Ihre Meinung zu: Fusion Siemens-Alstom: Darum fürchtet Europa Chinas Züge

28. September 2017 - 12:07 Uhr

Mit der Bahnfusion von Siemens und Alstom wollen die Konzerne der Konkurrenz aus China Paroli bieten - vor allem dem neuen chinesischen Branchenriesen CRRC. Warum aber fürchtet Europa chinesische Züge? Eine Analyse von Axel Dorloff.

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Kommentare

Welches europäische Land braucht...

...einen Zug, der mit 400 km/h von Dingsda nach Pusemuckl fährt?
Und die USA? Nicht mit Trump.
So wird der flotte Zug wohl vorerst ein chinesisches Prestigeobjekt bleiben, aber mit Sicherheit ein pünktliches.

Ice braucht niemand. Völliger

Ice braucht niemand. Völliger Unsinn in Europa. Fahr doch mal 2h mit 250kmh. Da biste an allem vorbeigedonnert.
Nahverkehr und normale ic. Mehr brauchen wir nicht. Und da siemens bei der db ein ums andee mal versagt hat, keine Züge., kaputte klima, zu heis oder zu kalt. Zug fährt nicht, etc
Wird die db eben wo anders bestellen.
Das ist einzig dasProblem von Siemens. Mir ist das egal.

Die Kapitalisten verkaufen noch die Stricke...

.. an denen sie aufgeknüpft werden.

vor 30 Jahren, als China ein Schwellenland war, oder bestenfalls die verlängerte Werkbank der Welt, und ein riesiger Markt für alle Arten von Technologie haben viele Firmen, und besonders ihre höheren Manager, sehr viel Geld damit verdient, diese Technologien zu verkaufen.

Denn China hat nie zugelassen, dass solch interessantes Wissen nur in Form von Produkten nach China kam. Nein - wer in China verkaufen wollte, musste ein Joint Venture mit einem chinesischen Konzern eingehen.

So sind für kurzfristige Gewinne und Boni viel Produkt- und Prozess-Know How nach China transferiert worden.

Was hat man denn damals gedacht macht China mit diesem Wissen?!

Und nun.. dank Globalisierung und Gewinnoptimierung kaufen sogar deutsche Bahnbetreiber mehr und mehr in China.

Das blöde ist... "hängen" werden an diesem selbstgeknüpften Strick nicht die verantwortlichen Manager. Die haben ihre Schäflein im trockenen.
Sondern die Arbeiter und Ingenieure der Zukunft.

Fahre gerade in einem Chinesischen Zug

Da ich gerade in einem Chinesischen Zug mit 300km/h dahingleite und das Chinesische Zugsystem mit dem der Bundesbahn vergleichen kann, bleibt hier nur eine Antwort:

Alle in Europa bitte aufwachen!!

Das Zugsystem in China, in dem es keine überfüllten Züge gibt, weil jeder Platz einzeln reserviert werden muss, ist dem Deutschen schon jetzt um den Faktor 2 überlegen.

Ich kann mich noch erinnern, als in einer englischsprachigen Chinazeitung im Jahr 2007 das Deutsche Transrapidsystem analysiert wurde, das zu Testzwecken von Pudong nach Shanghai gebaut war:

Das Ergebnis konnte auf einer halben Seite zusammengefasst werden:

Der Transrapid kann bis zu 400 km/h fahren.
Das Magnetfeld benötigt zusätzliche Energie zum Anheben des Zuges. Bei 400 km/h ist wegen dem Luftwiderstand und dem Magnetfeld, der Stromverbrauch des Zuges so hoch, dass er nicht wirtschaftlich betrieben werden kann. Bei 300km/h ist er wirtschaftlich zu betreiben. Dafür reichen aber Schienen....

Das wars, ganz einfach!

Ice braucht niemand

Ach ja? Es scheint Ihnen ausreichend, mit 100km/h zu fahren? Sie haben Zeit.......aber viele andere halt nicht.
Bin häufiger mit ICE gefahren und fand das immer ziemlich gut.

@12:31 von Volksdemokrat

Dafür hat er keinen Verschleiß in Bezug auf Räder/ Radreifen was die Sicherheit, zumindest bei schlechter bzw zu langen Wartungsintervallen beeinträchtigt

Verspätung in der Technologie?

Furcht? Ich würde sagen, Konkurenz belebt das Geschäft. Der bessere gewinnt eben. Und leider ist es ja mit dem "Vorsprung durch Technik" in Deutschland nicht mehr allzu weit her. Man bedenke da nur die Unpünktlichkeit und Zugausfälle auf Grund technischer Probleme bei der Bahn. Ich würde gerne mal mit diesem Chinesischen Zug fahren.

re Volksdemokrat, 12:31

Die von Ihnen geschilderten Ergebnisse sind sehr interessant.
Aber was sieht Europa, wenn es aufwacht?
Reservierte Sitze in pünktlichen Zügen?
300 km/h schnelle Züge gibt es auch hierzulande (mit der Pünktlichkeit hapert es bekanntlich);
und aus guten Gründen keinen Transrapid, die mangelnde Wirtschaftlichkeit hatte die DB damals selbst berechnet und ihn deshalb exportiert.

12.31Volksdemokrat - China, Du hast es besser

Volksdemokrat, welch eine utopische Geschichte, da fahren Sie mit 300km/h , haben Ihren eigen Sitzplatz, keiner stört Sie und kommen pünktlich an. Das ist China 2017.
Ich bin neulich von Holland/Grenze nach Frankfurt-Flughafen gefahren, knapp 400 KM, Intercity, knapp 6,5 Stunden Fahrtzeit dazu noch eine halbe Stunde Verspätung, Zug ist brechend voll, Menschen und Gepäck stehen in den Gängen, die Abfertigung an allen Bahnhöfen dauert länger, stinkende Luft wegen Überfüllung, und ich verpasse meinen Flug. Das ist Deutschland 2017. Aber in den Niederlanden, wo ich wohne, ist es noch schlimmer. Und keiner sagt was. Ich freue mich über die schwarze Null aber noch mehr über eine bessere Infrastruktur.

Fusion Siemens-Alstom: Darum

Fusion Siemens-Alstom: Darum fürchtet Europa Chinas Züge
Ja, die gelbe Gefahr.. ist zum fürchten. Entweder Marktanteile steigern oder durch Fusion Synegieefekte generieren. Das hat neben Vor-, auch Nachteile. Frage ist aber nur für wen. Da könnte man mal aus heutiger Sicht die damalige Übernahme der Alstom-Energiesparte durch General Electric (GE) bewerten.

350 km/h

Fahre ja sehr gerne Zug,aber bitte so schnell das ich auch von drausen noch was seh.
Aber wenn es so weiter geht,ist in ein paar Jahren von der Natur eh nichts mehr zu sehn.

"Es heißt, dass Xi Jinping

"Es heißt, dass Xi Jinping den größten chinesischen Zughersteller besucht und gefragt hat, ob die Züge nicht eigentlich 350 Kilometer pro Stunde fahren könnten. Wirtschaftlich macht das keinen Sinn, politisch ist es aber gewollt."

"Zeit ist Geld" gilt also nicht in China,nur in Deutschland & Frankreich.

Inlandsflüge sind in Deutschland (München - Nürnberg) unbedingt wirtschaftlich notwendig - oder international in der EU: Luxemburg - Saarbrücken.
Politisch gewollt sind die ganz bestimmt nicht!

Nicht vergessen:
In China sind solche Flüge natürlich rein politisch motiviert! So wie Hochgeschwindigkeitszüge!
LOL.

Darum hat vor denen sich "Europa" fürchtet

www.hochgeschwindigkeitszuege.com/china/china.php

Lenin hatte Recht:
"Die Kapitalisten werden uns noch den Strick verkaufen, mit dem wir sie aufknüpfen.

Im übrigen fürchtet sich nicht Europa, sondern bestenfalls die Bahntechnikhersteller, die selbst Schuld an der Misere sind und deren Angestellte, die einmal wieder für das Missmanagement und die Gier ihre Vorstände werden bluten müssen.

12:19 von Einerer

Mit dem Bummelzug von München nach Berlin - na denn, viel Spaß!
Aber klar, wer nur im Nahbereich unterwegs ist, braucht natürlich keinen ICE. Für Fernreisende ab 400km ist der ICE aber unverzichtbar. Geschwindigkeiten von 400km/h wären wünschenswert und würden so manche Flüge überflüssig machen.

Züge sind die Zukunft

Züge sind wirtschaftlicher, ökonomischer, umweltfreundlicher und schneller als Flüge innerhalb Europas. Es wird Zeit aufzuwachen und eine ernsthafte Konkurenz zu den "Billigfliegern" aufzubauen.

Energiebetrachtung Transrapid

Mal davon abgesehen, dass der Transrapid an China verschenkt wurde weil er in Europa keine Zukunft hat ist es, wenn auch eine geniale, eine aberwitzig teure Idee, denn Antrieb für das Fahrzeug in die Schiene zu legen und somit über den gesamten Fahrweg verteilen zu müssen.

Nun kommt Ihre Energiebetrachtung hinzu, die wenn stimmt, mit einer einfachen Überschlagsrechnung das Projekt hätte verhindern müssen, ehe mit viel Steuergeldern die Entwicklung, der Test und die erfolglose Vermarktung begonnen wurde.

Ich erinnere mich noch vor Jahren

Als Siemens Technologie und Blaupausen u.a. für den ICE3 nach China verkauft hat. Damals berichtete auch die Tagesschau.
Ich habe das schon damals kritisiert.
Ich habe Recht behalten.

Nur mal für alle ahnungslosen

Nur mal für alle ahnungslosen zur Info: Die derzeitigen Probleme hat Siemens selber verursacht! Siemens hat im Jahr 2007 im Rahmen eines Joint-Ventures (damals noch mit CHR-Chinese Highspeed Rail) alle nötigen Bauzeichnungen, Schaltpläne etc. zum Bau eines ICE´s gerne an China geliefert, noch 3 in Krefeld produzierte Züge zur Schulung der chinesischen Bahn. Warum? Um die Geldgeilheit der Aktionäre zu stillen und damit damals Herr Löscher noch seine schöne Provision bekommt. Herr Kaeser hat 2014 aus den gleichen Gründen ähnliches gemacht: Joint-Venture mit Russland für Nahverkehrszüge (Plattform: Siemens "Desiro") (er ist dann nach den Sanktionen auch sofort bei Putin angetanzt, um seine volle Unterstützung zuzusichern). Ich bringe "Marktmitbegleitern" bei, wie man ein Produkt baut und beschwere mich nachher über Konkurenz? Solche Leute gehören gefeuert, die nicht weitsichtig denken sondern nur nach dem Motto: Hinter mir die Sinnflut, mein Geld habe ich ja im Sack!

@ 12:19 von Einerer

Wenn Sie genug Zeit haben und nicht in 2 Stunden zu Ihrem Arbeitsplatz oder einem Termin müssen: Fahren Sie Straßenbahn, dann können Sie auch die Landschaft bewundern! ;-)

@ 13:34 von Neuländer

Globalisierung verteufeln? Es geht hier nicht um die Schaffung neuer Absatzmärkte, sondern um den Ausverkauf unserer Technologie, in der wir mal weltführend waren. Z.B. schon mal was von Kuka gehört? Die Vorstandsvorsitzenden unserer führenden deutschen Wirtschaftsunternehmen verschachern unser Know-How an ausländische Unternehmen, weil da ja Aktionäre dahinter stehen. Von chinesischen Unternehmen lernen? Vielleicht wie man auf Kosten seiner Mitarbeiter noch effizienter produzieren kann, und forschen kostet Geld (war da mal beruflich)....... Warum forschen, wenn man nur genug Geld auf den Tisch legt und einen Partner hat, für den nur der kurzfristige Gewinn zählt und alles bekommt! Und ähnlich wird es mit Siemens und Alstom sein. Arbeitsplätze für 4 Jahre gesichert? Und dann? Solche Kooperationen gab es schon vorher (s. ICE 1). Ohne Erfolg.

@ 12:19 von Einerer "Ice

@ 12:19 von Einerer

"Ice braucht niemand. Völliger Unsinn in Europa. Fahr doch mal 2h mit 250kmh. Da biste an allem vorbeigedonnert."

Je schneller, zuverlässiger und preiswerter die Züge, desto länger die Strecken, auf denen sie umweltverschmutzende Flugzeuge sinnvoll ersetzen können.
4,5 Stunden von Beijing nach Shanghai.. rechnet man die Zeit zum Flughafen dazu, ist dort der Zug sogar auf einer Strecke von 1400km dem Flugzeug noch überlegen.

12:43 von crastro

"Bin häufiger mit ICE gefahren und fand das immer ziemlich gut."

Nur dass der in D dank des schlechten Schienennetzes schon für die 600km Ruhrgebiet - München schon deutlich länger braucht als die Bullet-Trains in China für eine mehr als doppelt so lange Strecke.

@ 12:45 von SGB

"Dafür hat er keinen Verschleiß in Bezug auf Räder/ Radreifen was die Sicherheit, zumindest bei schlechter bzw zu langen Wartungsintervallen beeinträchtigt"

Prima... dann kann man bei der Wartung ja noch mehr sparen...

Selber Schuld

Siemens ist zum Teil selber Schuld an der Miesere. So gab es ja mal einen Deal mit China der nur Zustande gekommen ist, weil das chinesische Unternehmen in die Technik des ICEs schauen durfte. Die bekammen dafür eine Art von ICE.

Wenn man seinen eigenen Vorsprung zu nichte macht muss man sich nicht wundern.

Die Fusion ist also nötig,

Die Fusion ist also nötig, weil:

1. Europäische Züge in China nicht konkurrenzfähig sind.

2. Chinas Züge für den europäischen Markt kaum geeignet sind.

Könnte man da nicht auf die simple Idee kommen: Ist ja alles toll, jeder bleibt auf seiner "Seite".....

Was war noch der Grund für den Zusammenschluss?

Soso. Man braucht den

Soso.
Man braucht den ice?
Das ist völliger unsinn.
Ein ganz normaler ic wäre auf neuen strecken genau so schnell.
Die fahrt von ffm nach Nürnberg dauert heute mit ice noch so lang, wie vor 25 jahren mit einem ic.
Und nennen sie mir strecken, auf denen es sich lohnt, vollgas zu geben, ohne sofort wieder bremsen zu müssen.
Ein direktzug München Hamburg ist nicht durchsetzbar.

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