Ihre Meinung zu: Auf Bewährung: EU-Liste zu Steueroasen

23. Januar 2018 - 17:19 Uhr

Sie gelten als Steuerparadiese und landeten deshalb auf der Schwarzen Liste der EU: Mehrere Länder stehen jetzt nicht mehr am Pranger - weil sie besser kooperieren wollen. Aber reicht das? Von Ralph Sina.

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Kommentare

Panama und Südkorea stehen neben sechs weiteren Staaten

Luxemburg ist nicht mehr drauf ?

Luxemburg, der Niederlande, Maltas und Zyperns, die USA !!

(Delaware).
Die USA haben im Falle der Schweiz gezeigt, wie man Gelder aus einer Steueroase zurückholen kann.
Um ganz offensichtlich selbst diese Geschäfte zu übernehmen. Und die Europäer sind - wie üblich? - zu feige, die eigenen Interessen durchzusetzen.

Aber vielleicht wollen das die Europäer gar nicht.
S. Fiedler vom Bund deutscher Kriminalbeamter über Schäubles Verlagerung der Geldwäsche vom BKA zum Zoll: "Damit ist die Geldwäschebekämpfung in Deutschland nahezu komplett vor die Wand gefahren worden."

Schöne Reden

zu schwingen ist die eine Seite. Die andere Seite ist die, ob die Versprechungen auch eingehalten werden.
Die EU sollte auch weiterhin den Steueroasen, egal, ob sie auf einer grauen oder schwarzen Liste stehen, genau auf die Finger schauen.
Sonst sind die Versprechungen bald vergessen und es geht so weiter wie immer.

Ist das noch wichtig?

Nachdem Trump die USA zum Steuerparadies gemacht hat wird die Unternehmensbesteuerung zwangsweise weltweit entsprechend angepasst werden.
Die Politik sollte andere und vor allem global gerechte Wege enwickeln, um Abgaben aus der Wirtschaft und den Märkten zu generieren.

EU Steueroasen

Sind denn Luxemburg, Irland und die Niederlande auch auf der schwarzen Liste?

Auf Bewährung:EU-Liste zu Steueroasen

Festgestellt werden muß,daß es rechtlich nichts bedeutet,wenn irgend ein Land auf dieser Liste erscheint.Warum eigentlich ?
Und warum werden die Niedrigsteuerländer in der EU überhaupt nicht genannt ? Luxemburg,die Niederlande,Malta.Interessante Stiftungen,sogenannte Patentboxen(Uhrheberrechte).Aber auch die Kreditvergabe innerhalb eines Unternehmens über die Grenze in ein Höhersteuerland,daß sind interessante Steuersparmodelle.Altmeier und Co. interessieren sie wohl nicht.

Da so oder so

nichts passieren wird und die EU erst mal bei ihren eigenen Länder aufräumen muss ist das Ganz müßig zu diskutieren.
Mit dem Finger auf andere zeigen und selber Leichen im Keller funktioniert so nicht.

Gruß

Alles nur Gequatsche

von den Regierungen. Man hat gar kein richtiges Interesse am Trockenlegen, denn sie sind über mehrere Ecken selber in diesen Ländern finanztechnisch aktiv. Diese Bösebubenschelte ist eine Ohrfeige für die Steuerzahler.

Noch sind nicht alle Vorgänge

Noch sind nicht alle Vorgänge restlos aufgeklärt, geschweige denn juristisch verfolgbare Vergehen in entsprechenden Verfahren verhandelt/abgeurteilt worden und schon haben alle wieder Vertrauen zueinander. Die „bösen Steueroasen“ bzw. ihre Verantwortlichen Vertreter geloben Besserung und erhalten im Gegenzug eine „Teilabsulotion“. Ja, natürlich unter dem Vorbehalt der weiteren Kontrolle, nur alleine mir fehlt der Glaube in die Kontrollinstanzen (haben diese überhaupt die Befugnis zu wirksamen Sanktionen bei Nichteinhaltung der abgegebenen Versprechungen?). Insgesamt für mich maximal unglaubwürdig. Von der Wirkung auf den Normalbürger, der im Falle eines Steuervergehens kaum mit Milde aufgrund seiner herausragenden Stellung im globalen Wirtschaftssysten rechnen kann ganz zu schweigen.

Steueroasen kontrollieren

Wie sagt das Sprichwort: "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser". Daher sollten die betroffenen Staaten solange auf der Liste bleiben, bis sie nachweislich kooperiert haben.

Ich glaube kaum, dass

eine EU unter Juncker effektiv gegen Steueroasen vorgehen wird, hat dieser doch selbst solche geschaffen.

Warum wird nicht mal eine Grundsatzdiskussion angestoßen

wo und in welcher Höhe ein multinationales Unternehmen besteuert wird. Vielleicht sollte man den Anteil an der Wertschöpfung einzelner Länder als Maßstab für die Verteilung anfallender Steuern nehmen. Oder die Umsätze mit den Endkunden. Auf jeden Fall ist es absoluter Schwachsinn, dass ein Unternehmen wie Apple - Milliarden Umsätze mit 500 Mio. Europäern macht und ein kleines Land wie Irland so generös ist, quasi keine Steuern zu verlangen...

Ach, wie schlau - aus schwarz wird grau

Aus dem Artikel:
"Weshalb EU-Finanzkommissar Moscovici die Niederlande, Luxemburg, Malta und Zypern steuertechnisch wörtlich als "schwarze Löcher" bezeichnet."

Die Union der "schwarzen Löcher" führt über außereuropäische Steuerparadiese eine "schwarze Liste", von der man sich jederzeit wieder streichen lassen kann, wenn man "unter Beobachtung" Besserung gelobt.

So etwas den Steuerpflichtigen in Europa unter dem Credo "Bekämpfung der Steuerflucht" vorzuspielen ist grotesk und unverschämt.

Für wie dämlich halten die uns eigentlich...?

Ursachenbekämpfung

Und trotz allem kauft der bequeme Kunde bei den Unternehmen ein, die am meisten Steuern auf diese Weise vermeiden. Kommilitonen fanden es immer am spannendsten zu Google zu gehen, Bekannte freuen sich mehr über Bewerbungsgespräche bei großen namhaften Konzernen als bei Kleinunternehmen ("No-Names") und SAP ist ja unsere tolle Software-Wunderbude.

Heads up: es ist der Mittelstand, der die meisten Arbeitsplätze schafft, der Innovation bringt anstatt Marktanteile aufkauft, und der hier die Steuern zahlt.

Je mehr Leute das durch den Geldbeutel honorieren, desto weniger Konsolidierung und Monopolbildung auf globaler Ebene und umso mehr Wohlstand gibt's für alle.

Klingt so einfach....

Ist es auch!

Aber lange nicht so befriedigend wie der Fingerzeig auf andere.

Kurz: wir brauchen hier politisch nur mehr Transparenz wer wo wie versteuert und dann sollten wir theoretisch in der Lage sein das selbst zu korrigieren. Oder?

wie sieht es denn

mit luxembourg und holland aus? die bleiben doch wohl, weil sich nix geändert hat!

Und wie steht es mit den EU-Staaten!

Eigentlich müßten auf so eine Liste auch die Niederlande, Luxemburg und besonders auch Malta und Zypern. Dies sind doch auch Steueroasen, oder habe ich mich getäuscht.

Panama?

Ja warum den auch Panama, in den Panama Papers ging es in erster Line ja auch um Briefkasten Firmen auf den zu den EU Land GB gehörenden Jungferninseln. War GB auf der Liste?

"Jetzt schlug für Moscovici

"Jetzt schlug für Moscovici die Stunde ....verlangt der EU-Finanzkommissar von Peter Altmaier .... eine Antwort. Und zwar auf die Frage, warum Geldwäsche- und Steuervermeidungs-Paradiese wie Panama und Südkorea plötzlich von der Schwarzen EU-Liste der Steueroasen verschwunden sind - nur weil sie in Briefen an die EU-Finanzminister Besserung versprochen haben." TS

P.Altmaier hat ebenso wie sein Vorgänger W.Schäuble kein starkes Interesse, Steuergerechtigkeit in der EU durch zu setzen.
Auch bei den Granden der SPD dürfte dieses nicht ausgeprägt sein, sonst hätten sie das bei den Sondierungsgesprächen und vor allem bei dem Sonderparteitag explizit als Erfolg präsentiert.

Wo bleibt der mediale Sturm der Empörung darüber, dass die Recherchen und die Arbeit der eigenen Kollegen bei den "Panama Papers" so von der Politik buchstäblich verhöhnt wird.

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