Kommentare - Insolvenz: Air-Berlin-Chef will die meisten Jobs sichern

16. August 2017 - 15:01 Uhr

Der Chef der insolventen Air Berlin, Winkelmann, glaubt, den "Großteil der Jobs" sichern zu können. Widerstand kommt vom Konkurrenten Ryanair. Die irische Airline legte gegen die deutschen Staatshilfen Kartellbeschwerde ein. Die EU-Kommission beschäftigt sich damit.

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Kommentare

Läuft wie immer ab

Das was Geld bringt,an Mobilien und Werten wird meistbietend verkloppt.
Der Rest wird der wird unter PAL verbucht - Problem Anderer Leute.
Für die Beschäftigten wird es nicht so gut aussehen, die werden unter neuer Leitung weiterarbeiten.
Ich denke aber zu schlechteren Konditionen, also weniger Lohn für gleiche Arbeit.

re stöberkarl

"wer mit den Billigfliegern in die Luft geht,

sollte sich des Risikos bewusst sein.
Sparen kann die Gesellschaft bei der Wartung, oder bei den Piloten.
Wenn ein Ryanair Pilot krank wird, gibt es für ihn als Scheinselbstständigen keine Lohnfortzahlung, also fliegt er, solange er die Augen offen halten kann."

Keine Unfallstatistik bescheinigt diesen Airlines ein größeres Risiko als anderen. Insofern ist Ihr Beitrag als unsachliche Stimmungsmache zu werten.

PS. In der Luftfahrtbranche heißt das Low Cost Carrier (LCC). Billigflieger gibt's nur in Deutschland.

Es ist wohl eher so

Dass der Steuerzahler die Jobs sichert.

Zitat aus dem Simpsons....

...."Heisst das, unsere Jobs sind in Gefahr?" - "Nein, eure Jobs sind sicher! Die werden jetzt nur von anderen Menschen in anderen Ländern erledigt"....

Management fliegt AB gegen die Wand

Bevor Sie lange nach einen Sündebock suchen, sage ich Ihnen die wahren Täter.

Es lag nicht an einer fehlenden Identität, totaler unsinn. Die Unternehmens-Vision ist den Managern um die Ohren geflogen. Da AB überwiegend von unfähigen Beratern und Managern falsch geleitet wird, haben die den Überblick und die Kontrolle verloren. Beispiel: kein funktionierendes und effizientes "Operations- und Beschwerdemanagement". Totales Kunden fiasko! Ein verantwortungsloses, unfähiges Management hat den Flieger einfach an die Wand geflogen. Alle Manager sollten mit Ihrem privaten Vermögen damit haften und nie wieder im Leben eine Führungsposition bekleiden dürfen. Mein bedauern gilt den leittragenden Mitarbeitern. Unfassbar, nun folgt nur noch Schadensbegrenzung, wohl auch mit Unterstützung der Politik und ggf. weiteren Steuergeldern.

re wupeifu

"Es ist wohl eher so

Dass der Steuerzahler die Jobs sichert."

Der Steuerzahler sichert die Jobs für einige Wochen. Alles Weitere geht ohne Steuerzahler.

Air-Berlin hat Milliarden-Schulden.

Jetzt haben sie eine Überbrückungskredit in Form von Bürgschaften die das Land übernimmt und auf den Steuerzahler abwälzt. So einfach ist das. Da handelt es sich um 150 Millionen. Air -Berlin will damit überbrücken und aus eigener Kraft sanieren.
Bei mehreren Milliarden Schulden helfen die
150 Millionen nicht wirklich und so ist es eine kleine Zeitfrage wann der Zusammenbruch da ist und das Geld ist , wie bei vielen vorherigen Unternehmen , unwiederbringlich verloren !
Und dann fragt man sich , warum haben die mit der Sanierung nicht schon vorher angefangen ????? Es gleicht sich immer wieder sehr was so passiert. Aber keiner darf daran erinnern.

Arbeitsplatzverluste

Ich befürchte leider, das viele ihren Arbeitsplatz verlieren, weil sie nicht mehr benötigt werden. Und der verbleibende Rest wir zu schlechteren Konditionen, zunächst, weiter beschäftigt.

Die urlauber dürfen nicht

Die urlauber dürfen nicht stranden?
So ein Unsinn.
Dann hötte man einen fond gründen können, aus dem die urlauber neue Tickets bezahlt bekommen, wenn sie denb gestrandet sind.
8000 jobs sind doch Peanuts. Nicht der Rede wert. So viel verschieben die dax Firmen täglich von hier nach da.

Ein Witz das sich die Politik

Ein Witz das sich die Politik mal wieder in die Wirtschaft einmischt.

Die Politik hat nur die "Spielregeln" festzulegen - nicht mehr aber auch nicht weniger.

Hoffentlich funktioniert hier endlich mal die EU und verpasst unserer Regierung einen Schuss vor den Bug. Der Glaube daran fehlt mir aber.

Marktwirtschaft?

CDU die Partei der Marktwirtschaft? Da war doch mal was? SPD aufgepasst - wer sich mit Billigfliegern ins Bett legt muß wissen worauf er sich einläßt. Diesel stilllegen, bin dafür. Aber Schnäppchenjäger auf dem Weg in den Urlaub mit Billigfliegern - siehe oben! Wächter der Arbeitsplätze? Ich lach mich tot. Nach der Wahl interessiert sich keine Partei-Sau mehr für euch. Und wer zahlt die Zeche? Der Steuerzahler.

Sehr gut überlegt?

Die Bundesregierung habe sich die Entscheidung "sehr gut überlegt", einer insolventen Firma noch einen zusätzlichen Kredit zu geben.
Welche Überlegungem das im Detail waren, kann ich mir sehr gut vorstellen.
Alles wieder nach dem Motto: "Wir (die Steuerzahler) schaffen das". Hauptsache die Bundesregierung kann sich mal wieder als "Retter in der Not" präsentieren.
Das hat mit verantwortungsvollen Handeln nichts gemeinsam.

Am 16. August 2017 um 15:53 von karwandler

Stimme Ihnen zu und gebe wieder einmal zu bedenken, das Ryanair bisher nur ein Flugzeug bei einer Notlandung nach Vogelschlag verloren hat... und niemand wurde dabei getötet oder ernsthaft verletzt. Dabei ist Ryanair eine der größten Fluggesellschaften von Europa....

Es gibt "klassische Fluggesellschaften", deren Bilanz schlechter aussieht.

Legitimes Wahlkampfmanöver?

Zum anderen Artikel "Kredit für Air Berlin -- Ein legitimes Wahlkampfmanöver".

Nein, das ist kein legitimes Wahlkampfmanöver.
Hier wird das Geld der Steuerzahler in ein Fass ohne Boden geschüttet, nur aus parteitaktischen Gründen.

Es ist nicht "der Staat", der hier einen (voraussehbar verlorenen) Kredit an ein insolventes Unternehmen vergibt. Das ist UNSER Geld, das hier für den Wahlkampf verschwendet wird!

Air-Berlin hat Milliarden-Schulden.

Und wer zahlt den Millardenkredit zurück ? Habe ich das richtig gelesen, dass die Lufthansa und andere Fluggesellschaften sich die Rosinen rauspicken wollen und die Schulden wieder mal der Steuerzahler bezahlen soll ??? Und was ist mit den anderen Gläubigern ? Gehen die auch weitgehend leer aus, wenn Lufthansa und andere sich bedient haben. Es kann doch nicht sein, daß der Käufer nicht auch die Schulden mit erwirbt; schließlich bekommt er doch auch zum Beispiel die Flugzeuge und andere Werte zum Schnaeppchenpreis.

Und das leidige Thema:Angestellte.

Da bereits seit Jahren bekannt ist, daß AIR BERLIN fast pleite ist, haben sich die guten und voraussehenden Angestellten längst einen neuen Job gesucht.

Chef will retten?

Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann ist zuversichtlich, einen Großteil der 7200 Arbeitsplätze bei der insolventen Fluggesellschaft in Deutschland retten zu können.
Herr Winkelmann, was soll das denn. Sie haben die Firma "in den Sand gesetzt" ! Wäre es nicht besser gewesen, Sie hätten die Firma nicht in die Insolvenz getrieben?
Derartige "Rettungsversuche" sollen doch nur vom eigentlichen Fehlverhalten ablenken.

re kritiker201412

"Und wer zahlt den Millardenkredit zurück ? Habe ich das richtig gelesen, dass die Lufthansa und andere Fluggesellschaften sich die Rosinen rauspicken wollen und die Schulden wieder mal der Steuerzahler bezahlen soll ???"

Erstens gibt es keinen Milliardenkredit, und zweitens können Sie gar nicht gelesen haben, dass jemand die Schulden bezahlen soll. Bei einer Insolvenz zahlt niemand die Schulden des Insolventen.

Insolvenz:Air Berlin-Chef will die meisten Jobs retten

Das klingt gut.Aber was wird es auch bedeuten ? Für das Personal wird es Nullrunden geben.Obwohl schon bisher für nur etwa 50 Prozent der Beschäftigten ein Tarifvertrag gilt.Das Boden-und Servicepersonal hat keinen.
Und später dann mit weniger Unterstützungsanspruch in die Arbeitslosigkeit.

um 17:27 von Capri Corn

Das sehe ich genauso wie Sie, guter Kommentar, Gruß.

Hmm

Na hoffentlich wird das keine Insolvenzverschleppung...

Ich finde es nicht gut, dass da 150 Mio. reingepumpt werden, wenn schon bekannt ist, dass Mrd-Schulden vorliegen.
Mit dem Kredit wird das Land nun einer von vielen Gläubigern und wenn es am Ende darum geht, den Laden zu versilbern, dann bekommt eben jeder sicherlich nicht alles sondern nur einen Anteil gemessen am gesamten Schuldenbetrag abzüglich Erlöse. Vorrangig wird da niemand behandelt werden dürfen.

Ich denke, es wird Zeit, darüber nachzudenken, ob Reiserücktrittsversicherungen bzw. Ausfallversicherungen nicht sogar Pflicht werden sollten. Die sollten dann auch bei Unternehmenspleiten zahlen und niemand wäre in einem überraschenden Dilemma, abgesehen von der geplanten und freudig erwarteten Reise als solcher.

Im Artikel wird von Rache der Wähler gesprochen. Die kann aber auch folgen von all denen, die die Angebote von Air Berlin nicht genutzt haben und die nicht verstehen oder einsehen wollen was mit den Steuern geschieht

@Einerer

"8000 jobs sind doch Peanuts. Nicht der Rede wert. So viel verschieben die dax Firmen täglich von hier nach da."

Und wovon träumen Sie nachts??? Die Daxfirmen verschieben also jährlich knapp 3 mio Jobs? Obwohl sie nur ca. 1,5 mio überhaupt beschäftigen...

@wupifei

dem schliesse ich mich vollumfänglich an. ,

@zuckerfrei

"Es ist nicht "der Staat", der hier einen (voraussehbar verlorenen) Kredit an ein insolventes Unternehmen vergibt. Das ist UNSER Geld, das hier für den Wahlkampf verschwendet wird!"

Warum kommentieren Sie einen Artikel den Sie nicht gelesen haben?

Warum ist das Geld verloren? Im Zweifel wird dieser Kredit aus der Konkursmasse vorrangig zurückgezahlt. Das kostet den Steuerzahler nichts. Nur die Investoren und Gläubiger verlieren etwas mehr.

re karwandler

"Keine Unfallstatistik bescheinigt diesen Airlines ein größeres Risiko als anderen. Insofern ist Ihr Beitrag als unsachliche Stimmungsmache zu werten."
.
=> ein erhöhtes Risiko zeigt sich nicht nur in Totalverlusten/Abstürzen.
Ryanair-Maschinen mussten mehrfach mit Notfall-Prio bevorzugt zur Landung gebracht werden, zB weil der Teibstoff nicht mehr für weitere Warteschleifen ausreichte.
.
Im Übrigen finde ich das Geschäftsmodell der LCC schlicht widerlich: schnorren beim Steuerzahler (durch "ersparte" Landegebühren auf überflüssigen Kleinst-Flughäfen) und Auspressen der Belegschaft (durch Umgehung der Sozialgesetzgebung)
.
Ich fliege oft und gerne - mit soliden und anständigen Airlines, niemals mit LCC

War da nicht was mit "Sicherungsschein" ?

Soweit ich mich erinnern kann, müssen alle Fluggesellschafen in einen Topf einzahlen, um im Falle einer Insolvenz die Fluggäste wieder nach Hause zu bekommen. Also sehe ich hier überhaupt keinen Bedarf Steuergelder zu verschwenden ! Das Geld der Bundesregierung kann damit eigentlich nur ein Kredit sein, alles andere wäre tatsächlich Betrug.

Der Konzernchef

Fährt den Laden an die Wand - nun will er Jobs retten welche er selbst vernichtet hat. Nein - er will noch eine Zeit an seinem Millionen Gehalt festhalten

Ob ein Joberhalt mit so einem

Ob ein Joberhalt mit so einem Kredit gedient ist? - (wenns später von der Konkursmasse abgezogen wird).

Ja gut, wenn ich jetzt ein Reisender wäre, der ohne Büro gebucht hat, wäre ich dankbar .

Trotzdem frage ich mich, ob so ein Kredit rechtlich in Ordnung geht. Irgendetwas bleibt in mir skeptisch. Immerhin hat Ryanair bereits Kartellbeschwerde eingereicht.

Wer jetzt meint, das Geld bekämen wir zurück, naja, ich wills dann in 3 Monaten auch sehen! Welcher Gläubiger hat den Vorrang, der Steuerzahler kam doch immer als letztes bislang!

Sicherungsschein gilt nur für Pauschalreisen

@Jetstreamer 19:10: Richtig den gibt es, aber nur für Pauschalreisen. Aber selbst die Reiseveranstalter würden wohl in große Schwierigkeiten geraten alle Urlauber, die mit Air Berlin verreist sind, wie geplant zurückzuholen.
Aber zum Glück ist Wahlkampf, da gibt die Regierung gerne einen Kredit. Da muss der Wähler ruhiggestellt werden. Genauso wie beim Diesel-Skandal...

Aha

Der Kredit soll helfen, die Urlauber, die jetzt mit AB unterwegs sind nach Hause zu bringen ? So weit so gut. Soll das im Umkehrschluss heißen, dass ab jetzt besser niemand mehr mit AB wegfliegt, weil ja in ein paar Wochen die Situation wieder die gleiche ist? Dann wird es aber noch schwerer mit der Rettung.

Ryan-Air...

... reibt sich jetzt die Hände - beginnt damit nun doch dessen Spekulation zu fruchten:
Mit Dumpingpreisen (und -Löhnen) sämtliche Normalpreisige, sprich nachhaltig wirtschaftende, Fluglinien in den Bankrott zu treiben, um schließlich das Monopol zu haben; anschließend kann Ryanair dann die Preise diktieren und diese dann drastisch erhöhen, auf Kosten der Fluggäste, denn dann gibt es keine Konkurrenz mehr... Und die Fluggäste, die heute aus Geiz bei Ryanair buchen, fördern diesen ihren eigenen Selbstmord auch noch, völlig ahnungslos ...

@Einerer um 17:07

Werter Einerer (oder vielleicht auch werte),
der Bund bürgt für 150 Mille und hat sich darauf die Werte der slots gesichert. Wer sollte das Geld für den Fond bereitstellen? Und wenn das Geld nicht wieder zurück kommt? (und wie sollte es?)
Bitte nachdenken.

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