Kommentare

braun-, steinkohle, gas und kernenergie

worin liegt der nutzen, solange die energie konventionell generiert wird? was ist der gewinn, wenn das akkuproblem nicht lösbar ist? was ist der effekt, abgesehen davon, dass millionen menschen ihre existenzgrundlage verlieren werden?

2040 ist nicht gerade ambitioniert

Das ist ein Postulat, das eine Binsenweisheit formuliert. Dabei ist es so weit in die Zukunft, dass es wahrscheinlich ganz anders kommen wird. Aber richtig ist, dem Verbrenner ein Limit zu setzen, die Innovation auch gesetzlich einzufordern. Nur: wer will das in GB entwickeln? Es gibt dort nur noch JLR, und die machen bekanntlich große Dreckschleudern. Also sind sie doch wieder auf die Belieferung von Produkten aus dem Ausland angewiesen - und wenn die großen Konzerne nichts entwickeln wollen, sprechen die sich ab und dumpen mit billigen Stinkern den E-Markt. Dann können viel Startups kommen, sie werden wg fehlender Stückzahlen einfach nicht profitabel (s. Tesla). Ähnliche Beispiele gibt es viele: zB. die OLED-Technologie, die wg Plasma und LCD in der Schublade verschwand. Auch VW hatte in der Ölkriese schon einen E-Golf.

@MK Ultra Slim

"was ist der effekt, abgesehen davon, dass millionen menschen ihre existenzgrundlage verlieren werden?"

DAS hat man auch gesagt als die Kutsche durch das Auto ersetzt wurde...

2040 ist durchaus realistisch. Auch eher. Aber dann muss endlich was passieren in Bezug auf Normen (z.B. für Tausch Akkus) und Infrastruktur. Die E-Auto Technik ist einfach, aber eben schwer vorstellbar für LKW und im Langstreckenbetrieb. Was ist mit dem Winterproblem (Heizung, Akkukeistung). Was ist mit der Entsorgung von Altakkus, wie viele Akkus können überhaupt geliefert werden? Wie grün ist der Ladestrom? Ist vielleicht die Brennstoffzelle als sauberer "Verbrenner" mit E-Motor nicht die bessere Alternative...

Lange Leitung bis 2040

Bis 2040 sind es noch 23 Jahre. Wenn die Elektrofahrzeuge bis dahin Alltagstaugliche Reichweiten haben, ähnliche Anschaffungspreise wie Kleinwagen, und wir über eine Flächendeckende, entsprechende Infrastruktur verfügen, wobei der Energiebedarf aus Umweltfreundlichen Techniken gewonnen wird, dann ist dagegen nichts einzuwenden. Aber nur dann. Und das glaube ich eben nicht.

Tesserts 10:00

Außerdem, ohne den massiven Ausbau der Kernenergie ist die Versorgung gar nicht zu schaffen.

Klares Nein.

Allein mit dem derzeitigen deutschen Stromexport-ÜBERSCHUSS ließen sich etwa 20 Millionen E-Autos betreiben. (2016: Handels-Saldo 51,2 TWh, 14000 km Durchschnittslaufleistung, 18 KWh/100 km)

Und die Brennstoffzelle mit Wasserstoff

Das sieht mir alles nach Schnellschüssen aus. Mir fehlt die tatsächliche Ökobilanz füe Elektroautos.
Irgendwo muss ja auch die dann benötigte Eleltrizität hergestellt werden. Wenn das weiterhin auf konventionellem Weg mithilfe konventioneller Kraftwerke geschieht, wird es gar keinr so gute Ökobilanz geben. Wie ökologisch sind die elektronischen Bauteile der Fahrzeuge herzustellen? Wie ist die Infrastruktur herzustellen? Muss ich bei Fernfahrten dann stundenlange Pausen zum Laden einkalkulieren?Großbritannien hat ja kaum noch Autoindustrie und will den Taktgeber spielen, bevor solche Fragen geklärt sind, ausnützend dass es kein EU Land mehr ist.

Da müssen wir unbedingt in die Gänge kommen, um doe obigen Fragen zu klären. Wo bleibt eigentlich die auf Wasserstoff beruhende Brennstoffzelle? Die könnte doch die eigentlich revolutionäre Entwicklung sein. Abfall wäre nur Wasser. Tanken in der Zeit eines Verbrennungsmotors möglich. Stromherstellung kein Problem. Auf geht's BMW, VW, Audi etc

@ 10:00 von Tesserts

Sorry für die harte Formulierung, aber: Nicht eine Ihrer Aussagen ist richtig!
Die Auswirkungen des Verbrennens von Benzin und Diesel auf die Umwelt ist ja nun keine Glaubenssache, sondern nachgewiesen und von Gerichten zu Ungunsten mehrerer Städte entschieden. Der horrende Verbrauch von Erdöl, einem nicht regenerierbaren Rohstoff, ist in höchstem Maße verwerflich und verantwortungslos.
Zum Ökopass: Klar, kann man machen. Sie werden staunen, wieviel Ressourcen zur Herstellung von Teilen herkömmlicher PKW verbraucht werden, die in E-Autos gar nicht benötigt werden. Und der Ökopass für Ihre Jeans und Ihr Steak wird Sie erschüttern.
Nun zur Versorgung der E-Autos: Solange bei günstigem Wetter die Hälfte der Windräder angehalten werden muss, weil das Netz den Strom nicht mehr aufnehmen kann, brauchen Sie sich darüber keine Gedanken zu machen.

"Es gehe nicht an, dass

"Es gehe nicht an, dass Großbritannien hier den "Taktgeber" spiele, das europäische Automobilland schlechthin aber hinterherhinke,"
Wieso Grosbritannien? Was ist mit Frankreich und Norwegen?

MK Ultra Slim 10:04

worin liegt der nutzen, solange die energie konventionell generiert wird?

Da haben Sie vollkommen Recht. Deswegen muss die umweltfreundliche Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien massiv ausgebaut werden. Aber Deutschland ist auf einem guten Weg. Immerhin liegt der Anteil von Wasserkraft, Biomasse, Wind und Solar an der Netto-Stromproduktion schon bei mehr als 37%. Tendenz stetig steigend.

Der Ausbau könnte nur etwas schneller vorangehen.

Lächerlich!

In Europa wird nicht genug Strom produziert für E-Autos. Ein Kraftwerk baut man nicht in ein paar Monaten. Selbst wenn man das in der Zeit schaffen würde sind die Stromtrassen ohne E-Autos jetzt schon überlastet. Stromtrassenbau in Deutschland ist ein Ding der Unmöglichkeit wie man seit vielen Jahren an der Nord Süd Trasse sehen kann. Und die reicht nicht für E-Autos sondern gerade mal für den aktuellen Verbrauch ohne diese.
Also wo bitte sollen die Kraftwerke herkommen in der kurzen Zeit, wer soll die bezahlen, und auf welchen Leitungen soll der Strom fließen die wo gebaut werden?
Die Akkutechnik ist auch nicht weit genug, ich sehe auch keinerlei echte Durchbrüche seit vielen Jahren. Mit 300km pro Ladung muss einem keiner kommen, gibt es schon lange, kauft aber keiner.

nochmal E-Auto

In Brasilien ist der Anteil von Autos die mit Ethanol betrieben werden sehr hoch.
Der Treibstoff wird aus Zuckerrohr gewonnen und hinten kommt fast Nix raus.
Der Bedarf steigt und so werden die Anbauflächen auf Kosten....natürlich! des Regenwaldes
vergrößert.
Wahrscheinlich und hoffentlich wird den Grünen schon vor 2030 dämmern,
dass es ein riesiges Problem mit der Entsorgung der großen Akkus für die
E-Autos geben wird. Normale Batterien sind ja jetzt schon Sondermüll.
Der Diesel war vor Jahren auch der große Favorit der Grünen!

Zu Ökobilanz

Viele machen nach wie vor den Fehler der Stromerzeugung eine schlechte Note zu geben.

Einfach nachdenken wieviel Energie, vor Allem viel Strom, verbraucht wird bis ein einziger Liter Treibstoff an der Tankstelle im Fahrzeug landet. Tankstelle braucht auch Energie. Dann noch die Umweltschäden durch Förderung und Transport von Rohöl. Geht unendlich weiter. Beim Auto wir nur gerechnet was hinten rauskommt.

In 23 Jahren wird sicher schon viel Neues entwickelt sein. Die BRD bremst nur eben wegen VW-Konzern, Mercedes und BMW. Die sind Jahre hinterher. Das wird Arbeitsplätze kosten, das Verschlafen der Zukunft hier bei uns und die Übermacht der drei Konzerne.

kernenergie? @ 10:28 von zeitweiser

wenn sie in unserem land die benziner durch e-mobile ersetzen möchten, reden wir von einem mehrbedarf, der durch unzählige neue kernkraftwerke gedeckt werden könnte. rechnen sie sich aus, was das für ganz europa bedeutet. und wie lange die uranvorkommen reichen würden.

@Tesserts, Uhr 10:00

Absolut richtig.
Auf dem Rücken der lateinamerikanischen und afrikanischen Umwelt fährt der Europäer mit rosaroter Ökobrille auf seiner Insel umher.

Wer sich die Mühe der ganzheitlichen Betrachtung macht, und (die Fachlichkeit besitzt) kann über soviel Blauäugigkeit nur den Kopf schütteln.

vernünftiger Schritt

Deutschland sollte jetzt endlich beginnen, in Innenstädten Parkplätze für Elektrofahrzeuge umzurüsten und exklusiv für solche zur Verfügung zu stellen, wie es Norwegen und andere schon seit Jahren tun. Die deutsche Autoindustrie und die Politik der GK/Kanzlerin Merkel ist ein Fortschrittshemmnis.

Veto: keine Schnellschüsse!

Sie negieren wirklich ernsthafte Fragen. So ein Akku ist auch nicht gerade umweltfreundlich. Wie funktioniert die Heizung im Auto ohne Massen an Strom zu verbrauchen. Solange in Europa die Energiewende nicht sichergestellt ist und wie bei uns gerade mal 25 Prozent des Stroms mithilfe von erneuerbarer Energie hergestellt wird, mache ich mir sehr wohl Gedanken wie die gewaltigen zusätzlichen Kapazitäten für Strom hergestellt werden ohne konventionelle Ressourcen. Die Frackingindustrie in USA wird sich über Ihre Gedankenlosigkeit freuen. Am Ende freut es Frankreich Atomindustrie. Solange es bei der Energiepolitik keine Wende in Großbritannien oder Norwegen gibt, sollten Sie registrieren, dass diese Länder außer Russland gleichzeitig die größten Produzenten Europas von Rohstoffen für konventionelle Energie sind. Die USA wollen Flüssiggas exportieren. Die weltweite Energiewende für saubere Elektrizität? Wo ist die. Ich halte die Brennstoffzelle (Wasserstoff) für die richtige Lösung.

Das wäre ein Fehler Herr Wittke

Oliver Wittke im Deutschlandfunk: "Es gehe nicht an, dass Großbritannien hier den "Taktgeber" spiele, das europäische Automobilland schlechthin aber hinterherhinke."

Den Grund nennen Sie praktisch schon selbst. Die Deutsche Hersteller bauen nicht nur Kfz für Europa, sondern für die ganze Welt. Und da einige Staaten kein großes Interesse an Klimaschutz, aber großes Interesse an Mobilität haben, müssen die Autohersteller alle Möglichkeiten weiterentwickeln. Es wäre fatal, wenn wir in Deutschland unseren Herstellern vorschreiben würden, was sie weiterzuentwickeln haben.

In den USA z.B. ist die Nachfrage nach dem Chevrolet Bolt stark zurückgegangen, für Tesla endet 2018 in den USA die Elektroautoförderung (und wer glaubt ernsthaft, dass Trump die verlängert). Sollte in den USA der Markt für Elektroautos zusammenbrechen, dann sehe ich ganz schwarz für die Elektromobilität.

Es ist auch ein Fehler Elektroautos zu subventionieren. Nur der Wettbewerb schafft günstigere Preise.

"... und die Brennstoffzelle ..."

Die Herstellung von Wasserstoff durch Elektrolyse hat schon keinen guten Wirkungsgrad (~70%) und der Wirkungsgrad einer einfachen Brennstoffzelle liegt auch nur bei rund 40%, bleiben knapp 30 % Wirkungsgrad übrig - da sind Akkus 3mal effizienter ... deshalb hört man nicht mehr viel davon. Zudem ist Wasserstoff nicht gut zu lagern.

10:42 von ednew

Ethanol-Kraftstoff ist ein Biokraftstoff, dessen Vor- und Nachteile sich in der wissenschaftlichen und politischen Diskussion befinden. Kritik gibt es etwa zur Klimabilanz, zu möglichen Konkurrenzeffekten zur Bereitstellung von Lebensmitteln oder zur möglichen Bedrohung von Regenwäldern.
Und raus kommt da schon etwas, und nicht zu wenig. Allerdings ist die Ökobilanz wesentlich besser, da "nachwachsender Rohstoff".
Mal davon abgesehen, Brasilien hat den Alkohol Motor nicht der Umwelt zuliebe sehr forciert, sondern schlicht und ergreifend aus finanziellen Erwägungen, Stichwort Devisenknappheit.

Am 26. Juli 2017 um 10:28 von zeitweiser

"Immerhin liegt der Anteil von Wasserkraft, Biomasse, Wind und Solar an der Netto-Stromproduktion schon bei mehr als 37%. Tendenz stetig steigend."

Nun, daran habe ich so meine Zweifel. Wasserkraftwerke dürfen nur noch als Ersatz für bereits bestehende gebaut werden. Bei der Erzeugung von Biomasse werden extrem viele Ressourcen verbraucht, vor allem Diesel und Düngemittel. Monokulturen schaden dem Boden, dem Wasserhaushalt. Glauben Sie, dass die Gülle aus den Biogasanlagen umweltfreundlicher ist als die von Tieren?
Es wird also auch das Grundwasser belastet. Die Haltbarkeit der Solarzellen ist begrenzt, die Entsorgung, Recycling ungeklärt. Stromtrassen sind praktisch nicht durchsetzbar.

Vermutlich wird in ein paar Jahren wieder verstärkt auf Kernkraft gesetzt und diese massiv gefördert.

@10:48 von JueFie

Wer bremst denn hier in D?
Es gibt eine staatliche Förderung, die keiner nutzt. Der Golf E ist nach der Reichweitenverlängerung in diesem Jahr das erfolgreichste Elektroauto im Elektroautoland Norwegen.
Ich würde z.B. gern einen Golf-E kaufen, denn ich war nach der Probefahrt wirklich begeistert vom Drehmoment und der Ruhe im Auto, allerdings als Zweitwagen, habe aber keine Möglichkeit selbst zu laden, weil die Eigentümergemeinschaft wegen Brandgefahr das Laden in der Tiefgarage und in den Garagen verbietet.
Die ganzen Autos, die nachts draußen parken, werden nie die Möglichkeit des nächtlichen Aufladen bekommen.

Am 26. Juli 2017 um 10:17 von Veto

"Solange bei günstigem Wetter die Hälfte der Windräder angehalten werden muss"

Leider haben wir nicht immer günstiges Wetter, zudem gibt es ein großes Problem mit Speicherung und Verteilung. Sie würden bestimmt auch staunen, welche Ressourcen bei der Herstellung von Strom aus Biogas verbraucht werden, welche Umweltzerstörung dafür in Kauf genommen wird.

Überraschung!

>Sie verpesten die Luft und sind auch sonst schlecht für die Umwelt<
Diese Erkenntnis ist über Nacht gereift?
---
Man wirft der deutschen Automobilbranche vor, die Elekto-Zukunft verschlafen zu haben.
Bitte an die "Grünen" und grün Gefärbten:
Entsorgungskonzepte für Lithium-Akkus vorlegen! Bitte mit genauen Angaben zu den Lithium-Vorräten arbeiten.
Analog zu Häusern: Den Energieausweis für Autos einführen!
Politiker, bitte Glaubwürdigkeit unterstreichen und sofort(!) auf Elektro-Dienstwagen umsteigen - die Grünen bitte zuerst.
Und es werden Ideen gebraucht, für einen zukünftig in Aufruhr befindlichen Arbeitsmarkt.

Der Ausstieg wird kommen.

Das Aus von Verbrennungsmotoren zumindest die mit Benzin und Erdgas betriebenen Fahrzeuge wird wohl so ab 2030 kommen.
Gemittelt zwischen den Jahren 2030 und 2040. Von Erdgasfahrzeugen (und Autogas) ist derzeiten noch keine Rede denn ohne die wäre der Ausstieg aus Benzin und Diesel auch schon gar nicht zusachaffen. Lastkraftwagen dürften vermutlich auch nicht so schnell von Diesel wegkommen und das große Tankstellensterben dürfte dann erst Ende der 30siger in Gang kommen.
Aber das entscheidende ist heute und jetzt schon das man ab etwa 2023 sich vermutlich kein Benzin und Dieselbetriebenes Fahrzeug mehr kaufen wird und man wird in Ruhe den Preisverfall bis dorthin abwarten dürfen.
Allerdings muß es auch vermehrt Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge geben denn die Brennstoffzelle als gute Ersatz-Alternative zu Benzinern und Dieseln kann sich sehen lassen denn alles wird man mit Elektrofahrzeugen nicht stemmen können und die Umweltbilanz von Elektrofahrzeugen bleibt noch etwas zu hinterfragen

Umdenken in den Köpfen erforderlich

Die Entscheidung von GB ist richtig und sollte bald auch EU-weit erfolgen. Für 90% der Fahrten sind 400km Reichweite (bereits jetzt schon erhältlich) mehr als genug. Wasserstoff ist keine praktikable Lösung da: Produktion (durch Strom) -> Transport -> Lagerung -> Tankvorgang -> Umwandlung in Strom. Die ganzen Verluste und notwendigen Entwicklungsaufwände spart man sich lieber und steckt das Geld in die Batterieentwicklung. Diese wiederum können secondlife als stationäre Stromspeicher dienen, bevor sie recycelt werden. Man muss eben etwas umdenken, ein E-Auto ist was anderes. Ich brauche keine Tankstelle, ich tanke Zuhause. Für Neubauten wird bald die Vorgabe kommen, Ladesäulen vorzusehen. In bereits bestehenden Gebäuden kann nachgerüstet werden. Für die Städter ohne festen Parkplatz muss sich die Politik bewegen, aber das sollte auch kein Problem sein (wenn denn gewollt). Güter und Langstrecke sollten auf die Schiene, da gibt es sowohl die E-Mobilität wie auch das autonome Fahren.

11:15 von Vogge

"Die ganzen Verluste und notwendigen Entwicklungsaufwände spart man sich lieber und steckt das Geld in die Batterieentwicklung."

Da sollte man keine Wunder erwarten. Hier setzt die Physik und Chemie die Grenzen. Aus Alchemisten hoffen würde ich jedenfalls nicht.

"Ich brauche keine Tankstelle, ich tanke Zuhause. Für Neubauten wird bald die Vorgabe kommen, Ladesäulen vorzusehen. In bereits bestehenden Gebäuden kann nachgerüstet werden. "

Daher weht der Wind.
Viele Menschen denken sie können "günstigen" Ökostrom zu Hause von der eignen (subventionierten) Fotovoltaik Anlage "tanken". Momentan ist das möglich und wird auch stillschweigend geduldet. Aber, glauben Sie mir, sobald ein nennenswerter Anteil E Autos zugelassen ist, wird alsbald eine "Stromsteuer für den Betrieb von Fahrzeugen" oder ähnliches eingeführt werden.

Am 26. Juli 2017 um 11:15 von Vogge

"Diese wiederum können secondlife als stationäre Stromspeicher dienen,...."

Nun, Akkus haben eine begrenzte Lebensdauer ... und die Speicherfähigkeit ist abhängig von der schwächsten Zelle. Wenn also ausgemusterte Akkus für die Speicherung von Strom in großen Maßstäben Verwendung finden sollen, muss man mit erheblicher Ausfallwahrscheinlichkeit rechnen. Und immer wieder wird das Problem der Stromtrassen verschwiegen. Hat sich schon jemand überlegt, welche Anschlusswerte dann benötigt werden, schon für einen einfachen Hausanschluss?

Güter und Langstrecke sollte auf die Schiene - richtig, aber: wenn keine Schiene mehr vorhanden ist, was dann? Elektrifizierung der Strecken ist ein zusätzliches Problem, wenn man dünnbesiedelte Gegenden betrachtet. Viele der Kommentatoren scheinen in Ballungsgebieten zu leben.

Populistisch

Nur den reinen Elektroantrieb zu fordern, ist populistisch. Es gibt auch andere saubere Antriebstechniken, beispielsweise Gas. Methan ist auf der Welt noch reichlich vorhanden und im Gegensatz zum Erdöl regenerierbar. Solange Strom durch Verbrennung erzeugt wird, macht das Verbot von Verbrennungsmotoren keinen Sinn.

Stromsteuer

Eine Stomsteuer auf Ökö Strom ginbt es schon. Auf neuen PV-Anlagen ist die volle EEG Abgabe von 6,88 cent + MWST zu zahlen=8,19 cent. Zum Vergleich, in Diesel steckt ca.: 10KWh also muß man auf 10KWh elektrisch 0,82 € zahlen.

Vorteil der Brennstoffzelle

Vorteil der Brennstoffzelle liegt zweifellos darin, dass sie elektrischen Strom ohne mechanische Teile erzeugt: kein Lärm, keine Verschleißteile – und ganz ohne Abgase.

Außer Wasser entsteht nichts. Hinzu kommt, dass man ihren Treibstoff, also vor allem Wasserstoff oder Methan, auch mithilfe erneuerbarer Energien, wie etwa Wind- oder Wasserkraft, erzeugen kann.

Ein besonderer Vorteil ist der hohe Stromwirkungsgrad. Das heißt, die Brennstoffzelle produziert vergleichsweise viel Strom und wenig Wärme.

Bei Heizkraftwerken, die klassisch mit einem Verbrennungsmotor arbeiten, ist das Verhältnis genau umgekehrt und damit wesentlich ungünstiger. Theoretisch können über 80 Prozent der erzeugten Energie mittels einer Brennstoffzelle elektrisch sein. Bisher ist allerdings das benötigte Platin ein teures Problem. Hier fehlt der Ersatz. Aber bisher wurde die Entwicklung dieser Technologie nicht entwickelt. Aber auch E- Mobilität mit Akkus hat noch Probleme wie Endlagerung und Ladezeiten.

Ladeproblem

Es hat auch immer noch niemand eine Idee geliefert, wie die Masse ihre Fahrzeuge aufladen soll. Für Leute mit Garage ist das ja kein Problem, aber was ist denn mit all denen, die ihr Auto in der Stadt auf der Straße parken? Sollen die alle ihr Kabel aus dem Fenster hängen lassen? Mal davon abgesehen, dass man sowieso fast nie direkt vor seiner Wohnung parken kann.

Die Entwicklung einer geeigneten Ladeinfrastruktur ist in erster Linie Aufgabe der Politik, weil die mindestens EU-weit standardisiert und gebaut werden muss.

Wasserstoff ist der große

Wasserstoff ist der große Hoffnungsträger der Autobranche. In einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG unter 1000 Managern weltweit schlossen sich 78 Prozent der Meinung an, dass Brennstoffzellen-Autos den wahren Durchbruch für Elektromobilität brächten. Dazu passt, dass 62 Prozent glauben, normale akkuelektrische Fahrzeuge würden an der Lade-Infrastruktur scheitern.

Viele Fragen ...

Welche Umweltbelastungen entstehen bei der Herstellung und Entsorgung der benötigten Akkus und beim Abbau und Transport der dafür notwendigen Rohstoffe?

Welche Umweltbelastungen entstehen durch Aufbau und Erhalt der benötigten Ladeinfrastruktur?

Steht wirklich überall ausreichend Ökostrom zur Verfügung?

Wie kann sichergestellt werden, dass jeder immer(!) zuverlässigt eine Ladestation in der Nähe findet, wenn er sie benötigt, also auch Menschen ohne Garage oder Stellplatz?

Wie kann sichergestellt werden, dass auch bei Fernfahrten keine langen Ladepausen eingelegt werden müssen?

Wie weit würde man eigentlich mit einem E-Auto kommen, wenn es einen Wohnwagenanhänger ziehen muss? Oder darf es das in Zukunft nicht mehr geben?

Sind Fahrten ins Ausland - insbesondere nach Südosteuropa - dann überhaupt noch möglich? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die dort schnell genug mitziehen.

Zu 11:29 von SydB "Finanzierung" Was passt da nicht!

Viele Menschen denken sie können "günstigen" Ökostrom zu Hause von der eignen (subventionierten) Fotovoltaik Anlage "tanken". Momentan ist das möglich und wird auch stillschweigend geduldet. Aber, glauben Sie mir, sobald ein nennenswerter Anteil E Autos zugelassen ist, wird alsbald eine "Stromsteuer für den Betrieb von Fahrzeugen" oder ähnliches eingeführt werden.

Das ist aber auch nur recht und billig. So kann das ja nicht mehr lange weitergehen! Einfach mal sehen was mit dem Strompreis so alles finanziert wird. Die Selbstversorger verabschieden sich davon und hinterlassen die Zeche. Mit den im Strom- oder Spritpreis enthaltenen Steuern und Abgaben wird nicht nur die Infrastruktur finanziert sondern zweckfremde allgemeine Aufgaben.
Bei einem fairen Vergleich wird man feststellen, dass der PV-Strom mehr als unwirtschaftlich ist. Bei einem Wert von rund 3 Cent/kWh werden immer noch bis zu 50 Cent dafür vergütet. Im normalen Rechtsverkehr nennt man das Wucherpreise.

Zukunft

Für Elektroautos mit Batterie sehe ich in absehbarer Zeit noch keine Zukunft, wenn es nicht einen Durchbruch bei den Akkus und der Ladezeit gibt. Handybesitzer wissen wie lange es dauert, bis so ein Akku voll ist und da geht es um mAh. Der ganze schöne überschüssige Strom im Netz nützt nichts, wenn er nicht in das E-Auto kommt und ständig und überall verfügbar ist. Produziert man damit Wasserstoff könnte man wenigstens LKW mit Brennstoffzellen betreiben und so schlagartig weniger Ruß und Feinstaub produzieren. Für PKW sind die Brennstoffzellen noch zu groß.

Was nützen eigentlich

Was nützen eigentlich gesetzliche Vorgaben ohne Beachtung der Realität.
Wie wird die Energie für Autos zukünftig produziert? Reichen die Rohstoffvorräte für die Batterien für die gesamte Welt? Gibt es hier überhaupt Berechnungen. Die Luftnummer, niedrige Abgaswerte zu beschließen und genau zu wissen, das diese überhaupt nicht eingehalten werden können, ist noch nicht so alt!

Warum denkt man nicht zielorientierter?

Ziel ist doch nicht, den Verbrennungsmotor abzuschaffen, sondern die Luft sauberer zu bekommen.

Nun. Das Hauptproblem am E-Antrieb ist die geringe Reichweite, aber Langstreckenfahrten machen doch wohl den geringsten Anteil an den insgesamt gefahrenen km aus. Die Hauptbelastung für die Umwelt sind doch die Kurzstrecken in Städten und der Berufsverkehr morgens und abends. D. h. die Lösung des Megaproblems Batterie löst im Grunde nur ganz wenig des eigentlichen Problems Umweltverschmutzung.

Man sollte sich Gedanken machen, wie man es hinbekommen kann, dass Stadtbewohner Elektroautos WOLLEN, denn Stadtverkehr und Stau ist in einem Elektroauto sicher angenehmer.

Thomas Wohlzufrieden

Ihre Behauptung hat einen kleinen Haken! Wenn 2040 keine Verbrenner mehr zugelassen werden dürfen, dann wird das dazu führen, dass bereits Jahre vorher Verbraucher auf Elektromobilität umsteigen werden! Oder kaufen Sie sich etwas 2038 ein Auto, dass Sie mit ziemlicher Sicherheit 2040 nicht mehr loswerden?

Fakt ist: mit diesem Zeitplan wird der Autoindustrie Raum gegeben, alltagstaugliche Fahrzeuge zu entwickeln, gleichzeitig wird diese sich jedoch im Wettbewerb ranhalten müssen um diese Ziel schon vorher zu erreichen! Die Konkurrenz schläft schließklich nicht! Wir werden es erleben! Ich bin davon überzeugt, dass E-Autos schon in 5, max. 10 Jahren zu vernünftigen Preisen mit entsprechenden Reichweiten zum Straßenbild dazugehören werden!

10:13 von Thomas Wohlzufrieden

Da stimme ich mit Ihnen überein. In 23 Jahren wäre das zu schaffen, wenn der Staat und die Industrie die erforderlichen Voraussetzungen schaffen, aber nur dann. Insbesondere die Arbeitnehmer, die Tag für Tag mit ihrem Auto zur Arbeit fahren müssen, sollten davon auch mehr haben.

@um 10:17 von zeitweiser

"Allein mit dem derzeitigen deutschen Stromexport-ÜBERSCHUSS ließen sich etwa 20 Millionen E-Autos betreiben."
Und dabei sind SEHR viele Windräder und andere Stromerzeuger teilweise nicht am Netz weil der Strom nicht abtransportiert werden kann.

Akkupaket

Vielleicht gelingt es ja eines Tages, die Antriebsakkus so (einheitlich) zu bauen, dass sie an entsprechenden Akkustationen („Tankstellen“) einfach getauscht werden können – leeren Akku rausziehen, geladenen einschieben?

Mit der heutigen Computerelektronik wäre es auch ein Leichtes, die Qualität/Fehlerfreiheit der Akkus laufend zu kontrollieren, damit die Akkustationen sich keine defekten einfangen.

Die „Tankzeit“ könnte so noch kürzer sein als mit fossilen Brennstoffen. Alles eine Sache von weitsichtiger Politik, ordentlicher Organisation und gesellschaftlicher Verantwortung der beteiligten Unternehmen (an der es gerade auch in unserem Land gewaltig mangelt).

@10:17 von zeitweiser

Sie schreiben:"Allein mit dem derzeitigen deutschen Stromexport-ÜBERSCHUSS ließen sich etwa 20 Millionen E-Autos betreiben. (2016: Handels-Saldo 51,2 TWh, 14000 km Durchschnittslaufleistung, 18 KWh/100 km)"

Ist da aber auch berücksichtigt, dass wir Überschuss exportiert haben weil wir, bedingt durch zu geringen Netzausbau, den Strom nicht selbst nutzen und auch nicht speichern konnten.
Wie also soll der Strom zu den 20 Millionen E-Autos kommen?

@um 10:17 von paddi

"Mir fehlt die tatsächliche Ökobilanz füe Elektroautos."
Das mag ja sein, aber das ein Kraftwerk einen besseren Wirkungdgrad hat als ein mobiler Verbrennungsmotor versteht sich ja wohl von selbst.

12:27 von DB_EMD

Ihr Beitrag unterschreibe ich sofort. So oder so ähnlich wird es kommen.
Ob die Elektro-KFZs die Zukunft sind wird sich zeigen. Aber unsere herkömmlichen Benzin und Diesel Verbrenner sind ein Auslaufmodell. Ob ich es gut, weniger gut oder gar schlecht halte tut nichts zur Sache.
Man erinnere sich, z.B. digitale Fotografie und die CD. Der momentane Hype auf Vinyl ändert nichts an der Tatsache dass analoge Fotografie und ebensolche Mucke mittlerweile ein (kostspieliges) Nischenprodukt darstellen.

@um 10:48 von MK Ultra Slim

"mehrbedarf, der durch unzählige neue kernkraftwerke gedeckt werden"
Und eine der seltenen Lagertätten für das benötigte Uran gibt es hier in Deutschland - wird die Zeche halt wieder aufgemacht - falls tatsächlich Kernenergie nötig sein sollte, was ich bezweifle.

Die Zeit ist reif,

Verkehr nachhaltiger zu gestalten . Elektronische Medien ermöglichen die leichtere Kombination und Wahl umweltfreundlicherer Verkehrsmittel, die es endlich ernsthaft zu fördern gilt. Die deutschen Autobauer werden einen hohen Preis für ihren Mißbrauch der Demokratie und Lebensgrundlagen zahlen, wenn sie nicht bald für Ordnung in ihren Reihen, mehr Ehrlichkeit und wirkliche Innovationen sorgen.

Wenn man die Akkus im Auto austauschen würde,

dann müsste man nicht so lange warten, dass bis das Akku im Auto aufgeladen wäre. Die Idee die Akkus im Auto auszuwechseln wird bestimmt kommen und sogar wirtschaftlicher sein. Dies hat dann auch zur Folge, dass dann man mit austauschbaren Akkus im Auto längere Strecken sich realisieren lassen.

Daher musst in Hinsicht auf Batterietechnik noch viel getan werden. Aber die Automobilindustrie hat ja mehr als 30 Jahre Zeit dazu um es zu schaffen.

Autos

Alledenken immer nur an PKW´s was ist den mit den LKW´s Welche Antriebe sollen die bekommen?
Tesla ist ein guter Vorreiter, aber ich bezweifle, das Tesla einen Plan in der Schublade hat, einen 40 Tonner anzutreiben. Und das über hunderte Kilometer hinweg...

Hat jemand ne Idee?

mfg

Euer Bilgenschwein

Bei mir kommt der Strom aus der Steckdose

Mal ein paar Zahlen zum Nachdenken:
Neuzulassungen in D pro Jahr: 3 bis 3,5 Mio.
Angenommen davon werden gut die Haelfte E-KFZ. Macht binnen 5 Jahren so ca 10 Mio .
Ladestrom mindestens 3,7 kW pro Fahrzeug (an der Schuko Steckdose, einphasig), mehrphasig 11 oder 22 kW. Wenn nun ein realistisches Viertel dieser neuen E-Fahrzeuge nach dem Feierabend an die ganz normale Steckdose geht, erhoeht schon das die Spitzenlast, also den maximalen Stromverbrauch zur abendlichen Spitzenzeit, um ca 9 Gigawatt, wenn ich richtig rechne. Zum Vergleich: Ein Kernkraftwerk macht ca. 1,3 GW. Die aktuelle Spitzenlast in Deutschland liegt bei ca 80 GW. Wir legen also locker 10% drauf, allermindestens, vielleicht auch das 4 oder 5 fache. Das europaeische Stromnetz bricht schon jetzt jeden Winter fast zusammen.
Schlussfolgerung: Wer E Autos fordert, muss zwingend auch SOFORT den massiven Ausbau der Stromnetze einleiten. Das eine fordern und das andere behindern geht nicht.

Es ist immer noch die Frage zu klären...

...wie der saubere Strom in den erforderlichen Mengen produziert werden soll.

Es wird immer wieder nicht erwähnt, dass der Strombedarf für flächendeckenden Einsatz nicht lediglich eine Steigerung zu heute um paar Prozent bedeutet. Wir sprechen stattsdessen von einer Größenordnung mehr.

Also was ist die Lösung?
- neue AKWs bauen?
- Atomstrom aus anderen Ländern einkaufen?
- anderweitig auf Strom zugunsten der Elektromobilät verzichten?

Ferner wird unterschlagen wie sieht es mit der umweltschädlichen Entsorgung/ Aufbereitung der großem Mengen von Li-Ionen-Akkus in einigen Jahren aussieht?

Was ist hier die Lösung?
- Verbrauchte Akkus in Endlagern entsorgen?
- Unter Erzeugung von giftigen Prozessprodukten recyclen?

Ein durchdachtes und stimmiges, langfristiges Konzept ist bislang nicht auf dem Tisch!

Energie: Woher nehmen und nicht stehlen?

Bei der Forderung nach Elektro Antrieben bleiben die folgenden damit zwingend einhergehenden Fragen bzw. deren Antworten offen:
Dadurch verändert sich bei Kfz nicht zwingend die Umweltbelastung durch Abrieb an Bremsen und Reifen; dies spielt heute eine nicht unerhebliche Rolle!
Woher soll die Energie kommen, die Kfz elektrisch antreibt?
Sicherlich nicht durch AKW; muss daher nicht parallel signifikant weniger Energie genutzt werden, um ein Kfz von A nach B zu bewegen?
Beispielsweise durch Leichtbauweise, Energierückgewinnung beim Bremsen sowie nicht zuletzt eine allgemeine Geschwindigkeitsbeschränkung?
Und vor allem müsste viel weniger individuell und viel mehr "öffentlich" transportiert werden, ggf. durch entsprechende gesetzliche Regelungen, selbstverständlich mit einem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel.

Mich überzeugt das E-Auto nicht

Die Herstellung der Akkus ist in keiner Weise Umweltfreundlich und der Stromverbrauch für die dann vielen Autos muss auch angepasst werden.

Großbritannien will

Zeitungsberichten zufolge ab 2040 den Verkauf von Diesel-Fahrzeugen und Benzinern verbieten.

Gilt das für alle Fahrzeugarten (Land und Wasserfahrzeuge), oder nur für PKWs?
Werden schon Elektro-Panzer entwickelt, und alle Süß- und Salzwasserschiffe künftig mit Kernenergie angetrieben?
Was ist mit Flugzeugen? Womit werden Marschflugkörper demnächst angetrieben?

Und überhaupt - ist denn der ökologische Fußabdruck eines Elektrofahrzeuges, einschließlich der Herstellung der Akkus und des Stroms, überhaupt besser als der eines vergleichbaren Fahrzeuges mit Verbrennungsmotor?

@um 10:17 von zeitweiser
"Allein mit dem derzeitigen deutschen Stromexport-ÜBERSCHUSS ließen sich etwa 20 Millionen E-Autos betreiben."
..

Damit lässt sich nichts betreiben, das ist ein ungelöstes Problem der EE. Diese unwirtschaftliche Stromerzeugung ist geprägt von Überschuß und Mangel, mal glühen die Drähte, mal sind sie kalt. Für die abgeschalteten Windräder darf der Verbraucher für nichts auch noch zahlen! Warum steigen denn die Strompreise in D ständig und sind mit die Höchsten wenn angeblich alles so toll ist? In unseren Breiten scheint die Sonne nur zu einem Drittel der Zeit und das höchst unterschiedlich. Der Überschuß vom sonnigen Augustsonntag nützt nichts für die Weihnachtsgans. Der Überschuß wird verschenkt und bei Mangel wieder teuer eingekauft. Wenn die Sonne nicht scheint und Flaute herrscht braucht es teueren Ersatz der vorghalten werden muß!
Die Illusion "20-Millionen E-Autos" scheitert schon an der Netzkapazität. Umsetzung? Wer bezahlt das wieder?

um 12:36 von GDN

"Vielleicht gelingt es ja eines Tages, die Antriebsakkus so (einheitlich) zu bauen, dass sie an entsprechenden Akkustationen („Tankstellen“) einfach getauscht werden können – leeren Akku rausziehen, geladenen einschieben?"

Sehr gute Idee, leider nicht einfach umzusetzen.
Bei einem Tesla S (85 kWh, ~500 km) wiegt der Akku alleine 544 kg. Beim Renault Zoe (41 kWh, ~300 km) 280 kg.

Dabei muss bedacht werden, dass das der reine Akku ist. Wenn Sie ein System bauen möchten, dass einfach von jedem Laien wie bei einem alten Handy getauscht werden kann benötigt der Akku einen Rahmen, ein Gehäuse, eine universelle Schnittstelle. Alles Dinge, die noch mehr auf das Gewicht schlagen werden.

Außerdem sind die Akkus in ihrer Form auf das Auto angepasst. Beim Tesla S liegt der Akku fest integriert im GESAMTEN Unterboden, auch beim Zoe. Da einen kompakten Block zu bauen der gut erreichbar ist in, sagen wir, der (bekanntlich leeren) Motorhaube, geht nicht. Dann rutscht der Schwerpunkt zu hoch.

Auf lange Sicht

Auf lange Sicht müssen wir eh hin zur Fusionsenergie. Dann können wir in riesigen Mengen billig Strom erzeugen, und dann klappt das auch mit den Elektroautos. Solange aber fossile Brennstoffe verbrannt werden, um Strom zu erzeugen, der wiederum die Fahrzeuge antreibt, ist es effektiver, die fossilenn Brennstoffe direkt und nciht über den Umweg von Strom in Bewegungsenergie umzuwandeln.

14:35 von nikioko

"Solange aber fossile Brennstoffe verbrannt werden, um Strom zu erzeugen, der wiederum die Fahrzeuge antreibt, ist es effektiver, die fossilen Brennstoffe direkt und nicht über den Umweg von Strom in Bewegungsenergie umzuwandeln."

Ich denke da ist etwas dran.
Mal davon abgesehen, mit dem Ökostrom Export ist es ja eher so dass wie diesen billiger als er uns in der Erzeugung kostet ins Ausland verscherbeln.
Ich denke das ich nicht das Gelbe vom Ei, aber man kann offensichtlich alles schön und auch gut reden.
Ökostrom, bis jetzt eine Sackgasse.

14:35 von nikioko

"Solange aber fossile Brennstoffe verbrannt werden, um Strom zu erzeugen, der wiederum die Fahrzeuge antreibt, ist es effektiver, die fossilen Brennstoffe direkt und nicht über den Umweg von Strom in Bewegungsenergie umzuwandeln."

Ich denke da ist etwas dran.
Mal davon abgesehen, mit dem Ökostrom Export ist es ja eher so dass wie diesen billiger als er uns in der Erzeugung kostet ins Ausland verscherbeln.
Ich denke das ich nicht das Gelbe vom Ei, aber man kann offensichtlich alles schön und auch gut reden.
Ökostrom, bis jetzt eine Sackgasse.
Meine exakten Ausführungen dazu wurden ja leider zensiert worden. Warum eigentlich?
Meine Beschwerde zu Herrn Lutz Marmor, seines Zeichens Intendant des NDR, unter dessen Dach die TS weilt, ist unterwegs. Mal gespannt welche Meinung er dazu hat.

Ich warne davor ...

Dass der Energiebedarf von E-Autos nicht durch die aktuelle Kraftwerkskapazität gedeckt werden kann. Dezentrale Energieversorgung wäre aber eine Möglichkeit. Ich kann mir zwar Fahrten zum Einkaufen, beim besten Willen aber keine Urlaubsreise mit E-Auto vorstellen. Ich fürchte das ähnlich wie bei der Glühbirne die Politik wieder durch ein vorschnelles Verbot ohne Vorhandensein einer Anschlusstechnologie ein Chaos anrichtet. Für die deutsche Autoindustrie brechen schwierige Zeiten an, denn E-Motoren kann fast jeder bauen! Ähnlich wie beim Internet können hier aus Garagenfirmen schnell Weltkonzerne werden, die die bestehenden (deutschen) Platzhirsche vom Markt drängen. Sollten die USA es zusätzlich schaffen zusammen mit Polen die russische Naturgas Pipeline North Stream II zu verhindern, sehe ich dunkle Wolken über dem deutschen Wirtschaftsstandort aufziehen. Kosten von LNG liegen derzeit ca. 10% über denen von Naturgas. Und bald kauft Deutschland noch in Polen und Frankreich AKW Strom !

12:33 von Schalk01

"Allein mit dem derzeitigen deutschen Stromexport-ÜBERSCHUSS ließen sich etwa 20 Millionen E-Autos betreiben."
.
der Überschuß beträgt 50 Mrd KWh das sind 8 % des Nettostromverbrauchs
der Straßenverkehr braucht 4.000 PJ => 600 Mrd KWh - also zusätzlich
wo wollen sie den Strom herbringen ?
Die Visionäre wissen ja nicht mal wie sie die 60 % Strom aus Kohle und Kernkraft aus dem heutigen Strommix umweltfreundlich erzeugen sollen

10:54 von dottore

Ist der Wirkungsgrad beim Elektroantrieb, alle Faktoren berücksichtigt, höher?
Oder hat nicht doch der Verbrenner die Nase letztendlich vorne? Davon abgesehen dass es politisch gewollt und ökologisch geboten ist auf alternative Energien um zu schwenken.
Ob der E Antrieb das richtige Konzept ist, ich wage keine Einschätzung oder gar eine Prognose.
Wo Sie es erwähnen, elektrische Energie ist meines Wissens überhaupt nicht primär zu lagern.
(Und Nein, ein Akku und/oder eine Batterie sind keine echten Stromspeicher denn in einem Akku wird beim Aufladen elektrische Energie in chemische Energie umgewandelt. Wird ein Verbraucher angeschlossen, so wird die chemische Energie wieder in elektrische Energie zurück gewandelt. Hier ist auch ein entsprechender Verlust, je nach Akku Typ und Alter zu berücksichtigen.)

Energiebedarf

... mal nachrechnen...
Wenn alle 45Mio PKW auf Elektro umgestellt werden, ergibt sich ein zusätzlicher Strombedarf von 45Mio x 14000km x 180W/km = 113 TW. Deutschland produziert derzeit ca. 650TW im Jahr. Wäre also ein Mehrbedarf von 17%. Rechnen wir für die vollständige Umstellung unserer PKW mal mit 20Jahren. Dann müsste die Stromproduktion jedes Jahr um knapp 1% steigen. Rechnen wir noch den jährlichen Stromexport von gut 50TW und die Einsparungen durch die stillgelegten Raffenerien dagegen, dann ...

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