Kommentare

Verpartnerung als Möglichkeit für alle wäre mir lieber

„Neue Lebenspartnerschaften können in Zukunft nicht mehr geschlossen werden. Es gibt nur noch die Ehe.“ Herzlichen Glückwunsch! Ich freue mich auf den Tag, an dem jedem klar wird, was die Ehe für alle bedeutet: Keine getrennten Wohnsitze mehr – weniger Stütze. Pflicht zum gegenseitigen Unterhalt, auch nach der Scheidung. Geändertes Erbrecht. Geändertes Adoptionsrecht. Der Druck, mit dem die Abstimmung durchgedrückt wird, die namentliche Abstimmung ( mit oder ohne Öffentlichkeit?) wird der SPD, der Linken und den Grünen noch auf die Füße fallen.

Ein Fall fürs Bundesverfassungsgericht

Welche Experten auch immer der Meinung seien, dass die geplante Ehe für alle nicht im Widerspruch zu Artikel 6 des Grundgesetzes steht...
Die Ehe für alle gehört wegen Verstoßes gegen das Grundgesetz aufs Abstellgleis.
Wenn, dann bitte nur mit Verfassungsänderung und allen dazu nötigen Umständen.

Abstimmungsverhalten bitte veröffentlichen

Wenn schon eine namentliche Abstimmung, dann sollten die Abgeordneten auch Farbe bekennen und ihr Abstimmungsverhalten öffentlich machen. Ich möchte wissen, wie "mein" Abgeordneter, der den ich gewählt habe, abgestimmt hat. Danach werde ich mein Wahlverhalten bei der nächsten Wahl ausrichten.
Ich persönlich lehne die Ehe für alle ab, weil ich glaube, dass die Konsequenzen für beteiligte Familienmitglieder (Erbrecht/Kinder/Eltern), Adoptionsrecht, Scheidungsrecht, Unterhaltsrecht ... gravierend und noch nicht ausdiskutiert sind.
Ich möchte keinen Abgeordneten wieder wählen, der seine Stimme für dieses Gesetz gibt.

Lange überfällig

Es ist schon erstaunlich, wie Homosexuellen nur scheibchenweise und unter Druck die gleichen Rechte und Plichten gewehrt wurden. Wieviel Arbeit, Stress und Geld hätte wir uns erspart, wenn man vor über 10 Jahren einfach die Ehe geöffnet hätte.

Am schlimmsten daran finde ich jedoch, dass die CDU/CSU nur aus religiösen Gründen die rechtliche Gleichstellung verhindert hatte. Dabei wurde ihnen immer wieder von Gerichten aufgezeigt, das sie Homosexuelle diskriminieren.
Ich erwarte ja noch nicht mal, das ein Abgeordneter gegen seine Überzeugung stimmt, allerdings hätten sie schon lange eine Abstimmung über die Ehe für alle zulassen sollen.

"Homo-Ehe"

Kann man dann bitte endlich aufhoeren das ganze "Homo-Ehe" zu nennen? Diese Extrawurst nervt schon lange. Es ist eine Ehe. Wie jede andere.

Hübsches Bild :-)

Ich drück die Daumen für genügend JA-Stimmen. Zeit wirds.

Eine Ehe im ursprünglichen Sinne ...

... wird für mich immer eine Partnerschaft zwischen Mann und Frau bleiben.

Daran wird auch eine Gesetzesanpassung nichts ändern.

Eine Beziehung zwischen F/F und M/M sind für mich Freundschaften (ggf. auch sexueller Art).

Na endlich

Bevor sich Irgendjemand hier aufregt.........
Ich bin hetero, freue mich aber sehr, dass unsere Gesetze endlich auf den Stand der Zeit gebracht und unseren modernen Lebensgewohnheiten angepasst werden.
Sehr gut ist hierbei den gleichgeschlechtlichen Paaren die Kompetenz zur Kindererziehung sozusagen offiziell bestätigt wird.

Fraktionszwang und namentliche Abstimmung

Die könnten gleich noch ein Gesetz nachschieben das den Fraktionszwang verbietet und jede Abstimmung namentlich macht.

Ist ja ein Unding dass es noch die Möglichkeit zum Fraktionszwang in einer gefestigten Demokratie wie Deutschland gibt. Hat sich daran bisher niemand in Deutschland gestört? Und namentliche Abstimmungen würden die Transparenz sehr fördern und wären insbesondere wichtig für den Wahlentscheid der Bürger/innen.

Grüsse aus der Schweiz

Der Artikel

hätte 8 Stunden früher im Forum stehen sollen. Dann wären alle Kommentare überflüssig, die sich um Steuern, Erbrecht usw. wegen der Ehe für alle Gedanken machen.

Erosion

Ich bin mir ziemlich sicher, dass 2025 jemand als rückständig gilt, der eine Ehe von drei Personen ablehnt. Wenn man einmal die klassische Definition aufgibt, lässt sich für jede Form eine Begründung finden.

Ich traue mich immer noch

Ich traue mich immer noch kaum, mir Hoffnungen zu machen, dass es jetzt ENDLICH wirklich passiert, obwohl die Chancen offensichtlich wirklich gut stehen.
Es wird einfach endlich Zeit.

Guter Artikel übrigens, schön leicht verständlich geschrieben.
(Nur warum noch unbedingt dieses unschöne (da an Schulhof-Beleidigungen erinnernde und nicht sonderlich inklusive) Wort "Homo-Ehe" mit hinein musste, obwohl im restlichen Artikel selbst bereits mehrfach bessere Alternativen benutzt wurden... muss man wohl nicht verstehen.)

Keine Probleme im Artikel 6 GG

Es wird klar von Ehe und Familie gesprochen. Eine Familie besteht aus zwei Elternteilen und dem Kind. Wo also das Problem?

@17:38 Jens77

Bezeichnest du es auch als Erosion, dass Frauen heute nicht mehr ihren Ehemann um Erlaubnis fragen müssen, wenn sie ein Konto eröffnen, eine Arbeit aufnehmen oder den Führerschein machen wollen? All dies gehörte 1949, als unser GG geschrieben wurde, zur Definition der Ehe.

Diskrimination?

Werden so nun nicht alle Polygamen durch SPD, Grüne, Linke und nun auch CDU diskriminiert? Und um es noch klarer zu machen: Und was ist mit Verwandten die Heriaten wollen? Und da kann man noch einiges drauf setzen...
Zumindest ersteres wäre dann die Konsequenz der nächsten Jahre. Und dann? Das fällt doch alles auch beim rechtlichen ab...

Warum dürfen die Begriffe nicht weiter klar unterscheiden? Es gibt doch auch "hetero" und "homo" und nicht alles wird unter "hetero" subsummiert. Daher: Ehe sollte Mann und Frau vorbehalten sein. Von mir aus einen neuen Begriff (anstatt eingetragene Partnerschaft) für Homos. Der Begriff beschreibt es eigentlich ganz gut - gekürtzt Epa. Also ich wäre für Epa und Ehe. Sollte dann die Polygamie noch erlaubt werden, dann auch dafür einen Begriff.

Traurig macht bei dem ganzen die ganze politische Scheinheiligkeit bei dem Thema und die Wahlfunktionalisierung einer Gruppe, wenngleich diese eine starke Lobby hat.
Andere wichtige Themen werden so übertüncht

Artikel 6 steht im Einklang mit der Ehe für alle

"Leben gleichgeschlechtliche Lebenspartner mit dem leiblichen oder angenommenen Kind eines Lebenspartners in sozial-familiärer Gemeinschaft, bilden sie mit diesem eine durch Art. 6 Abs. 1 GG geschützte Familie im Sinne des Grundgesetzes."

Urteil des Bundesverfassungsgerichts, 19.02.2013

Demontage der SPD

Gerade erst hat Schulz Merkel asymmetrische Demobilisierung vorgeworfen, jetzt trägt die SPD selbst zu dazu bei: Wenn die "Ehe für Alle" beschlossen wird, gibt es einen Wahlgrund weniger für die SPD, Merkel sichert sich ihre Macht, öffnet die CDU aber auch weiter nach links, was nicht nur zu einer Schwächung der SPD, sondern auch zu Widerstand von Rechts, also einer weiteren Stärkung der AfD führen wird. Verwunderlich, dass die SPD da mitmacht.

@17:13 von conversator educatus - Meine Frage an Sie:...

Wo im Grundgesetz steht, daß die Ehe aus Mann u. Frau definiert ist?
Hier der Artikel 6 des GG:
(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.
(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
(5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.
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Hier sehe ich also keine Einwände gegen das Vorhaben.
Bitte lassen Sie aber die Religion außen vor.

@17:38 von Jens77 - Also bitte, daß ist doch...

...Unfug was Sie da schreiben.

Lesen Sie den Art. 6 des GG und Sie werden erkennen, daß es was die klassische Definition (Ihre Ausdrucksweise) angeht doch garnicht da steht das eine Ehe nur aus Mann und Frau bestehen darf.

Liebe ist ein Menschenrecht

Wer gegen die Ehe für Menschen gleichen Geschlechts votiert, stimmt gegen das Menschenrecht auf Liebe.

Wen ein Mensch liebt, darauf kann niemand Einfluss nehmen. Es ist also naturgegeben.

Genauso gut könnte ich einem Menschen mit schwarzer Hautfarbe Menschenrechte verwehren, eben nur, weil er nicht weiß ist.

Denn auch der Hautfarbe liegt nicht eine freie Willensentscheidung zur Grunde

Oder ich diskriminiere Menschen mit Behinderung. Und werfe Menschen im Rollstuhl vor, dieses Schicksal bewusst gesucht zu haben.

Und noch eines zum Argument Grundgesetzänderung.

Dort heißt es im Artikel 6

Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung.
Ich entnehme diesem klar formulierten Satz nicht, dass dieses Recht exklusiv für eine Verbindung zwischen Mann und Frau steht.

17:31 von Messi

"Ist ja ein Unding dass es noch die Möglichkeit zum Fraktionszwang in einer gefestigten Demokratie wie Deutschland gibt. Hat sich daran bisher niemand in Deutschland gestört?"

Auch bei Ihnen, in der so gelobten Schweizerischen Eidgenossenschaft, gibt es ihn, den "Fraktionszwang".

Ach ja, Herr Messi

In der Schweiz haben gleichgeschlechtliche Paare kein Recht auf Eheschließung.
Das ist doch ein Unding und passt doch nicht in eine modere weltoffene Schweiz. Warum lassen sich das dir Eidgenossen und Eidgenossinnen gefallen?

re conversator educatus

"Die Ehe für alle gehört wegen Verstoßes gegen das Grundgesetz aufs Abstellgleis."

Ich staune immer wieder, wieviele verkannte Verfassungsrichter sich in diesem Forum tummeln.

re lifegoeson

"Eine Ehe im ursprünglichen Sinne ...

... wird für mich immer eine Partnerschaft zwischen Mann und Frau bleiben.

Daran wird auch eine Gesetzesanpassung nichts ändern.

Eine Beziehung zwischen F/F und M/M sind für mich Freundschaften (ggf. auch sexueller Art)"

Gesetze sind nicht dafür gedacht, Meinungen oder Einstellungen zu ändern.

Insofern ist es irrelevant, wie Sie oder sonst jemand persönlich mit dem Thema umgehen.

Ehe für alle

Warum beschäftigt man sich mit diesem Thema? Es gibt doch wichtigere Dinge. Für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften ist alles geregelt.

re jens77

"Ich bin mir ziemlich sicher, dass 2025 jemand als rückständig gilt, der eine Ehe von drei Personen ablehnt. Wenn man einmal die klassische Definition aufgibt, lässt sich für jede Form eine Begründung finden."

Ja, der Untergang des Abendlandes steht vor der Tür. Die klassischen Definitionen gelten nicht mehr.

Das muss wohl derselbe Untergang sein, der damals bei der Einführung des Wahlrechts für Frauen beschworen wurde.

Ich freue mich ...

... einfach nur auf den Freitag, damit endlich -ENDLICH- dieses leidige Thema vom Tisch ist. Mit Ruhm hat sich in dieser Debatte kaum einer bekleckert. Und nebenbei: Das GG sollte schon so geschmeidig interpretierbar bleiben, dass z.B. altbackene Vorstellungen über die Ehe einfach mal neu justiert werden. Wer jetzt noch hofft, via Verfassungsklage das Rad zurückdrehen zu können, hat mE dass GG nicht verstanden oder einfach den Knall nicht gehört.

re matthiass

"Warum dürfen die Begriffe nicht weiter klar unterscheiden?"

Was gibt es denn zu unterscheiden, wenn der Rechtsstatus zu 100% gleich ist?

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