Kommentare

Wieder Orakel-Journalismus?

"Dieses Chaos ist auf unser eigenes Handeln zurückzuführen", teilte Ryanair-Chef Michael O'Leary mit und bat die Kunden um Entschuldigung. Zugleich wies er darauf hin, dass "weniger als zwei Prozent aller Kunden" von Flugstreichungen in den nächsten sechs Wochen betroffen seien.
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Schön das der Journalismus, der Ryanair von Beginn an als Totgeburt sah, Herrn O'Leary durch den ARD Experten Michael Immel mit seinem lt Berichtstext "zugetragenen Erkenntnissen" Nachhilfeunterricht in Betriebsführung geben konnte.

och, diese gedanken gegten normale menschen schon länger

jetzt nach aktenlektüre kommt auch ein neuer ARD experte auch zu den gedanken? glückwunsch an die ARD, solche experten zu beschäftigen

Die Argumentation überzeugt mich nicht.

Aber wir werden ja nach den Wahlen sehen, wie schnell das Kartenhaus Air Berlin vom Markt verschwindet.

Klar steckt da viel mehr dahinter

Die sind etwas angepisst wegen des 50 Millionen Zuschusses an Air Berlin. Die unrentabelsten Flüge des Tages werden dann eben gestrichen. Ryanair fliegt jetzt nur wenn die auch Geld damit verdienen. Haben nur 20 die Strecke gebucht fällt der Flug eben aus. Im nächsten Flieger sind dann schon mal 20 mehr.

Naja

Die benutzen jetzt gerade auf Kosten der Passagiere ihre eigenen Piloten wie Zeitarbeiter.

Langfristig fährt man die Verluste, die man jetzt durch Ausfälle erleidet ja wieder ein.

Wenn man nämlich den Zuschlag für die durch die AirBerlin-Pleite freigewordenen Strecken kriegt.

Wer die Ausfallflüge dann bedienen kann, der kriegt diesen Zuschlag. Und die Piloten von RyanAir sitzen auf Abruf bereit. Eben wie Zeitarbeiter.

Ja - die Kunden haben gerade Pech. Aber mal ehrlich: wer Kunde bei RyanAir ist, der hat sowieso nicht allzu hohe Ansprüche.

@um 18:56 von tisiphone

Wie nun schon des öfteren von mir geschrieben: Es gibt Regelungen, Gesetze die für Reisen und Flug gelten. Sollte jemand der Meinung sein, das Ryanair nicht nach diesem handelt oder unfair oder sonstwas, dann kann er einfach dagegen angehen, alles andere wäre an sich, so lange es gesetzlich auch nicht daneben ist, in Ordnung. Irgendwo ist das normal wenn man einen Billigflieger nimmt, das man nicht den Service der Business Klasse bekommt oder eben einer renomierten Fluggesellschaft, da muss man schon mehr hinblättern für.

Offensichtlich wissen diese

Offensichtlich wissen diese Zocker mehr als wir, die Bürger. Wir werden aber auch bald über die wahren Gegebenheiten informiert, nach den Wahlen, wenn dann den Helfershelfern nichts mehr passieren kann.

och, diese gedanken hegten normale menschen schon länger

jetzt nach aktenlektüre kommt ein neuer ARD experte auch zu den gedanken? glückwunsch an die ARD, solche experten zu beschäftigen

Eben

"Wenn man ein bisschen Geld in die Hand nähme ..."
Ja, gute Idee. Wenn unsere Bundesregierung endlich mal ein bischen Geld in die Hände nähme, könnten die Probleme der Minirentner, der armen Kinder, dem Bildungssystem, dem unterbezahlten Pflege - und Erziehungspersonal, den Polizisten und Flüchtlingen und vielen anderen Randgruppen schnell geholfen werden. Warum arbeitet dieser Mann nicht für unsere Regierung?

@Hackonya2

Ja natürlich gibt es Regelungen.
Und die Leute, deren Flüge RyanAir hat ausfallen lassen, können eine Entschädigung beantragen.

Aber das hat nichts damit zu tun, dass RyanAir all diese Kosten eben aufrechnet und weiss: es lohnt sich.

RyanAir nutzt im Endeffekt Regeln aus.
Und natürlich ist es verwerflich das zu tun. Offenbar ist es legal.

Aber natürlich kann man sagen: ist es legal, braucht man sich nicht aufregen.

Aber dann ändert sich nie etwas. Finde ich.

Und solchen Geschäftsgebaren, die nicht nur die Passagiere sondern auch die Piloten zur Verhandlungsmasse machen, sollte man dann doch mal Zügel anlegen.

Immer wenn ich lese "mehr Geld für die Piloten" -

- dann könnte die "Vereinigung Cockpit" das gesagt haben. Diese Vereinigung besteht mehrheitlich aus Piloten des Lufthansa-Konzerns, die ihre weitaus höhere Bezahlung als sie mittlerweile am Markt üblich ist, wahren wollen. Das ist ihr Recht, sollte aber bedacht werden.

Ryanair ist eine tadellose Luftlinie, die mehr Passagiere als die Lufthansa befördert und noch nie einen Totalverlust hatte, ganz im Gegensatz zur Konkurrenz auf dem hohen Ross.

Wenn Ryanair Probleme hat, sollte man der Gesellschaft ein paar Tage geben, sie zu lösen. Grundsatzanschuldigungen sind in diesem Falle fehl am Platze.

@20:34 von pankratius

>>
Ryanair ist eine tadellose Luftlinie [...]
<<

Hallo pankratius,

nein, Ryanair ist ganz sicher KEINE tadellose Luftlinie.

Es gibt beispielsweise nicht erst seit gestern massive und, wie ich finde, sehr gut begründete Kritik an den Beschäftigungsmodellen, die Ryanair verfolgt. In der Regel sind die Piloten nicht bei Ryanair angestellt, sondern müssen sich selbständig machen, wobei führende Arbeitsrechtler diese Selbständigkeit durch das de facto einseitig bestehende Abhängigkeitsverhältnis als Scheinselbständigkeit einordnen. Ryanair drückt mit solchen Konstrukten nicht nur massiv die Gehälter, sondern vermeidet so auch das Zahlen von Sozialabgaben - zu unser aller Nachteil.

@pankratius - Nicht aus heiterem Himmel

Wenn Ryanair Probleme hat, sollte man der Gesellschaft ein paar Tage geben, sie zu lösen. Grundsatzanschuldigungen sind in diesem Falle fehl am Platze.

Das wäre dann so, wenn es zu unerwarteten Ereignissen kommt. Hier ist die Situation aber wohl eher so wie einst am Mainzer Bahnhof, wo man ständig Mitarbeiter aus dem Urlaub holte und sie Überstunden machen liess, bis an irgendeinem Punkt nichts mehr ging.
Und im öffentlichen Nahverkehr gibt es kaum Verständnis bei den Kunden wenn auch nur an einzelnen Tagen gestreikt wird.

Von Vereinigung Cockpit war hier auch nie die Rede. Es gibt nunmal Berufe die besser bezahlt sind als andere - diese haben genauso einen Anspruch auf angemessene Bezahlung ohne dass ihnen gleich eine Welle des Neids entgegenschlägt.

Ist in einer Firma die Fluktuation sehr hoch spricht das schon für sich - jeder wechselt sobald er kann, aus welchem Grund sollten sie das tun außer zu geringe Bezahlung für die erbrachte Leistung ?

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