Brexit-Leitlinien der EU: Das Anti-Rosinenpick-Papier

07. März 2018 - 16:36 Uhr

Die EU hat Großbritannien davor gewarnt, sich beim Brexit Rosinen herauszupicken. Laut Leitlinien-Entwurf der EU ist eine enge Partnerschaft in einem Bereich allerdings wünschenswert. Von Kai Küstner.

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Kommentare

Die britische Regierung träumt immer noch davon, sie könnte eine Beziehung zur EU als Wunschkonzert gestalten.

endlich auf? Ich kenne nicht ein einziges Produkt um das es mir leidtäte es von den Engländern nicht mehr zu beziehen.

Die EU wird von immer mehr Ländern in Frage gestellt. Das werden sie nicht verhindern können.

///Am 07. März 2018 um 17:37 von barbarossa2
17:12 von karwandler
Die EU wird von immer mehr Ländern in Frage gestellt. Das werden sie nicht verhindern können.///
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Aha. Welche denn ?

Seit PM Mays letzter Rede ist doch die Katze aus dem Sack: GB will nicht, die EU kann nicht über den eigenen Schatten springen. Daher sollte die EU jetzt aufhören um GB irgendwie (Zollunion oder Binnenmarkt) zu werben, sondern ernst machen. Es sind nur noch die Formalitäten zu regeln, z.B. damit am 29.03.2019 um 23:01 GMT nicht die Flugzeuge vom Himmel fallen. Die Unternehmen sollten jetzt ihre Notfallpläne aktivieren. Die Länder um GB müssen massiv ihre Zollstationen ausbauen. Hr. Barnier sollte CETA aus der Schublade holen, das C mit einem B übermalen und unter Punkt "Wirksamkeit des Vertrages" = "siehe Zahlung der Abschlussrechnung" vermerken... GB hat Jahrzehnte auf die Rosinen Rabatt bekomnen und dabei noch der EU die Schuld für eigene Fehlentwicklungen gegeben. Nun wird es Zeit, daß GB auf den Boden der Tatsachen kommt. Die EU hat lange genug gewarnt. Wer nicht hören will muß fühlen!

"Die EU wird von immer mehr Ländern in Frage gestellt. Das werden sie nicht verhindern können."

Muss ich gar nicht. Es gibt keine Austrittswilligen außer in den Prophezeiungen rechter Propagandisten.

Wird sie, u.a. weil sie nicht für den Erhalt von Demokratie und Einhaltung ihrer Gesetze sorgen kann (s. Ungarn & Polen). Es wird also Zeit, dass durchgegriffen wird - im Inneren, wie im Äußeren.

///Am 07. März 2018 um 17:30 von sprachloser
Hoppla wacht die EU nun
endlich auf? Ich kenne nicht ein einziges Produkt um das es mir leidtäte es von den Engländern nicht mehr zu beziehen.///
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Die EU hat nie " geschlafen " und bereits, im Gegensatz zu GB, einen Vertragsentwurf vorgelegt. Wenn Sie sich diesen anschauen, werden Sie feststellen, dass es um sehr viel mehr als " Produkte von den Engländern beziehen " geht.

doch schon immer Rosinenpicker, da ist nichts neu. Sie hatten Sonderbedingungen ausgehandelt, um in der EU zu sein, und meinen nun, nach dem Austritt könne das so weiter gehen. Gut, dass dem von der EU jetzt deutlich widersprochen wird.

Ich weiss nicht ob sie die Ereignisse in Europa nicht wahrnehmen oder wahrhaben wollen. Aber was gerade aktuell in Italien abläuft sollte sie schon interessieren.

Ich befürworte eine klare Kante der EU gegenüber solcher Rosinenpickerei der Briten. Ich war selbst in der Schule immer am meisten von den Lehrern angetan, die unserer Klasse klar gezeigt haben, wo es lang geht. Und wenn das die EU auch macht, ist es gold richtig.

So lange es noch arme, osteuropäische Länder gibt, die bereit sind, sich eine EU-Mitgliedschaft anzutun, wähnen sich die Eurokraten in Sicherheit, fühlen sich stark und sehen die EU bestätigt. Das es sich dabei um einen Trugschluss handelt, wollen die EU-philen nicht sehen. Da täuschen sie sich lieber selber und verschließen Augen und Ohren vor der Realität.

Es ist nachvollziehbar, dass die EU auf jeden Fall verhindern möchte, dass weitere Staaten aus ihr austreten und daher nicht bereit sind, auf die Wünsche der britischen Regierung zuzugehen.
Eine keineswegs unwahrscheinliche Folge davon wird aber auch sein, dass viele Briten ganz sicher keine positivere Haltung zur EU entwickeln werden, während die britische Regierung die Schuld für die zumindest in den ersten Jahren spürbaren negativen Folgen für die Bürger des Landes zurückweisen und vielmehr die EU dafür verantwortlich machen wird.

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Die Moderation

"Durch harte Haltung steigert nicht die Zustimmung zur EU"

Es ist aber nicht Sache der EU, die Briten in die EU einzuladen, wenn sie austreten wollen.

Um Zustimmung zur EU müssen sich die britischen Parteien bemühen, die ggf. wieder eintreten wollen.

"Ich weiss nicht ob sie die Ereignisse in Europa nicht wahrnehmen oder wahrhaben wollen. Aber was gerade aktuell in Italien abläuft sollte sie schon interessieren."

Hat sich in Italien jemand für den Austritt aus der EU stark gemacht?

Von der Terrorismusbekämpfung hat niemand etwas!
Weder Bürger noch Unternehmen: Etwas Unwichtigeres gibt es nicht – zumal sie im Zweifelsfall bekanntlich ohnehin versagt...

England ist eines der Länder mit der höchsten Überwachungsrate (Kameras in öffendlichen Bereichen) in Europa.
Gut, soweit ich weiss ist die Kriminalitätsrate auch nicht geringer als in Deutschland aber viel Überwachung und Beschränkungen der Freiheit sind doch wichtig und richtig (laut Herrn de Maiziere)?

Deshalb sollte sich die EU schon genau ansehen wie die Briten sich selbst das Leben unangenehm machen.

Fragen Sie mal die Angehörigen der umgekommenen unschuldigen Bürger, ob die das genauso wie Sie sehen.

GB muss wissen, dass es keine Sonderlocken gibt und dies hat Tusk klar gestellt. Ich hoffe, dass die EU hart bleibt, denn wird man zu weich, brauchen wir keine EU mehr. Die Mitglieder zahlen Beiträge und unterwerfen sich den Regeln der EU und GB bekommt alles für lau? Das würde keiner in der EU verstehen. Also standhaft bleiben Herr Tusk;-)

"Hat sich in Italien jemand für den Austritt aus der EU stark gemacht?"
Müssen die Italiener doch gar nicht. Bei ihrer Verschuldung können sie die EU am Nasenring durch die Arena führen. Oder wie ist es zu verstehen, daß z.B. die "Fünf Sterne Bewegung" sagt das für sie sparen nicht in Frage kommt und 1000 € Grundeinkommen ankündigt?
Oder die Lega? Die will sparen?

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