Ihre Meinung zu: Wahl in Italien: Die Zeche zahlt auch Europa

5. März 2018 - 19:34 Uhr

In Italien haben populistische Parteien das Rennen gemacht - nachvollziehbar, meint Tassilo Forchheimer. Die Protestwahl wird den Italienern aber nichts nützen. Und dem europäischen Zusammenhalt erst recht nicht.

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Kommentare

Schlechte Zeiten für Sozialdemokraten

Matteo Renzi ist gescheitert, sein Rücktritt ist naheliegend. In Italien wird es in den nächsten 4 Jahren nicht um Sozialpolitik, nicht um Emanzipation, Bildung oder Kultur gehen. Die gesamte Linke ist abgestraft, die Rechtspopulisten frohlocken. Der Nationalismus triumphiert, der Sozialabbau, der Egoismus und die Euroskepsis haben Konjunktur. Traurig.

Gesellschaft driftet auseinander

Tja manche sind eben gleicher als alle anderen. Das hat nichts mit Leistung zu tun. Welche sollte das auch sein. Mehr, mehr, mehr?

Sehr Zutreffend

"...Rückblickend betrachtet haben die Menschen in diesem Land viel zu lange dabei zugeschaut, wie sie der Politik immer mehr entfremdet wurden. Auf der einen Seite die Politiker, auf der anderen Seite die Bürger. Fast wie Täter und Opfer...." ....ach ich Dummerchen: es ging um Italien

Völlig nachvollziehbar

Ich gehe davon aus, das von "Zusammenhalt" in der EU keine Rede mehr sein kann. Die EU ist zum verfilzten Lobbyverein geworden, die Europäer wenden sich von ihr ab, wie man ja jetzt an Italien wieder bestens sehen kann. Das Wahlverhalten der Italiener würde ich daher als völlig nachvollziebar bezeichnen. Wenn sich die anderen Völker Europas ähnlich verhalten, wird die EU so zur Reform gezwungen.

Eigentor

Mit der Wahl der Rechtspopulisten hat sich die italienische Bevölkerung ein Eigentor geschossen. Vier Jahre Eigennutz, Zerstrittenheit, Stillstand.
Und Ausländerfeindlichkeit.

Wahl in Italien:Die Zeche zahlt auch Europa

Ein Kommentar der es in sich hat.Was ist damit gemeint "die Zeche zahlt Europa" ? Wird das Wohlergehen des deutschen Exports mit Europa gleichgesetzt ? Und was soll heißen "den Italienern wird es nichts nützen" ?
Wird es ihnen nichts nützen,weil andere bestimmen sollen ?
In einem hat der Herr Forchheimer recht:"Reformen",die er und die EU meinen wird es wohl auf absehbare Zeit dort nicht geben,denn Armut gibt es genug.

Lasst uns doch erstmal feiern ...

.. dass die Zeit der Sozialdemokratie in Europa abgelaufen ist.

Obwohl - wenn Renzi sagt, dass seine Partei in die Opposition geht - heißt das dann dass sie in ein paar Wochen Regierungspartei ist?

Denn wie wir in Deutschland gesehen haben, hat das Wort eines Sozialdemokraten nur eine Halbwertszeit von wenigen Tagen ( s. der Martin aus Würselen).

Als glühender Europäer sage ich

es ist die Schuld der Massenmedien bzw. deren Redaktionen in fast allen EU-Ländern, die Schuld der Politiker aller Parteien in allen EU-Ländern.
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Wenn uns allen so ein Warnschuss verpasst wird, wie dieser unsägliche Brexit, dann wäre es sachlich zwingend gewesen, mal inne zu halten und sich zu überlegen, was schief läuft. Statt dessen prügelt man mit ein "Weiter so!" auf alle Bedenkenträger ein. Und mit "Bedenkenträger" meine ich nicht einmal Ansatzweise solche Leuchttürme in der Wüste, wie die AfD, Front National oder Lega.
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Gemeint ist: wenn weite Teile in den Bevölkerungen dieses Europa so wie es ist zu weit geht, dann sind das nicht alles Nationalisten, sondern ganz einfach Europäer die ihr Europa so haben wollen, wie es gewachsen ist. Vielvölkerstaaten hatten historisch noch niemals eine Chance! Und "Globalisierung" ist nicht nur in Europa. Andere Regionen würden sich solchen polit-Irrweg aber nicht erlauben. Die EWG war ok, aber jetzt zerfleddern wir uns.

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