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Informationen?

"China sei nicht bereit gewesen, europäische Anliegen aufzunehmen, hieß es"

Schade das sich der ganze Artikel von Informationsgehalt auf diesen Satz beläuft. Eine etwas genauere Beschreibung was diese speziellen Europäischen Anliegen sind war wohl nicht drinn?

Denn das kann ja eine ganze Menge bedeuten. Von der Verteidigung Europäischer Verbraucherinteressen bis zu irgentwelchen erfundenen Bedenken um dieses Projekt zu Sabotieren.

Unterstützenswertes Projekt

Das Seidenstraßen-Projekt wäre sicherlich sehr gut wenn es zur Belebung der Beziehungen zwischen Asien und Europa führen würde, und zwar nicht nur auf der Ebene des Waren- und Kapitalverkehrs sondern in viel umfassenderem Sinne. Als Austausch von Kulturen, Ideen und Menschen. Gerade auch um den Abschottungstendenzen der USA und Großbritanniens entgegenzuwirken. Allerdings finde ich es auch richtig wenn die Vertreter der EU auf Transparenz und der Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards bestehen. Die Menschen und die Erde haben es dringend nötig, das alles zum Schutz der Natur und der sozialen Lebensbedingungen getan wird.

Aberwitzige Seidenstraße

Straße und Bahn als Konkurrenz von preislich unschlagbaren Riesenschiffen. Und wo hatte die antike Seidenstraße Häfen, die anscheinend mit gebaut werden sollen? Im Libanon für das letzte Stück nach Europa? Oder Flusshäfen in Zentralasien an Flüssen, die ins Nichts führen. Und wieso Afrika mit zur Seidenstraße gezählt wird bleibt ein undurchdringliches Rätsel.
Ein Prestige trächtiger Namen mit historischem Nimbus um Medien und begeisterte Chinesen zur Aufmerksamkeit zu bringen. Mehr nicht.

Welch Wunder

Mal ehrlich: die Selbstverständlichkeit mit der die EU ihre Interessen vertritt und annimmt, dass Nationen ausserhalb der EU die gleichen Interessen teilen, ist schon fast aberwitzig.

Die Schutzzölle gegenüber chinesischem Stahl seien da nur zur Erinnerung angeführt. Das ist Protektionismus und hat nichts mit freiem Handel zu tun.

Also: man beansprucht für sich das Recht, die eigene Wirtschaft mit Zöllen zu schützen, empört sich aber, wenn andere Staaten das gleiche tun.

Also kann man sich die Empörung oder das Kopfschütteln oder auch das Unverständnis darüber sparen, dass China nicht gewillt ist, sich den Interessen der EU zu unterwerfen.

Vor allem weil China das auch gar nicht nötig hat.

China wächst langsamer aber es wächst noch immer. Ein Markt, auf den man nicht verzichten kann.
Und deshalb kann China sich auch das Selbstbewusstsein leisten.

Und hat auch jedes Recht darauf.

Unregulierter Handel hat einen Haken

der unregulierte Handel bedeutet letztlich nur, Handel ohne Spielregeln. "freier Handel" klingt natürlich positiv, es sind aber Nebelkerzen der Lobby. Denn wenn gut ausgebildete und gut verdienende gegen Ultra-Dumpinglöhner in direkter Konkurrenz gesetzt werden, gewinnen dabei nur weltweit vernetzte Großkonzerner und deren Aktionäre. Aber weder der Dumpinglöhner / Lohnsklave / Kinderarbeiter in Bangladesch, China, Indien oder Südamerika haben einen Nutzen davon. Die hier geschlossenen Produktionsstandorte sind hier ebenfalls kein Mehrwert.
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"Freier Handel" ist ein schöner, positiv klingender Lobbybegriff. Heißt aber eigentlich "unfairer Handel" ohne vergleichbare Spielregeln. Denn es geht selten um das Produkt und seiner Qualität, sondern um die Kostenreduktion. Der Mensch verliert dabei fast immer.

"China sei nicht bereit gewesen,

europäische Anliegen aufzunehmen."

Als ob Europa bereit sei, chinesische Anliegen aufzunehmen.
So primitiv wie die menschliche Natur nach wie vor ist, so primitiv sind Menschen/Menschengruppierungen/Völker nach wie vor in Wirtschaft und Handel: nur Eigeninteressen zählen.

Nur Überschrift?

Den Artikel hätte man sich getrost sparen können, ich weiß jetzt so viel wie vorher, NICHTS.

Natürlich ist es wichtig das sozial- und umweltpolitische Belange bei solchen Verträgen mit Oben auf der Agenda stehen müssen. Nur so habe wir Europäer eine Chance gegen Dumpinglöhne und giftige Stoffe in der Umwelt oder den Produkten.

Unsere Politik, europaweit, knickt aber immer wieder ein weil die führenden Konzerne bei uns ihre Teile oder ganze Produkte in Asien produzieren lassen. Allein die Bekleidungsindustrie die hier teuer verkauft lässt billigst produzieren.

Wären die Standarts in Asien höher, wären die Produkte vielleicht nicht einmal viel teuerer, dem Konzernen würde es nur ein paar Milliarden Gewinne kosten.

Übrigens exportieren die deutschen Autohersteller so gut wie nichts nach Asien, die Fahrzeuge, sogar extra Modelle, werden dort produziert. Gilt auch für Süd- und Nordamerika. Im Gegenteil, aus Amerika werden die KFZ "importiert" und hier teuer verkauft.

Alle hören

"...Den Europäern geht es bei der Umsetzung der Initiative um Transparenz, öffentliche Ausschreibungen sowie Sozial- und Umweltstandards..."
Irgendwie kann man mit der Meldung nicht viel anfangen. Die Hintergründe des "Eklats" sind nicht ausgeleuchtet. Denn schließlich ist offenbar eine ganze Reihe von 100 beteiligten Ländern nicht unbedingt der EU-Meinung. Und was sagt eigentlich China selbst? Geht es um EU-Sonderinteressen?

@ Axtos Worum es den Europäern geht

Steht ebenfalls in dem Artikel.
"Den Europäern geht es bei der Umsetzung der Initiative um Transparenz, öffentliche Ausschreibungen sowie Sozial- und Umweltstandards".
Genau das finde ich richtig. Z.B. sehen wir es gerade in Indien, wohin es führt wenn es keine Standards gibt. Billige Medikamente werden dort produziert, die Abwässer der Fabriken werden unbehandelt in die umliegende Flüsse eingeleitet, mulitresistente Keime findet man dort überall. Menschen erkranken unheilbar und wir importieren diese Keime mit Touristen und Geschäftsreisenden aus Indien wieder nach Europa.

Ein wichtiger Punkt im Welthandel, gerade mit Fernost, sind die gen Null gehenden Frachtpreise. Waren in den 1960er Jahren noch - nach heutigem Maßstab - winzige Stückgutfrachter mit viel, viel Personal (Seeleute) notwendig, erledigen das heute weitgehend computergesteuerte Riesencontainer-Schiffe. Die Fracht kostet fast nichts mehr. LKW's benutzt man nur zum Verteilen. Im Binnenland. Heute ist die billig produzierte Ware in Fernost auch hier noch extrem billig, weil die Fracht fast nichts kostet.
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Eine "Landstraße" ist nach heutigen Maßstäben viel zu teuer. Zu lansam, zu teuer. Und das war ja u.a. auch der Grund, warum es die Seidenstraße so nicht mehr gibt.

Welche Arroganz!

09:31 von Axtos
Informationen?
"China sei nicht bereit gewesen, europäische Anliegen aufzunehmen, hieß es"
Schade das sich der ganze Artikel von Informationsgehalt auf diesen Satz beläuft.
Genau aber auf diesen Satz lief der Eklat nähmlich hinaus.
Die stärkste Wirtschaftsmacht war nicht bereit, sich dem Diktat der EU zu beugen. So ist es korrekter (auch in ausländischen Medien) bezeichnet.
Welch eine europäische, auch deutsche, Arroganz.
Wie sagte es kürzlich der Chef des BDI zu diesem Thema?
"Auch wir (EU und Deutschland) verhalten uns protektionistisch. Nur hängt das niemand gern an die große Glocke."
Öffentlich wurde im Zusammenhang mit der Elektromobilität doch auch, daß vor allem Deutschland von China eine Rücknahme ambitionierter Ziele bei der Einführung (zu Gunsten deutscher Autos) durchgedrückt wurde.
Man darf gespannt sein, wie lange China dieses Spiel noch mitmacht. Denn eins sollte klar sein. China braucht nicht die EU, aber umgekehrt!

Was "europäische Anliegen"

bedeutet, sieht man in der Ukraine. Diese EU ist marode und verkommen.

Gutmenschentum

Mit dem europäischen Gutmenschentum und anderen sagen wollen, was sie zu tun oder zu lassen haben, fährt Europa über kurz oder lang gegen die Wand. Das links liberale Gejammere gegen alles und gegen anders denkende, bringt mich noch um den Verstand.

TTIP hätte als Blaupause für

TTIP hätte als Blaupause für einen EU China Vertrag dienen können. Leider wurde er von Nationalisten/Isolationisten verhindert. Jetzt werden wohl chinesische Standards stärker zur Geltung kommen.

Ist es die EU, die

Ist es die EU, die Transparenz einfordert, die hinter gänzlich für ihre Bürger verschlossenen Türen Freihandelsabkommen wie TTIP oder CETA durchsetzen will?

Der war gut!

"Marcus2"

""Straße und Bahn als Konkurrenz von preislich unschlagbaren Riesenschiffen. Und wo hatte die antike Seidenstraße Häfen, die anscheinend mit gebaut werden sollen? Im Libanon für das letzte Stück nach Europa? Oder Flusshäfen in Zentralasien an Flüssen, die ins Nichts führen. Und wieso Afrika mit zur Seidenstraße gezählt wird bleibt ein undurchdringliches Rätsel.""

Die Riesenschiffe mögen preislich unschlagbar sein, von der Zeit sind sie es nicht. Und eine preisliche, zeitliche und auch Umweltschonende Alternative zu Frachfliegern ist sie sehr wohl! Ausserdem betrachten sie das Projekt bitte nicht nur durch ihre Koloniale Europäische Brille. Das Projekt ist nicht nur gedacht um billige Asiatische Produkte schneller zu ihnen nach Hause zu bringen, sondern als Infrastruktur Investition für mehrere Kontinente! Projekt Dimensionen die der "Westen" offensichtlich seit der nur wenige Jahre dauernden Eisenbahn Erschließung des Amerikanischen und Europäischen Kontinents verlernt hat.

"China sei nicht bereit gewesen,

europäische Anliegen aufzunehmen", wird mitgeteilt. Die grobe Umschreibung: Umweltauflagen, Sozialstandards usw. sagt überhaupt nichts darüber aus, worum es konkret geht. Die TS müßte durchaus in der Lage sein, die "europäischen Anliegen" so präzise wie möglich zu benennen. Oder erwarte ich zuviel von der TS-Redaktion?

Ich finde es übrigens gut, daß international gemeinsam versucht wird, die "Seidenstraße" wieder zu beleben.

@Flüchtlingsbefürworter Genau

@Flüchtlingsbefürworter
Genau, so heißen wir denn die Korruption und den Niedergang der Unwelt willkommen.
Leider sind ja viele Länder, die da anders denken nicht grade Vorbild was Freiheit, Gleichheit, Umwelt und Korruption angeht.
Kennen Sie Rosslings “don't panic“? Da wurde einem klar, dass die Grundidee nicht “ich habe recht“ ist sondern eher, dass die, die bereits “weiter“ sind eine Verpflichtung haben auf zu zeigen wie man mit 11 Milliarden Menschen zusammen auf der Welt leben kann.
Dazu gehören auf jeden Fall der Umweltschutz.

Ob nun im Detail recht oder zurecht ist in meinen Augen zweitrangig. Es geht ums größere Ganze.

Chinas Fehler

Wer einen Eklat bei internationalen Konferenzen vermeiden will, der muss halt vorher alle Teilnehmer fragen, was akzeptabel ist und was nicht. China agiert hier mit der politischen Sensibilität von Donald Trump. Dass die Forums-Trolle mal wieder versuchen die EU im Interesse Moskaus und Pekings „madig“ zu machen überrascht nicht. Dies ändert allerdings auch nichts an der Tatsache, dass die EU sich hier absolut richtig verhalten hat: für die chinesische Einbahnstraße ist frühzeitig ein Stop-Schild aufzustellen. Güter müssen lokal produziert und nicht global transportiert werden. Wenn die Chinesen in Europa Geschäfte mit Unterhaltungselektronik oder Telefonen machen wollen, dann müssen diese künftig auch in Europa hergestellt werden. Der Lohn- und Steuersenkungswettbewerb ist zu unterbinden. Freier Handel kann nur zwischen Staaten mit gleichem sozio-ökonomischen Entwicklungsstand geduldet werden.

Bericht über China braucht einen negativen Titel

Es ist mal wieder typisch, da gibt es eine chinesische an sich positive Initiative, zu der immerhin der russische Präsident und sogar der UNO Generalsekretär kommen und in dem Bericht gibt es dann eine übliche negative Schlagzeile und im Artikel einen nebulösen Satz ohne weitere Inhalte. Ganz ehrlich, kann man für seine Rundfunkgebühren nicht einen seriösen Bericht verlangen, der statt platter Schlagzeilen zum Beispiel das Projekt Seidenstrasse genauer beschreibt und auch erklärt, warum genau es zu dem angeblichen Eklat gekommen ist. Was sind die inhaltlichen Gründe hierzu?

China sei nicht bereit

europäische Anliegen aufzunehmen...für China sieht es aus, dass Europa chinesische Anliegen ablehnt...
Geeignetes Mittel wäre nicht Beharren auf der jeweiligen Position sondern Verhandlungen um für beide Parteien einen gangbaren Weg zu finden!

@ 10:34 von Flüchtlingsbefü...

Sie schreiben:
"Mit dem europäischen Gutmenschentum und anderen sagen wollen, was sie zu tun oder zu lassen haben, fährt Europa über kurz oder lang gegen die Wand. Das links liberale Gejammere gegen alles und gegen anders denkende, bringt mich noch um den Verstand."
*
Was hat diese Aussage jetzt mit dem obigen Artikel zu tun?
Dass China bei dem Dokument die Interessen der EU nicht berücksichtigt hat das hat nichts mit "liberale Gejammere gegen alles und gegen anders denkende" oder mit " europäischen Gutmenschentum" zu tun sondern ist lediglich normales Vorgehen bei internationalen Konferenzen!
In dem Artikel steht:
"Den Europäern geht es bei der Umsetzung der Initiative um Transparenz, öffentliche Ausschreibungen sowie Sozial- und Umweltstandards".
Das ist eigentlich das normale was man bei einer solchen Konferenz erwarten sollte!

Was heute alles als Eklat gilt???

Also ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da haben Politiker wochenlang z.B. ueber Handelsfragen verhandelt und waren sich trotzdem nicht einig, sondern die Gespraeche vertagt - selbst ohne Zwischenprotokoll. Das war normal und keiner hat sich besonders daran gestoert.

Heute wird irgendeine Idee praesentiert (hier die Seidenstrasse wiederbeleben) und wenn sie mit China oder/und Russland zu tun hat und die nicht sofort den Bedingungen der EU zustimmen wird von einem Eklat gesprochen.

Ob die EU dieses Projekt eigentlich will? Die Forderungen, die sie stellen, koennen zum Bumerang werden, denn z.B. Transparenz und Offenheit sind auch bei der EU mittlerweile Mangelware. Beispiele hierfuer wurden ja schon genannt.

Man muss die EU kritisieren,

Man muss die EU kritisieren, wo sie zu kritisieren ist und man muss sie loben wo sie zu loben ist.
In diesem Fall muss ein ganz dickes Lob ausgesprochen werden, dafür dass Sozial- und Umweltstandards zumindest angesprochen wurden und nicht, ob des monetären Antlitz, totgeschwiegen wurden.
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*THUMBS UP*
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Eine nordkoreanische Delegation einzuladen hingegen ist eine gute Sache. Sie sollen sehen, was sein kann, wenn man "mit den anderen Kindern spielen darf".
Nur immer mehr Sanktionen helfen nicht... das hat man in unzähligen Fällen gesehen.
Man muss zu den Sanktionen noch einen positiven Anreiz/Ausweg anbieten.

äh.. was?!

Was soll denn das? 2/3 des Artikels über einen "Eklat zwischen EU und China" über die üblichen Politikerfloskeln, und dann ganz zum Schluss ein kurzer Hinweis, dass die Europäer irgendwas nicht unterschreiben wollen. Weil es ihnen um "Transparenz, öffentliche Ausschreibungen sowie Sozial- und Umweltstandards" ginge.

Wie ja bereits an den öffentlichen und transparenten Verhandlungen zu TTIP und CETA zu erkennen war..

Ehrlich: Bei so wenig Information bin ich erstmal geneigt zu glauben, dass das Dokument, das die EU-Leute nicht unterschreiben wollen eine Selbstverpflichtung zu Transparenz sein könnte. Darüber will ich näheres Wissen, nicht welcher Politiker welche offensichtlichen und vorhersehbaren Floskeln losgelassen hat.

Da liegt einiges im Argen

Die chinesische Regierung spricht viel vom freien Handel. Dazu gehört es aus chinesischer Sicht auch, dass China sich in Europa frei in Europa betätigen dürfen. Umgekehrt gibt die chinesische Regierung europäischen Unternehme in China nicht.
Da liegt einiges im Argen, und das muss man auch offen aussprechen. Wir Europäer müssen darauf drängen, dass europäische Unternehmen in China die gleichen Rechte bekommen, wie sie chinesische Unternehmen in Europa haben.

Freier Handel muss fair und gerecht sein.

Wenn einzelne Staaten wegen Wettbewerbsvorteilen die Umwelt ruinieren oder Arbeiter ausbeuten dann ist das nicht fair. Vor allem gegenüber den Staaten, die sich an Mindeststandards für Umwelt und Soziales halten. Deshalb finde ich das Vorgehen der EU sehr lobenswert.

@09:47 von tisiphone

"Die Schutzzölle gegenüber chinesischem Stahl seien da nur zur Erinnerung angeführt. Das ist Protektionismus und hat nichts mit freiem Handel zu tun."

Das ist Unsinn. Der Stahl wird in China von großen Staatsfirmen hergestellt. Die brauchen keine Gewinne machen, zur Not wird da einfach zugebuttert. Die Zölle bestehen, weil China seine Stahlwirtschaft subventioniert. DAS ist kein fairer Handel!

@10:22 von Bernd39

"Denn eins sollte klar sein. China braucht nicht die EU, aber umgekehrt!"

Das ist Unsinn. Es gibt gegenseitige Abhängigkeiten. Würde China nicht mehr in die EU liefern, gehen da in tausenden Fabriken die Lichter aus. Aufstände wären zu befürchten... und das fürchtet die chinesische Führung nun wirklich am Meisten, könnte es doch sein, das die Massen die diktatorische Partei eines Tages hinwegfegen.

Der EU ging es um Transparenz, Sozialstandarts, Umweltstandarts und fairen Handel jenseits von Subventionen, die in China gerade in den großen Staatsbetrieben an der Tagesordnung sind. Das hat nun wirklich nichts mit einem "Diktat" seitens der EU zu tun.

@10:26 von Lügenhelfeneuchnicht

"Was "europäische Anliegen" bedeutet, sieht man in der Ukraine. Diese EU ist marode und verkommen."

Das verstehe ich jetzt nicht. Was geschiet denn in der Ukraine seitens der EU, was "marode und verkommen" ist?

@ Hugomauser

Sie schreiben, dass China den Stahl subventioniert und das damit kein fairer Handel ist.

Das ist eine klassische EU Klage.

Die wäre für mich allerdings ein wenig glaubwürdiger, wenn die EU nicht die Landwirtschaft (Milch, Geflügel) subventionieren würde und den afrikanischen Markt mit billiger Milch und billigem Hähnchen überfluten würde, und so den afrikanischen Bauern die Existenzgrundlage nimmt.

Genau das ist nämlich mein Punkt: wenn die EU sagt: fairer Handel, dann meint sie ausschliesslich: fair für die EU.

Hugomauser, 14:03

||Was geschiet denn in der Ukraine seitens der EU, was "marode und verkommen" ist?||

Zitat Günther Verheugen:
„Ohne Not wurde die neue ukrainische Regierung nach der Entmachtung Janukowytschs sofort rückhaltlos unterstützt, obwohl diese Regierung noch nicht einmal im eigenen Land das Vertrauen der Mehrheit genießt, antirussisch ist und ihr völkisch gesinnte Kräfte angehören.“

@14:01 von Hugomauser

Nun, ich kenne China sehr gut, bin jedes Jahr mindestens 2-3 mal dort und kann ihre Einschätzung überhaupt nicht bestätigen.
In China wird in erster Linie für den eigenen Markt produziert. Es ist seit Maos Zeiten oberstes Gebot sich nicht von ausländischen Mächten abhängig zu machen. Schaut man sich den wachenden Wohlstand in China an, versteht man auch welche Massen an Gütern benötigt werden.
Selbstverständlich bedeutet dies nicht dass die Chinesen nicht auf Import und vor allem Export aus sind. Denn den Kapitalismus haben die Chinesen in den letzten 20 Jahren perfektioniert und mit den Exportüberschüssen wird wieder kräftig investiert, im Inland und immer mehr im Ausland.
Die EU hat China schon lange nichts mehr zu bieten, und über die halbgaren Belehrungen macht man sich öffentlich lustig. Einerseit aus einer Position der Stärke heraus und andererseits weil man die Doppelmoral und Verlogenheit der Europäer kennt. (Transparenz, Fairness, Umwelt...)

P.S. Standard schreibt man mit D

EU möchte profitieren

"Den Europäern geht es bei der Umsetzung der Initiative um Transparenz, öffentliche Ausschreibungen sowie Sozial- und Umweltstandards."

Ich glaube nicht, dass die EU tatsächlich viel Wert auf die Sozial- und Umweltstandards legt. Schließlich lebt man in Europa ganz gut von den Billig-Importen aus Ländern, denen solche Standards fehlen.
Weitaus interessanter ist der Wunsch nach öffentlichen Ausschreibungen. Schließlich wäre es im Interesse der europäischen Wirtschaft, wenn sie die riesigen Infrastrukturprojekte umgesetzen könnte, statt diese chinesischen oder russischen Firmen zu überlassen.

@ 16:00 von Nachfragerin

Sie schreiben:
"Ich glaube nicht, dass die EU tatsächlich viel Wert auf die Sozial- und Umweltstandards legt."
*
In diesem Zusammnehang sogar ganz sicher sehr viel Wert denn genau das fehlt in China und bevorteilt deshalb deren Produkte auf dem Weltmarkt durch günstigere Preise!
Man sollte hierbei immer auf die Zusammenhänge achten. Speziell im Zusammenhang mit China sind das wichtige Kriterien des Wettbewerbs!

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