Sexueller Missbrauch: Neue Vorwürfe gegen Wedel

24. Januar 2018 - 16:17 Uhr

Dieter Wedel soll in den 1980er-Jahren versucht haben, eine Schauspielerin bei einer Produktion des Saarländischen Rundfunks zu vergewaltigen. Der Sender wusste davon - setzte die Dreharbeiten dennoch fort.

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Kommentare

Wenn die Vorwürfe gegen Dr. Wedel stimmen,

muss ich dennoch einwenden: warum erst jetzt, nachdem in den USA der erste Stein geworfen wurde, kommen die
Damen nach vielen Jahren dazu, sich zu "outen". Was ist nach so langer Zeit noch wirklich beweisbar? Hat das alles so stattgefunden, wie angegeben? Gibt es Beweise (Zeugen)?
Wenn ja, dann muss Wedel vor Gericht, ganz klar.
Wenn Gedächtnislücken da sind, werden die Anwälte von Herrn Wedel diese ausnützen, um ihren Mandaten reinzuwaschen.
Man darf gespannt sein.

Wie?

Wie kann ein prominenter Mann, jahrezehntelang!, mehr oder weniger offen und unbehelligt Frauen vergewaltigen und belästigen und dabei noch eine Karriere machen?
Hier gibt es scheinbar viele Schuldige! Die Aussagen gegen Ihn scheinen sich zu vermehren und ich kann mir sehr schlecht vorstellen dass dies Zufall ist.
Wedel ist scheinbar ein sehr ekelhafter Mensch und ich hoffe er wird für seine Taten (wenn auch viel zu spät) belangt.
Seine Taten nun auch noch abzustreiten ist purer Hohn!

Das soll jemand verstehen

wer will. Die Frauen hätten doch Strafanträge stellen sollen. Warum haben sie das nicht getan, wenn es bekannt war, dass der Regisseur so "gut" zu den Frauen war. Tja, da war das weiterkommen wichtiger, als den Fall bei der Staatsanwaltschaft anzuzeigen. Heute rennt doch gleich jeder zur Staatsanwaltschaft und meldet es wegen sexueller Belästigung an. Das hätte schon viel früher geschehen müssen. Aber da hätte diese Schauspielerinnen ihre Karriere beenden müssen oder hätten woanders weniger verdient. Bitte jetzt nicht gleich den Unschuldsengel spielen. Zu solchen Situationen gehören immer zwei dazu.

Na dann

wollen mir mal hoffen das Herr Kleist alles schonungslos offen legt. Lassen wir uns mal überraschen.

Wenn das stimmt...

... dann frage ich mich doch: was geht bloß in diesen Männern nur vor?

Denken sie, Rechte an einer Frau zu haben und wenn ja: wer gibt ihnen das bloß nur ein?
Ist es der eigene innere Antrieb, irgendetwas besitzen zu müssen, sonst ist man kein Mann, oder was? Glauben sie, sie imponieren Frauen damit?
Glauben diese Männer vielleicht, dass das, was sie da tun - einen Menschen zu zerstören - womöglich gar nicht so schlimm ist?
Oder ist ihnen das gar nicht bewusst, was sie da anrichten?
Fehlt denen ein Regulationsmechanismus, das Unrechtsbewusstsein? Dann ist irgendwas schiefgelaufen und diese Männer brauchen unbedingt Hilfe und zwar schnell.

Nichts hören, Nichts sehen, Nichts sagen

So wie sich dieser Skandal zunehmend ausdehnt, kann man schon ahnen, dass eine "Gewohnheit" dahinter steckt, die durch ebenso gewohnheitsmäßiges Wegsehen und Wegducken einer Vielzahl von Mitwissern und Mitverantwortlichen über Jahre regelrecht befördert wurde.
Das erinnert leider zu sehr an viele ähnliche Fälle, auch, oder gerade, in der sogen." Prominenz".

Gut, dass endlich ein Wind durch unser Land weht, der diese Pyschopathen hoffentlich rasch und dauerhaft hinwegfegt.

Und wieder fällt ein Denkmal

Mutige Frauen, wie Frau Gemsch werden hoffentlich unsere Gesellschafft zum positiven beeinflussen. Dass sie die Beweise direkt mitliefert ist bemerkenswert. Die metoo-Bewegung ist augenscheinlich notwendig, obwohl mich die ganze Diskussion an die heilige Inquisition erinnerte. Die alleinige Anschuldigung reichte, um jemanden abzuurteilen und ans Kreuz zu nageln. Ich hoffe nur, dass die Betroffenen ihren Frieden finden, die solch üblen Situationen ausgesetzt waren.
Gruß Hador

Warum....

... wartet Frau 37 Jahre?
Das ist der Teil den ich nicht verstehe.

Warum hört man eigentlich nicht von den Männern die von Frauen bedrängt werden um z.B. eine Rolle zu bekommen, eine Beförderung, einen Job, einen Plattenvertrag und vieles mehr. Oder wo Frauen ihre (vermeintliche) Macht demonstrieren und untergebenen Männern an die Wäsche wollen?

Auch ist es ein leichtes für Frauen wenn sie nicht erreicht haben was sie wollten oder ein Mann sich nicht so für sie interessiert wie sie das gerne hätten den Vorwurf der Vergewaltigung, sexuellen Belästigung u.ä. zu streuen. Irgendwas bleibt nämlich immer haften.

Nein, es ist keineswegs ok wenn sich Männer an Frauen vergreifen. Nur daß sich Frauen hinter faden Ausreden verstecken warum es nicht sofort angezeigt wurde auch nicht.

Wollten die betroffenen

Wollten die betroffenen Frauen, dass im Detail öffentlich beschrieben wird, wie sich dieser Wedel ihnen gegenüber verhalten hat? Das kann ich kaum glauben. Oder sollen Leser hier Voyeurismus aus 2. Hand erleben?

Vermutlich der Mehrheit der Frauen dürften solche Situationen bekannt sein: "hau ich ihm eine 'runter" (oder bei schlimmeren Übergriffen: "zeige ich ihn an?") und was habe ich dann hinter zu befürchten? Repressalien, Mobbing, Verlust des Arbeitsplatzes, weil man "gegangen wird" oder selbst flieht?

Darüber sollte man ausführlich schreiben, nicht die Ekelhaftigkeit noch einmal aufkochen.

Mitschuldigkeit am Tod eines ungeborenen Kindes ?

Wenn die Vorwürfe von Frau Christensen zutreffen,
d.h. ihr ungeborenes Kind durch den mit Wedels'
Übergriff einhergehenden Nervenzusammenbruch sterben musste, dann dürfte dieser Vorfall schon eine fahrlässige Tötung darstellen.
Selbst wenn sich das im rein juristischen Sinne nicht zweifelfrei beweisen ließe (es gab und gibt doch immerhin diesbezüglich explizite Reporte der Produktionsfirma an den SR !) läge doch eine unglaubliche Schuld bei Wedel.
Vielleicht wächst ihm dieser Gedanke langsam auch selbst in den Kopf.

@ Old Lästervogel Wenn die Vorwürfe gegen Dr. Wedel stimmen

Das kann zum Beispiel damit zu tun haben, dass diese Frauen erst jetzt den Mut dazu finden, über etwas, was sie bisher als Unaussprechlich empfunden haben, zu reden.

Ich finde nicht, dass dies Sarkasmus verdient, sondern respektvolle Zurückhaltung.

16:56 von directmarketing

"Nur daß sich Frauen hinter faden Ausreden verstecken warum es nicht sofort angezeigt wurde auch nicht."

Sie werden als Frau von einem "angesehenen" Könner bedrängt oder vergewaltigt. Aussage gegen Aussage. Wem wird geglaubt? Einem Regisseur, der jederzeit, wie sie, die Vermutung einer Racheaktion vorbringen kann. Sie stehen alleine vor Gericht. Von den anderen Frauen wissen sie wenig bis gar nichts. Die fallen als Zeugen aus, auch die fürchten, dass ihre Karriere einen Knick bekommt. Die Produktionsfirma, der Sender, die Agenturen, alle werden Druck auf sie machen, um die Produktion und ihre Gewinnerwartung "reibungslos" über die Bühne zu bringen.

Sie haben praktisch keine Chance.

Sarkasmus an...

Zitat: "soll in den 1980er-Jahren versucht haben" Zitat Ende.

Ist das Journalismus oder sammeln sich das die Aasgeier?

SArkasmus aus.

Das erinnert mich an den geistigen Brechreiz, den Alice Schwarzer als "Prozessbeobachterin" der Bild-Zeitung" im Fall Kachelmann von sich gegeben hat. Vor seinem Freispruch. Und auch danach konnte sie sich nicht beruhigen.

Es wird Zeit, das sich ausgerechnet die Journalisten der "Qualitätsmedien" mal wieder einkriegen.

re von Slina

Wer so lange Zeit braucht um Mut zu fassen hat keinen Mut, sondern springt auf einen Zug mit auf. Wenn Frauen die gleiche Behandlung wie Männer haben, und auch haben müssen, dann sollten Sie auch etwas an Ihrem Selbstbewusstsein arbeiten. Nach dieser langen Zeit ist eine Beweisführung eh zweifelhaft zu beurteilen.

Wenn es denn alles zutrifft,

und dafür spricht vieles, ist es einfach nur widerlich. Und dazu der arrogante, aufgeblasene Stil von Herrn Wedel in allerlei Interviews. Passt alles - man schämt sich für ihn. Er selber ist dazu wahrscheinlich nicht fähig.

Wirklich ein schwieriges Thema

Da am Ende in aller Regel Aussage gegen Aussage steht, wird hier die Unschuldsvermutung leider viel zu oft zum gelebten Täterschutz. Aber wie der Fall eines gewissen Schweizer Meteorologen gezeigt hat, sollte man dieses Grundrecht sehr ernst nehmen. Und dies bedeutet für mich insbesondere, dass hier das "Heiratsprinzip" gelten sollte: Jetzt sprechen, oder für immer Schweigen. Nur unmittelbar nach der Tat ist es möglich, verwertbare Beweise zu sichern und verlässliche(!) Zeugen zu finden.
Bei der Suche nach den Ursachen für ein solches Verhalten bin ich persönlich der Auffassung, dass hier ein mieser Charakter des Täters auf - bewusst oder unbewusst gesendete - falsche Signale der Opfer und anderer Frauen im Umfeld des Täters trifft. Ich meine damit z.B. aktives Flirten bis hin zum "Hochschlafen", um Vorteile zu erwerben, "Weglächeln" von kleineren verbalen oder physischen Übergriffen u.ä.

Beweise?

Für mich sieht das gerade angesichts des Eifers, den die „Zeit“ in dieser Sache an den Tag legt, eher nach einer gezielten Rufmordkampagne aus. Sexuelle Nötigung und Vergewaltigung waren auch damals schon strafbar und hätten jederzeit angezeigt werden können, erst recht mit einem ärztlichen Attest. Die Begründungen, es damals nicht getan zu haben, sind schwach und unglaubwürdig.

Wir sind im 21. Jahrhundert!

Jetzt platzt mir aber die Hutschnur!!! Warum müssen wir immer noch Kommentare lesen, die Frauen eine Mitschuld zuweisen wollen a la " warum erst jetzt" oder "dazu gehören immer zwei" etc.? Solche Kommentatoren haben offensichtlich noch nie in einer Abhängigkeitssituation gesteckt oder überhaupt je einen Job gehabt. Vor über 30 Jahren war auch das Klima für solche Vorwürfe noch ein ganz anderes, da mussten Frauen quasi davon ausgehen, dass ihnen nicht geglaubt wird und sogar Anwälte (u. Anwältinnen!) ihren Mandantinnen davon abrieten, Anzeige zu erstatten. Dass es keine Konsequenzen für D. Wedel gab, obwohl die hier geschilderten Fälle so gut dokumentiert sind u. dem SR vorlagen, ist ein Skandal! Hoffentlich kriegt der Typ nie wieder auch nur irgendwo einen Fuß in die Tür. Schon fast tragisch, dass so ein "ganzer Kerl" jetzt versucht, sich in einen Herzanfall "zu retten". Ich möchte ihm zurufen: "Sei einmal ein Mann u. trag die Konsequenzen!"

Danke für's Gespräch.

Der Wedel.

Die Vorwürfe gegen Wedel wiegen schwer. Statt ewige Reproduktion dieser "Wedel-Geschichten" in den Medien sollte nun schnell die gerichtliche Aufarbeitung erfolgen. Das wäre im Interesse aller Beteiligten.

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, sollte Wedel auch nach so langer Zeit konsequent bestraft werden. Ich hoffe, das Strafrecht gibt das irgendwie her. So geht es nicht!

Ebenso sollten natürlich eventuelle "Trittbrettfahrerinnen" bestraft werden, die es in solchen Fällen leider auch immer wieder gibt.

Marcus2

Aha... und Sie meinen allen Ernstes daß einem nach 37 Jahren geglaubt wird? Da bleibt es doch wohl nur eine Behauptung. Außerdem ist es nach spätestens 30 Jahren verjährt.

Ohne Dieter Wedel (der mir ohnehin nicht sympathisch ist) in Schutz nehmen zu wollen, aber ist es nicht immer seltsam wieviele Frauen dann aus ihren Verstecken kommen?

Der Spruch von der Besetzungscouch kommt auch nicht von ungefähr.

Um es noch einmal klar zu sagen: ich verurteile jede Form von Übergriffen.

@ 17:27 von Bowerman Sarkasmus an...

"Zitat: "soll in den 1980er-Jahren versucht haben" Zitat Ende.

Ist das Journalismus oder sammeln sich das die Aasgeier?"

Nein, das ist weder das eine noch das andere, sondern der übliche Sprachgebrauch bei der Strafermittlung.

@sanvito, 16:58

"Bei vielen Männern"? Sie übertreiben. Es handelt sich immer noch um Einzelfälle.

Selbst, wenn wir im (für solche Dinge sicher anfälligen) Filmgeschäft bleiben: Von einem Fassbinder, einem Schlöndorff, einem Herzog ist dergleichen nicht bekannt.

Warum erst jetzt?

Die Tragik dieser vielen Vorfälle liegt doch in der Tatsache begründet, dass sich die betroffenen Frauen erst jetzt, am Ende ihrer Karrieren, trauen, damit in die Öffentlichkeit zu gehen. Warum? Klare Antwort: Sie wären nie mehr wieder besetzt worden! Weil die Verantwortlichen des Medienzirkus diese Taten gedeckt haben! Das ist der eigentliche Skandal! Ich bezweifle, dass heute über ein paar Bauernopfer hinaus eine ehrliche Aufarbeitung stattfindet. Der Wedel wird jetzt fertig gemacht, wohl zu Recht. Diejenigen, die das System der Unterdrückung und Vergewaltigung bis heute betreiben, werden weder Beachtung noch Erwähnung befürchten müssen. Das ist so, als würde der Teufel seinen Laden einer Revision unterziehen.

@Stroemung

Ihnen platzt bei der Frage warum erst jetzt die Hutschnur? Die Frage ist mehr als berechtigt.
Und auf Ihren Vorschlag "... sei ein Mann" kann man auch durchaus sagen "sei eine Frau und verstecke dich nicht hinter Ausreden wenn dir einer was getan hat".

Ich habe auch in keinem Kommentar gelesen daß jemand diesen Frauen eine Mitschuld unterstellt hat. Es ist aber eine Tatsache daß zu viele Frauen Männern an die Wäsche wollen um etwas zu erreichen und sich rächen wenn es nicht zum Erfolg führt. Ob Sie das wahr haben wollen oder nicht.

Bevor Sie fragen, ich bin eine Frau.

Es ist doch immer wieder

Es ist doch immer wieder erstaunlich das Person des öffentlichen Lebens wenn sie Verbrechen überführt werden ganz plötzlich ernstlich erkranken und versuchen auf diese Weise den juristischen Konsequenzen ihres Handelns zu entgehen.

@Vollgas - Das soll jemand verstehen

Ich weiß nicht, was Sie zu diesem Zynismus veranlasst und woher Sie sich das Recht nehmen, Opfer ( mal unabhängig von den Ermittlungen zu Herrn Wedel) einer Straftat zu verhöhnen.

16:38 von Vollgas --- sowas von voll daneben

"Bitte jetzt nicht gleich den Unschuldsengel spielen. Zu solchen Situationen gehören immer zwei dazu."

So richtig ich den Beitrag von Deneuve und ihrer Mitstreiterinnen in Le Monde gegen neuen Puritanismus fand, so abwegig und voll daneben ist Ihre Einbringung.

Hätten Sie den Artikel gelesen, hätten Sie erfahren, daß die Frauen aus wirtschaftlichen Erwägungen keine Anzeige erstatteten. Sie machen in unverschämter Weise die Opfer zu Mittätern und werfen ihnen vor, möglichst keine Nachteile durch die Taten erleiden zu wollen. Dabei hat ja gerade der Täter seine Machtposition genutzt, was Sie den Opfern jetzt anlasten.

Genau gegen diese verqueren Gedankengänge und unbelehrbaren, machtgeblendeten schon im vorletzten Jahrhundert Vorvorgestrigen ist die meetoo - Kampagne notwendig.

Wenn die Vorwürfe zutreffen, und derzeit handelt es sich nur um Vorwürfe, liegen hier Verbrechen vor, die durch gar nicht zu rechtfertigen sind, Sie Opferverhöhner.

@ zu Streomung

Ihre Darstellungen sind doch was für kleine Kinder. Wenn man den Beweis bei der Staatsanwaltschaft vorträgt, auch mithilfe von Dritten, muss die Staatsanwaltschaft etwas tun, ansonsten wäre das unterlassene Hilfeleistung und steht in StGB § 323 und in StGB § 223 Abs. 1 i.V.m. StGB § 13. Wenn dann nichts unternommen werde, ist der StGB § 258 a [Strafvereitelung im Amt]einschlägig. Man darf halt nicht aufgeben.
Wenn natürlich die guten Seiten , wirtschaftlich wie öffentlich, einer Schauspielerin dann im Vordergrund stehen, dann nimmt man auch Unannehmlichkeiten in Kauf. Was ist wichtiger, der Ruhm oder die schlechte Seite eines solchen Ruhmes.
Das ist, wie gegen einen Richter(-in) einen Strafantrag zu stellen, wegen Rechtsbeugung i.S. von StGB § 339. Das machen die weinigen, weil die Angst dahinter viel größer ist und die Folgen sind noch nicht absehbar. Aber ein Anfang muss gemacht werden.

Schweige- u Wegguckkultur aufdecken

Nun hoffe ich doch, dass der SR und die ARD diese Vorgänge genau untersuchen und dann transparent machen, warum solche Männer bisher immer von Strukturen immer geschützt wurden. Klar lassen sich diese Vorgänge nach so langer Zeit nicht mehr 100% klären. Aber ich möchte endlich begreifen, warum solche Charakterschweine immer wieder durchkommen und durch eine Schweige- und Wegguckkultur geschützt u gedeckt werden.

@ directmarketing Warum....

Ein Mann hat in diesem Fall durchaus die Möglichkeit UND das Recht, diese von Ihnen besagte Frau bei der Polizei anzuzeigen.

Er tut es aber vielleicht nicht, weil er dich dessen schämt oder weil er Nachteile (gesellschaftlich/privat/beruflich) befürchtet.

Damit können wir Parallelen ziehen zu den Frauen, die sich erst nach 37 Jahren melden...

Me too-Debatte noch lange nicht aufgearbeitet

Schon heftig, was immer noch so alles an Fällen ans Tageslicht kommt.

Solche Fälle zeigen: Sexismus und Gewalt gegen das andere Geschlecht kann nur dann erfolgen, wenn die Gesellschaft wegsieht.

Unsere Gesellschaft muss offenbar immer noch viel lernen und ist von Emanzipation und gleichem Ansehen von Mann und Frau noch meilenweit entfernt. Dass sich die Frauen erst heute trauen, zu sprechen, beweist das.

Und der Ton einiger männlicher Kommentatoren zu dem Thema beweist es noch deutlicher.

Größter Fernsehskandal der Nachkriegsgeschichte

Prof. Dr. Wedel hat versichert, dass alle gegen ihn gerichtete Vorwürfe bar jedweder Grundlage seien. Da eine hochintelligenter Mann und angesehnes Mitglied der kulturellen Landschaft, habe ich ihm selbstverstandlich geglaubt. Wer, und gerade er, wäre so dumm, davon auszugehen, dass der vorliegende Vorwurf nicht ans Tageslicht kommen und somit die anderen Beschuldigungen an Gewicht gerdezu erdrückend zunehmen würden? Ich bin erschüttert und über die Maßen dessen, was ich verbal in der Lage bin auszudrücken, entsetzt.
Ich werde in den nächsten Tagen meine Wedel-Kollektion feierlich auf einem geschützen Bereich des Grundstücks mechanisch desintegrieren. Nach den letzten Monaten des Aussortierens also noch mehr Platz im Filmregal.
Für die Verantwortlichen beim ÖR erwarte ich Anklagen bezüglich Strafvereitelung im Amt.

warum erst jetzt

Es ist schon dumm und zynisch, wenn man Frauen den Vorwurf macht, dass sie sich jetzt erst melden. Viele Opfer von sexueller Gewalt werden massiv eingeschüchtert. ihre Glaubwürdigkeit wird in den Dreck gezogen. Ein Beweis ist für einen Richter extrem schwierig.
Nein, man muss nicht fragen, warum erst jetzt melden sich die Frauen, sondern: warum haben sich alle neutral verhalten, die etwas wussten.
Auch heute noch werden erschreckend viele Vergewaltigungen nicht angezeigt, und auch heute sind angezeigte Vergewaltigungen immer noch sehr schwer zu beweisen.
Ich habe Respekt davor, wenn sich Frauen nach so langer Zeit endlich melden. Respekt, der einigen Kommentatoren vor den potentiellen Opfern offenbar fehlt.

ich fuerchte, das wird in diesem fall ein...

fass ohne boden.

ich bin als hexenverbrennungsgegner wahrhaftig in diesem forum bekannt fuer grenzwertige standpunkte. der vorliegende fall jedoch gibt mir ein schlechtes gefuehl.

wir werden sehen.

Vertuschung einer Straftat...

sogar von Kapitalverbrechen zu Gunsten der eigenen Karriere...das muß man den Frauen auch vorwerfen...viele weitere Opfer wären dann geschützt worden...

@17:52 directmarketing

Es erschließt sich mir nicht ganz, warum Sie hier die einen gegen die anderen mutmaßlichen Opfer ausspielen wollen...
Dass auch Frauen mal die Schweine sein können, hat niemand bestritten, steht hier aber nicht zur Debatte und relativiert daher nicht die individuelle Schuld des Herrn W.

Beispiele für mitschuldzuweisende Kommentare habe ich in meinem Post angeführt, vielleicht lesen Sie den Thread nochmal von Anfang an.

Im Übrigen ist es mir völlig wurscht, ob Sie sich mit Ihrem Post als Mann, Frau oder Alien outen wollen. Ihr Kommentar lässt schmerzlich jedwede Empathie mit den Opfern vermissen, aber da sind Sie hier bei Weitem nicht derdiedas Einzige.

Ich finde...

... das es recht fragwürdig ist, nach mehr als 35 Jahren Vorwürfe zu erheben. Die Zeit verändert Erinnerungen und Wahrnehmungen. Falls Wedel dies getan hat, ist es zutiefst verachtenswert. Ebenso unverständlich ist es für mich das man nach mehr als 35 Jahren Vorwürfe erhebt.

Mainstream

Schon in den 90er Jahren wurde viel über Wedels harte und herrische Linie diskutiert. Trotzdem wurde er geduldet ja geliebt. Schräge Regisseure galten damals für den Erfolg als unabdingbar.
Was würde man (oder Frau) heute wohl Klaus Kinski vorwerfen?
Fernsehen/Kino ist kein Ponyhof. 30 Jahre später auf einen Zug der Vorwürfe aufzuspringen, ist wohlfeil.

Keine Macht mehr diesen

Keine Macht mehr diesen Gewaltverbrechern!

@19:22 Karl Napf

Wenn Ingrid Steeger das wirklich so gesagt hat, tut sie mir ehrlich leid.
Ein weiteres Opfer.

19:25 von

19:25 von DiePositiveBratwurst
Ich finde...
"... das es recht fragwürdig ist, nach mehr als 35 Jahren Vorwürfe zu erheben."

Ist es nicht.

Aber können Sie natürlich so empfinden.

Es könnte Ihnen abed auch egal sein.
Ich frage mich, warum Sie u andere hier das so explizit in den Vordergrund rücken.

Denn Gewaltverbrechen sind und bleiben für alle Zeiten das, was sie sind:
Gewaltverbrechen!

@19:31 DiePositiveBratwust

Mag sein, dass die beschriebenen Taten strafrechtlich verjährt sind. Es geht aber wohl vielmehr darum, auch nach so langer Zeit, endlich Gehör zu finden und Genugtuung zu erfahren, dass einem endlich geglaubt wird.

Öffentlich.

17:52 von

17:52 von directmarketing
"@Stroemung
Ihnen platzt bei der Frage warum erst jetzt die Hutschnur?

Ich habe auch in keinem Kommentar gelesen daß jemand diesen Frauen eine Mitschuld unterstellt hat. "

Nein? Haben Sie nicht?

Dann sollten Sie dringend ihr Lese-Sinn-Verständnis untersuchen lassen.

Das Mitschuld-Geben von Männern hat hier Tradition.
Man nennt es Opfer-Blaming. Überrascht, dass es dafür sogar ein Wort gibt?
Ich nicht. Denn dass Opfern auch noch die Schuld gegeben wird, kommt häufig vor in Tätermentalitäten. Damit waschen die sich ihr Gewissen rein.
Ich finde es zum kotzen.
Bin übrigens auch eine Frau.

Am 24. Januar 2018 um 17:46 von Slina

... die aber nicht bei ARD und ZDF stattfinden sollte und den ganzen Revolverblättern sondern eine Sache der Justiz ist.

Haben Sie eine genaue Vorstellung davon, was wirklich passiert ist? Nein? Haben Sie sich schon ein Urteil gebildet?

Auch wenn es Ihnen nicht passt. Die Unschuldsvermutung gilt für Jeden, bis er rechtskräftig verurteilt ist. Frau Schwarzer als "Prozessbeobachterin" für die Bild-Zeitung im Kachelmann-Prozess hat das nicht begriffen und will bis heute die Beweislast bei solchen Delikten umkehren, also "Mann" soll seine Unschuld beweisen und nicht ein Gericht die Schuld.

Die Spur über die Fälle Nitribitt, Kachmann bis hierher zeigt das deutlich, dass das Rechtsempfinden in Deutschland unter dem Hund ist. Das gilt auch ebenso für die Rolle der deutschen Medien als Hass-Verstärker und mediale Vor-Verurteiler, ohne das sie dafür mal endlich zur Verantwortung gezogen werden.

Was wirklich passiert ist hat ein Gericht zu klären und nicht die Medien oder "empörte Bürger."

Aus karierewahn..

Aus Karrierewahn auf eine Anzeige verzichtet, und nun aber „auspacken“ und Gerechtigkeit vordern?? Find ich merkwürdig.

@16:56 von directmarketing

Sie sollten dringend Ihr Frauenbild kritisch reflektieren.
Was Sie hier tun ist zum einen sexuelle Straftaten relativieren und gleichzeitig einen Generalverdacht der Vortäuschung gegenüber allen Frauen aussprechen die den Mut haben (früher oder später) Ihre Scham zu überwinden.
Und vielleicht hört man nichts von männlichen Opfern weil es die nicht so oft gibt wie die männliche Fantasie das gerne hätte. Das Alles sagt Ihnen ein Mann!

19:46 von Glaubenverloren

Aus karierewahn..

Aus Karrierewahn auf eine Anzeige verzichtet, und nun aber „auspacken“ und Gerechtigkeit vordern?? Find ich merkwürdig.
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Klar,wenn es der heutige Zeitgeist es dann auch noch hergibt sich über die, welche mit NEIN auf eine Karriere verzichteten, heute zu lachen?
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Finanziell gesehen.

Meine Meinung dazu

Warum kommen diese Frauen erst jetzt - nachdem sie Karriere gemacht haben - damit heraus? Wenn das wirklich alles so schlimm gewesen sein sollte - was ich nicht in Abrede stellen will - , hätten sie das sofort anzeigen müssen. Allerdings wäre es dann wohl eher nichts mit ihrer Karriere geworden. Deshalb finde ich das eher unglaubwürdig.

Directmerketing

"Mit welchen Worten und in welchem Kommentar habe ich diesen Frauen eine Mitschuld unterstellt?"

Indem SIE Leute, die Opferblaming betreiben, unterstützen.

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