Ihre Meinung zu: Kommentar: Rote Karte für Czarnecki - zu Recht

7. Februar 2018 - 16:59 Uhr

Die Hetze, die polnische Medien und Politiker gegen die Oppositionelle Thun verbreiteten, war beispiellos. Das EU-Parlament hat deshalb zurecht EU-Parlamentsvize Czarnecki die rote Karte gezeigt, meint Annette Dittert.

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Kommentare

schön,

daß diese dame auch zu wort kommen durfte!

PiS = Polen

Ich lebe in Polen und erlebe hautnah was hier abgeht. Das Problem für die EU ist, dass die Regierungspartei PiS im Land so tut, als sei sie Polen. Und wie Frau Dittert zurecht festgestellt hat, propagiert PiS jeden "Angriff" auf die Partei als Angriff auf Polen. Momentan gelingt ihr das noch Recht gut, da es zur Zeit auch keine echte Opposition gibt. Das darf aber nicht dazu führen, dass die EU alles durchgehen lässt.
Sehr gut finde ich darum auch den Gedanken, EU-Gelder an rechtsstaatliche Ordnung zu binden. Und der Druck der EU hat auch zur Regierungsumbildung geführt, da PiS die Hoffnung hat/hatte, dass Herr Morawiecki gewandter ist wie Frau Szydlo und in Brüssel wieder Boden gut macht. Das Problem von Morawiecki ist nur, dass PiS mit ihrer Politik eigentlich ständig gegen ihn arbeitet ("Holokaust-Gesetz").

Verstehen werden die es eh nicht

Aus dem Kommentar:
"Natürlich wird die Entscheidung des EU-Parlaments kurzfristig der antieuropäischen PiS-Propaganda in die Hände spielen."

Und nicht nur denen.
Unverständnis darüber kommt ja auch von anderen Nationalisten sowie unserer Heimatschutz-Szene, die Hetze dieser Art noch als Meinungsfreiheit darstellen.

Die machen sich wegen dem Vorfall sogar schon Sorgen um die Kultur Polens, verteidigen damit aber lediglich die krude Politik dieser unsäglichen PiS-Partei, die wohl ganz nach ihrem Geschmack ist.

20:22, Neuländer

>>Róza Thun hingegen ist lediglich eine Kritikerin der polnischen Regierung. Warum man dadurch zu einer NS-Kollaborateurin wird, weiß wohl nur Czarnecki.<<

Nein, das weiß ich auch.

Frau Thun hat einer deutschen Journalistin ein Interview gegeben, in dem sie sich kritisch über die Politik der PIS äußert.

Immer wenn in solchen Fällen Deutschland ins Spiel kommt, und das tat es, in Form von Frau Dittert, dann zieht die polnische Rechte die Nazikarte.

Man möchte so auf Ressentiments, die aus der deutsch-polnischen Geschichte resultieren, Klavier spielen.

Ein ungeheuer armseliges Spiel.

Ich hätte nur einen Vorschlag

Ich hätte nur einen Vorschlag für die EU-Kommission: den Geldhahn zudrehen. Ein Jahr später ist PiS Geschichte.

Dittert ist parteiisch ...

... da sie ja Frau Thun medial gepushed hst und dafür selbst heftig kritisiert wurde.

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Echt eine Farce!

Echt eine Farce! Eigentlich zum Totlachen!

Diejenigen, die tagtäglich politisch Andersdenkende, die nicht den immergleichen grünlinken Sermon von Multikulti, "D profitiert vom Euro", "EU ist suppi", "Islam=friedlich" etc. nachbetet, als "Nazis" bezeichnet, zeichen sich empört, wenn sie selber einmal einem Nazi-Vergleich konfrontiert sind

Lustig ...

21:10, Einfach Unglaublich

>>Dittert ist parteiisch ...
... da sie ja Frau Thun medial gepushed hst und dafür selbst heftig kritisiert wurde.<<

Frau Dittert hat das getan, was ihr Beruf ist.

Sie hat eine Reportage gemacht, in der sie Frau Thun zu Wort kommen ließ.

Interessant ..

Zitat: "Die Begründung: Wer eine Oppositionspolitikerin wegen eines regierungskritischen Interviews als Landesverräterin beleidigt, und anschließend eine beispiellose Hetzkampagne gegen sie in Gang setzt, kann als Vizepräsident nicht mehr das Europäische Parlament repräsentieren"

Formulieren wir das einmal um ...

Wer Oppositionspolitiker wegen Kritik am Euro, EU, als Nazi, Rassist, Europa-/Menschenfeind, Rechtspopulist etc. beleidigt, und anschließend eine beispiellose Hetzkampagne gegen sie in Gang setzt, kann als Vizepräsident nicht mehr das Europäische Parlament repräsentieren

Sounds familiar ...

20:55, BreiterBart

>>Haben Sie denn kein Sachargument, mit dem Sie den politischen Gegner überzeugen können?<<

Als ob man Sie von irgendwas überzeugen könnte...

BreiterBart

20:52 von BreiterBart
„Was meinen Sie damit?
Wenn jemand Kritik an der EU, am Islam, am Euro, an der Asylpolitik, am Genderwahnsinn übt und wen man partout diese Kritik sachlich nicht widerlegen kann, dann ist es legitim, diese Kritker als "Nazis" zu vergleichen?“
Es geht nicht um den Inhalt der sogenannten Kritik, sondern um die Art. Wer hetzt, lügt, sich rassistisch oder frauenfeindlich äußert und das ganze mit einer rechtsnationalen Terminologie würzt, handelt sich eben nicht nur inhaltliche Kritik, sondern gelegentlich auch Vergleiche ein.

20:55 von BreiterBart
„Was genau meinen Sie mit "sehr weit rechts"?“
Ist das Ihr „Sachargument“, mit dem Sie kontern wollen?
„Haben Sie denn kein Sachargument, mit dem Sie den politischen Gegner überzeugen können?“
Wer sagt, dass ein Vergleich kein Argument sein oder enthalten kann?

20:52, BreiterBart

>>Wenn jemand Kritik an der EU, am Islam, am Euro, an der Asylpolitik, am Genderwahnsinn übt und wen man partout diese Kritik sachlich nicht widerlegen kann, dann ist es legitim, diese Kritker als "Nazis" zu vergleichen?<<

Schon der Begriff "Genderwahnsinn" spricht Bände.

Wenn man diffamierende, unter die Gürtellinie zielende Hetze als legitime, sachliche Kritik bezeichnet, "indigene" Gewaltkriminalität als qualitativ anders als "zugewanderte" betrachtet und italienische Faschisten, die nach IS-Manier unschuldige Menschen, deren einziges Vergehen die falsche Hautfarbe ist, niederschießen, in Schutz nimmt und eine solche Tat mit Hinweis auf die böse Migration relativiert, dann muss man sich vorwerfen lassen, Distanz zu faschistischen Positionen vermissen zu lassen.

Die italienischen Faschisten nennen sich übrigens stolz selbst Faschisten. So weit sind wir hier noch nicht wieder.

So schnell kann man Märtyrer werden

Na, das hat er doch gut geplant- und siehe da, genau so ist es gekommen. Wie auf Knopfdruck.

Ich provoziere. Reagieren sie, haben wir gewonnen (Wasser auf die Mühlen der PiS, ich werde Märtyrer), reagieren sie nicht, haben wir noch mehr gewonnen (die Grenzen wieder ein Stück weiter in Richtung Abbau von Humanität und Demokratie verschoben).

Die EU konnte also nicht gewinnen, sondern nur den Schaden begrenzen. Das hat sie getan, gut so, auch wenn das Ganze nicht zum Lachen oder zum Feiern ist. Die Anti-Demokraten zeigen ihr wahres Gesicht.

Ich bin skeptisch, dass die EU die Richtung in Polen maßgeblich beeinflußen kann. Wenn dann über die Regulation, an wen Geld gehen soll. Rein politisch wird das so wenig gehen wie bei Orban und Erdogan.

@Einfach Unglaublich - 22:10

"Dittert ist parteiisch... da sie ja Frau Thun medial gepushed hst und dafür selbst heftig kritisiert wurde."

Frau Dittert hat eine Reportage über eine polnische EU-Parlamentarierin gemacht, wo gezeigt wird, welch ungewöhnliche Schwierigkeiten Frau Thun im eigenen Land hat.
Schwierigkeiten in Form von rüden Ressentiments, die weder demokratisch vertretbar noch ein Mitglied der EU auszeichnen sollten.

Selbst, wenn Sie das schon als "gepusht" bezeichnen wollen - finden Sie diese Reaktionen von Regierungsvertretern als politisch angemessen...?

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