Kommentare

Was für ein großes Herz

dieser Alibaba-Konzern doch hat. Er denkt an die alleinstehenden Chinesen und labt sie mit satten Rabatten und Diskontpreisen.
Mittlerweile ist das nur noch ein Tag, an dem halt die vier Einsen stehen und dann feiert der Shopppingwahn fröhliche Urständ.
Das Motto heißt billig verkaufen aber dafür in riesigen Mengen
Für uns der Beginn der närrischen Zeit, für Alibaba ein Feiertag dank reichlich sprudelnder Profite.

Abscheu

Dieser Beitrag weckt (in mir) Abscheu.
Die passende Personifizierung dieser stupiden Konsumgier ist die Protagonistin, die als Live-Stream-Girl arbeitet ...

Was für eine Parodie auf das Leben.

kein rekord

Dieses jahr ist ein bischen anders als die letzten jahre. Die meisten verkaeufer haben anfang letzter woche damit begonnen preise hochzuschrauben und verkaufen jetzt ihre produkte zu einem preis der entweder gleich oder hoeher ist als der normalpreis. Zb einen satz lithium batterien fuer ebikes hat vor einem monat knapp 800yuan gekostet. Dann ist er langsam auf 1600 geklettert und heute wird das gleiche produkt fuer 900 verkauft. Die chinesen sind hoffentlich nicht so Dumm wie die haendler denken.

Die rabatte die es trotzdem gibt sind fade, Exorbitant teure luxusprodukte sind ein wenig billiger aber insgesamt bin ich sehr enttaeuscht ueber diesen 11.11.

Von daher glaub ich nicht das dieses jahr irgendwelche rekorde gebrochen werden...

@Abscheu 13:10 von Lutz Jüncke

Zuviel Empathie bzw. Antipathie für dieses Phänomen.
Mr.Spock würde sagen:Unlogisch.

Logisch dagegen, dass es diese 'Auswüchse' geben muss:
Wer in einer (Konsum-)Parodie des Lebens lebt,
kann sich logischerweise am Ende nur als Ware wahrnehmen..
Und schon hab ich wieder Charly M. aus dem Schlummer gerissen ;-)

@ Alice M.

""Die chinesen sind hoffentlich nicht so Dumm wie die haendler denken.""

Warum sollten die chinesischen Kunden klüger sein als die deutschen? Ein Bekannter von mir arbeitet im Einzelhandel und so wie von ihnen beschrieben läuft es seit Jahren mit allen Rabatt Aktionen.

Menschen fühlen sich besser wenn sie einen Rabatt bekommen haben. Und auch Placebos wirken.

@ 13:10 von Lutz Jüncke

Sehr treffend beschrieben.

@ Lutz Jüncke

"die Protagonistin, die als Live-Stream-Girl arbeitet" Am 11. November 2017 um 13:10 von Lutz Jüncke

Wo ist da der Unterschied zu Schauspielern oder sonstigen sogenannten Promis?

*
Hand aufs Herz: Jeder hat schon Mal Sachen gekauft, die er absolut nicht braucht. Ich gestehe: ich das letzte Mal heute.
Oder woher kommt die Redewendung: Der Schrank ist voll, und man trägt immer nur dasselbe.

Umweltfreundlich ist es ganz und gar nicht, aber es schafft Arbeitsplätze - so heißt es zumindest.

Und die Pärchen hauen am Valentinstag das Geld aus dem Fenster.

Weltmarktmacht

wenn man sich noch dazu überlegt dass die Fäden für die Kryptowährungen ebenfalls in China zusammenlaufen und sie mit einem Fingerschnippen von einer Sekunde auf die andere sämtliches Geld darin wertlos machen können, dann sollte man schon die eine oder andere Sorgenfalte auf der Stirn runzeln.

um 13:10 von Lutz Jüncke

Danke für Ihren absolut zutreffenden Kommentar, Gruß.

Dopamin

Der Mensch ist halt hormongesteuert, und das Hormon Dopamin lässt uns Glücksgefühle erleben, wenn wir etwas ergattert haben.

In den Anfängen der Menschheit belohnte es uns, wenn wir auf der Jagd Erfolg hatten. Jetzt sind es entweder "Schnäppchen" (auch scheinbare) oder das neue Smartphone (auch wenn ich schon 5 funktionierende habe).

Die Verkaufsmanager kennen sich damit gut aus und wissen wie man die Leute ohne große Anstrengung zu Konsumsklaven macht.

und wo ist das Problem?

Interessant wie sich einige aufregen. Jetzt aber mal ehrlich, wo genau ist denn das Problem? Zum einen wird ja niemand gezwungen, bei der Aktion mitzumachen oder zu konsumieren und zum anderen wenn man da mitmacht, wird man mit Möglichkeiten zu sehr günstigen Preisen zu kaufen konfrontiert. Wer kauft, was er braucht, alles okay. Wer mehr kauft, der würde es auch hier tun. Insofern sehe ich da keinen Vorwurf.
Und ganz genau genommen kann man es natürlich auch so machen, dass man hierzulande in so manchen Billigshop geht und die gleiche Ware für einen vielfachen des chinesischen Originalpreises erwerben kann. Ohne Aktion, ohne das ganze Tamtam drumherum. Vorteil des Shops hier: man hat das gekaufte Zeug gleich in der Hand während man auf die aus Fernost verschickten Waren mitunter zwei bis zwölf Wochen warten muss je nach gewählter Versandart.

@ 17:07 von Tada

"... Live-Stream-Girl ...
Wo ist da der Unterschied zu Schauspielern oder sonstigen sogenannten Promis?
"

Er ist in der Tat lediglich graduell.

Der Voyeurismus beim Beobachten alltäglicher Banalität eines 'Live-Stream-Girls' verhält sich zu Schauspielkunst ähnlich wie das Lesen von Essensmeldungen auf Facebook zum Lesen eines Werkes von [bitte hier Ihren Wunschliteraten einsetzen; ich nähme Arno Schmidt].

artist22 hat es um 13:53 trefflich zusammengefasst - diese Frau im Bericht nimmt sich mittlerweile bereits selbst als Ware wahr.

Das mag einem Schauspieler ähnlich gehen, aber zumindest ich wäre dann doch lieber ein Unikat als ein Massenkonsumgut ...

Weltmarktmacht 17:53 von tagesard09

"wenn man sich noch dazu überlegt dass die Fäden für die Kryptowährungen ebenfalls in China zusammenlaufen "

Genau, deswegen sind sie ja auch dort verboten.
https://www.merkur.de/leben/geld/nach-chinas-verbot-geht-weiter-bitcoin-...
Daraus: 'Nach Chinas Verbot: Wie geht es weiter mit dem Bitcoin-Handel?'

Im übrigen gibt es natürlich auch Probleme mit Bitcoin
noch (zu grosse Volatilität, undurchsichtige Betreiber)
aber beides ist mathematisch lösbar.
Wenn man denn will.
Die Chinesen wollen eher nicht. = Angst vor Kontrollverlust.
Die Amerikaner wollen auch nicht so recht. = Angst vor dem Gegenteil (zuviel Transparenz)

Also, als kritischer Geist gibt es nur einen logischen Schluss:
Interessante Technologie. Die vieles umwälzen wird.

Die Blockchain in ihrem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf ;-)

Kommunistischer Konsum

China ist meines Wissens ja immer noch ein kommunistisches Land. Hier zeigt sich die kommunistische Konsumkultur. Es wäre interessant zu wissen, wie sich ein solcher Shopping-Tag mit kommunistischer Theorie verträgt. Das ist nicht ironisch gemeint, sondern eine Frage an die Politische Theorie.

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