Ihre Meinung zu: Kommentar: Auf "Sisyphos Macron" wartet nun viel Arbeit

8. Mai 2017 - 15:06 Uhr

Der Sieg Macrons in Frankreich hat gezeigt, dass sich auch mit proeuropäischem Programm Wahlen gewinnen lassen. Doch die Rettung der EU hat gerade erst begonnen, glaubt Holger Romann. "Sisyphos Macron" sei jedoch nicht zu beneiden.

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Kommentare

wow, welch eine aussage

natürlich lassen sich wahlen gewinnen, wenn die linken, die ganz linken und alle anderen für diesen jungen banker stimmen.

aber für uns wird das aufwachen dann teuer, bei eurobonds und eu-finanzverwaltung

Welche Arbeit?

Der kassiert bald Präsidentengehalt und muss abwarten die Wahlen im Juni zur Nationalversammlung ausgehen.

Außer Angstmacherei vor der ganz "bösen LePen" kam von dem Mann doch überhaupt nichts. Inhalt null, außer dass er gerne Frankreich auf Kosten der anderen EU-Staaten subventionieren will.

hauptsache Europäisch

Kommentar TS: Der Sieg Emmanuel Macrons in Frankreich hat gezeigt, dass sich auch mit proeuropäischem Programm Wahlen gewinnen lassen.
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Politiker können Nationalisten sein ( Baltische Staaten, Ukraine, Polen Ungarn), sie können neoliberal sein (Niederlande, Deutschland, Spanien) sie können sogar linksradikal sein ( Griechenland) alles gut, alles geduldet. Nur eins dürfen sie auf keinen Fall sein-antieuropäisch.
Nur könnte mir mal jemand erklären, warum ein Politiker, der ein Referendum über den Verbleib seines Landes in der EU abhalten lassen will, also den Souverän demokratisch abstimmen lassen will, "antieuropäisch ist?
Die Franzosen sollten meines Wissens nach nicht über den Verbleib Frankreichs auf dem europäischen Kontinent abstimmen, sondern über den Verbleib in der EU.

Mehrheit der Franzosen

Ich gehe von folgenden Zahlen aus: 75% Wahlbeteiligung, 65% Macron, 35% Le Pen
Wenn ich das mal durchrechne: Von allen Wahlberechtigten haben 50% Macron und je 25% Le Pen und "mir egal" gestimmt. Von Macrons Wählern noch mal ein bedeutender Prozentsatz abgezogen, der nicht für ihn, sondern gegen Le Pen gestimmt hat. Macht für mich, je nach Größe dieser letztgenannten Gruppe, zwischen 30 und 40% für Macron. Also ähnlich wie die Zustimmung von Le Pen.
Das wirkt für mich wie eine ganz schwere Aufgabe. Für die wünsche ich Macron das Beste, nicht das Le Pen in fünf Jahren noch stärker wieder auf der Matte steht.

Aus dem Nichts? Einen

Aus dem Nichts?

Einen Ministerposten würde ich nicht Nichts nennen.

Ohne eine eigene Hausmacht, wird er nicht weit kommen.

Und wahrlich, die Franzosen sind nicht so blöd wie wir, sie werden sich gegen die Agebda2010 währen!

Nicht nur Macron auch Bundesregierung ist gefordert

Für Macron wird es eine harte Arbeit werden,
die nicht gemachten Hausaufgaben (Hartz4)
in Frankreich nachzuholen , welche nicht die EU verursacht hat.
Für die Franzosen werden harte einschnitte kommen,
bei denen die Gewerkschaften auch mitziehen müssen.
Unsere Bundesregierung muß aber auch im gegenzug
den Arbeitgeberanteil bei der Rente wieder raufsetzen
damit es wieder zu einer europäischen angleichung dieser kommt.
Sonst werden die Einschnitte in Frankreich zu hoch ,
um so wie wir einst aus der Krise zu kommen.

Schön gerechnet!

"Dass sich eine Mehrheit der Franzosen auf das Wagnis Macron eingelassen hat und sich ungeachtet der schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Lage für Weltoffenheit und Reformen und gegen Abschottung, Protektionismus und Fremdenfeindlichkeit entschied."

Richtig ist: Die Mehrheit der Franzosen entschieden sich gegen Macron. Nur 65,3 Prozent der Wahlberechtigten hatten in der 2. Runde der Präsidentschaftswahl ihre Stimme abgegeben. Le Pen liegt bei ca. 35 Prozent. Wo ist denn da die Mehrheit? Das sind ca. 70 Prozent der Bevölkerung, die gegen Macron sind.

Wir werden uns über diesen ehemaligen Banker noch wundern. Mit schönen Sprüchen ist Frankreich nicht zu ändern. Mal sehen, wenn die ersten Massenproteste auf der Straße stattfinden?

@um 15:33 von Hanno Kuhrt

Leider "dürfen" Politiker hier in Westeuropa NICHT Nationalisten sein, denn dann sind sie sofort auch Rassisten und Rechtsextrem und werden von den Medien mit Negativpropaganda bedacht. Das konnte man bei LePen deutlich sehen, denn die "schlechten Seiten" von Macron wurden NIE erwähnt.

@HannoKuhrt 15:33

Zitiere:
Politiker können Nationalisten sein ( Baltische Staaten, Ukraine, Polen Ungarn), sie können neoliberal sein (Niederlande, Deutschland, Spanien) sie können sogar linksradikal sein ( Griechenland) alles gut, alles geduldet.
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So so, die Niederlande, Deutschland und Spanien werden nach Ihrer Aussage also
"neoliberal regiert.
Da muss man schon sehr weit links stehen um diese Mitte- Regierungen neoliberal zu nennen.

Na denn, auf geht's...

Den meisten medialen Berichten und Kommentaren entnehme ich, dass nun von DE erwartet wird, F bei der Bewältigung seiner Probleme zu helfen.

Klar auch! Alle sehen unsere blühenden Landschaften, nicht aber, dass wir mit der Agenda 2010 einen für viele Menschen sehr schmerzhaften Strukturwandel hinter uns haben. Verwaltung, Polizei, Justiz, Bildung, Kranken- und Pflegebereich... alles wurde auf Kante genäht. Madeira hat bessere Autobahnen als wir. Auch das DE zu einem Niedriglohnland wurde und lange Jahre der europäischen Lohnentwicklung hinterher hinkte wird höflich verschwiegen.

Jetzt, wo nach Jahren der Zurückhaltung wieder Luft für Verbesserungen im eigenen Land vorhanden ist, werden unsere Steuer-Mrd. für alle möglichen Rettungsaktionen verwendet... frei nach dem Motto: Alternativlos / Wir schaffen das!

Gestern GR, heute F, morgen vielleicht I oder der Balkan? Ach ja, die Kosten der Migration nicht nur Schutzbedürftiger schaffen wir so nebenbei. Ein dreifach hoch auf die EU.

Ich habe gestern....

wieder einmal "Anne Will" verfolgt und bin immer noch erstaunt, wie naiv Herr Grosser oder Frau Schwan die EU sehen, Hilfe für Macron von Deutschland fordern, aber ohne einen einzigen Hinweis darauf, wie diese "Hilfe" aussehen soll! Obwohl ich absolut kein Fan von Frau v.d.Leyen bin, war sie die Einzige, die sich dagegen gewehrt hat, wie ein bestimmter Eindruck erweckt wird! Da wird die Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Stärke Deutschlands permanent fast schon als Raubüberfall, Erpressung, Nötigung usw. Rest-Europas dargestellt und gleichzeitig verschwiegen, daß ohne diese Eigenschaften nicht nur Griechenland, sondern der Großteil der EU "über den Jordan" gegangen wäre und der € nur noch Geschichte wäre! Wenn manche Regierungen oder Bevölkerungen den Unterschied zwischen erfolgreichen Ratschlägen und oberlehrerhaftem Benehmen oder Arroganz nicht erkennen (wollen), dann sollte man auch nicht darum herumreden, sondern das eigenverantwortliche Scheitern ehrlich pronostizieren!

"EU-kritisch"

Diese Schönrechnereien unserer lieben Europa, ähem, EU-kritischen Freunde hier sind ja schon drollig.
Ein Schulfreund von mir sagte immer eine 4 ist ausreichend, ausreichend ist gut, gut ist ne 2, 2 ist sehr gut.

Sisyphusarbeit für Macron,

Sisyphusarbeit für Macron, eine Agenda 2010 in Frankreich durchzuziehen, aber alternativlos. Neustart der EU wäre gut, besonders im Hinblick auf Orban und Kaczynski, die nicht so sehr an gemeinsamen Werten, sondern mehr am reinen Abkassieren interessiert sind.

Historische Chance

Historische Chance für die Reform der EU?
Die historische Chance wurde am Sonntag verpaßt. Wenn Le Pen die Wahl gewonnen hätte, dann hätte sie die EU richtig auf Druck setzen können. Entweder ändert sich etwas oder wir steigen aus der EU raus.
Sie hätte mit Referendum auch gedroht.

Macron ist ein insider. Er wird die EU sicherlich nicht reformieren sondern nur die Aufgaben erfüllen, die Frau Merkel ihm mitteilt.

Die EU wird sich nicht von selbst reformieren. Sie lebt von diesem System. Das kann man vergessen.

Anscheinend haben Einige immer noch nicht verstanden, um was für einen Konstrukt sich bei der EU handelt. Wenn man tatsächlich noch denkt, daß die EU sich reformieren kann, dann wissen diese Menschen überhaupt nicht was die EU ist.

Selbst wenn ich das nicht weiß, würde ich mir nur eine Frage stellen. Warum konnte sich die EU bis heute nicht reformieren?
Muß ja einen Grund haben nicht.

die Gewerkschaften werden nicht mitmachen

die Parteien, die in Juni gewählt werden werden damit werben, dass Agenda 2010 so gar nicht kommt.Und GEwerkschaften sind verfplichtet gegen Sozialabbau zu kämpfen.Also es wird so gar nichts kommen.

Nach der ganzen Jubelorgie...

Nach der ganzen Jubelorgie... Was will der Neue? Ein zentralisiertes Europa nach franz. Vorbild und Vorgaben. Dazu einen Pudding-Euro mit Dtl. als Zahlmeister und Mittelmeer-Gewinner. Na, herzlichen Glückwunsch den "Erleichterten".

das wird aber nicht kommen

Melanchon sagte schon gestern, sowas geht gar nicht. Andere Parteien werden dagegen ihren Wahlkampf veranstalten.Und die GEwerkschaften werden dagegen kämpfen.Macron wird so gar nichts verändern.

16:42 von lenamarie

die Parteien, die in Juni gewählt werden werden damit werben, dass Agenda 2010 so gar nicht kommt.Und GEwerkschaften sind verfplichtet gegen Sozialabbau zu kämpfen.Also es wird so gar nichts kommen.
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Keine Sorge-dafür hat sich Deutschland ja quasi schon verpflichtet Macron zu unterstützen.
Frau Merkel wird ihn schon instruieren, wie man erst die Gewerkschaften aus dem Rennen nimmt, bevor man die soziale Sense ansetzt. Hat ja in Deutschland auch wunderbar funktioniert-da stand der DGB -Chef Herr Sommer zusammen mit Gerhard Schröder auf der Tribüne und hat die Hartz-Gesetzte als neue soziale Errungenschaft gefeiert. Aber was soll`s ruck zuck ist auch Frankreich ein reiches Land und hat nur noch 6% Abeitslose, weil die anderen 6% bien-être beziehen und nicht mehr gezählt werden-so geht Wohlstand für alle dann auch in Frankreich.

Rüge!

Es ist zwar total sinnlos, aber ich erteile TS eine Rüge, für die Berichterstattung zu den Wahlen in Frankreich.
In jedem Artikel zu dieser Thematik wird Macron immer in Zusammenhang mit "pro europäisch" und "pro Europa" gebracht, während man Le Pen in die Nähe der "Feinde Europas" rückt.
Und obwohl bereits mehrere Kommentatoren die TS auf diese subjektive Meinungsmache hingewiesen haben, kann es die TS einfach nicht sein lassen, mit dieser bewusst irreführenden Berichterstattung fortzufahren.

Macron ist mitnichten "pro europäisch", genausowenig wie Le Pen "anti europäisch" ist. Macron ist allenfalls "pro EU" und Le Pen maximal "kontra EU". Ich hoffe, dass es endlich mal bei den hiesigen Berichterstattern ankommt, dass "Europa" und "EU" nicht gleichgesetzt werden können!

Von studierten Menschen sollte man eine solche sprachliche Unterscheidungsfähigkeit erwarten können.

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