Kommentare

Wir wissen doch, dass die Demokratie ...

aller Orten auf den Rückzug ist - wir können uns darüber aufregen oder es zulassen - anderes lassen wir in Bezug auf das "große" China ja auch zu.
Systemkritik ist doch allerorten unbeliebt, manche werden als Umstürzler bezeichnet, wieder andere als Fake News geschimpft, wenn's schlimmer wird, nennt man sie Terroristen oder bezeichnet sie als Kriminelle...

Bevormundendes Regime

Ich könnte nie in einem Land leben, in dem Meinung bevormundet wird und Menschen aufgrund ihres freien Denkens eingesperrt werden.

Kann der freie Westen helfen?

Können wir den chinesischen Dissidenten irgendwie helfen? Vielleicht durch Spenden oder Patenschaften? Was können unsere Politiker tun?

In China wären die meisten Beitragsschreiber von

"tagesschau-Ihre Meinung" schon im Gefängnis. Leider scheinen die totalitären Systeme heutzutage denen mit Meinungsfreiheit und Demokratie zunehmend überlegen zu sein, wirtschaftlich und militärisch.

Die hässliche Fratze der Ein-Parteien-Diktatur

China kommt mit einem Lächeln und scheinbar sanften Druck daher. Nötigt die Anrainerstaaten am Chinesischen Meer und ist unerbittlich gegen jedwede Kritik am System. Unterdrückt ganze Völker und Nationen, siedelt mehr und mehr Chinesen in Tibet oder auch Xingjiang an, um die widerrechtliche Einvernahme dieser Länder zu zementieren.

Niemand mehr bietet diesem großen Reich die Stirn. Die Untertanen mögen stille sein. Tausende wegen Vergehen in Haft, welche bei uns als Satire oder bloße Kritik gelten. Hunderte jählich werden hingerichtet. Aber es stört scheinbar niemanden.

Untergrabung der Staatsgewalt? Igitt!

Ich habe ja mich heute ja schon einmal zu dem Phänomen des Totalitarismus geäußert. Und hier passt es genauso - leider.

Es ist kein neues Phänomen, aber es scheint wieder „moderner“ zu werden. Es ist erschreckend, wie viele Menschen Regierungsgewalt und Staatsgewalt gleichsetzen. Und alles demokratisch finden, wenn nur irgendeine angenommene Mehrheit hinter einer Entscheidung steht.

Ich hoffe und wünsche mir für das kommende Jahr, dass zunächst mal „uns“ wieder bewusst wird, welch weitreichende Fortschritte unsere Gesellschaften im letzten Jahrhundert erreicht haben und welchen Stellenwert die Freiheit für unser aller Leben hat. Und wie gefährdet diese Freiheit hier wie dort immer ist.

Und ich wünsche mir, dass die Demokratie die vielfäligen Anfeindungen von Anhängern der Besserwisserei gestärkt übersteht. Sie ist es wert!

Abfällig Äußerungen

In manchen Ländern führen abfällige Äußerungen zur Armee geradewegs zur Bestrafung. In westlichen Ländern sind solche Bemerkungen erlaubt und in diesem Forum sogar sehr verbreitet.

@ Kowalski

Ich schon. Ich habe in CN unter Chinesen gewohnt. & nein: Ich bin keiner dieser reichen Expats. Ich habe in einer chin. Firma für ein chin. Gehalt gearbeitet & in einem eher mediokren chin. Compound in Shanghai gewohnt, weil ich sonst die Miete nicht hätte zahlen können. Man kann mir also nicht vorwerfen, ich hätte zu den Privilegierten gehört & 8 Jahre lang außerhalb der chin. Gesellschaft gelebt.

& trotzdem: Es ist ein schönes Leben gewesen. CN ist in so vielen Belangen völlig unkompliziert, das Leben einfach & bequem, die Menschen in der Nachbarschaft herzlich & freundlich. & natürlich neugierig, weil man ja Ausländer ist. Die Zensur spielt im Alltag überhaupt keine Rolle. Klar ist, wer es drauf anlegt, kann sich in CN schnell mit der Staatsmacht überwerfen, aber das weiß man in der Regel. Wer sich trotzdem offenen Auges in diese Gefahr begibt, kann sich schwerlich darüber beschweren.

Übrigens: Gedankenverbote gibt es in D auch. Aber auch das akzeptiere ich.

@ nelumbo

Das waren totalitäre System schon immer (siehe auch Nazi-Deutschland):

Problem bisher: Die weltweite Finanzwelt ist vor allem westlich geprägt gewesen. Alle wichtigen Handelsplätze befanden sich (und befinden sich immer noch) in westl. Ländern: New York, London, Frankfurt. Dem entsprechend orientierte sich die Politik der Devisenmärkte vorwiegend entlang der politischen Bruchlinie im Ost-West-Konflikt: Während sich westliche demokratische System hemmungslos an den Devisenmärkten bedienen und verschulden konnten und sich dank dessen rasend schnell entwickeln konnten, hatten die "Systemfeinde" nur einen eingeschränkten Zugang zu den Kapitalmärkten, wodurch die zögerliche Wirtschaftsentwicklung dort zusätzlich unter Druck geriet. Das hat sich erst seit dem Wegfall der Ost-West-Blöcke verändert. Und siehe da: Seit sich das Kapital dank der Entgrenzung nicht mehr entlang politischer Sollbruchstellen entwickeln muss, überholen uns die einst rückständigen Systeme in Ost-Europa und in Fernost

@ Hugomauser

Auch durch das ständige Wiederholen wird es nicht richtiger: Tibet hatte nie den Status eines eigenständigen & unabhängigen Staates, auch wenn die Tibeter selbst diesen Status einst ausgerufen & sogar teilw. die Selbstverwaltung vollständig ihrer Kontrolle unterstand. Aber entscheidend ist, dass ihnen die Anerkennung seitens der Weltgemeinschaft als eigenständiger Staat fehlte (nur I erkannte Tibet damals an).
Damit war es faktisch nach wie vor ein Teil CNs, auch wenn wir es uns noch so sehr wünschen, dass dieses faszinierende Bergvolk über seinen eigenen autonomen Staat verfügen kann.
Übrigens: Zugegeben ein Teil CNs, um den sich die chin. Regierung in den Wirren des Bürgerkrieges zwischen der Guomindang & KP nicht kümmern konnte, weil es andere, pressendere Probleme gab. Aber nichtsdestotrotz ein Teil CNs.

& was soll das mit der chin. Besiedlung? Das ist das normalste in allen Ländern! Oder glauben Sie daran, dass in Bayern nur Baiuwaren leben? Auch da: Besiedlungspolitik. So what?

@ Hugomauser

"Niemand mehr bietet diesem großen Reich die Stirn. Die Untertanen mögen stille sein. Tausende wegen Vergehen in Haft, welche bei uns als Satire oder bloße Kritik gelten. Hunderte jählich werden hingerichtet. Aber es stört scheinbar niemanden."

Warum denn auch? Die Todesstrafe ist im überwiegenden Teil der chin. Gesellschaft allg. akzeptiert & in vielen Fällen sogar erwünscht. Was Sie hier von sich geben, ist typ. neokoloniales Gerede, wonach nur unsere westl. Lebens- & Denkweise die alleingültige weltweit sein darf. Das ist anmaßend & so falsch, wie es nicht falscher geht.

Übrigens. genau das macht den Unterschied zw. uns und CN aus: Wir versuchen ständig CN darüber zu belehren, wie es zu leben hätte, um uns zu gefallen! Die Chinesen gehen dagegen nicht her, & verlangen von uns z.B. auch die Wiedereinführung der Todesstrafe! Warum auch? Jedes Land nach seiner Facón.

CN erweist sich uns gegenüber mit Abstand fairer & respektvoller, als wir es jemals gegenüber CN getan. Beschämend!

@ teachers voice

"Es ist erschreckend, wie viele Menschen Regierungsgewalt und Staatsgewalt gleichsetzen. Und alles demokratisch finden, wenn nur irgendeine angenommene Mehrheit hinter einer Entscheidung steht."

Interessant! Was ist denn dann Ihrer werten Meinung nach "Demokratie" wenn nicht der Mehrheitswille? Vielleicht so: "Demokratie ist nur das, was mir persönlich und meinen eigenen Vorstellungen von politischen System entspricht. Je nach Situation ist dann Demokratie manchmal der Mehrheitswille oder aber manchmal der Minderheitenwille, je nachdem, was gerade mit meiner Vorstellung am meisten korrelliert."

Ist das ungefähr Ihre Vorstellung von "Demokratie"?

Im Übrigen: Sie sollten Rechtsstaat westlicher Prägung nicht automatisch mit Demokratie gleichsetzen. Beides kann sich zwar gegenseitig bedingen, wie in den meisten westlichen Ländern, aber sind nicht zwangsläufig monokausal aufeinander bezogen!

@RoyalTramp

"Klar ist, wer es drauf anlegt, kann sich in CN schnell mit der Staatsmacht überwerfen, aber das weiß man in der Regel. Wer sich trotzdem offenen Auges in diese Gefahr begibt, kann sich schwerlich darüber beschweren."

Das ist das Wesen einer jeden Diktatur.
Jegliche Kritik an diese Einparteiendiktatur ist bei hoher Strafe verboten, sonst könnte diese Diktatur nicht lange bestehen. Für Duckmäuser ist eine Diktatur eine Alternative für selbstdenkende und handelnde dagegen niemals.

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