Interview zur US-Politik: "Für Trump könnte die Luft dünn werden"

18. August 2017 - 03:39 Uhr

Die Aussagen des US-Präsidenten lassen die schlimmsten Befürchtungen seiner Gegner wahr werden, sagt USA-Expertin Cathryn Clüver. Im Interview mit tagesschau.de spricht sie über die gesellschaftliche Spaltung im Land und den Richtungsstreit der Republikaner.

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Kommentare

Könnte

Wenn ich das Wort "könnte" lese, könnte ich mich übergeben. Trump und nichts als Trump hier zu lesen. Das ist kein Präsident, das ist eine Gefahr für die Menschheit, nichts anderes.
Die Sprüche zu den Neonazis, dann sein Kommentar zu Barcelona, so jemand ist nicht als Präsident tragbar. Würden nicht noch andere ein Auge auf ihn werfen und ihn bremsen hätte er schon Nordkorea angegriffen, ohne über die Tragweite nachzudenken. Wie lange mutet man uns den Typen noch als Präsident zu ist hier die Frage. So jemand "könnte" die Region in Asien ins Chaos stürzen, dann wäre es mit Amerika first vorbei. Ich frage mich wie viel Trump hält Amerika noch aus bis es selbst ins totale Chaos stürzen wird? Könnte die EU hier nicht mal eine klare Kante zeigen und sagen es reicht, mit dem Typen als Präsident gibt es null Unterstützung in jeder Hinsicht?

Dieser Bericht ist eine

Dieser Bericht ist eine blamabele Demontage von Obama. Schön, dass das jemand tut, der mit den Verhältnissen in den USA scheinbar vertraut ist.

Eindeutig

Wer nicht einmal in der Lage ist, eine Aussage wie »Jews will not replace us« als das zu bezeichnen, was es ist, nämlich rassistisches, antisemitisches Neonazitum, und stattdessen versucht, es zu relativieren, macht sich eindeutig mit diesem rechtsextremen Gedenkengut gemein.

Mr President, no to put too fine a point on it, you are not only an ignorant, mysogynic, arrogant, unfit, thin-skinned, presumptuous, inconsiderate racist - you are a nazi and an insult to all the Americans and brave people from all over the world who fought fascistic terrorism in World War II, who gave their lives for freedom and democracy, or died in concentration camps under an inhumane regime!

Und jeder, der immer noch der Meinung ist, der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika würde "alles richtig machen" oder ebenfalls versucht, mit einem "ja, aber..." zu relativieren, darf sich nicht wundern, wenn er ebenso in die rechte Ecke gestellt wird.

Überflüssiges Interview

Kann man vielleicht mal über was anderes berichten? Langsam wird es nämlich WIRKLICH langweilig. Davon abgesehen: Mir ist immer noch nicht klar, was Trump nun eigentlich Schlimmes gesagt hat. Anstatt seine Kriegshetzerei gegen Nordkorea zu verurteilen, die Umweltzerstörung, die Bildungspolitik, die Gesundheitspolitik, hängen sich die Leute an dieser Petitesse auf. Daran sieht man wieder, man darf in diesen ach so freien westlichen Gesellschaften nicht ungestraft anderer Meinung sein als das Establishment.

Bogen nicht überspannen

Na ein gutes hat Trump evtl.: Wir EU-Bürger sind vor allzu waghalsigen Experimenten bei den Wahlen gewarnt. Ob das auf Dauer z.B. eine Le Pen verhindern kann, die recht prasidial aufzutreten vermag?

Und vielleicht ist das Establishment, das zur Zeit unsere Regierungen stellt, gewarnt, den Bogen nicht zu überspannen: die soziale Ungerechtigkeit + Ausbeurung, den Krieg, die Umweltzerstörung.

"Die Demokraten haben über

"Die Demokraten haben über viele Jahre zu sehr auf ihre Programme gesetzt - und zu wenig auf Persönlichkeit, die ihre Ideen glaubwürdig vermitteln können."
Auf was für Programme? Tatsache ist, dass die Demokraten ebenso eine Wallstreet-Partei sind, wie die Republikaner, dass sie in den letzten Jahrzehnten Identiätspolitik betrieben und ihre frühere Klientel im Regen haben stehen lassen. Otto Normalverbraucher findet LGBT... nicht das Wichtigste im Leben, sondern kämpft mit einem Rückgang der Qualität der Arbeitsplätze, unbezahlbaren Krankenkassen und Universitäten usw. Für all das hatten die Demokraten - auch Obama - zu lange kein Gehör und haben daher einen beträchtlichen Teil ihrer Stammwählerschaft an Rechts, und dort am billigsten Jakob, dem heutigen Präsidenten verloren. Zugegeben, auch ihre Kandidatin war die schlechtestmögliche. Gerade Clinton ist sagenhaft unbeliebt. Jede (r) andere hätte trotz aller inhaltlichen Fehler die Wahl vermutlich gewonnen.

Für Trump könnte die Luft

Für Trump könnte die Luft nicht nur dünn werden, sie ist es längst: auch zunehmend mehr einflussreiche Republikaner nehmen wahr, dass Trump die Gesellschaft weiter spaltet, über sein Umfeld zu verbandelt ist mit rechtsextremen Organisationen und politisch eine Katastrophe ist: die Post-Trump-Ära ist längst eingeläutet.

Wenigstens wird festgestellt,

Wenigstens wird festgestellt, daß das politische Establishment kaum noch Rückhalt in der Bevölkerung hat. Die "Somewheres"
wehren sich mittlerweise weltweit gegen die "Anywheres", die diktatgleich den Gesellschaften ihre Lebensweise aufoktroieren. Die Spaltung zwischen urbanen,
kapitalistischen Intellektuellen und den einheimischen Bevölkerungen wird immer größer. Sollte man als Intellektueller nicht mehr nachdenken und auf das Volk zugehen?
Das neoliberale Wirtschaftsmodell gehört in den Orkus.

Ein Land in der Spaltung

Laut CNN ist die Zustimmung für Trump von 44 auf 38% gefallen.
Laut Gallup ist sie von 34 auf 36% gestiegen und bei Rasmussen liegt Trump bei 42%. Da kann sich dann jeder seinen Reim drauf machen. Immerhin halten nach den Umfragen 97% der republikanischen Wähler zum Präsidenten und 9% der demokratischen Wähler.Obama hatte im Nov.2013 auch nur eine Zustimmung von 43%.(Auszug aus Focus online gestern)
(www.focus.de/politik/experten/jaeger/usa-trotz-aller-kritik-warum-trump…)
Das Land ist gespalten und auch Obama war nicht der Präsident aller Amerikaner.Diese Spaltung schreitet fort und wird noch einen hohen Preis kosten. Das Schleifen von amerikanischer Geschichte wie in Charlotteville und Baltimore treibt das noch weiter voran. Das Problem bei der Schleifung, die Demokraten machen es einfach,es gibt keine gesellsch. Diskussion darüber. Die "Guten" schaffen Fakten und wundern sich dann,wenn die Rechten auf die Barrikaden gehen.

Die Gesellschaft der USA war schon vor der Wahl gespalten.

Wenn dem nicht so gewesen wäre, hätte es keinen Präsidenten Trump gegeben.
Was jetzt stattfindet ist der Versuch der Beibehaltung angestammter Regeln für die privilegierte Gesellschaft.
Auf kurz oder lang egal wer da an der sogenannten Macht ist, wäre das so oder so gekommen.
Eine neutrale Äußerung kann keine Gesellschaft spalten, das können nur Medien die diese in Szene setzen.

Trump ist nicht Ursache, sondern Wirkung.

Populisten werden nur von unzufriedenen Bürgern gewählt. Weder die Enttäuschung von der Politik, noch die Spaltung der Gesellschaft sind Trump anzulasten. Er profitierte lediglich davon.

Wenn es die Regierung nicht schafft, die Gesellschaft zu einen, wird es immer wieder solche Politiker geben.

Das ist doch alles viel komplexer..,

als man tut.
Ja - Trump bietet sich an - als Symbol für den Rassenhass und überhaupt alles Übel.

Wie kompliziert die Lage in den USA ist, konnte man sehen: ausgerechnet unter dem ersten afroamerikanischen Präsidenten kam es zu vermehrten Protesten gegen Polizei-Gewalt gegen Afroamerikaner.

Auch das Thema "Umgang mit der eigenen Geschichte" zeigt gerade ein fundamentales Problem in den USA.
Der Unabhängigkeitskrieg - die Befreiung der Sklaven wird als das Ziel verkauft - war aber nur ein Mittel zum Zweck. So konnte der Norden seine Reihen auffüllen.

Die Amerikaner mögen es eben: total Gut gegen total Böse.

Die Welt ist nicht so einfach.
Amerika ist nicht so einfach.
Man versucht es sich einfach zu machen.
Und wer auf komplexe Probleme einfache Lösungen sucht - der scheitert.

Einfaches Beispiel:
Man will jetzt die Statuen der Konföderierten abreissen.

Und versammelt sich vor der Statue von Jefferson - der selbst Sklavenhalter war.

Ist halt alles nicht so einfach.

Eigentlich nichts neues.

Eigentlich nichts neues. Diejenigen die vor der Wahl gegen Trump waren stänkern immer noch. Wahlergebnisse die nicht zusagen sollen "korrigiert" werden.

Cathryn Clüver

ist Demokratin und hat jahrelang als Journalistin bei CNN gearbeitet.
Schade das dies im Artikel nicht erwähnt wird. Es hilft die Person und das gesamte Interview einzuordnen.
Wer sich mit ihrem Institut näher auseinander setzt, die Liste Ihrer Unterstützter und der veröffentlichen Bücher liest bekommt auch ein besseres Bild über ihren politischen Kurs und ihr Verhältnis zu Russland und der NATO.

Für mich kein Zweifel, diese Frau hat Clinton gewählt.

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