verbraucht werden um überhaupt in den genuss von Leistungen zu kommen. Tolle Reform. Diese Reform hat doch Alters und Kinderarmut erst geschaffen. Wenn also Hartz IV möglichs schnell Reformiert werden soll, dann aber liebe Politiker, bitte für die Menschen und nicht um die Statistik zu schönen...

Welch ein jämmerlicher Unsinn, welch eine ... 2.

Neulich, ein Nachbar aus der Straße, er macht jetzt 1€.
Klasse denket man, der arme Kerl kann doch kaum noch selbständig stehen. Ein alter Kämpe, 63, ein Glasauge, Herzkrank und mit nem bösen Rücken belastet - ja, aber die SB von JC haben ja ihre Regeln, "er kann ja noch drei Stunden arbeiten, also muss er noch was machen"... Man möchte entweder mit dem eigenen Kopf gegen die Wand, oder den des idealen "Gesammtsachbearbeiters" gegen die Heizung, eines von beidem auf jeden Fall ... Wer geht so mit Menschen um, wer ist so inhuman, wer ist so in Regeln und Gesetzen eingezwängt und von beidem Verblendet, das er guten gesellschaftlichen Institutionen (hier dem Senioritätsprinzip ) so wenig (Be-) Achtung erweist. (der Hinweis, dergleichen Prinzipien seien durch die Realität entwertet verfängt nicht - der allgemeine Lohnverfall und der von Berufsrückkehrern insbesondere belegt das zur Genüge) So wird Gesellschaft zerrüttet und zerstört, das kann nicht Aufgabe staatlicher Agenturen sein,

Man muss wagen, die

Man muss wagen, die Wirtschaft zu verändern. Ohne den Wachstumsgedanken abzuschaffen, werden wir nicht schlau.
"Es gibt nichts Richtiges im Falschen" (Th. W. Adorno).

An dieser Stelle spare ich mir weiteres. WIr sind klug und intelligent, um über die Märchen hinaus zu kommen, die dann immer gebracht werden (es bricht alles zusammen, einer muss den Müll weg bringen)... - da appelliere ich an die Kreativität frei denkender Menschen. Aber eines ist klar: Es wird zu viel dasselbe erzählt, es gibt zu wenig Raum (auch von der Moral her), um zu neuen Ideen zu kommen. Die Leute sehen immer nur das Gegenwärtige. Mann, niemand wäre zum Mond geflogen, niemand hätte im Mittelalter die Erde als Kugel beschrieben, wenn er es nicht gewagt hätte, den Horizont zu verlassen, den alle teilen.

16:16, frosthorn, @fathaland & @-LLAP-

Ja, das ist genau das, worauf ich mit meinen Kommentaren hinauswill.

Danke für die Verdeutlichung. Ich kann jedes Wort unterschreiben.

Mehr als nur das Grundeinkommen ... jämmerlich einfach!

Ein Grundeinkommen jenseits eines "Subsistenzeinkommens" anlegen zu wollen ist dumm und leichtfertig. Arbeit ist Erwerb der zum Lebensunterhalt nötigen Subsistenzmittel also muss das Grundeinkommen auch dem Erwerb eines Existenzsichernden Renteneinkommens dienen. Das limitiert die Einkommens Höhe, wo Arbeitseinkommen nicht Farce, Ausdruck eines Ideologiebildenden Unterfangens sein soll.
Wenn diese Dinge nicht mehr zusammen gehen, muss man über anderes reden, als über den Arbeitnehmer, dann muss man über die Arbeitswelt reden, über die allfällige Profitrate, über die Investitionen, die dem Arbeiter den Lohn abschneiden etc. Dann muss man die Proportionalität des Ganzen thematisieren.

16:30, - LLAP -

>>Es werden nicht genügend Aufgaben neu entstehen, um die absolute Zahl der wegfallenden Jobs zu ersetzen.<<

Ist ja mein Reden.

Der werte Mitforist "frosthorn" hat es um 16:16 Uhr treffend auf den Punkt gebracht.

Empfindsame Personengruppen

Das solidarische Grundeinkommen würde den
Helfern sicher den Rücken und das Selbstbewusstsein stärken, aber wo etwas Gutes entsteht, entwickeln sich schnell Kräfte, die es zunichte machen wollen.
Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Schritt so manchem Arbeitskollegen das geschätzte Überlegenheitsgefühl schlagartig entziehen würde und so Abneigungen gegen die freiwilligen Helfer entstehen könnten. Dieser Gefahr entgegen zu wirken, ist bestimmt keine leichte Aufgabe, es handelt sich bei den Helfern wahrscheinlich um empfindsame Personengruppen.

@ (u. a.) "Erich78"

Sehe gerade "Sehr-Gescheit" mit einem "1:1-Doppelpost-von-gestern" (Meldung "Heil offen für Grundeinkommen").

Sollen wir uns hier die Finger wund tippen oder ist User "Sehr-Gescheit" womöglich ein Bot?

- Osterferien hin oder her ... -
--------------
Das "solidarische Grundeinkommen" finde ich im Prinzip "doof", jedoch wäre es ein Fortschritt.
Für ein mögliches BGE ist Deutschland (und die Welt) noch nicht reif genug. Vorher müssen erst noch -zig "Blasen" platzen und die sozialen Ordnungen, wie wir sie heute kennen, am Abgrund stehen.

@fathaland slim

Thread: Scholz lehnt Abschaffung von Hartz IV ab, 13:06

«Das lohnarbeitsbasierte Gesellschaftsmodell hat sich überlebt. Deswegen ist es Zeit für eine Grundsatzdiskussion über Wertschöpfung, Arbeit und Teilhabe.
Menschen mit Visionen sind gefragt. Es gibt sie aber weder in der Politik noch hier im Forum.»

Es ist nicht einfach, in 1.000 Zeichen Visionen zu entwickeln.
Angerissen wäre eine meiner folgende (prinzipiell):

Die Produktion von Gütern wird nicht abnehmen, aber immer stärker durch Maschinen- als durch Menschenkraft erfolgen.

Auch Maschinen tragen zur Wertschöpfung bei.
Für deren Leistungen müssen Beiträge zur Kranken-, Sozial- und Rentenversicherug abgeführt werden, die um einen gewissen Prozentsatz höher sind als die der Menschen.

Die für Menschen sinken, was auch bei "unproduktiven" Sozialberufen zu einer Nettolohnerhöhung ohne höheres Brutto führt.

Gerechtere Besteuerung von Kapitalerträgen zu Arbeitsleistung.

Als Ansatz zur weiteren Diskussion, hin zu BGE.

um 16:09 von dummschwaetzer

Sorry, aber haben Sie Ihren 2Namen" bewusst gewählt?
Bitte belegen Sie Ihre Aussage, dass "Die Hälfte der Hartz IV Bezieher haben Migrationshintergrund" - Belegen nicht oft genug behaupten und dann wird es wohl stimmen!
Nicht jeder, der ALG2 (so heißt Harz IV wirlich!) bezieht hat dies selbst verschuldet. Sie setzen voraus, dass jeder der ALG2 bezieht selbst Schuld ist und somit gezwungen werden soll gemeinnützige Arbeit zu leisten. Übrigens, diese Regel würde nur dazu führen, dass Organisationen und Institutionen auch noch die letzten Vollzeitkräfte rausschmeißen und dann alle Kosten für diese Dienstleistungen über eben diese Form subventionieren lassen also sozialisieren und die Gewinne einstreichen, also privatisieren. Das ist asoziales vorgehen. Die Politik und auch die Wirtschaft sollen der Gesellschaft dienen und nicht die Gesellschaft für die Gewinne einzelner sorgen. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen ist das einzige würdevolle Instrument.

Hartz4-Jammern auf hohen Niveau

Die Leistungen nach SGB-II sind meist höher, als Beschäftige mit einen Brutto-Gehalt/Lohn um die 2000€ raus bekommen.

Die Harz4ler bekommen in der Regel SGB-II + Miete. Das sind in der Regel mehr als 1100€ im Monat.

Dann noch jammern und klagen ist einfach nur noch eine Frechheit. In welchen Land gibt es sowas?

Aufreger sind eher die armen Deutschen, die durch das Raster fallen, einen niedrigen Lohn erhalten oder die illegale Einwanderung in die Sozialsysteme.

@16:09 von Rick O'Sheh

Chapeau-volle Zustimmung!
Nur erreichen Sie leider mit Ihren durch die Bank wahren Worten leider nur die, die schon im Vorfeld über den eigenen Tellerrand hinaus denken konnten. Der Rest glaubt weiterhin an Bild und Co, ohne jemals mit dem System in Berührung gekommen zu sein, bzw. kennt man jemand der jemand kennt und der hat erzählt, dass...

solidarischen Grundeinkommen

Was soll daran solidarisch sein wenn man den leistungserbringern immer mehr entzieht, und die leistungslosen damit besser stellt als sie selbst???

16:35 von fathaland slim

16:09, Rick O'Sheh

>>ALG II Empfänger bekommen Geld für den Lebensunterhalt, und, wenig überraschend: sie geben es genau dafür aus. Das ALG II Geld ist mithin praktisch unmittelbar wieder im Wirtschaftskreislauf, und es landet bei Aldi oder Lidl & Co und auf allerlei verschlungenen Wegen bei Banken, Versicherungen und Großaktionären. Dort wird das Geld dem Wirtschaftskreislauf entzogen, und nicht etwa durch die ALG II Empfänger oder die Empfänger anderer Transferleistungen.<<

Danke für diese Klarstellung. Ich befürchte allerdings, daß sie die Hochnäsigen und die Neidhammel nicht erreichen wird.
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Das von Versicherungen und Banken und Großaktionären dem Wirtschaftskreislauf entzogene Geld vermuten Sie wo?
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Abgelegt bringt es MInuszins und als Kopfkissenfüllung zuviel und zu hart..
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Im Übrigen geht es uns auch wegen dieser Hinterzieher besser als in jedem Sozialismus diese Welt.
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Nur hier stört nicht einmal der für den ersten S-Versuch immer noch abgezockte Soli.

ein gespenst geht um in europa..

und vielleicht auch der ganzen welt: es ist das gespenst des BGE.

allen, denen dieses forum inzwischen zu anstrengend geworden ist, empfehle ich, sich auf die beitraege von fataland slim zu konzentrieren. die sind grundsaetzlich geistreich, serioes und ganz sicher durchdacht.

@17:07 Boris.1945

Gerne würde ich mal verstehen, gegen welchen "Papiertiger Sozialismus" Sie eigentlich permanent kämpfen; und Dank welcher "Hinterzieher" geht es uns besser als in welchem Sozialismus dieser Welt? Würde ich gerne verstehen.

Von der Idee her nicht so schlecht, aber...

die Umsetzung wird nicht funktionieren.
Diese Menschen werden zum großen Teil nicht zum Dienst erscheinen. Sie werden entweder krank sein oder sonstige Gründe für das Nicht- erscheinen vorbringen.
Und was dann?
Ab wann wird Ihnen die Leistung gekürzt? So wie ich die Sozi´s kenne eigentlich nie, weil es sich ja um arme Menschen handelt.
Es wird letztendlich nur mehr Geld- und einen Verwaltungsakt zusätzlich kosten. Ist es das wirklich wert?

Gut gemeint...

...und schlecht gemacht. Dadurch, dass es kein Grundeinkommen für alle ist, wird der Verwaltungsapparat noch weiter aufgebläht. Der verschlingt jetzt schon mehr, als er an Nützlichem ausspuckt. Ein Grundeinkommen für alle Familien unter - sagen wir mal 80 000 € brutto im Jahr - wäre da sicher billiger und einfacher zu händeln. Die Daten könnten direkt von den Finanzbehörden nach der Steuererklärung weitergeleitet werden.

@- LLAP - , 17:56

..es wirkt, die Reichen tanzen und die Armen streiten sich untereinander

Seit ich denken kann, verbreiten diejenigen, die die Gesellschaft in Wirklichkeit ausbeuten, das Märchen von den parasitären Arbeitsverweigerern, die anderen den schwer verdienten Wohlstand klauen. Seit Schröder und seinem "es gibt kein Recht auf Faulheit" kennen wir auch von der SPD nichts anderes mehr.
Sie haben ja auch laute Sprachrohre wie BILD etc. Gegen die kommt man nun mal nicht an. Da können einige das Geld der Gesellschaft vorenthalten und es containerweise ins Ausland schaffen, die Empörung darüber währt höchstens Stunden. Aber ein "Florida-Rolf" ist ein Dauerbrenner über Monate.
Nach unten treten entspricht nun mal der natürlichen Körperhaltung, nach oben buckeln auch.
Bezieher von Grundsicherung gehören beruflich zu meinem Klientel. In der Regel sind das Leute, vor deren Lebensleistung man den Hut ziehen möchte. Die Kommentare hier beschämen mich daher einfach.

Re: "Sehr-Gescheit", 15:58 Uhr

Danke für den Link.
Doch davon wird es auch nicht wahrer.

Unter Ihrem angegebenen Link "tagesschau.de/wirtschaft/lohnabstandsgebot-101.html" (vom 19.03.2018) heißt es weiter:
"Addiert man also sowohl für Hartz IV-Empfänger als auch für Arbeitnehmer den Posten Kindergeld, so ergibt sich eine Differenz zugunsten des Arbeitnehmers."
Wichtig wäre dabei vllt, dass das Kindergeld heutzutage eine nicht unerhebliche feste Größe darstellt.

Und ja, "Kleidergeld" gibt es, aber:
"Es gibt jedoch auch Fälle, in denen kein Kleidergeld für Hartz-4-Empfänger gezahlt wird:
• Bedarf an besonderer Kleidung für Anlässe wie eine Hochzeit oder eine Konfirmation
• Bedarf an neuer Kleidung für Kinder aufgrund ihres Wachstums
• Bedarf an Kleidung in Übergrößen
• Bedarf an Winterkleidung
Die Kosten für diese Kleidung sind vom Hartz-4-Empfänger aus dem Regelsatz zu bestreiten."
[Quelle: hartz4hilfthartz4.de/kleidergeld]

@..es wirkt, die Reichen tanzen 17:56 von -LLAP-

"und die Armen streiten sich untereinander."

Charly M. würde sagen:
'Teile nicht und herrsche' ;)

17:07 von Boris.1945

«Das von Versicherungen und Banken und Großaktionären dem Wirtschaftskreislauf entzogene Geld vermuten Sie wo?
Abgelegt bringt es MInuszins und als Kopfkissenfüllung zuviel und zu hart..»

Da muss man gar nicht all zuviel vermuten.

Das "entzogene Geld" befindet sich selbstverständlich nicht auf "Ommas Sparbuch" und/oder in Kopfkissen.

Es ist wohl vor allem in Aktienvermögen und/oder Immobilienbeteiligungen angelegt. Dort bringt es Renditen, die immer noch sehr beachtlich sind, und die in der gegenwärtigen Niedrigzinsphase eben wegen dieser geradezu "florieren".

Große Wohnungsbestände des Landes und große Krankenhaus-und Pflegeleistungs-Betreiber-Gesellschaften sind AGs.
Die dann mit Luxusmodernisierungen + den höheren Mieten bzw. mit "kostenoptimierter Sozialversorgung" die Dividenden der Aktionäre erhöhen.

Ein "stärker sozialistischer Ansatz" wäre in beiden Bereichen mehr als angebracht, und würde dem sozialen Frieden sehr viel mehr dienen.

Unterschiedliche Forderungen, unterschiedliche Fragen...

Wer entsorgt denn heute den Sperrmüll? Richtig, private oder kommunale Entsorger! Wer pflegt Parks und sonstige öffentliche Grünanlagen? Richtig, private GaLa Betriebe und kommunale Grünämter! Kinderbetreuung für unter anderem Alleinerziehende, werden gegenwärtig von Tagesmüttern wahrgenommen, die dafür eine entsprechende Qualifikation nachweisen müssen und wie schon die beiden Beispiele vorher: Sie leben davon. Es ist ihr Broterwerb.
Bliebe noch die “Flüchtlingshilfe”, aber auch dafür bedarf es bestimmter Qualifikationen.
Wollen wir nun alle Mitarbeiter, die mit der Pflege kommunaler Parks und Grünanlagen, mit der Entsorgung von Sperrmüll usw., betraut sind, nach Hause schicken und dieses Vakuum mit ehemaligen HartzVI Empfängern auffüllen, denen es wahrscheinlich oft an der nötigen Qualifikation fehlt, auffüllen?
Also irgendwie klingt das alles, zumal von einer echten Abschaffung von HartzVI keine Rede sein kann, nach unausgegorenen Luftschlössern.

Es wird Zeit dass der Mensch gesehen wird.

Der Blickwinkel auf Hartz-4 Empfänger muss endlich relativiert werden. Diese Menschen sind oft unverschuldet in diesem System gelandet. Statt ihnen zu helfen werden diese noch Verachtet und als Mensch 2. Klasse angesehen. Deutschland hat es geschafft eine Zweiklassen Gesellschaft zu etablieren. Wo bleibt da das Mitgefühl? Auch wenn es sicher Betrüger gibt, so dürfen doch die ehrlichen und wirklich hilfsbedürftigen nicht darunter leiden.

18:39, aus_Tallahassee

>>Also irgendwie klingt das alles, zumal von einer echten Abschaffung von HartzVI keine Rede sein kann, nach unausgegorenen Luftschlössern.<<

Unausgegoren ist schon richtig, aber als das Bauen von Luftschlössern würde ich diese dringend notwendige Diskussion nicht bezeichnen.

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