Ihre Meinung zu: P&R-Insolvenz: Anlegern droht Milliarden-Pleite

19. März 2018 - 16:03 Uhr

51.000 Anleger müssen um Milliarden bangen, weil sie in den Finanzdienstleister P&R investierten. Laut WDR und "SZ" wurde das Insolvenzverfahren gegen drei von vier P&R-Gesellschaften eröffnet. Von Massimo Bognanni.

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Kommentare

Das Kartenhaus

Es gibt in der Finanzbranche einige Leithammel, die aus ihrer Sachkenntnis heraus dick absahnen können. Das geht aber nur, wenn man genug Unbedarfte mit ins System locken kann, denn die bringen die Kohle, die die Leithammel einsacken. Und wenn der Nachschub an "Neukunden" ausfällt, bricht das Kartenhaus zusammen.

Schade um das schöne Geld

Da wurden über Jahrzehnte mühevollst Steuern hinterzogen und jedes noch so schmutzige Geld investiert und nun auf einmal droht die Pleite. Mein tiefes Mitgefühl gilt allen Opfern des grauen Marktes.

Reaktion der Politik?

Wie ist denn die politische Reaktion angedacht?
So wie bei der Bankenrettung, die immer noch nicht beendet ist, springt der Steuerzahler erneut ein?
Wird das den Sparern gestohlene Geld auch zur dieser Rettung verwandt, oder was sonst?

Ich finde es mal wieder völlig fazinierend.....

.....wie gut betuchte Menschen (immerhin hat jeder im Schnitt ca. 70.000€ angelegt) auf so windige Firmen reinfallen. Keine Berichte keine sauberen Geschäftsbedingungen, keine Risikobewertung. Da muss ich sagen, das mir die Betroffenen nicht so richtig leid tun. Die €-Zeichen in den Augen scheinen noch immer jede Sicherung des gesunden Menschenverstandes auszuschalten!

Zahlreiche spektakuläre Pleiten!

Was bei solchen Pleiten oft vergessen wird, sind die Schäden den diese Firmen bis dahin zusätzlich auf dem Markt und dies über Jahre hinweg gegenüber anderen, teils gut funktionierenden, verlässlichen und oftmals kleinen Unternehmern verursacht haben.

Bei solchen Grosskonzernen, welche über solche riesige Investitionen, gehandelt über Börsen, finanziert werden,
können kleine Unternehmen nicht mehr mithalten, schon gar nicht bei deren Dumpingpreisen und oft auch gezahlten Dumpinglöhnen.

Läuft heute noch ein Geschäft geregelt und gerecht ab, unterliegt es in kürzester dem Druck, der Konkurrenz, dem Wissen und dem Agieren von solchen riesigen Konzernen, welche gespickt mit intelligenten Chefstrategen in vielen Gebieten den Markt erobern, der es durchaus nicht mehr gerne sieht wenn er geregelt oder kontrolliert wird, sondern es eher liebt frei zu agieren und ohne Regeln, bis das System wie eben jetzt an seine unseeligen und nicht mehr nachvollziehbaren Grenzen stösst.

Der freie Markt!

@Mr. Zwa

Wie kommen Sie denn darauf, dass investierte Gelder aus Steuerhinterzug stammen? Das mag vielleicht im Einzelfall zutreffen, aber es gibt durchaus auch Kleinanleger, die ihr Gespartes in so ein Investment stecken, in der Hoffnung statt ein paar Prozent Rendite für das Alter zu erwirtschaften; Sparbücher, Bundesanleihen und Festgeldkonten zahlen ja nichts mehr, da muss man schon froh sein, wenn man nicht mit negativen Zinsen konfrontiert wird.

Oh weh

Tja, die Gier sucht sich ihre Opfer. Selber schuld. Es gibt eben Menschen, die haben nie genug und jetzt gar nichts mehr. Mein Mitleid ist oft überall, bei denen leider nicht. Aber es soll demnächst in Deutschland auch Tafeln für Superreiche geben.

@MaWo

Wie kommen Sie drauf, dass die Politik sich da einmischen wird? Das ist eine reguläre (und keineswegs "systemrelevante") Insolvenz und die wird wahrscheinlich so ablaufen wie alle Weiteren auch mit einer teilweisen Enteignung der Anleger während die Verantwortlichen ihre Schäfchen längst im Trockenen (oder auch auf dem großen Nassen) haben dürften.

Mir sind damals auch Container dieser Firma angeboten worden, aber nach diversen anderen Verlusten mit ähnlichen "Anlagen" wird man auch langsam klüger...

Das Geschäftsmodell ist etwas konfus...

Den Anlegern werden Container zu überhöhten Preisen verkauft,diese dann günstig zurück gemietet und nach ablauf der Restwert Ausgezahlt.
zuzüglich eines Aufschlags von zb 5%
Null Risiko für den Initiator,volles risiko für den Anleger.

Das wird doch mit Flugzeugen und Schiffen auch gemacht,mit Abschreibungen und steuer sparen.
Man kann daraus nur eines lernen und zwar dass was viele Bekannte Börsenprofis sagen,nämlich in Geschäfte zu investieren deren Geschäftsmodell man versteht.

Je einfacher das Geschäftsmodell desto transparenter und besser.

Leider lernt man so etwas erst wenn man sich die Finger verbrannt hat.
Man sollte das Fach Finanzen in der Schule zu Pflichtfach machen,damit man wenn man aus der Schule kommt,sich gegen windige Vetreter mit Hochglazprospekten gut behaupten. kann.

ist es denn nicht so

als wenn man angebl. sichere staatsanleihen der eu staaten kauft?

Gier?

Bei einer prognostizierten Rendite von 1,17 % kann man bezüglich der Anleger wohl nicht von Gier sprechen.

Da man ja Allen

immer Börse empfiehlt statt Sparbuch und die Anleger nichts gelernt haben aus dem letzten Crash wo unendlich viele Milliarden vernichtet wurden und es meist die Kleinanleger getroffen hat.
Werden wohl nicht viele kleine betroffen sein, also wer auf dem Grauen Markt agiert hat sicher mehr um zu überleben.

Und wieder sind da einige

Und wieder sind da einige Alterabsicherungen verschwunden, aber wie sagte der eine, der zwei großen lupenreinen Demokraten dereinst: ... selber mehr Eigenverantwortung übenehmen ...
Vielen Dank auch, Herr Schröder. Der Putin weiß schon, warum er sich den in sein Team geholt hat.

Nur keine

Nur keine Krokodilstränen.
Das ist das Börsenspiel.

Und immer daran denken: das Geld ist NICHT weg, es hat nur jemand anderes.

Und umgekehrt: werden Gewinne gemacht, beklagt
sich ja auch keiner ;-)

Alles im Griff

auf der Andrea Doria....: http://www.tagesschau.de/inland/personalien-bundesfinanzministerium-101....

Wir zahlen das - auch ! Wer mit über 100 Mio. Euro Steuergelder, via Air Berlin, die Lufthansa Aktionäre und das höhere Management begeistert, schützt auch Kleinanleger in Schiffscontainer, wo man nicht so genau weiss wer ist der Besitzer, wer ist Eigentümer, aber es gibt bestimmt ein paradise für alle. Bis auf die blöden Steuerzahler.

Schulfach und Produktqualität

Der Vorschlag eines Schulfachs ist alt, richtig und wird wohl kaum realisiert. Auch viele Kommentatoren wären besser vorher in dieses Fach gegangen, weil viele Kommentare auch nur Neid und Unkenntnis, aber wegig Sachlichkeit und Sachverstand zeigen.
Allerdings war P&R immer viel teurer als der "Markt für Container" und konnte so lange eine Art Schneeballsystem aufrecht erhalten.
Das hätte man relativ leicht durchschauen können.

Wer

Mit Risiko zu spielen kann natürlich zum Teilverlust oder gar Totalverlust führen.

der kleinanleger willi wupp

hat sicherlich nie was von dieser firma gehört und dort nicht angelegt. ausser vielleicht, er/sie auch, ist so blöd sich von seinem bankbeamten sowas aufschwätzen zu lassen. in deutschland kann man erfolgreich in firmen wie henkel, fresenius, sixt und viele andere investieren.

PS das war keine aufforderung zum kauf dieser werte!!!

negative Frikadelle

Ein großer Teil dieser Anleger hat vermutlich für das Alter vorsorgen wollen, da längst nicht jeder Bürger rentenversichert ist. Reichwerden kann man mit solchen "Anlagen" sicherlich nicht. Für die Einschätzung der Anbieter ist der nötige Sachverstand oft nicht vorhanden und eine Kontrolle wegen "Datenschutz" auch nicht möglich - auch fehlt die Zeit meist für irgendwelche Recherchen. Die Rädelsführer (eine bessere Bezeichnung fällt mir nicht ein) haben ihre stets sehr guten Gehälter in den Aufsichtsräten und ähnlichen Positionen völlig sicher bis zum Zusammenbruch der Chose, zucken bedauernd mit den Achseln und ziehen weiter zum nächsten Job.

Renditejäger = Rente sicher?

Hier wurde in mehreren Kommentaren auf die geringe Rendite klassischer Geldanlagen hingewiesen. Nun ist spätestens seit der letzten Finanzkrise bekannt, dass je höher die Rendite, umso höher i.d.R. auch das Anlagerisiko. Hier scheint es sich jedoch um ein Steuersparmodell (zulässige Steuerverkürzung?) und nicht eine klassische Geld"anlage" zu handeln, daher nicht direkt mit einem Sparbuch vergleichbar und kein gutes "Rentensicherungsmodell". Zweitens hoffe ich, dass jeder "Anleger" auch nachweislich Geld in seine(n) eigene(n) real existierende(n) Container investiert hat. Mir fallen da Betrugsmodelle a la Flowtex ein (geleaste Erdbohrmaschinen, von denen allerdings nur ein geringer Teil wirklich existierte). Mal schauen, wie viel Prozent des Geldes die Anleger wieder sehen. Das Insolvenzverfahren kann (wird) Jahre dauern!

Treffende Beschreibung

@DeHahn

Kurz und präzise. Besser kann man die Vorgänge in der Finanzbranche nicht beschreiben.

@16:41 von DiePositiveBratwurst

betuchte Menschen (immerhin hat jeder im Schnitt ca. 70.000€ angelegt)

Ein wirklich betuchter Mensch muß man für 70000 nicht sein.

Das ist so ungefähr der Wert einer privaten kleinen Rentenversicherung als Kapitalauszahlung. Wie viele werden darunter gewesen sein, die verzweifelt versucht haben, genau eine solche Rentenversicherung im Alter so anzulegen, daß die Ersparnisse eines ganzen Lebens wenigstens nicht von der Inflation aufgefressen werden?

@hepheistos, 19:40 Uhr

Sie haben recht, da werden bestimmt einige Altersvorsorgen verschwunden sein. Aber dies ist nicht - wie Sie es so gerne hier tun - der Politik anzulasten. In Zeiten, wo immer weniger Menschen in die staatlichen Sicherungssysteme einzahlen und immer mehr Menschen viele Jahre Rente bekommen, sinkt selbsterklärlich auch das Rentenniveau und muss, wie aktuell, mit vielen Milliarden Steuergeldern gestützt werden. In Zeiten, in denen selbst private Rentenversicherer auf dem normalen Weg das Geld ihrer Anleger nicht mehr arbeiten lassen können, sucht sich das Kapital immer risikoreichere Anlageformen, um eben doch noch die Anwartschaften ihrer Kunden erfüllen zu können. Der Graumarkt macht sich dieses Phänomen zunutze. Es bleibt die Faustformel für alle Anleger: Je mehr Rendite/Zinsen versprochen wird umso risikoreicher ist die Anlageform. Das hat nichts mit der Politik zu tun, so sehr Sie sich das auch wünschen würden.

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