Kommentare - Streit über US-Zölle: "Das eigentliche Ziel ist China"

22. März 2018 - 07:15 Uhr

Ein neues Kapitel im Wirtschaftskrimi um die US-Zölle auf Stahl und Aluminium: Nun soll es immer weitere Ausnahmen geben und vor allem China getroffen werden. Doch die EU muss weiter bangen. Von Martin Ganslmeier.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Oh dürfen-durfen-dürfen wir...

... Unsere Öl, Stahl, Aluminum an euch verkaufen, oh Herren der Welt? So dass eure Flugzeuge, aus unserem Aluminum gebaut, und eure Schiffe, aus unserem Stahl gebaut, allesamt mit unserem Öl getankt, uns dann noch beherrschen können, aber unsere Feinde auch runterputzen - vielleicht, wenn es euch genehm ist???

Nach mir die Sintflut

Na dann, Hauptsache wir sind aus dem Schneider. Und die Chinesen müssen zusehen. Interessen anderer im Sinne der Gerechtigkeit zu vertreten ist nicht gerade unsere deutsche oder europäische Stärke. Egoistischer können wir nicht sein.

Anno Domini 1945 haben die

Anno Domini 1945 haben die siegreichen USA das Deutsche Patentamt in München total geplündert und waggonweise Patentschriften in die USA verbracht, wo diese sicherlich auch zum Nutzen der US Wirtschaft verwertet wurden (so ein Krieg muß sich schließlich auch lohnen). Und nun zeigen die Amis auf China und rufen : "Haltet den Dieb !" Patentklau sollte international wirklich geächtet werden, doch das Abwerben von Wissenschaftlern, die mit wirtschaftlichen Vorteilen in die USA gelockt werden (sogenannter brain-drain) ist ebenso verwerflich . Wie sollen rückständige Nationen prosperieren, wenn ihnen die besten Leute abhanden kommen ? China kopiert die Methoden der USA und offenbar recht erfolgreich.

Das kommt davon

wenn in Deutschland seit der Agenda 2010 ,der Euro Einführung ,das Ziel 2% Inflation jährlich zu erreichen durch einfrieren und auch reale Lohnsenkungen der Wettbewerb so ausgebaut wird das ohne Außenhandel die Wirtschaft nicht mehr in Deutschland läuft.
Einer muss in der funktionierenden Wirtschaft Schulden machen.Der private Bereich spart,der Staat hat die schwarze Null und auch die Unternehmen sparen seit vielen Jahren.Da bleibt nur das Ausland übrig und wenn das Ausland pleite ist-siehe Griechenland-dann holt der Staat sein Geld wiedermal beim Steuerzahler.Ich halte nichts davon,das Deutschland jährlich 250 Milliarden Euro Exportüberschuss tätigt.

Super tolle Erklärung

Strafzölle gegen die EU sollen China treffen?
Also gerade habe ich den Artikel zu Verschwörungstheorien gelesen...

Woran ist denn China genau "schuld"?
(Erst waren die Russen schuld, jetzt China... Wann sind die Marsianer dran?)

“Heiliger St. Florian,...

...verschon mein Haus - zünd's andre an!“
Nach diesem Motto scheint die EU mit Herrn Lightizer übereinkommen zu wollen. Was immer dieser zusagen mag, am Ende wird Mr. President alles mit einer einzigen Twittermeldung vom Tisch fegen und Herrn Lightizer gleich mit.
Keinen Augenblick glaube ich, dass Trump sich ohne fette Gegenleistung von seiner einseitig beschlossenen Strafzoll-Entscheidung gegen die EU abbringen lässt.
Was angesichts der vorliegenden Zahlen aus Sicht der USA irgendwie verständlich erscheint.

China ist der Verursacher von Dumping !

China ist der Hauptverursacher für Dumpingpreise auf dem Weltmarkt. Früher für Solarpanels und seltene Erden, heute für Alu und Stahl. Und morgen hat China eine marktbeherschende Stellung und treibt als fast Monopolist dann die Preise hoch - siehe seltene Erden.
Gruß Hador

Trump versucht die EU zu schwächen !

Mr. Trump sieht eine Schwächung der EU durch Strafzölle im Rahmen seiner American-first-Politik durchaus positiv.
Die EU sollte jetzt beginnen auf neue Partnerschaften zu setzen.
Gruß Hador

@ Quakbüdel, 08:34

So Recht Sie wohl haben, aber wirbt Deutschland nicht z. B. in aller Welt um ausgebildete Ärzte? Und das wohl so erfolgreich, dass man im Krankenhaus häufiger von ausländischen Ärzten und Krankenschwestern behandelt und betreut wird als von deutschen?
Das ist zwar kein Patentklau, ist aber für die abgebenden Länder ebenso schmerzhaft.

RE Tada

"Woran ist denn China genau "schuld"?"

Die chinesische Wirtschaft sorgt für eine massive Überproduktion und verkauft die auf dem Weltmarkt unter Herstellungskosten. Das nennt man auch Dumping.
Gruß Hador

@ Tada, 08:47

“Strafzölle gegen die EU sollen China treffen?“
Welcher Stelle des Artikels entnehmen Sie denn das? Das Gegenteil ist richtig:
Sollten die beabsichtigten Strafzölle gegen die EU nicht erhoben werden, wird China quasi zum Ausgleich mit höheren Strafzöllen belegt.
Nun kann man darüber trefflich streiten...

Offenbar ist es

für viele schwer zu erkennen, wie China handels- und Geo-politisch tickt. Bevor man sich intensiver damit befasst , haut man lieber blindlings auf die USA ein.
Europa braucht die USA in vielerlei Hinsicht, aber China so dringend wie Fusspilz.

RE: Der Pianist 007

"Interessen anderer im Sinne der Gerechtigkeit zu vertreten ist nicht gerade unsere deutsche oder europäische Stärke."
Die Verteter von EU/D sind in erster Linie dazu verpflichtet die eigenen Intersessen zu schützen. Sie haben aber sicherlich recht wenn man auf die Handelsbeziehung zu afrikanischen Ländern blickt. Fair sieht da anders aus und die Folge daraus liegt sicher auch nicht im eigenen Interesse (siehe Flüchtlingsbewegungen).
Da hat die EU/D noch viel zu tun - für faire Handelsbeziehungen!
Gruß Hador

RE: Sparer

"...haut man lieber blindlings auf die USA ein."
Wer haut denn auf denn blindlings auf die USA ein. Es handelt sich hierbei nur um Aktion und Reaktion- ein ganz normaler Vorgang !
Gruß Hador

recht primitiv

Es wird argumentiert, dass man damit China treffen will.

Man hätte ja nicht unbedingt nach der Wahl gleich das pazifische Handelsabkommen kündigen müssen.

Und es ist leicht absehbar, dass man versucht, Europa und China gegeneinander auszuspielen.

Diese Politik wirkt sehr trampelhaft auf mich. Im Prinzip wäre es egal, wenn Trump die USA herunter wirtschaftet. Aber das ganze endet irgendwann in einem Krieg, oder wie es die USA nennen: Man interveniert militärisch zum Schutz der Demokratie.

Wer hat den eigentlich gewählt?

Europe first

Darum keine unnötigen Handelskriege starten oder eskalieren lassen, sich umgekehrt aber auch nicht alles gefallen lassen. Und in alle Richtungen schauen, was uns langfristig was bringt. Was auch heißt, absolut nüchtern und rational zu denken, es gibt viele Möglichkeiten, was passieren könnte.

Spielball?

Die EU muß auch als einer der größten Handelsblöcke auftreten, und nicht jeder für sich kämpfen und damit zum Spielball der USA oder Chinas werden. In so einer Situation muß und kann die EU zeigen, daß sie wichtig ist und wie sehr sie jedes Mitglied einschließlich Deutschland braucht. Und ich denke, wir und unsere Geschlossenheit werden da auch bewußt angetestet.

EU erhebt auch Steuern auf die USA Einfuhren

So ganz selten ringt sich auch mal ein Journalist durch zu erwähnen, dass die EU durchschnittlich drei mal so viel Einfuhrsteuern auf z.B. PKW aus den USA verlangt als die USA bisher.
Wer schon mal aus den USA etwas bestellt hat, z.B. kleine Elektronikteile wird beim Zoll über die Höhe der EU Zölle überrascht sein.
Ich finde Trump auch nicht gut, aber eine ausgewogene Berichterstattung in Sachen der gegenseitigen Einfuhrzölle wäre schon hilfreich.
Zumal Deutschland davon so gut wie gar nicht betroffen ist. (3%)

Streit über US-Zölle:"Das eigentliche Ziel ist China"

Martin Ganslmeier schreibt vom "Wirtschaftskrimi" und vom "hoffen und bangen bei der EU".
Die großen Handelsungleichgewichte zwischen den Ländern sind für ihn offenbar kein "Wirtschaftskrimi".
Wie wäre es denn wenn die Bundesrepublik ihre Exportüberschüsse(Handelsbilanzüberschüsse) auf ein vernünftiges Maß bringen würde ? Innerhalb der EU war da mal eine Grenze von sechs Prozent vom BIP angedacht.

@Sparer

Na VW braucht die VRChina wohl mehr als sie die USA brauchen.
Habe nur die Zahlen von 2015 leider... aber da wurden 0,6Mio PKW von VW in den USA verkauft. Aber eben über 3,0 Mio PKW von VW in China. Wenn in Peking der Daumen über VW auf einmal gesenkt wird, dann gehen in Wolfsburg bei VW, und mit Verzögerung auch in Berlin bei der Regierung, die Lichter aus.

@Hador Goldscheitel

"Die chinesische Wirtschaft sorgt für eine massive Überproduktion und verkauft die auf dem Weltmarkt unter Herstellungskosten." Am 22. März 2018 um 09:12 von Hador Goldscheitel

Für Qualitätsprodukte dürfte das kein Problem sein.
Dumm nur, wenn man woanders produziert und das Produkt - teilweise ganz, teilweise in wenigen Teilen - nach Deutschland bringt, nur um das Etikett "Made in Germany" anzunähen oder lediglich zu prüfen und mit "Made in Germany" zu stempeln.
Alles erlaubt, alles legal.
Selbst Schweine werden quer durch Europa gefahren, um in Deutschland geschlachtet zu werden.

Das sollte verboten werden.

(Klar kaufen Kunden lieber chinesische Produkte günstiger in China, als chinesische Produkte teuer woanders.)

Beim Krieg oder Handelskrieg

Da bleibt die Wahrheit als erstes auf der Strecke. Die Wahrheit ist für mich dass Deutschland jetzt schon so viele Jahre sehr erfolgreich sich als Trittbrettfahrer betätigt. Wir fahren Trittbrett bei der Verteidigung und wir fahren Trittbrett im internationalen Handel. Denn wir kümmern uns überhaupt nicht um eine ausgeglichen Handelsbilanz. Dabei ist das so ziemlich das Einfachste was es überhaupt gibt: Einfach mehr ausgeben. Das schafft ja jeder!

Was macht eigentlich...

... Herr Ganslmeier den ganzen Tag?
"Streit über US-Zölle: "Das eigentliche Ziel ist China"
Das ist doch volkswirtschaftlicher Unfug.
Die einzigen Zölle, wenn überhaupt, die die USA gegen China verhängen werden, werden irgendwelche Nebensächlichkeiten sein.
Herr G. dürfte doch der Test einer großen US-Zeitung vor wenigen Jahren AUCH geläufig sein. Da wurde ein Durchschnittshaushalt gebeten, alle Dinge zu entfernen, die NICHT Made in USA waren.
Ergebnis: Im ganzen Haus blieb EIN einziger Sessel übrig.
Die einzigen Konsequenzen, die für die Wirtschaft, aber noch mehr für Trumps Wähler brisant sind, kommen aus China, evtl. noch Südkorea und Japan.
Die EU nimmt sich wieder einmal wichtiger, als sie tatsächlich ist.
Was soll auch der Unfug mit der Drohung gegen die deutsche Autoindustrie? IN den USA produzieren deutsche Autobauer so viel, daß sie sogar exportieren (müssen).
Hier in D wird es eng, und das ist die große deutsche Angst!

Darstellung: