Ihre Meinung zu: Lagarde im ARD-Interview: "Deutschland soll Teamplayer sein"

19. Januar 2018 - 8:30 Uhr

Deutschlands Handelsüberschuss hält sie für zu hoch, die Investitionen für zu niedrig: Im ARD-Interview begründet IWF-Chefin Lagarde ihre Position - unter Verweis auf Ex-Minister Schäuble und den FC Bayern.

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Kommentare

Deutschlands Handelsüberschuss hält sie für zu hoch

jeder der sich abhebt, macht sich letztlich unbeliebt ....
das Mittelmaß scheint gefragt
würde jeder nur Halbtags arbeiten, gelegentlich mal blau feiern
das ganze locker sehen
gebe es keine Probleme
so gibt es eben welche die 10 Stunden am Tag schuften ... oder gar mehr
zu beginn bei der Schule, dann in der Ausbildung, dann im Berufsleben
logischerweise sich dann auch mehr leisten können, das weckt Neid und Mißgunst

sicherlich etwas überzeichnet dargestellt

Sie lernen nicht, sie lernen nicht, sie lernen nicht, sie lernen

Furchterregend!

Wenn man ein wenig zu analysieren versteht und die richtigen Zusammenhänge herstellen kann.

Das alte Dilemma deutscher Politik. Seit mindestens 120 Jahren. D versteht nicht, dass die Länder, die Partner haben, stärker sind.

Partner sein bedeutet auch zwischenmenschliches Vertrauen, Zuneigung.

GB steht nie alleine. Die Sprache bindet sie untrennbar an die USA und umgekehrt. Wird es ernst - sind kleine Streitereien vergessen. Auch Hitler glaubte, GB steht allein. Das war es nie.

Macron hofiert Trump, dealt mit GB. Während bei uns gegen Trump zu hetzen Volkssport ist und man GB am Boden glaubt. Die wahren, unsichtbaren (das Wahrhaftigste ist immer unsichtbar) Bande nicht versteht.

Während wir uns so im Westen keine Freunde machen, kämpft Merkel auch noch gegen den Osten. Belehrt, fordert

Die Geschichte wiederholt sich. Halt nur Phasenverschoben. Am Ende aber bleibt das Ungeschick Deutscher Herrscher, sich selber immer in zwei Fronten-Konflikte hinein zu manövrieren.

Natürlich - Deutschland zahlt

Natürlich - Deutschland zahlt seit Jahrzehnten die größten Anteile in die EU ein ... und es reicht ihnen immer noch nicht. Gleichzeitig schichtet die EZB das Geld so um, dass es nur den europäischen Südstaaten gut tut ... aber dafür will sie noch mehr bekommen.

Damit muss endgültig Schluss sein!

Unsere Überschüsse müssen uns dienen und vor allem unsere Zukunft sichern.

Interwiew, nichts gesagt

Handelsüberschuss soll abgebaut werden durch: "Es geht darum, den Fiskalüberschuss, der vorhanden ist, zu nutzen, um Politik zu machen, die Anreize für Investitionen schafft."
Steuern sollen verwendet werde mehr zu investieren? Dann wird der Standort Deutschland gegenüber der Konkurrenz schlechter und exportiert weniger?

"...wäre es klug, sich darüber im Klaren zu sein, dass es potenzielle protektionistische Risiken gibt... "
Was soll das sein? Potenziell protektionistisch? Möglicherweise protektionistisch, wissen tut man nichts.

Nichts von nicht vorhandenen Wechselkursen im Euro, die einen Ausgleich der unterschieden Wirtschaftsstärken liefern könnten. Nichts zur grassierenden Jugendarbeitslosigkeit in manchen EU Ländern.

Ein Gefälligkeits Interwiew mit Bauchpinsel Faktor. Inhalt: Leere gefüllt mit eingestreuten Wirtschaftsbegriffen.

keine Lösung und kein Plan in Sicht

Im Moment gibt es keinen Grund warum der Handelsüberschuss Deutschlands sich abbauen könnte. Die deutsche Wirtschaft läuft am Anschlag, während der Rest von Europa eher lahmt und vor allem mit Jugendarbeitslosigkeit kämpft. Die Target II Salden zu Gunsten Deutschlands steigen in immer höhere Höhen - dieses Geld werden wir jedoch nie real bekommen und irgendwann wird der Steuerzahler dafür grade stehen müssen, währen Aktionäre und Konzerne mit ihrem Gewinn über alle Berge sind.
Der Markt wird den Überschuss nicht richten - im freien Handel gewinnt immer nur der Stärkste.
Die EU Länder lassen anschreiben - und beklagen sich, dass ihre Liste immer länger wird. Damit der Markt dies Regeln könnte, müssten wieder lokale Währungen eingeführt werden, die abwerten könnten. Doch die heilige Kuh des Euro will niemand schlachten. So geht es weiter wie zuvor - bis irgendwann der Crash kommt.
Übrigens - die Landkarte Europas ändert sich nicht. Alle Landmassen bleiben an Ort und Stelle.

Theoretiker und Wirtschaftsdenker.

Warum hat D diesen Handelsüberschuss?
Weil D es der Wirtschaft zu Lasten der Bevölkerung so einrichtet das diese hier am günstigsten Produzieren können.
Sei es Gülleverklappung, oder Leiarbeit zu prekären Bedingungen, legale Steuervermeidung usw.
Alles zu Lasten der Bevölkerung in D und wovon redet der IWF die EU?
Von der Wirtschafft, also der Mensch zählt bei beiden nicht.

Das Interview wirft Fragen auf

Wie kommt es zum notwendigen wirtschaftlichen Ausgleich zwischen den Nationen? Insofern das Ungleichgewicht auf unterschiedlicher Wettbewerbsfähigkeit beruht, wäre die theoretische Lösung, selbige würden sich angleichen. Das kann, laut Schäuble, nicht verlangt werden. Wenn Lagarde fordert, Deutschland solle mehr investieren, zeigt ihr eigenes Fußball-Beispiel, dass dadurch die mittelfristig Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands noch erhöht wird, das Ungleichgewicht wird demnach zunehmen. Bei Weidmanns Lösung, die Märkte würden irgendwann für Anpassung sorgen, stellt sich die Frage: Wann und wie das geschehen wird? Für den Markt sind Finanz- und Wirtschaftskrisen durch Zahlungsausfälle auch Anpassungprozesse. Systemimmanent gibt es zwei andere Wege: Überschussländer müssen deutlich mehr Waren importieren, die nicht die Investitionen erhöhen. Oder sie leisten Transferzahlungen an die Schuldner, freiwillig wie beim Länderfinanzausgleich oder unfreiwillig wie gegenüber Griechenland u. a.

Lagarde im Interview:"Deutschland soll Teamplayer....

Es ist schon grotesk,daß eine IWF-Chefin realistischere Positionen in manchen Fragen vertritt,als deutsche Gewerkschafter.In dem Interview gibt sie im Grunde indirekt eine Steilvorlage für eine aktive Lohnpolitik,für kräftige Lohnerhöhungen in Deutschland.
Ganz im Gegensatz zur deutschen Politik und der zurückhaltenden Tarifpolitik der Gewerkschaften der letzten Jahre,die mit den starken Export befeuerte und damit die Handelsbilanzdefizite der anderen.

Sehr gut begründet

... mit dem Bayern-Vergleich.

Und ich beziehe mich auf Karl Schiller, der damals mit einem Aufwertungsversprechen Wahlen gewonnen hatte, was den Export abbremsen würde. Einige seiner Begründungen waren:

1. Die Verbesserung der Währungsparität hätte den Exportdrang abgeschwächt; mehr Güter wären im Inland geblieben. Zugleich hätten Importe billiger eingekauft werden können. [...]
2. 1961 hat nach Berechnungen von Wirtschaftswissenschaftlern die damalige Aufwertung die Einkommensverteilung zugunsten der Arbeitnehmer um ca. fünf Milliarden verschoben. [...] So gesehen wäre die Verbesserung der Währungsparität der DM ein Beitrag zur sozialen Symmetrie.
4. Mit einer maßvollen Aufwertung der DM hätten wir sicherlich nicht die Schwierigkeiten der Defizitländer von einem Punkte her kuriert; aber wir hätten doch einen eigenen Beitrag zur schrittweisen Beseitigung der internationalen Zahlungsbilanzungleichgewichte geleistet.
Es wäre die Tür aufgestoßen, durch die andere Länder folgen könnten.

Na da bin ich aber

Na da bin ich aber schockiert!
- An alle Unternehmen! Bitte nicht mehr exportieren! Geld ausgeben, keine Rücklagen bilden!
- An alle Berufstätigen! Freiwilliger Lohnverzicht! Öfters mal blau machen! Geld ausgeben, Schulden machen!
.
Kann man von zwei Seiten sehen. Sind die anderen vielleicht nur wirtschaftlich zu schlecht? Wer finanziert denn die EU? Wir sollten ein Teamplayer sein und keine Überschüsse mehr machen? Wer finanziert dann die EU? Ich leiste schon meinen Beitrag durch die Null-Zins-Politik......
Übermäßige UV-Strahlung schadet nicht nur der Haut.......

Deutschland "first" ist Schädlich für die EU

In Deutschland gibt es in vielen Bereichen
die geringsten Löhne (nebenbei geringste Renten) im EU Vergleich.
Bekanntestes Beispiel die Schlachthöfe
andere Länder sind nicht mehr Wettbewerbsfähig

Frau Langarde da war doch was ?

Stimmt sie wurde doch Verurteilt auf Bewährung oder ??

Stimmt es das man in der heutigen Zeit eine Bewährungsstrafe erhalten kann und solch hohe Posten besetzen kann.

In der freien Wirtschaft wäre das unmöglich.

08:49 von Sisyphos3

Wer bezahlt den Exportüberschuss.
Antwort wir natürlich durch Verzicht auf die von Ihnen aufgezählten Fähigkeiten guter Arbeit. Die anderen Leben von uns .Keiner sollte so naiv sein,daran zu glauben,das wenn wir alt oder Krank sind wir unsere Schuldscheine bei diesen Ländern (vor allem USA )einlösen können. Deshalb sind der Exportüberschuss auch so zu verstehen,was er auch ist: Ein Kapitalexport echter Werte Produkte,gegen Schuldscheine.Na dann prostmahlzeit.

Deutschland isoliert.

Wer sich, wie Deutschland, mit unlauteren Praktiken Wettbewerbsvorteile verschafft, muss sich nicht wundern, wenn er sich damit Feinde schafft.

Arbeitnehmer in anderen Ländern wollen nun einmal nicht zu Billigstlöhnen ihr Leben als Zahnrädchen in einem turbokapitalistischen Wirtschaftssystem spielen. Sie wollen von ihrer Arbeit leben können und ihr Leben nebenher auch noch ein bisschen genießen können.

Das ist eigentlich eine Banalität.

Eine Banalität, die in Deutschland aber irgendwie noch nicht angekommen ist.

Politiker können sich einfach

Politiker können sich einfach nichtmehr klar ausdrücken.
Ein Trump würde sagen „Deutschland hat deshalb diese Überschüsse, weil die dortige Regierung dafür sorgt das die Wirtschaft die Bevölkerung sowie die Ressourcen kostengünstig Ausbeuten darf“ und dafür würde dieser dann wieder von den Medien angefeindet!!!!

Oder mit anderen Worten ...

Zitat: ""Deutschland soll Teamplayer sein""

Oder mit anderen Worten ... unsere europäischen Partner - insbesondere Frankreich - möchten ihre Probleme in einem noch verstärkteren Maße von Deutschland finanzieren lassen, anstatt sie selber zu lösen.

Wo genau, Madame Lagarde, ist Deutschland denn kein "Teamplayer"?

Wo arbeitet diese Dame?

Zitat:" Ich glaube nicht, dass wir die Einzigen sind, die den Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands als zu hoch betrachten. "

Wo arbeitet diese Dame? Genau beim IWF. Gut, dass man als Juristin dort keine volks- oder finanzwirtschaftlichen Kenntnisse an den Tag legen muss. Sonst wüsste die nette Madame Lagarde, dass die notorischen Leistungsbilanzüberschüsse Deutschlands und auf der anderen Seite die die notorischen Leistungsbilanzdefizite insbesondere auf eine gemeinsame Währung und Geldpolitik zurückzuführen ist, die

1) zum einen Ländern wie F, Ita, Spa, Griechenland (PIGSZ oder auch ClubMed-Länder) die Möglichkeit entreißt, über eine Abwertung der nicht mehr existierenden nationalen Währungen die Wettbewerbsfähigkeit ggü. D aufrechtzuerhalten.

2) zum anderen oben genannten Ländern alle Möglichkeiten bietet, diese strukturellen volklswirtschaftlichen Schieflagen weiterhin mit einer ungebremsten Schuldenpolitik (auf Kosten Deutschlands) weiterzufinanzieren.

Das ist doch keine Frage von "gerechtfertigt"!

Zitat: "Das momentane Überschussniveau ist aber nicht gerechtfertigt."

Das ist doch keine Frage von "gerechtfertigt"!
Sondern eine Frage von der absoluten und relativen Wettbewerbsfähigkeiten der einzelnen Ländern innerhalb eines Wirtschafts- und Währungsraumes, der eine gemeinsame Währung - und vielleicht viel entscheidender - eine gemeinsame Geldpolitik vorsieht, die durch den EZB-Rat bestimmt wird, wo in der Mehrheit "Schuldner"-Länder sitzen, die nach der Prinzip "ein Land, eine Stimme" (also Malta und D haben eine Stimme!) darüber bestimmen, ob die EZB weiterhin

1) Schrottpapier marode Staaten, Unternehmen und Banken betreibt - und damit zumindest mittelbar eine Staatsfinanzierung betreibt

2) eine Niedrigstzinspolitik betreibt.

Kann mir gaaaaaaar nicht vorstellen, wie solche Entscheidungen im EZB-Rat ausgehen, wenn Länder wie Gr, Ita, F, Malta, Zypern, Griechenland dort in der Mehrheit sind ... NOT!?

"Inflationsziel"

Zitat: "Wir beim IWF sind der Meinung, dass die EZB, dass jede Zentralbank unterstützend wirken sollte, solange das Inflationsziel nicht erreicht ist. So lange sollte sie ihre lockere Geldpolitik beibehalten. Nicht für immer. "

Wieso definiert die EZB die Inflationsrate ausschließlich auf Basis eines Einkaufskorbes mit einer begrenzten Auswahl an Gütern des täglichen Konsums? Warum fließen dort nicht vor allem auch die Entwicklung von Vermögenswerten, wie Immobilien, Aktien, Gold etc. ein, die gerade in Ballungsgebieten den "einfachen Menschen" immer größere Probleme darstellen?

die dame ist halt

französin. da kommt man dem chef schon mal zu hilfe.

Whatever it takes?!

Zitat: "Wir beim IWF sind der Meinung, dass die EZB, dass jede Zentralbank unterstützend wirken sollte, solange das Inflationsziel nicht erreicht ist."

Aha.

Mal davon abgesehen, dass die EZB ein mehr als fragwürdige Definition der Inflationsraten hat, was ist mit der Einhaltung grundlegender EU-Verträge und - Gesetze, wie

1. Maastrichter Vertrag: Einhaltung von 3 % jährliches Defizit, 3 % Inflation, 60 % BIP Schulden?

2. Art. 123 AEUV: Verbot der Haftungsübernahme für Schulden anderer Länder im Euroraum?

3. Art. 125 AEUV: Verbot der mittelbaren und unmittelbaren Staatsfinanzierung?

Die EZB verstößt seit Jahren gegen diese grundlegenden Verträge und keinen juckt's!

Ich kann nicht verstehen,

Ich kann nicht verstehen, warum hier immer noch so getan wird, als seien schwache Länder, die ihre Währung beliebig abwerten könnten, automatisch in der Lage, sich aus ihren Schulden zu befreien. Das ist Humbug!

Eine Abwertung ist die Vernichtung von Vertrauen in die lokale Wirtschaft. Das wird im Markt sofort und langfristig mit einem Misstrauen und damit einer höheren Zinslast bestraft. Kurzfristig kann man damit den Export ankurbeln. Aber langfristig endet man in einer Spirale der Stagnation. Südeuropa stagniert heute, weil anstelle echter Investitionen immer nur abgewertet wurde. Die momentan in hartem Euro erfolgenden Investitionen und Reformen werden dagegen dauerhaft den Wohlstand der Menschen vor Ort mehren. Einen Wohlstand, der ihnen auch nicht mehr durch horrende Inflation genommen wird!

Das ist der Weg, Deutschlands Handelsüberschuss abzubauen: Die anderen stärken, nicht uns schwächen.

"Teamplayer" ... and stuff.

Zitat: " In einer globalen Marktwirtschaft, [...], wäre es klug, sich darüber im Klaren zu sein, dass es potenzielle protektionistische Risiken gibt - und man deswegen anstreben sollte, ein guter Teamplayer auf weltwirtschaftlicher Ebene zu sein und diese massiven Überschüsse vermeiden sollte."

Schön, dass man immer die passende Phrase oder Worthülse findet, mittels welcher bar jeglicher sachlicher Argumente ein emotionales Totschlagargument geliefert werden kann. Kein "guter Teamplayer" will natürlich keiner sein.

In der Sache hat Madame Lagarde jedoch sogar recht. Nicht nur für die Länder mit notorischen Leistungsbilanzdefiziten stellt sich ein langfristiges Problem, die in Schulden versinken, sondern auch für Länder wie D, die für seine exportierten Güter nicht mehr werthaltige Gegenleistungen erhält, sondern - wie dies im Euroraum der Fall ist - man lediglich wertlose Forderungen wie TARGET2-Forderungen akkumuliert, die am Ende des Tages und vor allem vom Euro nichts wert sind!

Hoffendlich lassen sich

Hoffendlich lassen sich unsere ,,Volksvertreter" nicht von der Lagarde ins Zeug reden . Diese Frau hat wohl keine anderen Sorgen als Deutschland Vorschriften zu machen ! Ihre Taschen werden doch vom deutschen Steuerzahler gefüllt, sollte sich freuen über einen Exportüberschuß !

Die Dame möge mal bedenken

Wie viel Menschen zu uns kommen, verpflegt werden, ein Dach über dem Kopf bekommen, studieren, ausgebildet werden und dann in alle Herren Länder gehen um da ihre Wirtschaft fördern. Das kostet uns Milliarden und das Geld fehlt für unsere eigene Bevölkerung. Wir Bürger bekommen keine Zinsen und finanzieren Südeuropa und wir zahlen hohe Steuern und auch davon geht viel zu viel ins Ausland. Außerdem hat unser Staat Billionen an Schulden. Wovon also noch was abgeben?

Da hat sie leider Recht.Es

Da hat sie leider Recht.Es kann doch nicht sein.....nein.....es ist geradezu pervers, dass ein Land mit einem derartigen Handelsüberschuss auch nur ein einziges armes Kind beherbergt.
Das ist abartig.

Sie stößt ja dabei ähnlich ins Horn, wie DT, aber ...

sollen wir minderwertige Waren importieren und wegwerfen, nur damit das Defizit sinkt? Zahlreiche Dinge werden ohnehin reichlich importiert, wie südeuropäische Genussmittel. Aber wenn kriminelle Organisationen in der Herkunftsländern diese Waren mit Regelmäßigkeit panschen oder verseuchen, und somit die Produkte auf Jahre in Verruf bringen, ist das sicher nicht Deutschlands Schuld.
Natürlich wäre ich in einigen Teilbereichen auf ihrer Linie, wie etwa bei der Massentierhaltung und Agrarindustrie, die einen ehrbaren und überaus wichtigen Berufsstand in Verruf bringen.
Grundsätzlich werden hiesige Waren gerne gekauft, weil sie anscheinend, trotz aller Skandale, man möchte es kaum glauben, insgesamt besser sind, als andere.
Recht hat sie bei Investitionen, welche nicht erst seit 4 Jahren, bei nahe Null Zinsen zugunsten einer sinnfreien "Schwarzen Null" verschleppt wurden, und uns noch teuer zu stehen kommen werden. Aber auch die werden vermutlich überwiegend im Inland getätigt! MfG

Das schöne an den

Das schöne an den Wirtschaftswissenschaften ist ja, das es sich dabei um keine Wissenschaft handelt, ähnlich wie der Wetterbericht mit seinen Prognosen.
Da gibt es jede Menge Modelle für Wirtschaftsprognosen, "Erfahrungswerte" von selbsternannten oder "bescheinigten Fachleuten".
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Wen dem so wäre, wären die Lehmans und die Deutsche Bank nicht pleite gegangen, Griechenland hätte keine Schulden, und die Banca Monte dei Paschi di Siena, die "älteste Bank der Welt", müsste nicht vom Staat (oder indirekt der EU) unterstützt werden.
.
Der Artikel spiegelt eine persönliche Meinung wieder, auch wenn jetzt alle Börsianer wieder wild rumlaufen.
Einen grundlegenden Anspruch auf Richtigkeit gibt es nicht!

weitere Fragen

Aufwertungen der Währungen von Überschussländern werden als marktimmanente Lösungen wohl auch von Weidmann angestrebt. Allerdings verteuern sie die Exporte, die Exporte schrumpfen. Damit gewinnt man aber keine Bundestagswahl, weil dies zu mehr Arbeitslosigkeit führt.

Kommt hinzu, dass flexible Wechselkurse immer Gefahr laufen, von massiven Bewegungen an den Finanzmärkten oder Manipulationen der Zentralbanken beeinträchtigt zu werden. Auch deshalb sind feste Wechselkurse eigentlich gewünscht.

Die Frage bleibt, wie die Importe der Überschussländer deutlich erhöht werden können, ohne deren Exporte zu reduzieren?

System Euro, EZB und EU

Madame Lagarde, die in den notorischen Leistungsbilanzüberschüssen Deutschlands und viceversa - gespiegelt - in den notorischen Leistungsbilanzdefiziten der südeuropäischen Ländern ein Problem sieht, hat in der Sache Recht. Ich sehe darin auch ein Problem.

Was Madame Lagarde aber übersieht bzw. nicht zur Kenntnis nimmt, ist die Tatsache, dass diese Schieflagen die exakte und logische Konsequenz eines Währungsystems wie des Euros, das keine Abwertung für Länder mit unterschiedlichen Wettbewerbsfähigkeiten vorsieht. Das System Euro, EZB und EU sieht eine Sanktionierung und Bestrafung derjenigen vor, die erfolgreich wirtschaften handeln, und eine Belohnung derjenigen, die das nicht tun und sich obendrein nicht an die Verträge und Regeln halten.
In summa, sinkt dadurch die Wettbewerbsfähigkeit von ganz Europa.

Hat hier irgendjemand diese grundsätzlichen Kritik am Euro ein sachliches Gegenargument entgegenzusetzen, oder sind Eurokritiker, die dies kritisieren, eben nur "Europafeinde"?

Deutscher Handelsüberschuß ein Problem ?

Ja, dieser Handelsüberschuß wird tatsächlich zum Problem wenn er zu hoch wird. Deutschland überschreitet seit etlichen Jahren die in den EU-Regeln einmal vereinbarten Grenzen. Warum es ein Problem ist wird eigentlich im Interview nicht so klar ausgesprochen. Nicht weil man noch mehr Geld von Deutschland will oder weil uns unsere Nachbarn beneiden. Nein es ist einfach ein Ungleichgewicht, dass auch für uns sehr negative Folgen hat. Ein Handelsüberschuß bei uns bedeutet ein Finanzunterschuß in den Ländern mit Handelsdefizit. Diese können unsere Exportüberschüsse nicht bezahlen. Also liefern wir Ihnen nicht nur die Waren, sondern auch das Geld dafür. Das bezahlen dann Sie und ich durch Lohnverzicht. Die Unternehmer bekommen von uns das Geld für die Waren, die wir ins Ausland verschenken. Ein super Geschäft, aber leider nicht für Sie und mich. Am einfachsten ist das am Beispiel Griechenland zu erkennen.

Inflationsziel

Frau Lagarde spricht von einem Inflationsziel, das erreicht werden soll.

Verstehe ich das richtig?
Wenn es nach Frau Lagarde geht, wird momentan noch nicht genügend Geld vernichtet. Die Geldentwertung (Inflation) soll also schneller voranschreiten.

Oder was meint Mme. FMI (aka Frau IWF) mit Inflationsziel?

Sie lernen nicht.....@08:54Joes daily World

Leider, leider, leider sehe ich diese dunklen Wolken so wie Sie. Deshalb Danke.

Aktuell möchte ich noch hinzu fügen, das sie mit der angestrebten großen Koalition weiter Richtung Generationskonflikt steuern. Denn die falsche Linie der „Alten“ wird die Junge Generation ab 2025 bewegungslos zurücklassen. Die Linie von Wolfgang Schäuble zu verlassen halte ich für einen Fehler. Die Rentenpläne in den vorsondierten Plänen für die GroKo sind genau so, wie von den Jusos verurteilt. Ein Eigentor, um es weiter analog mit einem Fußball Club zu vergleichen, der den Jungen, dem Nachwuchs als faules Ei hinterlassen wird.

@BreiterBart

Ich finde es sehr sehr gut, daß Jens Weidmann Lagarde widerspricht. Ihn hätte ich auch zehnmal lieber als Draghi als Chef der Europäischen Zentralbank.
Die Ausbeutung von vielen in der Wirtschaft ist schlecht, aber die Probleme der anderen Länder sich von Deutschland finanzieren zu lassen, lehne ich ebenfalls ab, wie es ja von manchen sehr gewünscht wird.

@ 09:51 von rossundreiter

"Deutschland isoliert.
Wer sich, wie Deutschland, mit unlauteren Praktiken Wettbewerbsvorteile verschafft, muss sich nicht wundern, wenn er sich damit Feinde schafft."
.
Och, bei den Chinesen klappt das ganz gut.....

Und die interessieren ihre "Feinde" nicht, ganz im Gegenteil, alle machen gerne Deals mit denen. Sogar Ausverkauf der eigenen Technologien.....

Wie man Leistungbilanzüberschüsse minimieren kann ...

Wie man Leistungbilanzüberschüsse minimieren kann ... in vitalen und gesunden Volkswirtschaften mit unterschiedlichen Währungen gleichen sich Leistungsbilanzsalden langfristig immer über den Devisenmarkt aus. Einmaleins der intern. Volkswirtschaft.

Da wir aber ein Währungsystem Euro haben, das grundsätzlich falsch ausgelegt ist, da dieser Ländern mit grundsätzlichen unterschiedlichen Kenndaten aufoktroyiert wurde, "müssen" (?) die Leistungsbilanzsalden durch staatlichen Eingriff behoben werden.

Da kommt es zupass, dass D einseitig durch

1) eine FLüchtlingskrise belastet wird, während F gerade einmal 30.000 Flüchtlinge 2016 aufgenommen hat.

2) eine undurchdachte Energiewende durch teuren "Öko"(?)-Strom belastet wird, während F weiterhin biligen Atomstrom produziert

3) eine angebliche Dieselaffaire belastet wird, während man französische Hersteller, deren Dieselmotor nachweislich viel "dreckiger" sind, nicht einmal erwähnt werden.

Wie praktisch!

@Bernd Kevesligeti um 09:34

Werter Herr Kevesligeti,
Lohnsteigerung über den Produktivitätsfortschritt führt zu Inflation, was wir derzeit schon in Deutschland sehen. Wenn Inflation den Lohnzuwachs der Beschäftigten auffrißt, wer profitiert dann von der Inflation? Fragen Sie doch mal Herrn Draghi.
MfG
Alfred Haas

@Am 19. Januar 2018 um 10:24 von sprachloser

Zitat: "Wie viel Menschen zu uns kommen, verpflegt werden, ein Dach über dem Kopf bekommen, studieren, ausgebildet werden und dann in alle Herren Länder gehen um da ihre Wirtschaft fördern. Das kostet uns Milliarden und das Geld fehlt für unsere eigene Bevölkerung. Wir Bürger bekommen keine Zinsen und finanzieren Südeuropa und wir zahlen hohe Steuern und auch davon geht viel zu viel ins Ausland. "

Sie haben das System Euro, EZB, EU gut erfasst.

Das sehe ich anders!

Wir haben immer noch mehr als zwei Billionen Schulden und sollen jetzt diesen Schuldenstand weiter erhöhen? Dass die Unternehmen mit ihren Investitionen vorsichtig sind hat doch auch den Grund dass wir schon im achten Jahr Wirtschaftswachstum sind und jeder Angst vor dem Crash hat, der überfällig ist und auch kommen wird. Er findet zur Zeit nur nicht statt weil die EZB die Zinsen so gedrückt hat, dass die deutsche Wirtschaft überhitzt. Ich halte auch wenig von den rechtlich zweifelhaften Anleihenaufkäufen der EZB. Das kommt einer direkten Finanzierung vor allem der südeuropäischen Länder gleich. Und das ist rechtlich nicht zulässig.
Die EZB sollte die Zinsen wieder langsam erhöhen. So sorgt sie dafür dass der Handelsüberschuss wieder sinkt und damit auch die Arbeitslosigkeit wieder steigt. Der deutsche Staat hat ansonsten keine Möglichkeiten für mehr Investitionen. Auf Autobahnen kann man nicht noch mehr bauen und es fehlt an Planern und Architekten.

Lagarde im Interview:....@9:34 Bernd Kevesligeti

Danke, für Ihren Kommentar.
Es ist wirklich grotesk, daß eine IWF-Chefin realistischere Positionen in manchen Fragen vertritt, als deutsche Gewerkschafter.

Meiner Meinung nach sitzen Gewerkschaftsbosse längst mit im Boot der Profiteure. Selber bin ich kurz vor dem Rentenalter und erlebe leider eine Politik der kurzsichtig gedachten ProfitGier, die dann auch genutzt wird.

Es hinkt mal wieder

Das München/Lyon Beispiel hinkt kolossal.

Frau Lagarde vergleicht Fiskalüberschuss mit Außenhandelsüberschuss und fordert "mehr Investitionen".

Was möchte Sie sagen?
Soll Deutschland bei 2 Billionen Schulden keine Schulden abbauen um zu investieren und noch stärker zu werden?
Soll Deutschlands Außenhandels- und damit auch Fiskalüberschuss sinken, in der Hoffnung dass durch die Schwächung des Starken die Schwachen gestärkt werden?

Es ist irgendwie krumm. Ich befürchte aber, sie möchte das Zweite.

Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands zu hoch!?

Ja Frau Lagarde, nur wird dabei gerne vergessen, dass diese Leistung mit faulen Krediten finanziert wird. Richtig ist, exportiert wird zum Großteil gegen Kredit. Die Exportwirtschaft und ihr Umfeld profitieren.

Die Kehrseite der Medaille: Die Folgen und das wachsende Risiko trägt der Sparer und Steuerzahler. Vorsorge macht keinen Sinn mehr. Schuldenmacher sind die Helden, Sparer die Dummen. Schuldenschnitte, Negativzinsen, Enteignung. Siehe €-Staatschuldenkrise, EZB kauft Schrottpapiere etc. pp.. Wer für sich vorsorgt und spart ist bei dieser Politik der Dumme. U.a.
Forderungen der Bundesbank aus TARGET2:
Betrag: 906.941.417.444,22 Euro
(Stand: 31. Dezember 2017)

Leistungsaustausch, Arbeitsteilung, Im- und Export sind nur positiv, davon wird kein Volk arm. Nur wer dauerhaft mehr ausgibt, mehr konsumiert, als er hat oder selbst erwirtschaftet, der verschuldet sich im Übermaß. Hier liegen die grundsätzlichen Fehler. Die sind nicht vorrangig in Deutschland zu suchen. Grüße aus Athen.

@ 11:02 von DLGPDMKR

"Das München/Lyon Beispiel hinkt kolossal."

Finden Sie?
Ich auch.....

Aber anscheinend möchte man uns ja "Wahrheiten" als Trostpflaster für bestehende und kommende Mängel präsentieren.

Frau Lagard ist keine Wirtschaftexpertin (gibt´s die?), sondern Juristin. Sie wurde unter einer kleinen Hilfestellung der damaligen französischen Regierung ins Amt gelobt. Nach einem vorherigen, fragwürdigen Geschäft (volles Programm, mit Hausdurchsuchung, Anklage und anschließender Verurteilung des fahrlässigen Umgangs mit öffentlichen Geldern, ja, hat sie Erfahrung mit!).

Ich möchte jedem selber ein eigenes Urteil überlassen, in wie weit die Aussagen von Frau Lagard überhaupt wichtig sind. Leider versinkt ja "unser" Börsenexperte Herr Gürne schon vor Ehrfurcht in den Boden (kann man noch was lernen von der Frau, s.o.). Und er wird seine wertvollen Erkenntnisse bestimmt an die Börse weitertragen....

Ich fasse das als Meinungsmache auf und mir wird schlecht dabei.....

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