Ihre Meinung zu: Ambulante Intensivpflege: Ein schwerkrankes Geschäft

27. März 2018 - 4:00 Uhr

In der ambulanten Intensivpflege werden Hochrisikopatienten betreut, meist rund um die Uhr. Häufig aber wollen Pflegedienste mit ihnen vor allem Kasse machen. Von C. Gürkov, L. Wreschniok und U. Hagmann.

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Kommentare

Die Mißstände

... werden gefördert durch desinteressierte Angehörige, denen - nach Zahlung eines möglichst niedrigen Geldbetrags - das tatsächliche Wohl der gepflegten Person weitgehend egal ist. Ich selbst habe bei meiner erkrankten Mutter mehrfach nicht oder nur mangelhaft eingewiesenes Personal angetroffen, ebenso offensichtlich nachmanipulierte Pflegeunterlagen. Dies wurde sowohl bei der Pflegefirma als auch bei der Krankenkasse moniert und führte umgehend zum Einsatz von besser qualifiziertem Personal. Hier verstärkt nach MDK oder gesetzlichen Kontrollen zu rufen, ist angesichts des dafür notwendigen Aufwands utopisch. Nein, die Kontrolle muss auf unterster Ebene stattfinden, durch engagierte Angehörige und weitere Personen im Umfeld der Erkrankten.

Man muss es andersherum betrachten

Deutschland ist eines der wenigen Länder, wo es überhaupt eine gesetzliche Pflege gibt. In fast allen anderen Ländern der Welt würden die Patienten krepieren, wenn die Angehörigen nicht das nötige Kleingeld haben.

Das nächsre bitte

Was können wir eigentlich noch?
Vor nicht mal 24h war hier zu lesen wie wir im Telekommunikations bzw. Internetausbau dem Rest der Welt hinterher gucken. Die Rente ist de facto tot. Jetzt das Gesundheitswesen. Um unsere Autobahnen und deren Brücken sieht es auch nicht besser aus. Was machen unsere völlig inkompetenten Politiker eigentlich mit den Milliarden Exportüberschüssen die Deutschland erwirtschaftet?
12 Jahre Merkel, im Land klappt gar nichts mehr, mit Russland sind wir praktisch jetzt schon im Krieg und trotzdem wird sie von Typen wiedergewählt die wissen wer Topmodel oder Superstar Staffel 3 gewonnen hat, aber nicht wer vor 6 Jahren Vizekanzler war.
Wir müssen endlich aufhören mit der Lüge, wählen sei Bürgerpflicht. Wer sich für Politik nicht interessiert, soll Daheim bleiben!

Abgründe tun sich auf

Für gewissenlose Schurken ist es also ein leichtes, Kasse zu machen mit Leistungen, die nicht erbracht werden, selbst wenn dabei Patienten zu Tode kommen. Was sind das für Menschen? Gerne würde ich mal einen dieser Verbrecher persönlich kennenlernen, schon aus Neugier, was der wohl so für einen Eindruck macht.

Dass der MDK keine Handhabe hat, die tatsächlichen Verhältnisse aufzudecken, ist kaum zu glauben. Haben wir denn ein Gesundheitsministerium? Und ist das für sowas zuständig?

Ich habe vor einigen Monaten einen Bericht gelesen über professionelle Berater, die schon frühzeitig (woher wohl?) wissen, was sich in den kommenden Jahren an den gesetzlichen Rahmenbedingungen in der Pflege ändert und welche Beträge dafür veranschlagt werden. Auf Internetseiten werben sie offen damit, dass sie helfen können, "diese Umsatzmöglichkeiten auszuschöpfen". Ihre Kunden sind Pflegeheime und Pflegedienste. Und wir kommen diesen Gaunern nicht bei?

Ist das nicht ein Symptom?

Für das gesamte Gesundheitsystem ? Jahrzehntelang Doktort man rum und es wird versucht es zu Ökonomisieren. Jetzt sind hier und da Banditen auf dem Markt, weil in einem personalintensiven Markt Personal fehlt. Wer weis, welche Blüten noch zu sehen sein werden. Der Mensch - um den geht es letztlich in der Kette- kann man nicht ökonomisieren. Hier muss Politik nun erheblich nachsteuern!

MDK Befugnisse erweitern und stärken

Die Problematik wird in dem Artikel klar beschrieben:
MDK ist auf die zusammenarbeit der Pflegedienste angewiesen. MDK kündigt sich in der Regel 24 Stunden vor einer Prüfung an. (Das wäre so als wenn die polizei Hausdurchsuchungen ankündigt.) Pflegedienste haben z. T. gefälschte Unterlagen. Bin ich der Einzige der eine klare Lösung dafür hat?
1. MDK Befügnisse zur Einsichtnahme in Unterlagen deutlich erweitern. 2. Spontanbesuche ohne Vorankündigung.
Hier ist die Politik gefragt, deren Aufgabe es ist, Menschnenleben zu schützen.

Gesetzeslage zum Thema Diensplan / Thema "anonym"

Wenn man sich die Gesetzeslage für Dienstpläne ansieht, macht man ja schon große Augen. Das Versprechen, wenigsten alle 2 Wochenenden frei zu haben ist mittlerweile reine Utopie. Da ist Familienleben zweitrangig. Und das ist absolut gestzeskonform, solange es einen Ausgleichstag in der Woche gibt, kann man locker mehrere WE am Stück arbeiten.

Thema "anonym"...wer die Zustände seiner Firma öffentlich macht, verstößt gegen das betriebliche Schweigegebot und findet im Zweifel in der Umgebung keine Anstellung mehr. So einfach ist das. Jeder kann die Kosten für einen Heimplatz mit dem Gehalt der dort angestellten Mitarbeiter vergleichen und sich seinen Reim darauf machen. Ich bin gespannt, Herr Spahn.

Hier müsste eigentlich...

...radikal durchgegriffen werden!

Wird's aber nicht, denn wie überall: Zunahme von Egozentrismus, Geldgier, mafiöser Strukturen, Bestechnung... Das alles haben wir zwei Dingen zu "verdanken": Der "geistig-moralischen Wende" (Ausmerzung des Anständigen) des cdU-Bundeskanzlers a.D. Dr. Helmut Kohl sowie der wirtschaftsneoliberalen Globalisierung bzw. der Öffnung der Grenzen, womit man eben auch die Grenzen für all das "Gift" öffnet, was dann auch hereinkommt. Unsere ehemals schöne Welt geht nun wohl wirklich den Bach 'runter...

Diese Zustände...

...sind politisch so gewollt. Wir leben in einer neowirtschaftsliberalen Zeit des Zynismus, Egoismus, der Korruption und Bestechung, des Kampfes der Reichen gegen die Armen, der Gsunden gegen die Kranken, einer Zeit des Tanzes um das Goldene Kalb (des Mammons). Das alles wird uns bald so was von um die Ohren fliegen!

"Gift" ?

jetzt sind Menschen aus anderen Ländern mal wieder alles schuld ? "Sehr gewagt" ( ist die neutralste Formulierung, die mir einfiel ) ich glaube, das ist nicht Thema des Artikels. Was hat die "wirtschaftsneoliberale Globalisierung" damit zu tun ? Wer verantwortet denn die angesprochenen Misstände ?

Gäbe es doch nur...

Gäbe es doch nur eine Möglichkeit sicher zu stellen, dass qualifiziert Fachkräfte in der Pflege eingesetzt werden. Man bräuchte ein weltweit annerkanntes System mit gleichwertigen Abschlüssen. Moment mal gibts da nicht sowas das sich Bachelor und Masterabschluss nennt. Wenn Pflege endlich ein Studium wird, mit praktischem Lehrjahr wie bei den Ärzten, würden wir nicht nur ein ähnliches System haben wie in vielen anderen Ländern der Welt wo Pflege längst studiert wird. Auch die Annerkennung von Pflegeabschlüssen aus anderen Ländern wäre einfacher. So läuft es schon mit vielen anderen Studienabschlüssen.

Ich finde allgemein: darf es

Ich finde allgemein: darf es nicht sein, dass Gesundheit ein Profitgeschäft ist. Dabei hat man sonst schon so viele Beamte usw.. Man muss ja nicht schwarz/weiss denken, ein bisschen Grips haben wir alle, aber so kann es doch nciht funktionieren, ohne dass es zu Schwarzen Flecken führt.

Letztlich würde eine Verstaatlichung in vielen Bereichen auch die Kosten senken, aber natürlich nur, wenn es ordentlich durchdacht und kontrolliert wird, und nicht wie im Sozialismus.

Tja, Herr Spahn ...

hier könnten Sie sich also beweisen!

Und die Lösung kann nicht sein, die Geschäfte assozialer Geschäftemacher noch mit Steuergeldern zu fördern indem man Pflegekraftstellen subventioniert.

Na und?

Ich wünsche jedem eine geeignete Versorgung. Aber es ist doch keine Kunst bei einem derart riesigen Markt einige Fehlbehandlungen und tragische Sterbefälle auszugraben.
Wer jetzt nach mehr Kontrollen ruft, hat immer noch nichts begriffen. Die Kontrollen ins unermessliche zu erhöhen bindet zu viele erfahrene Fachkräfte.
Die Aufregung sollte etwas angmessener sein. Jeder Fachbereich leidet daran, dass er Hilfskräfte schlecht unterbringen kann und es an Fachkräften mangelt.
Ist das Beispiel im Beitrag also statistisch relevant oder produziert es nur mediale Aufreger?

Wirtschaftlichkeit und Kosten

Wir waren 10 Jahre auf 24Std. Intensivpflege angewiesen. Fakt ist, das sich die Personalsituation massiv verschlechtert hat.
Und auf diesem "Markt" es einige Dienste gibt, die damit nur Kasse machen. Zunehmend...

Wir hatten einen hochqualifizierten Pflegedienst und waren damit sehr zufrieden. Doch dazu gab es keine Alternative. Das die Nachfrage nach qualifizierten Pflegediensten ständig steigt ist bekannt. Doch Qualität hat seinen Preis und dazu sind die Kassen/ Regierung nicht bereit.

Dies ist aber nur möglich, weil die Gesellschaft es zulässt. Der persönliche Egoismus, ständig gefördert durch die Politik der letzten Jahrzehnte verändert unser soziales und menschliches Miteinander. Mir gehts gut, andere interssieren nicht. Insofern sind die Schwächsten der Gesellschaft nicht wichtig und haben keine Lobby. Nur ein Kostenfaktor. Und den, muss man zum Wohle aller, so niedrig wie möglich halten. Wirtschaftlichkeit eben.

Und hierdurch wird ein "kriminelles Milieu" erst möglich.

Größte Problem ist die 1:1 Betreuung

Pro Kunde werden 6 Pflegefachkräfte zu 100% benötigt. Da viele Mitarbeiter nur in Teilzeit bei dem Patienten eingesetzt werden, sind es durchschnittlich 10 Mitarbeiter, die sich im optimalen Fall in einem TEAM befinden.

Hoher Krankenstand, Jobwechsel und auch das Eingehen auf die Angehörigenwünsche in Bezug auf die Mitarbeiter ( nur Frauen, Mitarbeiter passt nicht zur individuellen Bedürfnislage des Patienten und/oder des Angehörigen) und die schwierige Dienstplangestaltung wird zum Spagat für den Pflegedient.

Problem ist, dass bei einer 1:1 nur ein Mitarbeiter vor Ort ist, manchmal kennen die Mitarbeiter den Patienten nicht und dieses kann dann zu einer Betreuungsproblematik führen.

Ich bin für den Ausbau der WG`s mit einem Betreuungsschlüssel von 2 Mitarbeiter / bis 4 Patienten. Davon kann ein Mitarbeiter eine Pflegehilfskraft sein.

Meine Erfahrung zeigte, dass dieses eine gute Betreuung ermöglicht. Senkt Kosten und den Bedarf an Pflegefachkräften enorm.

"Gift" ??

Das, was wir in diesem Bereich des Intensivpflegebetrugs erleben, ist doch nur eins von sehr vielen Smptomen einer alles umfassenden Krankheit, die zurückzuführen ist auf die Abschaffung des "Anständigen, Wahren und Guten" sowie auf die damals eingeleitete Globalisierung und Abschaffung sinnvoller geografischer sowie innerlich-gewissenhafter Grenzen durch die Wirtschaftsliberalen und Konservativen in den 1980er Jahren ("geistig-moralische Wende") mit dem Ziel der Schaffung großer privater Reichtümer auf Kosten der Massen. Banker nennen das auch "Krieg der Reichen gegen die Armen". Das "Gift", das dadurch zu uns kam, ist eine unselige Mixtur aus Kapitalismus, Egoismus, Gier und viel zu vieler Menschen, die sich darin offensichtlich wohl fühlen und sich damit rühmen, "über Leichen gehen zu können". Meiner Lebenserfahrung nach sind das vor allem Leute aus dem "Ostblock".

Intensivpflege

Durch diese Machenschaften entgehen Deutschland Milliarden Euro, welche in Ausbildung und gerechte Bezahlung an hiesige Fachkräfte, fehlen.
Darüberhinaus entgehen der deutschen Wirtschaft hohe Summen welche durch ordentlich bezahlte Arbeitskräfte nicht in Umlauf kommen, sondern nur ein paar wenigen helfen dich auf Kosten der Algemeinheit und der Krankenkassen zu bereichern.
Dem müsste unbedingt ein Riegel vorgeschoben werden. Ökonomisch gesehen ein wahres Fiasko unserer Regierungen!

Unsere Politiker befassen

Unsere Politiker befassen sich lieber damit wie sie möglichst viele Leute aufnehmen können die aufs Mittelmeer fahren um ihre Aufnahme in der EU zu erpressen.
Die gewinnorientierte Pflege- und Gesundheitsversorgung wieder dem Staat zu übergeben schafft keine internationalen Schlagzeilen. Pflegebedürftige wählen nicht mehr.
Wir brauchen eine neue Partei die sich um die Versorgung der Leidenden in Deutschlsnd kümmert.
Wir haben Parteien die möglichst viel Geld ins Ausland schicken aber kein Geld für die Versorgung in D haben, die sich Sorgen um „Flüchtlinge“ machen denen aber völlig egal ist ob die Pflegebrdürftigen in D verrecken.
Ich hatte die Hoffnung wenn viele AFD wählen würden die anderen Parteien verstehen.
Aber die müssen wohl erst auf 50Prozenz kommen........

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