Ihre Meinung zu: EU-Parlament will Geoblocking eindämmen: Online-Shopping soll fairer werden

6. Februar 2018 - 12:01 Uhr

Viele Klicks, viel Scrollen, und dann klappt der Online-Kauf doch nicht. Schuld ist meist das Geoblocking, mit dem EU-Bürger vom Internet-Shopping im Ausland abgehalten werden. Doch nun soll damit Schluss sein. Von Peter Kapern.

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Kommentare

Das wird dann mit absurden

Das wird dann mit absurden Versandkosten ausgeglichen.

Das macht die autobranche schon immer. Überführungskosten. Die nachen hunderte € innerhalb Deutschlands aus.
Würden die Japaner auch so neppen, wären Toyota &co unbezahlbar.

Und was ist mit Hilfe gegen Betrügereien?

Tolle Sache aber, wer hilft mir, wenn was schief geht? Ich habe vor einiger Zeit mal was in Frankreich bestellt, durfte ich auch. 300€ Vorkasse bei einem recht großen Versandhändler per Paypal bezahlt.

Die Ware kam nie an. Zigfache Rückfragen wurden mit Hinhaltetaktik abgewiegelt..."Das Paket ist unterwegs", so lange bis nichts mehr ging. Dann wurde einfach nicht mehr geantwortet.

Geholfen hat uns niemand. Paypal sagte: "Einigt euch doch mal gütlich". Als das nicht fruchtete war die Zeit für den Käuferschutz verstrichen.

Verbraucherschutz und Co winkten ab, Rechtsanwälte sind bei dem Betrag zu teuer...also was tut ein geprellter Kunde in diesem Fall?

Solange nicht zusätzlich zum freien Handel auch eine europäische Polizei oder Beschwerdestelle oder ähnliches kommt, bleibt doch die Globalisierung in jedweder Form ein Rohrkrepierer.

Also gelegentlich

nutze ich das Online-Shopping auch aber Geoblocking ist noch nicht der Grund einer Kaufverhinderung gewesen.
Meist sind es Bezahlmethoden die ich nicht besitze oder nutze die einen Kauf verhindern.
Also bislang ist mir das noch nicht passiert.

Gruß

Leider nur die halbe Wahrheit

Nicht nur Geoblocking und einzelne Händler sind ein Hindernis. (dafür ist ja VW in Italien schon vor Jahren bestraft worden.)
Zur Verdeutlichung möge Herr Kapern einmal versuchen, ein fabrikneues iPhone in den USA bei eBay zu kaufen. ("Not shipping to Germany") Und Apple ist beileibe kein Einzelfall, daß Hersteller den länderübergreifenden Verkauf ihrer Produkte verbieten. Will sagen, KEIN Händler in den USA wird ihnen ein Gerät nach Germany verkaufen, weil er das einfach nicht DARF.
Genau so ist es z.B. auch mit PKW. Kein Händler in Deutschland darf ein Fahrzeug anbieten, das er sich von außerhalb der EU "besorgt" hat. Nicht technische Hürden sind es, sondern einfach ein Verbot des Herstellers in Fernost. Alles selbst erlebt.
Die Welt ist also sehr vielschichtig.

Noch mehr Globalisierung??

Ja toll noch mehr Güterverkehr noch mehr Unsinn billig aus dem Ausland shoppen? Leute das ist einfach die falsche Richtung!

Dann kann der Auslands-VPN wieder gekündigt werden?

Noch glaub ich nicht dran....

MWSt

Und wie ist es mit den unterschiedlichen Mehrwertsteuersätzen der einzelnen Länder? Wird nicht da der Händler benachteiligt, in dessen Land ein höherer Prozentsatz fällig wird, die er ja schließlich an den zuständigen Fiskus abdrücken muß. Dadurch wird ja schließlich auch die Ware teurer.

Im Zeitalter der Globalisierung völlig unverständlich...

Auf das so genannte Geoblocking stößt man im Netz immer wieder, dabei sollten im Zeitalter der Globalisierung solche unsinnigen Hürden eigentlich nicht mehr bestehen.

Als deutscher EU-Bürger, der eine EU-Ausländerin als Lebensgefährtin hat, verweile ich zeitweilig auch im Heimatland meiner Partnerin.

Dieser Umstand bedeutet aber nicht automatisch, dass ich das Mäntelchen meiner Interessen am Grenzübergang ablege. Mich interessiert natürlich auch in dieser Zeit, was in meinem Heimatland passiert. Insofern ist es mir wichtig, Informationen, aber auch Unterhaltung in meiner Muttersprache zu erhalten, auch wenn ich im Ausland bin.

Dieses unsinnige Geoblocking verhindert das aber oftmals.

Bestes Beispiel für diesen Unsinn: Das bei tagesschau.de kurze Sequenzen bspw. vom Fußball nicht gezeigt werden dürfen.

Da stellt sich mir doch die Frage, wie intelligenzfrei ist denn so was?

Bessere und billigere Werbung kann es doch gar nicht geben.

Warum kann man es im TV sehen online nicht?

Klasse. Dann bekomme ich in

Zukunft meinen Golf in Deutschland zu Preisen wie in Belgien? Will ich gerne so haben nur fehlt nur der Glaube daran

na ja ...

... dann reguliert man das halt über die Versandkosten ;-)))

Aber die Kaffee Maschine kann ich natürlich auch beim Fachhandel in Deutschland direkt kaufen und dann mit nach Frankreich nehmen? - der Fachhändler berät dann bestimmt auch gerne im Hinblick auf national unterschiedliche Anschlüsse die man ggf. beachten muss ;-)

Länderabhängige Zinsen

Ich habe vor geraumer Zeit bemerkt das einige Banken in unterschiedlichen Länder der EU verschiedene Zinsen für Festgeld anbieten. Fällt dieses Vorgehen auch unter Geo-blocking.

Hmm, für den Konsum wiedermal eine tolle Sache.

Aber wie sollen Anbieter aus Ländern mit höheren Löhnen Preise machen, die mit jenen aus Niedriglohnländern konkurrieren können? Das könnte erneut zu Lasten der Beschäftigten im Handel gehen, deren Löhne ähnlich wie die der Logistikbranche nicht mehr so rosig aussehen, auch wenn sie noch höher als z.B. in Bulgarien sind.

Clearing-Stelle

Da haben wir doch schon etwas.

Ach ja, da wird man durch ein Wirr-Warr an Seiten geleitet, muss zahlreiche Daten zur Transaktion eingeben, Dokumente hochladen und geduldig die Wartezeit durchstehen, bis man dann am Ende erfährt, dass die Clearing-Stelle nur für grenzüberschreitende Käufe zuständig ist. Man konnte dass anhand der Eingaben ja nicht feststellen.

Mit anderen Worten: Es wird so hochtrabend daher geredet, aber die Umsetzung ist dann doch nur mangelhaft. Und zudem schon lange hinter der Zeit. Seit etwa 20 Jahren kann man, die Ausnahmen vorher nicht eingerechnet, gut Online einkaufen. Und jetzt wird bemerkt, dass da was nicht stimmt.

Es stimmt vieles nicht. Aber der Pferdefuß ist nicht das Online-Shopping.

Altbekannt

"Keine nationale Behörde und kein Verbraucher habe dies über Monate und Jahre bemerkt."

? Vielen Verbrauchern ist es schon ewig bewusst. Vor allem als der Pfund noch Schwächer war gab gerade es im Elektronikbereich (Monitore) Artikel die nach Umrechnung und Importkosten für knapp 120€ weniger von .uk anstatt .de Webseiten hätten erworben werden können - ohne entsprechende Blockade durch den Onlinehändler.

Es fühlt sich extrem diskriminierend an, konstant "Prämien" auf Artikel zu bezahlen, weil mein in Deutschland wohnt. Zumindest wenn diese Unterschiede Länder wie Briten, Frankreich oder Niederlande betreffen wo das Einkommen von "Ottonormalbürgen" nicht so stark auseinander klafft wie bspw. zwischen Deutschland und Polen, wo solche massiven preislichen Unterschiede in gewissen Maße gerechtfertigt wären.

Abgeblockt

Russische Verkaufsseiten blocken Käufer aus Deutschland relativ oft ab. Weiß jemand warum das so ist? Sind es die russischen Server, die uns nicht rein lassen wollen oder sind es die deutschen Server, die uns nicht raus lassen wollen?

Fairer gegenüber dem lokalen Einzelhandel?

d.h. Amazon & Co werden demnächst Steuern bezahlenen wie alle anderen lokalen Händler auch? Und ihren Angestellten Tariflohn bezahlen? Sich fair an den Kosten der Infrastruktur (Straßen, Stromversorgung, sozialen Frieden) beteiligen?
Ach ne, doch wieder falsch gelesen. Da war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Dazu war der Einfluß der Lobby auf unsere Politik wohl doch zu stark

Geoblocking fuer Online-Shopping

Ich begruesse die Aufhebung des Geoblockings fuer Online-Shopping. Ich bin Auslandsdeutsche in Bulgarien und kann viele Sendungen von ARD und ZDF im Internet nicht sehen. Ich wuensche mir die Aufhebung des Geoblockings fuer obengenannte Sendungen im Internet fuer Laender, die EU-Mitglied sind.

MWSt

Da hat sich die EU etwas feines einfallen lassen und die MWSt ist im jeweiligen Empfaengerland zu entrichten. Mag zwar gerecht sein, haelt aber viele kleine Haendler davon ab, etwas ins Ausland zu verschicken, weil sie niemanden fuer den Papierkram haben.

Im Darknet funktioniert es doch auch

und man kann alles bestellen!!!!!

Ja, manchmal ...

... manchmal lehnen Shops auch Dinge ab die im Empfangsland tatsächlich (oder vermeintlich) illegal sind - gut, dass das dank der CDU bald ein Ende hat.

Übrigens wäre das Thema Verbot von Geoblocking gerade bei Videostreaming interessant, aber traut man sich nicht ran, weil die Film-/Musikindustrie-Lobbyisten ihnen das wohl verboten haben ...

Was

es ist Globalisierung im Verbraucher-Sinne geplant?

Das ich das noch erleben darf.

Aber Scherz beiseite, liebe TS, berichtet doch bitte öfter über positive Beschlüsse der EU.
Denn dort passiert viel in unserem Sinne, dass aber leider oft unerwähnt bleibt.

Es geschah zum Beispiel schon etliche Male, das die Bundesregierung auf den Deckel bekommen hat, weil sie zu sehr im Sinne der Wirtschaft und somit oftmals gegen den Bürger agierte.

Auch hat die EU Kinderlachen unter Schutz gestellt, was die Klagewelle in Deutschland gegen Kindergärten und Spielplätze weitestgehend abgewürgt hat (Gott sei dank)

Es findet viel Kulturförderung statt und es werden Museen unterstützt.

Eine Reihe über die tollen Seiten der EU, das wär doch mal was.

"Aber wie sollen Anbieter aus

"Aber wie sollen Anbieter aus Ländern mit höheren Löhnen Preise machen, die mit jenen aus Niedriglohnländern konkurrieren können? "
..
Der Preis allein macht es nicht. Kaufen Sie doch mal Ware direkt aus China oder über einschlägige "deutsche" Anbieter über Ebay. Und wenn dann was defekt ist, versuchen Sie mal, Ersatz zu bekommen bevor die "Firma" sich wieder aufgelöst hat ..
Service, Verfügbarkeit, Ersatzteile, Dokumentation, ... etc.

aber das schöne daran

in der eu behörde gibt es eine neue abteilung mehr. da können dann viele abgehalferte politiker weiter durchgefüttert werden. tolle ideee

Wieder einmal völliger EU-Schwachsinn...

...diese Entscheidung des EU-Parlamentes: Schon der nationale Online-Handel zieht einen gewaltigen Logistikaufwand nach sich und bringt unzählige LKW auf die Straße. Damit trägt dieser Hype erheblich zu Staus, Luft- und Lärmbelastung bei. Auf der einen Seite wird um die Klimaziele gejammert, auf der anderen wird ein völlig überzogenes Konsumverhalten gefördert. Da werden im nächsten Weihnachtsgeschäft Artikel aus dem hintersten EU-Winkel geordert, per LKW quer durch die EU gekarrt und die Innenstädte veröden. Es wird nichts mehr zu Ende gedacht, nichts ist in sich schlüssig. Hauptsache der Rubel rollt. Was mit den Händen aufgestellt wird, wird mit dem Hintern wieder umgestoßen...

Bestellung

kann ich mir dann auch Joghurt aus Spanien und den Löffel aus Griechenland bestellen.
Ach, die Welt ist doch schön.

Online-Shopping sollte fairer

Online-Shopping sollte fairer werden, das stimmt. Die Austräger-Massen sollten endlich faire Arbeitsbedingungen bekommen und sich nicht mehr für einen Kümmerlohn zu Tode schuften müssen.

@Online-Shopping sollte fairer werden 17:34 von pnyx

Wie das? Wollen sie die Revolution ausrufen?
Denn das müssten Sie, wenn auch nur 1 Cent mehr bei 'Austräger-Massen' ankommen soll.

Merke:
Das System Asoziale Marktwirtschaft herrscht spätestens seit 2001.

Ich teile Ihre Meinung mit Ihnen. Für mich als niederländischer EU-Bürger mit großem Interesse für die anderen nicht-englischsprachigen europäische Ländern stört es immer wieder daß viele Online-Inhalte "aus rechtlichen Gründen" nicht gezeigt werden können, es hat damit zu tun daß das Urheberrecht leider nicht EU-weit geregelt ist, und die Urheberrecht-Lobby meiner Meinung nach alles macht um das zu verhindern. Selbst wenn ich dafür zahlen möchte, ist es gar nicht möglich außerhalb Deutschlands etwa ein deutsches Online-Bundesliga-Abo zu bestellen. Urheberrecht ist in dieser Optik keine Bereicherung, sondern ein großes Hemmnis für die Weiterentwicklung des Binnenmarktes und den Kulturaustausch innerhalb Europas. Vielleicht sollte es einen Art europäische Rundfunkbeitrag geben, dessen Erlöse aufgrund die Anzahl der Streams unter die Rundfunkbehörden jedes einzelnen EU-Mitgliedstaates verteilt werden. Schade daß das EU-Parlament sich nicht auch mit dieser Materie beschäftigt hat.

Am 06. Februar 2018 um 12:24 von TheMaxx_mst

"Geholfen hat uns niemand. Paypal sagte: "Einigt euch doch mal gütlich". Als das nicht fruchtete war die Zeit für den Käuferschutz verstrichen."
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Sie haben (hatten) 180 Tage Zeit das Geld über PayPal zurückzufordern. Der Händler muß den Versand an Sie beweisen, kann er das nicht, haben Sie nach 10 Tagen Ihr Geld wieder.

re uli-s

"Wieder einmal völliger EU-Schwachsinn...

...diese Entscheidung des EU-Parlamentes: Schon der nationale Online-Handel zieht einen gewaltigen Logistikaufwand nach sich und bringt unzählige LKW auf die Straße"

Darüber können Sie jeden Tag 24 Stunden jammern: die Idee, den Online Handel mit irgendwelchen rechtlichen oder bürokratischen Hindernissen abzuwürgen bringt es nicht.

@Uli_S um 17:03

Da werden im nächsten Weihnachtsgeschäft Artikel aus dem hintersten EU-Winkel geordert, per LKW quer durch die EU gekarrt

Ich weiß nicht, ob sie es wussten, aber die LKW fahren nicht mit reiner Luft und die Fahrer machen das auch nicht aus Spaß.
Transport kostet und ein Transport durch ganz Europa erst richtig.
Ob bei Versandkosten, die höher sind, als der eigentliche Preis, die Leute immer noch ihre Weihnachtsgeschenke aus dem hintersten Winkel bestellen, kann bezweifelt werden.

Und wenn sie trotzdem was dagegen haben, dann wissen Sie, wo man ansetzen muss. Nicht beim Onlinehandel, sondern beim Transport und deren Kosten, also z.B. höhere LKW-Maut.

Wenn man sich einfach mal

Wenn man sich einfach mal einen VPN Tunnel einstellt kann man ohne weiteres weltweit shoppen, kein problem. Nur leider kommt die Ware von ausserhalb der EU zone dann bummelt der Zoll immer mal ganz gerne und wenn man Glueck hat und die Lieferung vom Zoll durch gelassen wurde darf man dann noch etwas obendrauf bezahlen, etwa so wie ein Wegezoll und so...
Ja so geht das mit dem 'freien' Handel und der EU. Ich finde es toll.

kaufen im Ausland

Wenn die EU das einfacher machen will, sollte sie mal anfangen für alle Länder die gleiche Mehrwertsteuer zu verlangen, für nicht-EU Länder die Zölle ab zu schaffen, und die Transportkosten zu überprüfen.
Da das unmöglich ist, sollte man die Finger vom Internethandel lassen.

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