Kommentare - Reform der Pflegeberufe: Aus drei mach eins

22. Juni 2017 - 09:01 Uhr

Der Weg bis dahin war lang - jetzt hat der Bundestag die Reform der Pflegeberufe verabschiedet. Damit sollen die Ausbildungen in den einzelnen Bereichen vereinheitlicht und der Beruf attraktiver werden. Was genau ändert sich? Martin Mair gibt Antworten.

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Kommentare

Also 1. Warum noch 2 1/2 Jahre warten?

2. Die Erweiterung und der Zusammenschluß der
einzelnen Ausbilungsrichtungen ist ja grundlegend nicht verkehrt, aber doch bitte nicht in "NUR" 3 Jahren Ausbildung.
Ich selber bin gelernter Elektroinstallatuer im Handwerk. Alleine auf dem Gebiet der Elektrotrechnik gab es zur Zeit meiner Ausbildung ('85-'89) noch einen für die Industrie (Starkstromelektriker), einen Radio-Fernsehtechniker usw.
Und alle mußten 3 1/2 Jahre lernen um überhaupt auf die Menschheit losgelassen zu werden dürfen.
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Die Pflege, Krankenpflege, Kinderpflege ist doch hochkomplex.
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Und was ist mit den Anreizen diesen harten Beruf überhaupt zu erlernen?
Mehr Lohn, weniger Arbeitszeit, mehr Zeit für die Patienten usw.? Alles Fragen die ungelöst bleiben.
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Und das man in einigen Bundesländern auch noch für die Ausbildung eines anerkannten Berufes Geld bezahlen muß ist doch ein schlechter Scherz.

Pflegereform

Da kann noch so viel reformiert werden,am Ende bleibt alles ,wie es ist.Auf dem Papier steht qualifiziertes Personal,eingestellt bzw. eingesetzt werden Pfleger mit Minimalausbildung ,selbst in Bereichen wie OP usw.Das nur, um Geld zu sparen.Ich spreche aus eigener Erfahrung (> 30 Jahre Krankenschwester).

Alle Pflegeberufe klagen über

Alle Pflegeberufe klagen über Nachwuchsprobleme. Wie soll eine Zusammenlegung da jetzt attraktiver werden.

Es gibt nur eine Lösung: Mehr Geld muss ins System. Die Löhne müssen steigen und zur Entlastung müssen mehr Pflegekräfte eingestellt werden.

Manch einem mag das egal sein, wird es aber spätestens dann merken, wenn man selbst oder die Angehörigen von Pflegekräften mit wenig Deutschkenntnissen und fragwürdigem Menschenbild versorgt werden.

wenn die Löhne nicht steigen...

... kann man sich die ganze Reformerei sparen.
Die Jobs sind extrem unattraktiv:
Schlechte Bezahlung
Schlechte Arbeitsbedingungen
körperlich sehr hart
und Emotional extrem fordernd
(kein halbwegs einfühlsamer Mensch steckt es so einfach weg wenn eher regelmäßig die Schützlinge sterben)

Mein Professor (Sozialtheorie) stellte einmal folgende These in den Raum:
"Je sozial abträglicher ein Beruf ist, desto besser wird er bezahlt und vis versa"

In diesem Fall zumindest stimmt es absolut.

Wenn man will das Menschen den Job auf breiter Front ergreifen, weil sie es wollen und nicht weil sie keine Wahl haben, müssen folgende Bedingungen erfüllt werden:

gerechte Löhne
geregelte Arbeitszeiten
und last but not least muss von staatlicher Seite dafür gesorgt werden, dass diese/r Beruf/e nicht mehr das Flaggschiff der Zeitarbeitsfalle ist.

Im Pflegeheim arbeiten?

Mal ehrlich, der Job kostet Nerven und geht in die Knochen. Wer hält das bis 65 durch? Und dann? Als Frührentner von 1000€ und weniger Leben.. . Da bleibt der Reiz den Job zu machen doch aus. Das Pflegekräfte jemals eine Rente beziehen die ihnen selber ohne Staatliche Hilfe ein gutes Altenheim ermöglich ist blanke Ironie

Widerspruch

"Und ein zentrales Problem bleibt: Pflegeberufe sind vergleichsweise schlecht bezahlt - daran ändert die Reform nichts "

Und was genau soll daran jetzt attraktiver sein?

Es wurde aber wirklich Zeit

Diese Regelung war mehr als überfällig. Insbesondere in diesem wichtigen und sensiblen Berufsfeld.

Hilft die Reform gegen den Pflegenotstand?

"das ist umstritten"

wohl kaum - ich kann da nicht den geringsten Zusammenhang herstellen.

Aber viellicht kann mir das ja jemand
erklären ?

Die theoretische Grundpflegeausbildung

wird deutlich schwieriger werden, als heute die Altenpflegeausbildung in den ersten 2 Jahren ist oder die KrankenpflegeschülerInnen würden deutlich weniger lernen, da heute ein deutlicher Unterschied in der Schwierigkeit besteht zwischen den beiden Ausbildungen. Wer nicht so sehr gut lernen kann und nur einen mäßigen Realschulabschluß geschafft hat, schafft heute die Krankenpflegeausbildung meist nicht. In den Krankenpflegeschulen überwiegen die Abiturenten, in der Altenpflege die Realschüler. Für den normalen Altersheimalltag reicht die Altenpflegeausbildung. Die Arbeitsabläufe sind einheitlicher und einfacher. Auch die akuten Erkrankungen der alten Menschen bedürfen nicht unbedingt der modernen Hightech Medizin sondern eine Symptom orientierte Medzin angepasst auf die Bedürfnisse der alten Menschen. Ich befürchte der Pflegenotstand in den Heimen wird zunehmen. Eine bessere Bezahlung ist mit der Pflegeausbildungsreform leider nicht verbunden und die ist nötig !

13:47 von sprachloser Im Pflegeheim arbeiten?

"Mal ehrlich, der Job kostet Nerven und geht in die Knochen. Wer hält das bis 65 durch? "

Sehr viele, die sich es leisten können, weil der Ehepartner genügend verdient, arbeiten auch nicht mehr Vollzeit.

"Und dann? Als Frührentner von 1000€ und weniger Leben.. . Da bleibt der Reiz den Job zu machen doch aus. Das Pflegekräfte jemals eine Rente beziehen die ihnen selber ohne Staatliche Hilfe ein gutes Altenheim ermöglich ist blanke Ironie"

Was ist ein gutes Altenheim ? Gibt es soetwas überhaupt ?
Dort verdienen die Pfleger noch weniger, wie im Kankenhaus.

Muss halt aller billig

Muss halt aller billig sein.
Billiges Fleisch aus Massentierhaltung bedeutet Tierqälerei, Antibiotika im Fleisch, Bildung von Antibiotika-Resitenzen, hohe Nitratbelastung des Grundwasser, Existenzsorgen der Kleinbauern, usw. usw.

Wenig Personal im Altenheim und Krankenhaus bedeutet was ?
Denkt selbst mal darüber nach.

Den Fleichkonsum kann man reduzieren oder nicht.
Aber wenn man Krank ist, ist man auf Versorgung im Krankenhause angewiesen.

Und wenn man alt und pflegebedürftig ist und niemanden aus der Familie hat, der einen Pflegen kann, gibt es auch keine Alternative zum Altenheim.

13:53 von Vincent Vega Es wurde aber wirklich Zeit

"Diese Regelung war mehr als überfällig. Insbesondere in diesem wichtigen und sensiblen Berufsfeld."

Was genau ist der positive Effekt für die Pfleger, für die Patienten, für die Heimbwohner und Pflegebedürftigen ?

Da wären 1000 andere "Regeln" auch in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen wohl wichtiger gewesen.

Krankenhauslobby

Die Qualifikation wird wohl weitgehend der heutigen Krankenpflege angepasst werden. Alten- und Kinderkrankenpflege haben das Nachsehen.

Auch die meisten Absolventen werden in die Krankenhäuser abwandern. Die leiden bereits heute am Personalmangel. Zukünftig wird man sich am Personal in der Altenpflege bedienen können.

Schlecht für die Heime aber die Krankenhäuser haben natürlich die deutlich stärkeren Lobbyisten.

Ein positiver Aspekt im

Ein positiver Aspekt im Pflegeberug ist, daß Du im Prinzip niemals arbeitslos werden kannst.

Dafür landest Du eher beim Psychiater oder in der Psychiatrie. Ich kenne persönlich einen ganz besonders krassen Fall.

Der Krankenstand unter Alten- und Krankenpfleger ist sehr hoch. Und wäre noch höher, wenn sich nicht noch immer viele Kollegen krank auf die Arbeit schleppen würden.

Junge Leute, Anfang/Mitte 20,

Junge Leute, Anfang/Mitte 20, versuchen aus der Pflege herauszukommen, machen nebenher ein BWL-Studium.

Eine andere Kollegin hat auf 20% reduziert. Ich vermute, daß sie von den Eltern untersützt wird.

Das sind so die "Blüten" die unser hochmodernes Pflegesystem treibt.

Ich meine: Im Krankenhaus kannst Du jede Untersuchung haben: Magenspiegelung, Darmspiegelung, Sonographie, Bronchoskopie, CT, MRT und was es sonst noch so gibt.

Aber wir reden hier über die Pflege.

Wir haben vor gut einer Woche

Wir haben vor gut einer Woche zum erstenmal nicht für mehr Lohn in der Pflege demonstriert, sondern für mehr Personal.

Aber angenommen, es gäbe "genug" Pflegekräfte, das Problem wäre damit nicht beseitigt.
Der schlechte Pflegeschlüssel bliebe, weil er nicht refinanzierbar ist.

Man muß sich mal ansehen, wo wir "ach so reiches Deutschland" im Vergleich mit anderen eropäischen Staaten liegen.

Und hätten wir hier nicht so viel Zuwanderung gehabt, hätten wir auch bei Krankenhausärzten ein erhebliches Problem !!

Die haben auch keinen 8-Stunden Tag.
Deie kommen um 9:00 und wieseln um 20:00 immer noch dort rum, um ihre "Sachen" abzuarbeiten.

Reform gegen den Pflegenotstand

Es bleibt mir völlig verschlossen, wie man zu der Einschätzung kommen kann, dass eine Reform der Ausbildung, den sich (in meiner Wahrnehmung) immer mehr zuspitzenden Pflegenotstand abfedern könnte. Ich befürchte, dass sich durch diese Reform die Situation insbesondere für die Pflegeheime noch verschärfen wird. Im Kreise meiner Kollegen kann sich niemand vorstellen, dass diese Reform auch nur annähernd an das eigentliche Problem der Pflegeberufe heranreicht. Diese sind und bleiben:
1. Ungünstigste Arbeitszeiten
2. Starke physische wie psychische Belastungen
3. Es wird immer noch vorausgesetzt, dass der Pflegeberufe aus karitativer Motivation ergriffen wird (was völlig obsolet ist)
4. Krankenhäuser/Pflegeheime zunehmend wirtschaftlich orientierte Betriebe sind, die nur noch im Bereich der Personalkosten Einsparungen erzielen können.
5. Eine über Jahrzehnte völlig verfehlte Lohnpolitik an der sowohl der Bund, die Länder aber auch die entsprechenden Gewerkschaften dazu beigetragen haben!

Kinder bleiben auf der Strecke

Diese Zusammenlegung ist ein schwerer Fehler. Ein Kinderkrankenpfleger braucht ganz andere Qualitäten, Kenntnisse und Fähigkeiten als ein Altenpfleger. Das eine Spezialisierungsjahr reicht da nicht aus. Ich würde mein Kind keinem nach dem neuen System frisch ausgelernten Kinderkrankenpfleger anvertrauen, der vielleicht erst ein Jahr Berufserfahrung mit kranken Kindern und ihren zerbrechlichen Seelen hat.

No was: Wenn in Polen

No was: Wenn in Polen irgendgenwann mal bessere Löhne gezahlt werden, dann sieht es ganz zappenduster aus.

Wieviel "Haushaltshilfen", die auch die pflegerische Versogung der Leute bei Ihnen zuhause vornehmen, mit oder ohne Unterstüzung eines Pflegedienstes gibt es in Deuschland ?
Angemeldet oder nicht angemeldet ?
Ist eine Grauzone, aber von der Politik gedultet, weil sie wissen, weil das System schon an der Stelle kollabiert.

Wenn die Politik ein weiteres

Wenn die Politik ein weiteres Mal auf die Tarifparteien verweist, wenn es um die schlechte Bezahlung in diesen Berufen geht, erwarte ich bei den nächsten Tarifverhandlungen von Verdi aber mindestens eine Forderung von 50% Lohnerhöhung, Halbierung der Arbeitszeit und 100% mehr an Planstellen. Und natürlich die Garantie, dass die Pflegekräfte später eine Rente bekommen, die es Ihnen erlaubt, ohne staatliche Zuschüsse in einem Pflegeheim zu überleben. Unter dem sollte kein Mensch in solchen Knochenmühlen wie Pflegeheime arbeiten müssen.

Die Bayrische CSU möchte 3

Die Bayrische CSU möchte 3 Mrd. Subvention für den Ausbau des Glasfasernetzes geben.

Subventionen sind Geschenke an die Industrie um Kosten zu senken. Der daraus erzielte Gewinn verbleibt in der Privatwirtschaft.

Von den 3 Mrd. hat die Oma im Heim in Bayern aber genau mal gar nichts.

Pflegereform

Wenn die Pflegereform tatsächlich zu mehr,
nach Leistung und Verantwortung bezahl-tem, angemessenem, Pflegepersonal (mit nur wenigen Überstunden) führen würde, wäre dies sehr zu begrüßen. Doch mir fehlt der Glaube daran: Schließlich sind bald Wahlen, und deswegen sollten wir uns von dieser Reform nicht viel erhoffen außer,
dass vermutlich viel mehr Verwaltungs-menschen als Pflegepersonal eingestellt werden, die auch noch eine wirklich gere-gelte Arbeitszeit, eine gute Bezahlung, eine deutlich geringere Verantwortung und beruflichen Stress haben werden. Aller-höchsten Respekt all jenen, die auch mit Mittel fünfzig oder älter noch den Pflege-
beruf ausüben.

@13:47 von sprachloser Im Pflegeheim arbeiten?

" Wer hält das bis 65 durch? Und dann? Als Frührentner von 1000€ und weniger Leben.. "

Eher viel weniger. 43% vom Netto. Bei Frührente dann nochmal Abzüge.
Ich denke wir sind da bei Grundsicherung.

Falls ich da falsch liegen sollte, lasse ich mich gern belehren.

Reform der Pflegeberufe

Laut TS: "In Heimen brauchen die Mitarbeiter mehr Wissen über Akutpflege, im Krankenhaus Spezialkenntnisse von Altenpflegern"

Ist mir neu, aber wie immer betrachte ich das erst mal als "Fake News".

Das man so etwas schreiben kann zeigt doch, dass da noch ganz andere Reformen kommen müssen. Es wird sich gar nichts zum positiven verändern...

Wortwahl Pflegeassistent

"Danach besteht die Möglichkeit, sich entweder zu spezialisieren, einen generalistischen Abschluss zu machen oder als Pflegeassistent in den Beruf einzusteigen. "
Da steht es doch wo es hin gehen soll. Das Zauberwort heißt "Pflegeassistent".
Sprich, Hilfspfleger, was wiederum heißt, geringere Bezahlung.
Eine Weiterbildung wird nur mit wiederwillen bezahlt oder wie all zu oft über die Arbeitsämter.
Mehr Personal wird mit dieser Ausbildungsform auch nicht gefunden.

Wir hatten vor einiger Zeit

Wir hatten vor einiger Zeit so ein Magen-Darm-Duchfall-Welle, d.h. es kommen viele Patienten in kurzer Abfolge mit Druchfall, Übelkeit, Erbrechen.
Fast jedes Zimmer wurde als "Isolierzimmer" eingerichtet, was erstmal auch richtig Aufwand bedeutet.
Dann muß in der Folge auch die besonderen hygienischen Isoliermaßnahmen eingehalten werden.
Aber bei der unverändert schlechten Personlalbesetzung mußten die Leute versorgt werden.
Was passierte ? Das Personal steckte sich auch sukzessive an und wurde krank, und mußte von anderen Stationen aus dem Stand ersetzt werden.
Warum wohl haben die sich angesteckt ???
Wohl nicht, weil sie zu dumm waren.
Denkt mal drüber nach.

Und noch ein Erfahrungsbericht

Ich habe über 20 Jahre in diesem wunderbaren Beruf gearbeitet. Jetzt mache ich eine Umschulung, weil dieses Sytem uns Pflegekräfte völlig kaputtmacht und ausbeutet. Wer regelmäßig Spätdienste ohne Pause, allein als Examinierte mit einem Schüler im ersten Ausbildungsjahr auf einer Gefässchirurgischen Station arbeitet, Überlastungsanzeigen vom Chef zurückbekommt "Wenn Sie für sowas Zeit haben, kann das alles nicht so schlimm sein", wer häufig in zwei Wochen alle drei Schichten durchläuft, wer im Frühdienst keine Zeit für Grundpflege hat und das "von oben" abgesegnet wird mit "Gesicht und Hände reichen", wer in seinem Frei oder Urlaub keine Erholung mehr hat, weil man angerufen wird, der hält das nicht auf ewig aus und landet in einem tiefen schwarzen Loch. Aber das scheint ja so gewollt zu sein. Die Damen und Herren sollten sich ein korrektes Bild von der Lage machen und in einer Pflegeeinrichtung mitarbeiten - dann dürfen Sie Reformen angehen - und die besteht vor allem in mehr Personal

Einheitsbrei

Die Reform ist eher Unfug und die wirtschaftlichen Gründe wurden ja auch angedeutet. Frage - würde jemand auf die Idee kommen die Berufe von bäcker, Konditor und Koch zu vereinheitlichen - sicher nicht. Lobbyisten-Republik

Pflegeassistent

Mit der Ausbildung, Pflegeassistent, kann man auch schön Personal aus dem Ausland anwerben.
Und wenn sie befähigt sind, immer noch weiterbilden.
Ach was sich da wieder Regierung und Industrie ausgedacht haben, in 10 20 Jahren werden wir das Ergebnis zu spüren bekommen.

Ich denke es gibt hier

Ich denke es gibt hier genügend, die könnten mal eine Schicht im Pflegeheim oder im Krankenhaus schildern.

Aber dafür würde 1. der Platz nicht ausreichen und 2. die wenigsten würden einen solchen langen Text lesen wollen.

Sie wollen es nicht glauben oder wissen es und verdrängen die Probleme.

Der Mensch ist so gestrickt, daß er Bedrohungen die auf Ihn zukommen, gut verdrängen kann.

Er nimmt eine Bedrohung ernsthaft nur wahr, wenn ihm jemand einen geladenden Revolver an die Schläfe hält.

Dann ist es wahrscheinlich jedoch zu spät es macht *Päng* ...

Viele Einweisungen von

Viele Einweisungen von Heimbwohnern in Krankenhäuser aufgrund von "Austrocknung", Stürzen u.a. wären nicht notwendig, wenn die Heime einen vernünftigen Personalschlüssel hätten, weil dann könnten sie Ihre Arbeit besser machen und so manche "Austrocknung", mancher Sturz würde nicht passieren.

In Norwegen hat jetzt jedes Pflegeheim einen Arzt integriert. Das könnte auch den einen oder anderen Transport ins KH überflüssig machen.

Der KTW fehlt möglicherweise für wichtigere, weil lebensbedrohlichere
Sachen.

Viele Leute kommen auch in die Notaufnahme, obwohl für die der Arzt der kassenärztlichen Vereinigung zuständig wäre.
Manche kommen auch mit Kopfschmerzen in die Ambulanz.
Und dann wundert Ihr euch, wenn ihr 6 Stunden in der Notaufnahme verbringt.

Oder beliebt die Überfüllung mit "Schnappsleichen" zu Karneval.

Oder: manche Obdachlose lassen sich vom RTW ins KH fahren, gehen danach die Kumpels in der Fußgängerzone besuchen, weil es der "günstigste" Bus war.

@16:28 von benni0279 Pflegeassistent

"Mit der Ausbildung, Pflegeassistent, kann man auch schön Personal aus dem Ausland anwerben.
Und wenn sie befähigt sind, immer noch weiterbilden.
Ach was sich da wieder Regierung und Industrie ausgedacht haben, in 10 20 Jahren werden wir das Ergebnis zu spüren bekommen."

Die Baujahre 1964/1965 waren die stärksten der Geschichte. Ich gehöre dazu.
Mir graut jetzt schon davor, pflegebedürftig zu werden.
Ich würde mir aktive Sterbehilfe für mich wünschen.

Ich möchte gerne früher als

Ich möchte gerne früher als mit 65 oder 67 Jahren in Rente gehen, schlicht weil ich glaube, daß ich es nicht schaffe.

Aber das wird wohl finanziell nicht hinhauen.
Ich würde eine Bank überfallen um das zu realisieren, wenn man dort heute noch was holen könnte.

Als wir letztens für mehr

Als wir letztens für mehr Pflegepersonal demonstrieren mit unsren Plakaten und fest in unsere Trillerpfeifen bliesen, haben wir wohl nur eins erreicht (es war ein schöner sonniger Samstag):

Wir haben die Mitbürger beim Eisessen verschreckt !!!
Manche guckten sogar böse !!
Da habe ich nochmal stärker in die Pfeife gepustet.

Eigentlich wird auch das

Eigentlich wird auch das Pflegesystem subventioniert:
ALG2 Empfänger können die Ausbildung zum Pflegehelfer machen. Das sind dann die ganz billigen Sklaven in der Pflege.
Die werden aber nicht durch Steuergelder sondern durch Beiträge in die Arbeitslosenversicherung subventioniert.

Ich könnte mich mit den

Ich könnte mich mit den Zuständen ja auch irgendwie abfinden, wenn wir ein armes Land wären, und wenn nicht dauernd damit geprahlt wird, daß wir Exportweltmeister sind.
Und wenn es nicht 2 Klassen von Patienten gäbe.
Aber das System ist so gestrickt, und zwar gewollt, daß der Laden ohne privatversicherte schon gar nicht laufen würde.
Eine Ironie.

Aber wir sind auch ein Land,

Aber wir sind auch ein Land, in dem gegen den Bau von Hospitzen in Wohngegenden protestiert wird.

Aber hey, jeder stirbt für sich allein.

Ist nur eine Frage von "Wann" und "Wie"

kostentreiber..

Sind weniger die Pflegekräfte sondern die in der Regel berufsfremden vorstände plus Vorzimmerdamen plus Fuhrpark,die Ärzte und Pflegekräfte mit durchfüttern müssen..

Diese Leute haben wenig Ahnung von der Arbeit,verändern Arbeitszeiten oft so,dass keine Fahrgemeinschaften mehr funktionieren,etc.

Immer mehr schreibkram,immer mehr Dokumentation,etc. nehmen uns die Zeit für die Patienten..

Früher waren klinikdirektoren Verwaltungsangestellte oder Beamte..keine BWL-Absolventen,etc..

Und es hat besser funktioniert

Ein fachkrankenpfleger für Psychiatrie mit fast 30 Jahren Erfahrung..

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