Ihre Meinung zu: Deutsch-chinesischer Handel: Die Seidenstraße endet in Duisburg

25. Januar 2018 - 19:06 Uhr

Es sind bereits 25 Züge pro Woche: Zwischen China und Deutschland gibt es eine Bahnverbindung, die den Handel ankurbeln soll. Für Duisburg bedeutet sie Hoffnung im Strukturwandel. Von Jens Eberl.

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Kommentare

Seidenstraße oder

Seidenstraße oder Spionage-Highway?

Die Frage dürfte berechtigt sein, wenn man die Entwicklung der letzten Jahre verfolgt.

Super Projekt

Handelsstraßen befrieden die anliegenden Regionen. Das haben die Chinesen erkannt.
Ob ausgerechnet die deutsche Bahn der richtige Partner ist? Der Vorstand kümmert sich mehr um das LKW-Speditionsgeschäft als um die Schiene...

Zwischenhändler ausschalten

Wenn man mal nachschaut wer an vielen (den meisten ?) chinesischen Produkten am meisten verdient, wird man vermutlich feststellen, daß es die Zwischenhändler sind, oft Nicht-Chinesen. Wenn in China wegen der zunehmenden Bedürfnisse der arbeitenden Bevölkerung absehbar die Produktionskosten steigen werden, dann muss man, um die Margen und auch die Produktionsmengen in China zu sichern, die Zwischenhändler ausschalten. Das geht durch Direktvertrieb und durch Ansiedlung eigener Handelsfirmen und Vertretungen in den Endabnehmerländern. Und genauso was wird wohl gerade aufgebaut ... auch in Duisburg ...... Ganz normaler Kapitalismus.

Die Weltmacht China. So war

Die Weltmacht China. So war es zu Zeiten Marco Polos, und so wird es wieder sein im 21.Jahrhundert.

...

Inzwischen kommen wöchentlich 25 Züge aus China in Duisburg an. Das hört sich nach viel an, ist aber im Vergleich zum gesamten Transportvolumen zwischen Asien und Europa wenig. Denn ein Zug kann nur maximal 60 Container pro Fahrt transportieren. Ein Containerschiff trägt etwa 10.000 Container. Der Zug müsste also fast 170 Mal fahren, um das gleiche an Waren zu transportieren.

Tjo, am effektivsten geht's für Waren eben per Schiff über den Atlantik nach Amerika. Die Vorstellung, dass China uns näher wäre, ist eine Illusion auf allen Ebenen.

Gut

Na, endlich!!!

...

Inzwischen kommen wöchentlich 25 Züge aus China in Duisburg an.

Die waren kommen aus China, die Züge nicht - dort herrschen ganz andere Spurbreiten. Die waren werden mehrmals auf andere Züge verladen, was die Kosten zusätzlich noch explodieren lässt.

Am 25. Januar 2018 um 18:11 von yolo

Zitat:
"Seidenstraße oder Spionage-Highway?

Die Frage dürfte berechtigt sein, wenn man die Entwicklung der letzten Jahre verfolgt."

In welche Richtung soll da spioniert werden?
Eigentlich dachte ich, dass fast Alle mitbekommen haben, dass die Chinesen den technischen Vorsprung Europas nicht nur aufgeholt haben, sondern in vielen Bereichen das in Europa mehr oder weniger ehrlich erworbene Wissen ausgebaut haben. Insbesondere die USA haben ja sehr viel technisches KnowHow "frei Haus" nach China geliefert, die deutschen Automobilfirmen tun es zur Zeit.

Meine Fragestellung ist eher, wie schaffen wir in Europa, dass die Züge in beide Richtungen vollbeladen sind und ungefähr den gleichen Wert haben. Denn nur dann ist es für beide Seiten eine "win-win" Situation. Für Duisburg und auch für die Städte in der Umgebung ist es jedenfalls eine Chance.

Wo sollen denn die Züge in Deutschland fahren ?

Mit der Magistrale Paris - Wien- Bratislava
wird es wegen dem Stuttgart21 (jetzt8,8 Mrd)Gau vor 2025 nix mehr werden.
Auch über Duisburg - Rhein/Main - Nürnberg geht nix mehr
obwohl man in Heigenbrücken endlich neue Tunnels hat.
Duisburg-Kassel-Würzburg ist auch komplett überlastet.
Die LKW Speditionen reiben sich schon die Hände

@ Phonomatic

Die Kosten sind schon in Schlagweite zum Flugzeug, trotz der "Umstände".

An eine nicht zu Ende gedachte chinesische Luftnummer, glaube ich keine Sekunde.

Das Projekt "Seidenstraße" ist gigantisch dimensioniert, das könnte was werden.

@ Phonomatic

Die Stadt (kann man sie noch so nennen?) Chongquin ist so groß wie Österreich ....

So, so ...

Irgendwann werden 2000 Arbeitsplätze entstehen. Wieviele Arbeitsplätze gehen denn in der BRD verloren weil Wagonweise noch mehr chinesische Billigprodukte eingeführt werden?

@Phonomatic

"Die waren kommen aus China, die Züge nicht - dort herrschen ganz andere Spurbreiten. "

Meinem Wissensstand nach stimmt das nicht. China und Europa haben eine gleiche Spurbreite.

Russland hat eine ganz andere Spurbreite.

Das ist wohl eine der wichtigsten Ursachen, warum die Zugfahrt von Duisburg bis nach China 12 Tagen dauert, weil die Züge quer durch Russland fahren müssen.

21:47 von traurigerdemokrat

Es ist ein Projekt um politischen Einfluss mit Geld zu gewinnen, für das man keine ganz vernünftige Verwendung hat. Auch in China herrscht mittlerweile ein kapitalistisches Gleichgewicht, in das der Staat nicht endlos Geld pumpen kann, ohne Wettbewerb kaputtzumachen.

21:55 von traurigerdemokrat

Das ist das Problem der Chinesen, nicht unseres :-)

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