Ihre Meinung zu: Schnelles Internet: Warum Deutschland hinterherhinkt

26. März 2018 - 21:26 Uhr

Deutschland liegt beim schnellen Internet im Vergleich mit anderen Industrienationen auf einem der hinteren Plätze. Warum kommt der Breitbandausbau nicht wie gewünscht voran? Von Dominik Lauck.

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Kommentare

Politik versagt mit System

Deutschland? Das ist, wenn Lobbyisten die Politik bestimmen. Die Politiker haben einfach das schnelle Geld der Konzerne befördert, indem sie sich allein auf den WLAN Ausbau überreden liessen. Die Konzernlobbyisten hängen praktisch mit Dauer im Ohr der Politiker. Und man frage den Unternehmer nicht mehr, er liefert die Antwort: WLAN ist ein Geschäftsmodell, neue Anschlüße überall und wir kassieren (statt in die Glasfaserkabel zu INVESTIEREN).

um 21:36 von OrwellAG

Absolute Zustimmung zu Ihrem Kommentar, Gruß.

Mathematik?

"Ihre Ziele für schnelles Internet hat die Bundesregierung mehrmals klar verfehlt. Vor neun Jahren versprach sie, bis Ende 2014 könnten 75 Prozent aller Haushalte mit 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Internet surfen. Tatsächlich traf das dann auf lediglich zwei von drei Haushalten zu."

Okay...ich bin alles, nur kein Mathecrack, aber wenn ich mich nicht vertue sind doch zwei von drei gleich 75%. Demnach hätte also die Regierung ihre Zielvorgabe doch erreicht. Wieso dann die Aufregung?

Wir haben unser Glasfasernetz selbst gebaut!

In unserer ländlichen Großgemeinde Eichenzell haben wir für 11.000 Einwohner etwa 11.000.000 Euro in die Hand genommen und unser eigenes Glasfaserkabel bis in jeden Haushalt verlegt (FTTH). Kein großer Provider wollte bei uns was tun.

Das Projekt finanziert sich alleine von den Beiträgen der Benutzer. Alle Parteien haben an einem Strang gezogen und so konnten wir über 60% aller Haushalte als Kunden gewinnen.

Wir haben als Standard 100/50 Mbit Anschlüsse. Wer mag, kann auch 1000/1000 Mbit Anbindung haben, nach oben fast keine Grenze. Wir haben zwei Anschlüsse zu unterschiedlichen Backbones für unser Netz und eine Ringleitung gegen Ausfall durch Baggerarbeiten. Ich als Kunde bin äußerst zufrieden.

Weil

Weil keinen Plan. Die schwarze 0, sparen an der Infrastruktur bei sprudelnden Steuereinnahmen. Bei 0% Zinsen entledigen sich nur die maroden Staaten sich ihrer Altlasten. Deutschland spart sich einen Wolf, obwohl diese Investition (in die Infrastruktur) tatsächlich lohend wären.

Deutschland ist sowas von abgehängt.

Ich denke, dass wir noch Jahre benötigen, um überall schnelles Internet haben zu können. Eine Lösung könnte sein, die schwarze Null für 4Jahre zu vergessen und massiv zu investieren! Infrastruktur wird sich amortisieren! Gleiches gilt für Bildung.

Ein Versagen von Behörden und Politik

Es ist nicht erst seit heute bekannt das es überall Probleme mit dem Ausbau gibt. Warum schafft man nicht sofort bei der Planung der Infrastruktur die Voraussetzungen das man später ohne Probleme dort Glasfaserkabel verlegen kann? Nein daran denken die Planer nicht einmal, lieber reißen sie später die Straßen wieder auf, beklagen sich über die hohen Kosten. Im Nachbarort hat man vor 3 Jahren die gesamte Innenstadt aufgerissen, neue Kanäle verlegt, neu gepflastert oder eine neue Teerdecke gezogen. Jetzt kommt die Idee auf Glasfaser zu verlegen, stellt fest es ist zu teuer weil alles aufgerissen werden muss. So wird es nie was

Diese Industrienation ist nur

Diese Industrienation ist nur dort Spitzenklasse, wo Lobby und Industrie profitieren können. In allen anderen Bereichen sind wir bestenfalls Mittelmaß. Beispiele: Pisa Schülerniveau, Rentenniveau, schnelles Internet, etc. etc. und das ganze gekrönt von einer beschämenden Kinderarmut in einem der wohlhabendsten Länder der Erde!

Es ist mehr als auffällig.

Es ist mehr als auffällig. Wir bekommen immer öfter die Meldung präsentiert, dass Deutschland hinterherhinkt. Nicht nur beim Internet.

re orwellag

Ein ziemlich unqualifizierter Beitrag: als wären Breitbandverkabelung und WLAN alternative Modelle.

Und auch WLAN Access Points bringen keine Geschwindigkeit, wenn sie am Kupferkabel hängen.

Letzte Meile und Subventionen???

Wenn es nur beim Festen Internetanschluss so wäre, dann wäre an der letzten Meile ja was dran, aber in Deutschland wird man doch auch beim Mobilen Internet über den Tisch gezogen und abgezockt.
Praktisch nirgendwo zahlt man so viel wie in Deutschland, da soll mir niemand mit fehlenden Subventionen kommen! Die Telekom macht Milliardengewinne, in die Kunden fließt kein einziger Cent zurück. Statt dessen hat man das Geld ausgegeben um Konkurrenten zu schlucken. Von den zahlreichen Anbietern die es vor 10 Jahren gab ist doch praktisch keiner mehr übrig.
Die entstandenen quasi-Monopole sind doch politisch gewollt. Hohe Preise, hohe Steuereinnahmen. Denen doch egal wer es zahlt!

Industrie wird sich bedanken

Wenn solche Infrastrukturmaßnahmen für den Standort Deutschland entscheidend sind, wird das die Industrie nicht gerade dazu bewegen, in Deutschland Standorte zu sichern oder aufzubauen.

Insbesondere die kommunikationsintensiven Branchen, wie Soziale Medien, Kulturwirtschaft oder Datenanalyse-Unternehmen werden Deutschland den Rücken zukehren.

Ich möchte keinen schwarzen Bildschirm,

nur weil einige Politiker denken, die schwarze Null ist so klasse! Deutschland hat nichts investiert in den letzten Jahren. Es wurde nur ausgebessert, repariert und geflickt, statt Neues zu schaffen. Das ist das Problem. Wir bauen Flughäfen die nicht in Betrieb gehen, vergraben Bahnhöfe und bauen Brücken zu denen keine Straßen führen. All diese Missstände werden nicht gesehen und die Schuldigen werden nicht bestraft. Verschwendung muss bestraft werden!!

Deutschland war schon immer hinten

Als man noch für AOL minutenweise plus Ortsgespräch mit einem 14.4-Modem auf der analogen Leitung gesurft hat, gab es in Australien schon DSL. Da war Napster auch kein Problem für die Musikindustrie. Die Unis waren aber schon deutlich besser vernetzt. Den ersten Genuss von Breitbandinternet hatte ich um die Jahrtausendwende im Studentenwohnheim mit immerhin 100 Mbit. Da hat sich der Heimanwender immer noch mit AOL-CDs dumm und dusselig gezahlt, DSL war richtig teuer und in den Kinderschuhen, und in anderen Industrienationen ging es schon mit Fiber-to-the-home los. Deutschland hinkt also immer 5-10 Jahre hinterher. Nichts Neues. Außer für diejenigen, für die das Internet Neuland ist.

@RoyalTramp (21:58)

Okay...ich bin alles, nur kein Mathecrack, aber wenn ich mich nicht vertue sind doch zwei von drei gleich 75%. Demnach hätte also die Regierung ihre Zielvorgabe doch erreicht. Wieso dann die Aufregung?
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Meine Mathematik ist da etwas anders als die Ihre. 2/3 sind bei mir sechsundsechzigkommaperiodesechs Prozent.

75% wären bei mir 3/4.

Telekom überfordert

Telekom bietet zur Zeit nur noch 3 Tarife für normalkunden an. Die unterste Stufe sind 16 mbit/sek. Dabei müssten sie mindestens 11 störungsfrei hinkriegen. Da sie aber nur 6 schaffen, habe ich den Anschluss downgraden lassen und zahle jetzt weniger. Mir auch recht, aber wehe, wenn jemand beruflich hohe Datenmengen verschicken muss. Deutschland 2.0 ist dann noch weit weg

@orwellag

was ist denn bitte mit wlan gemeint? doch nicht etwa wifi hotspots? das geschäftsmodell hier muss mir mal einer erklären...

bitte nachdenken vor dem schreiben

Wer braucht 100MBit?

Ich glaube kein Privathaushalt braucht einen 100Mbit Anschluss. 16Mbit sind für die meisten vollkommen ausreichend - auch für das Arbeiten von zu Hause aus. Mehr braucht man nur zum Streamen von mehreren 4K Videos gleichzeitig... Man sollte eher schauen wo noch Gebiete mit maximal 2Mbit Anschlüssen sind und diese endlich mal aufrüsten. Wo die Industrie eine schnellere Anbindung braucht, sollten die auch mit investieren (das geht auch!). Das Geld was man dann nicht sinnlos in einen ungezielten Breitbandausbau gesteckt hat, kann man dann für z.B. Altenpflege, Rente und ordentliche Schulklos ausgeben - nicht virtuell sondern ganz real.

@sosprach (22:04)

Weil keinen Plan. Die schwarze 0, sparen an der Infrastruktur bei sprudelnden Steuereinnahmen. Bei 0% Zinsen entledigen sich nur die maroden Staaten sich ihrer Altlasten. Deutschland spart sich einen Wolf, obwohl diese Investition (in die Infrastruktur) tatsächlich lohend wären.
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In der Tat. Statt sich zu Tode zu geizen (und Geld wird anderenorts genug verschwendet), sollte man besser in die Zukunft investieren. Glasfaser ist wirklich lichtschnell, verlustfrei und von der Bandbreite nach oben hin quasi unbegrenzt. Das Nadelöhr ist immer noch die Kupferleitung zum Endgerät.

Mein Rat!

Gehen sie es langsam an mit dem Internet, dann kommen all die Probleme die damit verbunden sind und derer gibt es mittlerweile Ungelöste heutzutage zu genüge, auch langsamer.
Der Mensch ist seiner neuen technischen Schöpfungen alles andere als Herr!
Doch wem soll man das sagen und vor allem wer hört darauf?
Schon gar nicht die Politik!
Am Ende bleibt nur zu hoffen, dass irgendwann Hoffnung, Vernunft und Einsicht siegen!

nicht auf Kosten der Steuerzahler ...

nicht auf Kosten der Steuerzahler, sondern auf Kosten derjenigen, die damit Geld verdienen wollen soll die Infrastruktur bezahlt werden.

Wer Daten, Bilder, Filme usw. verkaufen will soll natürlich auch für die "Versandkosten" aufkommen.
Das wird das Gewerbe und die Industrie auch tun wenn die merken, das deren Lobbys dem Bürger und der Politik nichts anderes einreden können.

Wofür Politik zuständig ist, ist die Digitalisierung zum Wohle der Menschen zu nutzen,

nämlich mit europaweiten Abgaben an Steuern, Renten- Pflege- und Krankenversicherungsbeiträge zum Nutzen für die Allgemeinheit.

Ohne schnelles Internet kann die digitale Industrie und Finanzwirtschaft nicht überleben, also sollen die auch die Datenstraßen finanzieren.

Merkel-Regierung Offenbar ist

Merkel-Regierung
Offenbar ist das Internet immer noch Neuland für die Regierung (das heißt auch für die SPD).
Hier hätte man die FDP wählen müssen.

...

erst ein Bericht über die deutsche Bahn und jetzt ein Bericht über deutsches inet. beim Ergebniss erkennt man langsam ein Muster...

Unnützer Energieverbrauch

Tatsächlich führt eine dickere Datenleitung doch nur dazu, dass mehr Filme und diese zudem in höherer Auflösung gestreamt werden. Es werden mehr Server benötigt, das Datenvolumen steigt und damit auch der Energieverbrauch.
Wo jetzt die Wettbewerbsfähigkeit der BRD abgehängt wird erschließt sich mir wirklich nicht.

Universitäten und Industrieunternehmen haben längst eigene Datenleitungen aus Glasfaser.

Wollte man nicht schon in den 70ern damit beginnen...

wurden damals dafür nicht schon Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt?
Wo sind sie geblie_hieben...
Aber die gesamte Infrastruktur hinkt hinterher - wir haben in unseren städtischen Straßen Löcher, wie ich sie damals nur aus der DDR kannte... Was läuft hier alles aus dem Ruder??

@gekruemmel (22:27)

Ich glaube kein Privathaushalt braucht einen 100Mbit Anschluss. 16Mbit sind für die meisten vollkommen ausreichend - auch für das Arbeiten von zu Hause aus.
____

Darf ich dazu etwas anderes zitieren?

640 kB RAM sollten eigentlich genug für jeden sein.
Ich denke, dass es weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer gibt.
Das Internet wird wie eine spektakuläre Supernova im Jahr 1996 in einem katastrophalen Kollaps untergehen.

Die Zukunft wird sein, dass ganze Softwarepakete im GByte-Maßstab über das Netz gezogen werden müssen. Gamer aus der Steam-Community kennen das Problem bereits. Und wie lange wollen Sie warten, bis Ihre Software durch die Leitung ist?

Das sehe ich genauso. Die

Das sehe ich genauso. Die letzte Meile ist das Problem für die Endanwender, aber gleichzeitig die Einkunftsquelle für die Telekom. Diese propagiert Kupfer und riskiert damit die wirtschaftliche Zukunft von Deutschland. Das muss aufhören, die öffentlichen Ausschreibungen für den Ausbau sind zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Oder der Netzausbau wird vom Bund durchgeführt und an jeden Anbieter zu gleichen Konditionen vermietet - das wäre allerdings das Ende der Telekom. Zu viele Beamte = zu langsame Bearbeitung, zu hohe Kosten.

Also rund

66 Prozent sind erst erreicht und das ist für Deutschland zu wenig, das stimmt erst mal.
Das Problem ist ist aber oft das man nur einen Anbieter hat und nicht wechseln kann und angewiesen ist was der Eine anbietet und die Preise auch nicht gerade gering sind.
Ich glaube nicht das sich das großflächig auf dem Land wirklich verbessern wird, sind wohl wie immer in Deutschland Worte und viel Luft.
Und neben der der Endstation muss auch die Anfangsstation schnell sein und das ist auch nicht immer gegeben.

Wir werden sehen.

Preis/Leistungs Verhältnis

Zu den wenig verfügbaren schnellen Anschlüssen kommt leider auch der viel zu hohe Preis, was auch den geringen Anteil an gebuchten schnellen Anschlüssen bei denen, wo sie verfügbar sind, erklärt. Da hängt Deutschland leider auch im internationalen Vergleich weit zurück.

Antwort

"Warum Deutschland hinterherhinkt "

16 Jahre Merkelregierung und Klüngelherrschaft, die lieber die Welt retten wollen, statt in der Lebenswirklichkeit anzukommen.

Wer braucht 100MBit? @gekruemmel

Da gibt es ganz tolle zukünftige Geschäftsfelder: Roboter, die aus der Cloud heraus mit künstlicher Intelligenz gesteuert werden, Krankenhäuser die ihre MRT Daten direkt im fernen Rechenzentrum live auswerten lassen um Operationen zu unterstützen... bis dann wieder mal die Leitung unerwartet ausfällt, der Roboter gegen die Wand kracht und der Patient unerwartet eine Niere zermatscht bekommt. Und die geliebten Daten aus der Cloud bei der Konkurrenz gelandet sind.

Wer wirklich die Bandbreite brauchen kann ist die Porno- und Spieleindustrie für hochauflösende 3D Spektakel. So ehrlich sollte man sein.

Unsinnige Digitale Offensive

Einfaches Beispiel warum die Digitale Aufrüstung Blödsinn ist:

Wenn in jedem Winkel beim Endverbraucher 100 Mbits zur Verfügung stehen sollen, wie dick und breit müssten dann erst die "Digitalen Autobahnen" zwischen den Knotenpunkten sein? Wenn auch nur ein Teil der Bevölkerung dann die 100 Mbits auch nutzen, dann brechen die Leitungen zusammen und nichts ist gewonnen, außer den Taschen der Telekommunikationsunternehmen, die staatliche Gelder für den Breitbandausbau bekommen haben. Auch haben wir für dieses Hiopsvorhaben nicht genügend Knotenpunkte. Selbst die Untersehkabel nach Amiland müssten ausgebaut werden, denn ein Anstieg von nur wenigen Prozent an Breitbandauslastung legt diese Strecke ebenfalls blank.

Deutschland hat ein Problem der Köpfe, der Gehirne genauer gesagt. Würden sich Politiker nicht nur des Kleinhirns bedienen, dann wüssten sie auch um diese Hindernisse. Aber anstatt erstmal die Kapazitäten die da sind auf 100% zu bringen und bessere Informatiker einzusetzen,...!

Privat 100 MBit/s - wozu?

Verstehe die Hysterie nicht. Aus eigener Erfahrung: Man kann als Otto-Normalverbraucher-Haushalt prima mit einem 20-Mbit/s-Anschluss leben. Telefonieren, Videos schauen, Kommunizieren per Chat/E-Mail - alles gleichzeitig.

Schlusslicht und Medien

Klar ist Deutschland Schlusslicht. Klar, weil Deutschland auf dem Weg ist Weltmeister im Aufbauen bürokratischer Hürden zu werden und dieses Ziel insbesondere von Politikern sehr ehrgeizig verfolgt wird.
Die Medien verstehe mittlerweile auch nicht mehr. Was ist das für eine Aussage “75% wurde ein Anschluss versprochen, tatsächlich waren es nur 2 von 3”
Goerdy

Schwarz-Schilling: Das war es !

Warum wir so ein schlechtes Internet haben?
Wegen dem CDU-Postminister Schwarz-Schilling unter Kohl.

Bereits Anfang der 1980er Jahre war abzusehen, dass Glasfaserkabel die „Technologie der Zukunft“ wird,
aber der entscheidende Minister war über seine Familie mit der Kupferfirma Sonnenschein verheiratet:

"An der Projektgesellschaft für Kabel-Kommunikation mbH war mit der Sonnenschein KG auch die Firma seiner Frau beteiligt, in der er die Jahre zuvor als Geschäftsführer tätig war. Seine Anteile an der Sonnenschein KG trat er erst wenige Stunden vor seiner Ernennung zum Postminister ab."

Raffgier eines einzelnen Minister zum Nachteil eines ganzen Landes für lange Zeit. Das ist der echte Grund!!!

Wir brauchen ein schnelleres Internet

Für den privat Kunden ist es wohl ausreichend ,aber nicht für die mittelständigen und groß Unternehmen,da muss es schneller gehen und in sofern müssen Politiker dafür sorgen das Kommunen und Gemeinden schneller " Digitalisiert " werden.Hier sind in D. noch gewaltige Anstrengungen vorzunehmen.Andere Länder sind da schon viel weiter.

@Jean-Baptiste

Wir ältere kommen damit klar, weil wir es gewohnt sind. Selbst selbstständige nehmen den Weg in Kauf einfach mal von woanders große Datenmengen zu senden oder herunter zu laden. Das geht heute bei den Kids schon los, Opa dein Internet ist aber lahm, hier kann ich nicht richtig spielen.
Hamburg ist was anderes als im alten Land. Was wir brauchen juckt doch unsere Politiker eh nicht.
Was bei uns für Geld verschwendet wird für sinnlose Projekte dafür darf der kleine Mann büßen. Die Wahlen sind vorbei, in 3,5 Jahren geht die Laier wieder los, da verspricht man viel denn man braucht die Stimmen.

Viele seltsame Kommentare hier...

Warum überall mind. 50MBit?
Chancengleichheit. Auch auf dem Land sollten Fotografen (wie ich), andere Gewerbe, die es benötigen, Zocker, Pornokonsumenten, Streamer etc. die gleichen Möglichkeiten haben, wie in Metropolregionen. Einwände dagegen?
Wir haben 100 MBit. 50 hätten in Download-Richtung gereicht - aber gern wird die Upload-Geschwindigkeit vernachlässigt - wir haben real 41.000 kBit und können ENDLICH in moderner Geschwindigkeit Bilder vom Heimrechner ans Studio schicken. UND nebenbei einen Stream schauen.
Willkommen im 21. Jahrhundert.
Das Problem in Deutschland: in einem eigentlich kapitalistischen System wird in einer Nische pseudo-sozialistisch gearbeitet (im negativsten Sinn, so wie es in der DDR nicht funktioniert hat). Statt das sich der Staat um die Infrastruktur kümmert und die Nutzung dieser gleichrangig an Unternehmen gegen Gebühren überlässt, kümmert sich eine Konzernkrücke um diese - und muss aber selbst Geld verdienen. Telekom funktioniert nicht - wie die Bahn.

@ Jayray

Wenn in jedem Winkel beim Endverbraucher 100 Mbits zur Verfügung stehen sollen, wie dick und breit müssten dann erst die "Digitalen Autobahnen" zwischen den Knotenpunkten sein?

Viel weniger breit als Sie glauben. Man müsste aber dazu erst einmal verstehen, wie ein dezentrales Netzwerk wie das Internat wirklich aufgebaut ist.

Gut, dass es so etwas wie die Telekom gibt

Als wir vor einigen Jahren mit der Familie in den Wald zogen, hat die Telekom eine neue (Überland-)Leitung, Strecke ca. 1,5 km, gelegt und unser monatlicher Gebührenbeitrag blieb davon unangetastet.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendein Privatanbieter ebenso mal eben gemacht hätte. Für die Grundversorgung muss es sichere, staatliche Strukturen geben!
Das ist auch Aufgabe der Politik.
Die Industrie ist es inzwischen in Deutschland so gewohnt, auf Investitionen seitens der Politik zu warten, dass sie leider verlernt hat, selbst die Sache in die Hand zu nehmen. Wenn uns das Film- und Technikmarketing suggeriert, die Auflösung von Filmen müsste besser als die des menschlichen Auges sein und die TVs immer größer, dann sollte sie auch dafür sorgen, dass die immer größeren Datenmengen beim Endkunden ankommen können. Was hat das mit der Aufgabe der Politik zu tun?
Und wenn gefragt wird, warum viele Kunden hohe Datenraten nicht wollen, dann ist dies in erster Linie eine Preisfrage.

Wenn endlich die 160

Wenn endlich die 160 Milliarden Euro, die uns jedes Jahr in Form von Steuerhinterziehungen gestohlen werden, von den Finanzministern eingetrieben würden, wäre auch für diesen Sektor mehr als genug Geld vorhanden.
Aber das muss natürlich auch gewollt sein.
Ich will das!!

Satire oder Offenbarungseid?

Kommentar #1: Das deutsche Defizit resultiert aus dem alleinigen WLAN Ausbau, den man so aufgrund von Lobbyismus betreibt.
Kommentar #2: Absolute Zustimmung zu Kommentar 1.
Kommentar #3: 2/3 entspricht vermutlich 75%.
Da frage ich mich doch, ob der Internetanschluss einiger Nutzer so langsam ist, dass ihnen der Zugang zu elementarsten Informationen faktisch verwehrt wird.
Alternativ könnte man das auch als einen Offenbarungseid des deutschen Bildungssystems betrachten.
Oder man könnte es, wenn man sich denn hoffnungslos zuversichtlich geben wollte, als Satire interpretieren. Allerdings fehlt mir persönlich da der Glaube.

aha...

Jayray, 22:50
"Wenn in jedem Winkel beim Endverbraucher 100 Mbits zur Verfügung stehen sollen, wie dick und breit müssten dann erst die "Digitalen Autobahnen" zwischen den Knotenpunkten sein? Wenn auch nur ein Teil der Bevölkerung dann die 100 Mbits auch nutzen, dann brechen die Leitungen zusammen und nichts ist gewonnen, außer den Taschen der Telekommunikationsunternehmen, die staatliche Gelder für den Breitbandausbau bekommen haben."

Und damit ist es okay, dass auf dem Land kein schnelles Internet vorhanden ist? Also alle sind gleich, nur Stadtbewohner sind gleicher?
Davon abgesehen muss mit dem Ausbau der schnellen Anschlüsse auch das WAN wachsen. Und wenn jeder auch die letzte Glühbirne verbannt hat, haben wir mehr als genug Energie dafür.

@ nikioko

Wie schon gesagt: Ich bin kein Mathecrack! xD

@ christerix

Offenbar ist das Internet immer noch Neuland für die Regierung ...

... und die Foristen.

Es gab mal die Deutsche Bundespost...

... und wenn die Bundesregierung der Meinung war, dass nun eine bestimmte Netzinfrastruktur her müsste, dann setzte das Bundespostministerium das um.

Das Bundespostministerium gibt es nicht mehr, weil privatwirtschaftlich alles besser funktioniert.

100 brauche ich nicht, mehr als Null reicht

Mit SatellitenTV gibt es keinen Grund für Netflix finde ich, und wofür brauche ich soviel Bandbreite? Auch YouTube läuft mit DSL 16 ohne Problem. Ein neues Game mit>10GB lädt ne ganze Weile, OK, aber das ist wenig im Vergleich zu dem was ich dann an Zeit verdaddel.

Was aber garnicht schön ist, ist wenn man durch Bayern (oder ähnlich strukturierte Regionen Deutschlands) fährt, online arbeiten muss im Zug aber nicht Mal Edge-Empfang ist. Tja, Bayern, Urland der IT-Minister.

Digitalisierung - offline

Wir unterrichten seit über 10 Jahren im virtuellen Seminarraum LIVE, in direkter Interaktion mit den Seminarteilnehmern.
Wir dürfen aber bestimmte genehmigungspflichtige Kurse, bei denen die Theorie-Vermittlung ohne Probleme online möglich wäre, NICHT online anbieten. Die Regelungen sehen die Genehmigung durch den Regierungspräsidenten nur vor, wenn ein Schulungsraum mit Toiletten, vorgeschriebener Deckenhöhe etc... vorhanden sind. Virtuelle Seminar-Räume sind im deutschen Ordnungssystem nicht vorgesehen. Was nutzen schnelle Internetverbindungen, wenn die Regelungen die Umsetzung oft unmöglich machen?
Und so dürfen die Teilnehmer wieder in die nächste Großstadt fahren, müssen Übernachtungen buchen und dann eben im realen Seminarraum die gleichen Inhalte lernen, die sie bequem online vermittelt bekommen würden, wenn ......

Weitsicht Anfang der 1980er Jahre

1981 wurde von der SPD geführten Bundesregierung unter Helmut Schmidt der deutschlandweite Ausbau eines Glasfasernetzes beschlossen. Innerhalb von 30 Jahren sollte der Ausbau abgeschlossen sein - also im Jahr 2020!
Die folgende Bundesregierung unter Helmut Kohl (CDU) stoppte dieses Vorhaben und beschloss stattdessen TV-Kabelnetze mit technisch überholten Kupferkabeln in bestimmmten Gebieten zu bauen. Christian Schwarz-Schilling (CDU) war bis kurz vor der Vereidigung als damaliger Postminister Teilhaber einer Kupferkabelfirma. Diesen Posten übernahm dann seine Frau. Das hat weiter niemanden gestört. Es hat auch niemanden gestört, dass diese Firma dann den Auftrag von der Post bekam.
Man sieht, dass es früher seriöse Planungen in die Zukunft des Glasfaserausbaus gegeben hat. Und die Partei, die es seit Jahren nicht auf die Reihe bekommt, bereits in den 1980er Jahren fehlenden Weitblick und Realitätsferne bewiesen hat.
Deutschland könnte heute eine der besten Netzinfrastrukturen haben.

Schwarz-Schilling:

Es hieß schon damals, Schwarz-Schilling würde in die Geschichte eingehen als der größte Schöpfer künstlich geschaffener Bodenschätze aller Zeiten.
Soviel Kupfer hat wohl noch nie die Menschheit verbuddeln lassen!

Glasfaser teuer und ( noch) unnütz

Jedenfalls für normale Verbraucher. Neue Glasfaseranschlüsse mit 1000 MB/sec. Sollen bis zu 150€ pro Monat kosten. Datenintensive Firmen mögen solche Kapazitäten nutzen können, um immer mehr echte Arbeitsverhältnisse zu zerstören...
Aber welcher Singlehaushalt kann auch nur ansatzweise 100 MB sinnvoll „verbrauchen“?? In der Realität reichen selbst bei 3 starken Internetnutzern in der Familie 10—50 MB völlig aus.
Alles andere ist Spekulation bzw. Panikmache. Wenn größere Datenmengen in 10 Jahren effektiv gebraucht werden, wird dann die Industrie schon aus eigenem Antrieb den Ausbau forcieren!

Warum Deutschland hinterher hinkt?

Weil die Politik seit drei Jahrzehnten völlig versagt hat. Mir war als junger Student in den 80er Jahren die Bedeutung der Glasfaser völlig klar. Jeder mit Interesse konnte das damals schon wissen. 1994 als Post-Doc an einer privaten Universität in den USA fand ich komplett mit Glasfaser verkabelte Forschungsgebäude vor. Derzeit an meiner deutschen Universität ist immer noch Kupfer verbaut.

SchwarzSchilling für real

SchwarzSchilling für real DMark wurde alles verkupfert als Glasfaser angesagt war.

Es wäre auch gut wenn die

Es wäre auch gut wenn die versprochene und teuer bezahlten 50 MB/sec tatsächlich 50 wären. Wenn unser Strom solche Schwankungen hätte wie Internet dann wären alle unsere elektrische Geräte kaputt. Das müsste technisch möglich sein.

re sandino

"Aber welcher Singlehaushalt kann auch nur ansatzweise 100 MB sinnvoll „verbrauchen“?? In der Realität reichen selbst bei 3 starken Internetnutzern in der Familie 10—50 MB völlig aus."

Mein erster PC hatte 512 KB RAM. Wer brauchte denn einen PC-AT mit 1 MB?

@netille Super Kommentar.

@netille
Super Kommentar. Anfang der 80er gab es eine Sitzung der Sozialliberalen Koalition in dem es den Beschluss gab die BRD mit Glasfaser zu versorgen. Das Protokoll dieser Sitzung ist im Bundesarchiv unter der Nummer
B 136/51074 einzusehen. Später legte der damalige Postminister Gscheidle den Plan vor ab 1985 bis 2015 die BRD komplett mit Glasfaser auszustatten.

Breitbandausbau

Die Bundesregierung und die Landesregierung in Sachsen Anhalt ist gar nichts gewillt im ländlichen Raum Internet auszubauen . Am 23.08.2017 wurden die Fördermittel der EU zum Internetausbau zum Sanieren des Tierlabor in Magdeburg verwendet . Das ist wichtiger als Internet für die Landbevölkerung hat der Ministerpräsident gesagt . Das bedeutet die Landbevölkerung hat kein Recht auf schnelles Internet . Wir fühlen uns wie Untermenschen und werden auch so behandelt . Bis zu 384 kb/s für 34,95 € ist an Unverschämtheit kaum zu überbieten . So wird die Landbevölkerung schon seit Jahren belogen. Ich glaube auch nicht das 2025 sich daran ändert , da sich keiner für uns Untermenschen interessiert .

Kein Privathaushalt braucht

Kein Privathaushalt braucht einen Glasfaseranschluss. 16-100Mbit/s reichen völlig aus.

Geschwindigkeitswahn auf der Datenautobahn

Ich habe in der 80er Jahren mit einem 300 Baud Akkustikkoppler angefangen. Mitte der 90er durfte ich dann mit zwei ISDN-Kanälen ins Netz und konnte es kaum fassen. Seit eineinhalb Jahrzehnten habe ich einen 16 Mbit/s-Anschluss, der real um die 10 Mbit/s bringt. Selbst Filme schauen ist kein Problem. Früher blickte ich neidisch an die Unis, mit bis zu 100 Mbit/s, damit Großrechner verschaltet werden konnten. Ich frage mich was man im Privaten mit mehr als 25 Mbit/s (sinnvoll) anfangen will?

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