Kommentare

Dem Plastikmüll kann man sich als Verbraucher

kaum entziehen. Entsprechende Versuche Gutwilliger sind sympathisch, aber sie vermindern das Problem im Promille-Bereich, denn die Produzenten und Nutzer sind immer schneller mit neuen Anwendungen. Entscheidend ist die saubere Rückführung, und da gibt es katastrophale Fehlentwicklungen. Die "Plastifizierung" der Weltmeere, scheint es, wird stoisch hingenommen.

Nicht verwunderlich

Heute ist doch im Supermarkt wirklich jedes Produkt in mindestens eine Plastiktüte eingepackt. In aller Regel wird dann das Produkt selbst noch in der Verpackung auf einer Plastikschale fixiert oder/und ist nochmals in Plastikfolie gewickelt.
Allein grüne Gurken in Folie zu schweißen ist absoluter Nonsens. Und dann sind es zu allem Überfluss noch die "guten" Bioprodukte, die gesondert in Plastikfolie verpackt werden. Idiotie!

Deutlich mehr Plastikmüll in Deutschland

"Deutsche EU-Nachbarn wie Österreich, Dänemark und die Niederlande produzieren trotz ähnlicher Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung weniger Abfälle pro Einwohner als die Bundesrepublik."
Ich glaube, dass die Hauptschuld am hohen Plastikmüll nicht in erster Linie die Verbraucher haben, sondern die Produzenten und der Handel. Trotzdem müssen viele Verbraucher erst "erzogen" werden, mit weniger Plastik auszukommen. Bei den Pfandflaschen klappt es doch jetzt auch.

Die Erzeugung von

mehr Plastikmüll war doch Herrn Trittins Erfindung,zumindest was die Einwegflaschen anbetrifft. Aber das ist ja guter Plastikmüll, da die Grünen ihn möglich gemacht haben.

"Grüner Punkt" - versteckte Zwangsabgabe

Die Produktion des Plastikmülls, der von den Grünen als Wertstoff umdefiniert wurde, muss von uns allen mit dem Umwelt-/Recycling-/Entsorgungszeichen bezahlt werden. Der Preis für die Verpackung mit Grünem Punkt wird auf den Preis des Produktes aufgeschlagen. Wir können uns nicht aussuchen, ob wir etwas mit oder ohne Verpackung kaufen wollen, bezahlt werden muss die Verpackung, es ist zu einer Art Zwangsabgabe geworden. Damit wurde ein weiterer Teil ehemals staatlicher Infrastruktur (Müllentsorgung) privatisiert und den BürgerInnen aufgedrückt. Danke dafür!
Für die Verpackungsindustrie lohnt es sich, immer mehr Verpackungen zu produzieren und per Grünem Punkt zu „verkaufen“. Für die Entsorger lohnt es sich ebenfalls. Nur die BürgerInnen haben eine versteckte Zwangsabgabe dazubekommen.

Tatsachen bitte nicht umdrehen

@ Hallelujah:
Die Erzeugung von mehr Plastikmüll war doch Herrn Trittins Erfindung,zumindest was die Einwegflaschen anbetrifft. Aber das ist ja guter Plastikmüll, da die Grünen ihn möglich gemacht haben.

In Wirklichkeit ist die Plastikmenge dadurch nicht gestiegen, sollte man mal klarstellen. Das Pfand hat aber dafür gesorgt, dass wesentlich mehr Verpackungen zum Hersteller zurück gegangen sind.

Deutlich mehr Plastikmüll in Deutschland als im EU-Durchschnitt.

Und der gerät nachher in kleinen Partikeln in Flüsse,Meere und Tiere.
Aber was wird getan ? Wenn man dem Wirtschaftsteil des Kölner Stadt-Anzeigers glauben kann,dann hat zum Beispiel die Firma Covestro gute Zahlen(ehemalige Kunststoffsparte der Bayer AG).
Also,von Seiten der Wirtschaft und Politik will man da offensichtlich nicht gegensteuern.

Sehr einseitig

Nachdem ich diesen Artikel durchgelesen habe, habe ich mir noch die Studie selbst angesehen – und plötzlich steht Deutschland, als es der Artikel darstellt, richtig gut da.
"Zum europäischen Buhmann taugt die Bundesrepublik trotzdem nicht. Denn beim Thema Recycling gehört sie zu den Besseren:
Hierzulande wird fast die Hälfte des Plastikverpackungsmülls aufbereitet – im EU-Schnitt beträgt die Recyclingquote nur 40 Prozent.
Die eigentliche Dramatik offenbart sich aber erst beim Blick auf die restlichen Kunststoffverpackungen: Während in Deutschland so gut wie alles nicht recycelte Plastik immerhin energetisch genutzt wird, wird es andernorts noch viel zu häufig auf Deponien verfrachtet. In Griechenland, Polen und Lettland zum Beispiel betrifft dies mehr als 60 Prozent des Plastikmülls. Und Plastik, das weder recycelt noch verbrannt wird, endet – vom Winde verweht oder im Fluss fortgespült – oftmals im Meer."
Dank gelbem Sack sind wir vermutlich die europäischen Musterknaben.

@ um 19:46 von Bernd Kevesligeti

"Deutlich mehr Plastikmüll in Deutschland als im EU-Durchschnitt.
Und der gerät nachher in kleinen Partikeln in Flüsse,Meere und Tiere.
...
Also,von Seiten der Wirtschaft und Politik will man da offensichtlich nicht gegensteuern."

Bevor Sie auf unsere Politik und andere schimpfen bzw. falsche Behauptungen Posten, sollten Sie die leicht zugänglichen Fakten lesen.

In der verlinkten Studie wird Deutschland indirekt gelobt. Wir haben nicht nur eine hohe Recyclequote, sondern auch eine sehr hohe Rückflussquote dank thermischer Verwertung (gelber Sack).

Also aus Deutschland geht kaum etwas ins Meer und die Politik hat schon lange reagiert.

re von Ritchi

Es ging um die Kunststoffproduktion in Deutschland.Offensichtlich ist die im Wachstum begriffen,wie in den Wirtschaftsmeldungen,beispielsweise über Covestro,im KSTA zum Ausdruck kommt.
Es fühlt sich ja sehr euphemistisch oder lobbyistisch an,"wenn aus Deutschland kaum etwas ins Meer geht und die Politik schon lange reagiert hat".

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