Kommentare

Wiedervereinigung

Helmut Kohl hat den Ostdeutschen nach dem Ende der SED-Diktatur die Freiheit und die Demokratie gebracht.
Deutschland sagt danke.

Frieden in Europa

In die Amtszeit Kohls fällt auch 1990 der Abschluss des Friedensvertrages mit den vier Siegermächten, der den Zweiten Weltkrieg erst beendete.

Nach gefühlten 100 Beiträgen

Nach gefühlten 100 Beiträgen ist es nun aber genug. Wir wissen alles über ihn.
Er ruhe in Frieden.

Kohl

Helmut Kohl reiht sich ein in die Phalanx unserer fähigen Kanzler nach Kriegsende. Alle diese Kanzler, angefangen bei Adenauer über Erhard, Schmidt, Brandt und auch Schröder haben Deutschland positiv geprägt, jeder auf seine individuelle Weise. Wobei die Wiedervereinigung unter Kohl eine ganz besondere deutsche Sternstunde war. Gleich war allen diesen Kanzlern eine gewisse Demut gegenüber anderen Völkern, ein visionärer Weitblick hinsichtlich der politischen Dimensionen und die Beharrlichkeit in der Durchführung der als richtig erkannten politischen Ziele. Für diese Männer kann Deutschland dankbar sein! Wir dürfen deren Vermächtnis in Gegenwart und Zukunft nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.

Schade dass Kohl 1998 abtreten musste ....

.. sonst wäre es heute besser.
Als Kohl 1998 abgewählt wurde hat der Nachfolger Schröder in Bezug auf die EU Fehler gemacht vor denen Kohl immer gewarnt hat.
Der schlimmste Fehler war Anfang 2001 als Schröder vertraglich zugestimmt hat dass Griechenland den Euro bekomme sollte.
Kohl und Waigl waren bis zuletzt als Warner dagegen weil sie wussten was daraus wird.
In einer Dokumentation des hier wohl unabhängigen Schweizer TV wurden diese Fehler die zu der großen Euro-Krise geführt haben ziemlich gut beschrieben.
Quelle:
http://doku5.com/euro-abgrund/
*
Kohls wollte ja sogar Spanien und Portugal aus dem Euro heraus halten. Das hat er aber gegen Frankreich nicht durchsetzen können.

Es ist und bleibt dabei:
Kohl ist zusammen mit Helmut Schmidt einer der größten Treiber der EU gewesen und ihm ist ganz wesentlich zu verdanken wie dann NACH dem Mauerfall die Deutsche Einheit zustande gekommen ist!
Das ändert aber nichts an Fehlern die er leider auch gemacht hat wie z.B. die Spendenaffäre!

Kohl war alles mögliche.

Kohl war alles mögliche. Stur, sanft, energisch, etc.
Andete User glauben, ihm sei die Einheit zugefallen.
Das ist grundweg falsch.
Lafontaine sagte laut und deutlich" wir brauchen mehr zeit".
Diese gab es aber nicht.
Wer heute noch für oskar ist, ist entweder ewig östlicher oder ein besserwessi.
Beide sind gegen die Einheit.
Gut gemacht, Herr Kohl.

Helmut Kohl verabscheute Kriegseinsätze

Dieses große Verdienst wird überhaupt nicht gewürdigt. Es war wohl seine eigene Erfahrung, kurz vor Kriegsende 1945 mit dem letzten Aufgebot verheizt zu werden. Er bescherte Deutschland Frieden statt sogenannter 'Friedensmissionen' mit Kampfeinsätzen bis heute.

Bewusster Gesetzesverstoß

Kohl hat mit seinem Partei-Spenden-System bewusst gegen Gesetze verstoßen. Der Vorteil seiner Partei erschien ihm aber als wichtiger Vorteil für das ganze Land.

In einem ....

anderen Kommentar hatte ich geschrieben, daß sehr viele Menschen nicht 87 Jahre alt werden und daß die Wertung als Politiker halbwegs neutral erst nach 100 Jahren durch Historiker vermutlich vorgenommen werden kann. Das hat @ Skywalker dazu ermuntert, meinen Kommentar als "überflüssig" zu bewerten.Naja, die Meinungen und damit Bewertungen über andere Menschen und auch Politiker gehen eben auseinander! Ich war kein Kohl-Anhänger und bin es auch jetzt nicht und halte es mehr mit Helmut Schmidt: Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen! Kohl tat das nicht, sondern stellte sein "Ehrenwort" über das Gesetz! Das sollte @Skywalker und viele Andere nicht vergessen! Oder gab es eine "Lex Kohl"? Bei jedem Anderen wäre Beugehaft angeordnet worden, denn es ging nicht nur um einen Verstoß gegen das Parteienfinanzierungsgesetz, sondern sehr wahrscheinlich auch um Steuerhinterziehung der "Spender", deren Aufdeckung somit verhindert wurde! Tja, was so ein "Ehrenwort" plötzlich wert ist!!!!!

Oberflächlich betrachtet hat Herr Kohl

seine anfänglichen Unsicherheiten durch ein antrainiertes Status-Gehabe überwunden, verbunden mit der Erkenntnis, dass er nun tatsächlich Macht hatte. Der Mauerfall ist ihm und uns in den Schoß gefallen. Die Regierung hatte keine Ahnung von der inneren Verfassheit der DDR, auch nicht von der wirtschaftlichen und von der "Wertigkeit" dieses Notstaates. Das viel geringere Vermögen der DDR (als berechnet) wurde dann auch noch von Herrn Rohwedder und Frau Breuel verhökert und verschleudert. Kein Mensch hat daran gedacht, dass es sich hier im wahren Sinne um "Volksvermögen" handelte. Es wurde einfach konfisziert.
Um die Vereinigung hat er sich dann allerdings bemüht, auch systemisch. Aber er war der Glückliche, was er ja selbst "fortune" nannte. Seine Vorgänger häten das auch so gemacht, Will Brandt vielleicht auch einfühlsamer.
Ansonsten war Herr Kohl immer der "Bimbes-Kanzler", und auch die EU-Politik hat er mit Bimbes betrieben. Bimbes ist ihm letztlich auch zum Verhängnis geworden.

@ 13:13 von Manfred Korte

Sie schreiben:
"Ansonsten war Herr Kohl immer der "Bimbes-Kanzler", und auch die EU-Politik hat er mit Bimbes betrieben. Bimbes ist ihm letztlich auch zum Verhängnis geworden."
*
Es ist wirklich schade dass so viele Menschen in Deutschland die eigenen Politiker so negativ beurteilt obwohl sie weltweit extrem hoch geachtet werden.
Er war erst der zweite Mensch überhaupt der zum Ehrenbürger Europas ernannt wurde WEIL er extrem viel für die europäische Einheit getan hat.
Und selbst sein erklärter Gegner Helmut Schmidt hat ihm zugestanden dass Kohl sowohl bei der deutschen Einheit wie auch bei seiner EU Politik extrem Gutes geleistet hat!
Ich empfehle einmal diesen Artikel zu lesen der sehr viel aussagt, auch seine negativen Seiten, die er ebenfalls hatte.
http://t1p.de/Kohl-Ehrenbuerger-1
*

Kanzler der Einheit vs. Bimbes-Kanzler

Sehen wir uns in der Welt doch einmal um: Kriege und Konflikte an allen Ecken und Enden. Mittendrin ein friedliches und wohlhabendes Europa. Ja, wohlhabend, jedenfalls im Vergleich zu den allermeisten anderen Staaten dieser Erde. Helmut Kohl hat viel für die weitere Einigung Europas getan. Und damit sehr viel für den Frieden in unserer Region. Ja, das alles hat auch sehr viel Geld gekostet. Aber jede Form von Konflikt oder gar Krieg in Europa wäre wesentlich teurer geworden. Eine friedliche Wiedervereinigung wie unter ihm hat es vorher noch nie gegeben und es bleibt zu hoffen dass es Männer dieser Größe gibt, die das zum Beispiel auch in Korea eines Tages schaffen werden. Zu befürchten steht dort jedenfalls derzeit anderes. Und ja, er hat sein Ehrenwort über das Gesetz gestellt. Vielleicht ein Fehler. Sicherlich aber eine Randnotiz in der Geschichte. Wie kleinkariert kann man sein, eine Lebensleistung dieser Größe auf eine solche Kleinigkeit zu reduzieren.

Wiedervereinigung

sorry
aber irgendwie ist mir der Genscher in Erinnerung geblieben

Der Vater der Wiedervereinigung

Helmut Kohl war 8 Jahre Kanzler in einem damals 41 Jahre geteilten und 8 Jahre in einem mittlerweile 26 Jahre vereinigten Deutschland. Das ist eine lange Zeit, in der der Visionär maßgeblich dazu beigetragen hat, dass man noch heute "Neue Bundesländer" sagt.
Er hatte im übrigen 27 Jahre Zeit die Auswirkungen zu überdenken. Ich finde es wenig väterlich die Kinder unterschiedlich zu behandeln und es nicht einmal zu bemerken.

Friedensbewahrer

Herr Kohl war vor allem Friedensbewahrer. Da er Krieg aus eigener Erfahrung noch kannte, hat er Kriegseinsätze abgelehnt. Er war ein Garant für den Frieden. Wenn auch nicht alles perfekt an ihm war und er sicherlich sehr machtbewusst war, so wird dieser Verdienst bleiben.

Man kann denken,

was man will: in meinem bisherigen Leben habe ich erst drei (!) Kanzler gesehen (ich bin jetzt 35 Jahre alt). Nun lebe ich in Frankreich - Franzosen haben in derselben Zeitspanne sechs verschiedene Präsidenten gesehen. Für mich ist der Altkanzler Kohl auch ein Pfeiler politischer Stabilität in Deutschland gewesen.. Und die Werte, die er bezüglich der deutschen Vereinigung und dem Zusammenwachsen der europäischen Völker vermittelt hat, trage ich auch weiterhin in meinem Herzen (auch wenn nicht alles so rosa ist, wie er es zeitweise darstellte..).

Ein großer Deutscher

Die Welt steht still! Der Tod von Dr. Helmut Kohl trifft Deutschland ins Mark! Wer wird sein Nachfolger,viele offene Fragen?
Nun ist es Zeit für ein großes Dr. Helmut Kohl Denkmal in Berlin aber auch in seiner rheinischen Heimat.
Adenauer war groß,Helmut Kohl ein Gigant!
Das Ausland nennt ihn zurecht Vater der Deutschen,Spiritus Germaniae!!
Alle Deutschen trauern heute um diesen bescheidenen Mann und verneigen sich ehrfurchtsvoll!
Deutschland ist vaterlos geworden! Die ganze Welt trägt heute schwarz!!

Unwürdige Häme und Zynismus

Ich muss zugeben, ich bin irritiert bis erschüttert, welche Häme und Zynismus in manchen Beiträgen hier und in Vorgängerthreads zu Tage treten.

Ein Mensch, eine Persönlichkeit ist gestorben.
Man muss mit Helmut Kohl nicht in allen Punkten einig gewesen sein, man kann ihm sein Verhalten in der Spendenaffäre vorwerfen.
Aber ihn als Korrupten zu bezeichnen oder gar auf sein Ableben hin eine Flasche Schampus öffnen zu wollen, ist unterstes Niveau und eines Diskurses zwischen halbwegs kultivierten Menschen unwürdig.

Die Behauptung, die Wiedervereinigung wäre quasi ein Selbstläufer gewesen, ist historisch falsch und verkennt die Fakten.
Kohls grosse Leistung war die weitsichtige und sensible Zusammenführung vieler Positionen und Faktoren, beginnend bei den Führern der damaligen Militärblöcke, über die skeptischen Staatschefs der europäischen Freunde bis hin zu der Heerschar an Bedenkenträgern hierzulande.

Allein Kohl's Entschlossenheit ist die Wiedervereinigung schon 1990 zu verdanken.

@ 13:13 von Manfred Korte

"de mortuis nil nisi bene"
Hat diese Gepflogenheit für Sie und für manch anderen hier denn keine Gültigkeit mehr?
Wenn sich Erwachsene nicht scheuen verbal nachzutreten, brauchen wir uns wohl auch nicht mehr wundern, dass manche Jugendliche das dann auch physisch tun.

Mich interessiert, weshalb

Mich interessiert, weshalb man Dietmar Riemer nach dem Tod von Helmut Kohl zu dessen Person befragt. Manchmal ist weniger mehr. Aber was solls, eine Einzelmeinung ist ohnehin nicht repräsentativ.
MfG

Tiefe Verbeugung

Helmut Kohl bleibt mir als einzigster Kanzler der BRD in Erinnernung, der das Recht beugte, in dem er die Namen einiger dubioser Spender der Justiz auf deren Anfrage hin, nicht mitteilte, was als Bürger und erst Recht als Bundeskanzler seine oberste Pflicht gewesen wäre.

Kohlgedenken

Daß jemand, der 16 Jahre Kanzler war, jemand, in dessen Regierungszeit der Zusammenbruch des Ostblocks fiel, in der deutschen Presse prominent gewürdigt wird, ist alles andere als erstaunlich.

Insofern verstehe ich einige Foristen nicht, denen das nicht passt. Leute, da müsst ihr jetzt einfach mal durch.

Helmut Kohl war wohl der letzte wichtige Exponent des traditionellen vordemokratisch-patriarchalischen Deutschland. Ein Deutschland, welches durchaus von einer gewissen Enge gekennzeichnet war.

Er repräsentierte durchaus signifikant große Teile der deutschen Bevölkerung. Ich hatte Onkel, die ihm ähnlich waren.

Onkels, die nicht wirklich meine Lieblingsonkel waren.

Zu seiner Regierungszeit war ich ihm in innigster Abneigung verbunden, die letzten Jahre tat er mir eigentlich leid. Solche letzte Jahre wünsche zumindest ich niemandem auf dieser Welt.

@karlheinzfaltermeister

"...anderen Kommentar hatte ich geschrieben, daß sehr viele Menschen nicht 87 Jahre alt werden und daß die Wertung als Politiker halbwegs neutral erst nach 100 Jahren durch Historiker vermutlich vorgenommen werden kann. Das hat @ Skywalker dazu ermuntert, meinen Kommentar als "überflüssig" zu bewerten. ..."

Nur um es klar zu stellen: Ich hatte nicht ihren GESAMTEN Kommentar als überflüssig bezeichnet, sondern die Passage, dass Sie der Welt die Trauer absprechen wollten, weil Kohl schon 87 war...

Nach wie vor halte ich Ihre 100 Jahre Aussage für völlig verfehlt. Direkt nach einer Amtszeit ist es für Historiker und Journalisten noch viel besser möglich mit Zeitzeugen zu sprechen und eine objektive Meinung zu bilden als nach 100 Jahren, wo es bereits eine vorgefasste Meinung geben wird. Sie meinen also, dass man sich erst in 20-30 Jahren eine neutrale Meinung über Hitlers Untaten bilden dürfte? Ich wette aus dieser zeitl. Distanz würden die Gräuel erheblich harmloser dargestellt.

Kohl verstand als einer der ganz wenigen Europa

und das fehlt Deutschland heute. Helmut Kohl war - zusammen mit Mitterand - ein Europäer durch und durch.

@Brain58

"Und ja, er hat sein Ehrenwort über das Gesetz gestellt. Vielleicht ein Fehler. Sicherlich aber eine Randnotiz in der Geschichte. Wie kleinkariert kann man sein, eine Lebensleistung dieser Größe auf eine solche Kleinigkeit zu reduzieren."

Richtig: Politisch sicherlich ein Fehler, allerdings am Ende der polit. Karriere. Juristisch konnte man ihm scheinbar nichts anhaben.... Ich habe ihn mehrmals persönlich getroffen und nehme es ihm 100% ab, dass er unbestechlich und nicht käuflich war. Diese Parteispendenaffäre wurde politisch von den Gegnern ausgeschlachtet- hätte jeder so gemacht- aber im Gesamtkontext halte ich diese Summen für lächerlich gering. Was sind 2,1 mio DM im Vergleich zu 16 Jahren Staatshaushalt? Da liegt ein Faktor zw. 1 und 2 Mio dazwischen! Das wäre umgerechnet auf das Familieneinkommen meiner Frau und von mir, als ob ich ein schwarzes Portmonnaie mit ein paar 5ct Stücken geführt hätte...

12:13 von Einerer - Widerspruch

Kohl hatte einen Instinkt für die Einheit. Ohne Kohl, keine Einheit. Genau die SPD war es, die mit ihrer zögerlichen Haltung das geringe Zeitfenster hätte ungenutzt verstreichen lassen. Nicht im Ernst ist anzunehmen, das es unter Wladimir Putin eine Deutsche Einheit gegeben hätte.
.
Die Einheit Deutschlands hatte viele Väter und Mütter. Sowohl der Nato-Doppelbeschluss, und in der Folge Gorbatschow und seiner Politik der Entspannung, als auch Ronald Reagan, der England und auch Frankreich zur Räson brachte, als auch eben Helmut Kohl, der wie kein anderer ein Gespür für Chancen hatte. Ohne Kohl keine Einheit. Ohne Gorbatschow und Reagan allerdings genauso wenig.
.
Ganz am Anfang aber war es die DDR-Bevölkerung, die zum Westen dazugehören wollte und mit ihrem Mut den Prozess überhaupt erst begann.

@Agora

"
Man kann denken, was man will: in meinem bisherigen Leben habe ich erst drei (!) Kanzler gesehen (ich bin jetzt 35 Jahre alt). "

Ich hatte mit 27 Jahren NUR Helmut Kohl als Kanzler bewusst erlebt- ich war 10 als er an die Macht kam und ich habe noch keine Erinnerung an die Politik damals....

The King of President Ich

The King of President

Ich habe ihn sehr gemocht. Seine Präsenz reichte schon, groß, stark, mutig....
Wir werden ihn sehr vermissen.
Ruhe in Frieden Helmut.

@14:17 von telemark

"Unwürdige Häme und Zynismus"

Danke, Sie haben mir in Ihrem Post aus der Seele gesprochen.

15:00, Skywalker

>>Diese Parteispendenaffäre wurde politisch von den Gegnern ausgeschlachtet- hätte jeder so gemacht- aber im Gesamtkontext halte ich diese Summen für lächerlich gering. Was sind 2,1 mio DM im Vergleich zu 16 Jahren Staatshaushalt? Da liegt ein Faktor zw. 1 und 2 Mio dazwischen! Das wäre umgerechnet auf das Familieneinkommen meiner Frau und von mir, als ob ich ein schwarzes Portmonnaie mit ein paar 5ct Stücken geführt hätte...<<

Falscher Ansatz.

Die Summen sind irrelevant. Es geht darum, ob ein ehemaliger Kanzler sich über das Gesetz stellen und Parteispender verschweigen darf. Der Geruch der Korruption auf allerhöchster Ebene, der hier durch die Republik waberte, war schon ein wenig beißend.

Er hat aggressiv Vorrechte der Elite, zu der er sich zählte, eingefordert und sich über das Gesetz gestellt.

Das sind vordemokratische Gepflogenheiten.

@Zeitlos-Geistlos

"Das ist eine lange Zeit, in der der Visionär maßgeblich dazu beigetragen hat, dass man noch heute "Neue Bundesländer" sagt."

Was gibt es daran zu bemängeln? Genauso wie man heute Nord- oder Süddeutschland sagt, ist Ostdeutschland für mich nicht gleichbedeutend mit neue Bundesländer, sondern mit der Himmelsrichtung. Und die neuen Bundesländer sind nun 26 Jahre da- die "alten" fast 3x so lange. Da ist alt und neu eine ziemlich legitime Beschreibung ohne Wertung. In hundert Jahren mag das anders sein. Abgesehen davon ist es völlig unsinnig diese Tatsache Herrn Kohl zuzuschreiben.

Mein Beileid an die nahen Angehörigen,...

...was die Leistungen dieses Mannes angeht bin ich geteilter Meinung.

Leider war seine Politik nie die meine.

Mag sein, daß er was den Zeitpunkt bzw. die Geschwindigkeit der dt. Wiedervereinigung angeht eine große Rolle gespielt hat.
Aber es gehörten doch noch einige wichtige andere Männer u. Frauen dazu.

Die Spendenaffäre lasse ich hier einmal unberührt.
Jeder darf sich dazu seine Meinung bilden.
Ich denke er hat da gegen Gesetze verstoßen.

Die Einigung Europas war grundsätzlich gut, aber die erkannten Fehler z.B. beim Euro wurden nicht von ihm nachgebessert.

Die letzen Jahre seiner Kanzlerschaft hat er quasi ausgesessen.
---
Die Geschichte wird die Einordnung Kohls sicher richtig stellen.
---
Möge er in Frieden ruhen.

@13:58 von Vincent Vega - Friedensbewahrer ---

---Herr Kohl war vor allem Friedensbewahrer.---
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Das waren bis dahin alle Kanzler die im Amt waren.
Meiner Meinung nach.

@14:14 von pace31 - Nun ist es Zeit für ein großes...

...Dr. Helmut Kohl Denkmal in Berlin aber auch in seiner rheinischen Heimat.
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Das mag Ihre Meinung sein.
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Was halten Sie von der Idee, allen bis zu Kohl Ehrendenkmäler zu stiften?
Ich glaube ein Helmut Schmidt und auch ein Willy Brandt haben ebenso maßgeblich dazu beigetragen, daß Deutschland heute da ist, wo es ist.

Ich denke da z.B. an die Ostpolitik von Brandt.
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Bitte nicht falsch verstehen, ich lasse Ihnen Ihre Ansicht über Kohl u. ja er hat einiges geleistet.

Aber er hat nicht alles gut gemacht.
Möchte aber heute nicht zu weit ausholen.

15:39, Skywalker

>>@Zeitlos-Geistlos
"Das ist eine lange Zeit, in der der Visionär maßgeblich dazu beigetragen hat,dass man noch heute "Neue Bundesländer" sagt."

Was gibt es daran zu bemängeln? Genauso wie man heute Nord- oder Süddeutschland sagt, ist Ostdeutschland für mich nicht gleichbedeutend mit neue Bundesländer, sondern mit der Himmelsrichtung. Und die neuen Bundesländer sind nun 26 Jahre da- die "alten" fast 3x so lange. Da ist alt und neu eine ziemlich legitime Beschreibung ohne Wertung. In hundert Jahren mag das anders sein. Abgesehen davon ist es völlig unsinnig diese Tatsache Herrn Kohl zuzuschreiben.<<

Die neuen Bundesländer waren eben die neuen Bundesländer. Wenn man Herrn Kohl als alleinigen Architekten der Wiedervereinigung betrachten möchte, dann kann man ihn natürlich, sozusagen von hinten durch die Brust ins Auge, für diesen Begriff verantwortlich machen.

Wir benutzten damals einen Begriff, der sich leider nicht durchgesetzt hat: ÖGDM, Östlicher Geltungsbereich der deutschen Mark.

@Skywalker um 14:46 Uhr

Da gehen eben die Meinungen auseinander! Ich finde den Hungertod von Kindern in Afrika jedenfalls bedauernswerter, als das Ableben eines 87-jährigen Menschen nach einem erfülltem Leben. Und was die (Be-)Wertung eines Politikers betrifft, sollte man der Historie viel Zeit lassen und nicht immer vorschnell Lobeshymnen verteilen. Ich verweise da z.B. auf Mao Tse Dong oder auf Ho Tschi Minh oder auch auf Karl den Großen oder auf Alexander den Großen oder Lord Kitchener oder Churchill usw.usw.

Alt-Kanzler Kohl ist tot

Da kann man jetzt seine "guten" Taten beurteilen oder sich auch kritisch damit auseinander setzen. Darum sollte die salbungvolle Verklärung seiner Person wieder vernünftigen Sichtweisen weichen.
Hier wird geradezu und in infarmer Weise die Geschichte der DDR Bürger, die aufbegehrten und sich gegen das Regime stellten, als ein Kohlscher Erfolg gefeiert. Dem war nicht so. Auch die Wiedervereinigung war nicht in Gänze Kohl zuzuschreiben. Sicher, er hat die Russen bestochen, was geschichtlich bewiesen wurde, und Franzosen, Engländer und die USA durch wirtschaftliche Versprechen weich geklopft. Das aber als heroische Tat abzutun, bleibt fraglich, was die spätere CDU-Affäre (Schwarze Kassen u.a.)zeigen wird.
Das Ausbluten der DDR Industrie, Millionen von Arbeitslosen und das heutige vorherrschende Gefühl abgehängt geworden zu sein, ist letztlich diesem Kohl zu verdanken.

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