Kommentare - Tödliche Supererreger aus Pharmafabriken

04. Mai 2017 - 10:30 Uhr

Die Pharmaindustrie trägt offenbar dazu bei, dass sich gefährliche Erreger global ausbreiten. Weil viele Antibiotika gegen sie nicht wirken, sterben Menschen an Krankheiten, die längst als besiegt galten. Das decken NDR, WDR und "SZ" auf. Von C. Baars und J. Pape.

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Kommentare

@um 10:57 von StöRschall

Die Katastrophe ist doch eigentlich die immer geringere Wirksamkeit der Antibiotika durch den übermäßigen und vor allem leichtfertigen Einsatz IN DER MASSENTIERHALTUNG. Dieser langfristige Einsatz hat doch die Wirksamkeit erodiert und immer mehr Keime resistent gemacht, weshalb die Pharmaindustrie eben mit immer gefährlicheren Keimen "arbeiten" muß. Und wenn da dann ein Unfall passiert ist der eben umso schlimmer.

Die wirkliche UR-Sache ist aber der leichtsinnige Umgang mit Antibiotika in der Vergangenheit, Gegenwart ... und Zukunft (? Wahlthema ????).

Man sollte den PRÄVENTIVEN Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung generell verbieten. Das gilt vor allem für Schweinezucht und Geflügelhaltung ABER auch für die ach so beliebte Lachszucht, wovon in Chile schon so ein oder zwei Fjorde ökologisch "umgekippt" (=tot) sind.

Hörensagen

Ich habe gar gehört, das eigentlich Diabetes zu heilen möglich wäre, nur würde die Pharmaindustrie aber dann nicht mehr einen so großen Gewinn an dem Insulin machen können, ob das auch wirklich stimmt, das weiß ich leider nicht mit Gewissheit.

@StöRschall - Diese Katastrophe war absehbar.

10:57 von StöRschall:
"Das ist erschreckend und eine echte Katastrophe."

Überrascht Sie das wirklich? Auch in Deutschland war es bis vor wenigen Jahrzehnten noch üblich, seinen Dreck einfach irgendwo hinzukippen. Bei Abgasen ist das - dank massiver Unterstützung aus der Politik - noch heute der Fall und für den Atommüll hat man bis heute keine Lösung parat, während noch immer neuer anfällt.

Letztendlich ist alles eine Frage des Geldes. Für Nachhaltigkeit fehlt die Lobby und ein Umdenken braucht viel Zeit.

Die Pharmaindustrie hat doch

Die Pharmaindustrie hat doch gar kein Interesse uns krank zu machen, sie verdient ihr Geld doch mit gesunden Menschen.....

Etwas Hoffnung

Multiresistenten Erregern haben einen kleinen Vorteil: Sie treffen auch jene, die ihre Entstehung zu verantworten haben und davon profitier(t)en.

Insofern besteht zumindest die Chance, dass sich an diesen Zuständen etwas ändert.

Supererreger durch Antibiotika

So ist das, der Mensch züchtet sich seine eigene Vernichtung, in Form von mikroskopisch kleinen Lebewesen. Sie werden die Gewinner unserer sich verselbständigten Globalisierung sein.

@ 11:19 von Hackonya2

Ja, wie man so hört, soll es, in einigen Fällen, auch geglückt sein, Probleme oberhalb von C0 zu heilen, toll was?

Enttäuschende Qualität der Berichteraufbearbeitung

Dies ist eine Kopie meines zuvor verfassten Beitrages in der englischen Version des Artikels - ich konnte diese Disskussionsseite schlicht nicht erreichen.

Liebe Tagesschau,
dies ist in meinen Augen eines der seriösesten und objektivsten Nachrichtenportale. Ich gehe daher davon aus, das click-baiting nicht angebracht ist.
"Pharmafirmen vermehren Supererreger" ist tendenziös und sachlich nicht belegt: Im Artikel selbst steht lediglich, dass Hinweise auf illegale Entsorgung von Antibiotikern bei indischen Zuliefererunternehmen gefunden worden sind. Inwieweit dies den großen Pharmaunternehmen bekannt ist, können wir nur spekulieren. Darauf kann gerne im Laufe des Artikels hingewiesen werden (und es wurde auch getan). Aber seit wann stehen bei der Tagesschau die unbelegten Vermutungen im Nachrichtentittel? Diese Art von tendenziöser Berichtaufmachung kenne ich nur von billigen Pseudonachrichtenportalen.

Gibt es diesen Artikel auch in Textform?

Liebe Tagesschau,
besteht die Möglichkeit, diesen Artikel ohne mediale Aufarbeitung auch in gewohnter Textform lesen zu können? Und, bitte, auf Deutsch und nicht nur auf Englisch.

Des Weiteren frage ich mich wo sich die Kommentarfunktion bei dem oben verlinkten Artikel befindet - ich musste diese Seite hier erst googeln um sie zu finden, während unter der englischen Version des Artikels der Hinweis auf Kommentarschließung steht mit einem unvollständigen Link.

ein Hoffnungsschimmer

stellt im Falle der Antibiotikaresistenzen die sogenannte Phagentherapie dar. Ich habe neulich zu dem Thema eine Dokumentation gesehen, es braucht wohl noch ein wenig Entwicklung, sah aber sehr viel versprechend aus.

Ansonsten ist es traurig, dass wir, sei es durch massenhaften Einsatz oder leiten ins Abwasser, so eine gute Medikamentengruppe wie Antibiotika riskieren. Da fällt mir Einsteins Spruch ein:
"Es gilt zwei unendliche Dinge, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir nicht sicher."

@Alter Oppa - Multiresistenz ist dem Immunsystem egal.

11:48 von Alter Oppa:
"So ist das, der Mensch züchtet sich seine eigene Vernichtung, in Form von mikroskopisch kleinen Lebewesen."

Das stimmt so nicht. Wenn alle Antibiotika wirkungslos wären, würde das lediglich den Menschen zum Verhängnis werden, deren Immunsystem geschwächt ist.

In manchen Fällen wäre das tragisch, z.B. bei einer Infektion eines an sich gesunden Menschen nach einer Operation. In den wahrscheinlich meisten Fällen wären aber Menschen betroffen, die sowieso nur noch durch aufwändige, medizinische Maßnahmen am Leben gehalten werden. Auch wenn es hart klingt, aber in solchen Fällen würden mulitiresistente Keime helfen, unnötiges Leid auf natürliche Weise zu beenden. (Besser wäre es natürlich, auf multiresistente Keime und Lebenszwang zu verzichten.)

Korrektur nötig: Die Erreger stammen nicht aus den Fabriken

Die Erreger stammen nicht aus den Fabriken, sondern entwickeln sich erst, wenn deren Abwässern in die Umwelt gelangen. Im Artikel wird das richtig dargestellt, aber die Überschriften sind falsch.

12:26 von Nachfragerin

Auch wenn es hart klingt, aber in solchen Fällen würden mulitiresistente Keime helfen, unnötiges Leid auf natürliche Weise zu beenden.

So einfach ist das nicht. Es geht in vielen Fällen um Patienten, die ihre eigentliche Erkrankung oder die OP gut überstehen würden und dann an einer Infektion mit einem resistenten Keim sterben.

Mit einem wirksamen Antibiotikum haben Sie dann keine Verlängerung des Leids, sondern schlicht eine Heilung. Also sind wirksame Antibiotika durchaus wünschenswert, aber die fallen nicht vom Himmel.

Die in dem Artikel beschriebenen Zustände sind eine Folge von "billig-billig-billig". Oder warum wohl werden viele Antibiotika und andere Medikamente nicht mehr in Deutschland hergestellt, sondern in Indien? Weil viele, mit Ausnahme von einigen wenigen Reserveantibiotika nur noch Centbeträge oder wenige Euro kosten. Wenn dann eine 10-tägige Therapie nur noch wenige Euro kostet, dann darf die Herstellung praktisch gar nichts mehr kosten.

Das ist eine Art von

Das ist eine Art von Terror.

Die Pharmaunternehmen wissen was sie da machen. Sie verseuchen die Umwelt und durch multiresistente Erreger gefährden sie die Menschen.

Man könnte sagen, sie stellen Biologische Waffen her und verteilen sie auch noch. George W Busch hätte seine Rechtfertigung gefunden, wenn sowas damals im Irak gefunden worden wäre.

Was passiert jetzt, nachdem wir das alle wissen?

Das Problem ist wie

Das Problem ist wie eigentlich immer das selbe:

Entweder unsere Wissenschaftler und direkt beteiligte Konzerne (Bayer, etc.) sind zu dumm um sich um die Thematik zu kümmern. Dann sollten wir ihre Dummheit mit Gesetzen stoppen bevor jeden Tag 1.000 Menschen an deren Fehleinschätzungen und Marketing-Strategien sterben.

Oder sie machen das Absichtlich, dann würde ich mir nicht nur Gesetze wünschen die das Vorgehen stoppen, sondern auch die beteiligten Firmenchefs als Privatpersonen haftbar machen, sodass Geschädigte den Bayergewinn über Gerichtsverfahren abschöpfen können und die Aktionäre nur erhalten was wirklich überbleibt.

Stand heute wird ja von Politik, Wirtschaft und Medien der Weg gewählt erst mal Geld verdienen, dann Investitionsschutz und keine Erbschaftssteuer.
Ob und wie viele auf dem Weg verreckt sind, kümmert dann nur die armen Sozialarbeiter.

Resistenzen durch Tierhaltung, Beispiel aus Bayern.

@11:11 von Pflasterstein
In der Klinik einer bayerischen Kleinstadt (meiner Erinnerung nach Günzburg) werden Bauern, die Schweinezucht betreiben, grundsätzlich erst in Quaratäne geschickt, weil sie oft schon Keime in sich tragen, gegen die konventionelle Antibiotika nicht mehr wirken.

um 11:11 von Pflasterstein

Sie haben mit Ihrem Kommentar 100%ig Recht. Das Problem ist, dass es nicht mehr tonnenweise Billigfleisch geben wird, wenn man auf den Antibiotikaeinsatz in der Massentierhaltung verzichten würde (übrigens einer der Gründe, weshalb ich vor 9 Jahren Vegetarier geworden bin). Und versuchen Sie einmal, dem Deutschen sein Billigschnitzel abzunehmen. Was glauben Sie, was dann in diesem Land los sein wird. Stichwort Veggie Day...

12:26 von Nachfragerin

@Alter Oppa - Multiresistenz ist dem Immunsystem egal.

11:48 von Alter Oppa:
"So ist das, der Mensch züchtet sich seine eigene Vernichtung, in Form von mikroskopisch kleinen Lebewesen."

Das stimmt so nicht. Wenn alle Antibiotika wirkungslos wären, würde das lediglich den Menschen zum Verhängnis werden, deren Immunsystem geschwächt ist.

In manchen Fällen wäre das tragisch, z.B. bei einer Infektion eines an sich gesunden Menschen nach einer Operation. In den wahrscheinlich meisten Fällen wären aber Menschen betroffen, die sowieso nur noch durch aufwändige, medizinische Maßnahmen am Leben gehalten werden. Auch wenn es hart klingt, aber in solchen Fällen würden mulitiresistente Keime helfen, unnötiges Leid auf natürliche Weise zu beenden. (Besser wäre es natürlich, auf multiresistente Keime und Lebenszwang zu verzichten.)
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Wie kann das zum Händewaschen zu stressgeplagte Krankenhauspersonal mit den Händen in die indischen Abwässer kommen?

Da hilft nur Hygiene

Gegen die Ausbreitung von multiresistenten Keimen hilft (fast) nur Hygiene. In dem beschriebenen Fall natürlich am Herstellungsort in Indien und das ist sicher nicht einfach zu bewerkstelligen.
Die in dem Artikel erwähnten Firmen sind alles sog. Generikahersteller, deren Produkte nur wenig kosten und deren Preise durch die Rabattverträge regelmäßig weiter gedrückt werden. Da wird um Cents oder Bruchteile davon gefeilscht.
Gerade der Markt für solche Massenpräparate unterliegt inzwischen den gleichen Mechanismen wie der von Billigtextilien und offensichtlich hat das bei der Produktion ähnliche Folgen.
Bakterien werden schneller resistent, als neue Antibiotika entwickelt werden können. Und das ist außerdem ein teurer Prozess. Diese neuen Antibiotika kommen dann auf einen Markt voller billiger, alter und sollen dann möglichst auch wenig kosten. Wenn diese neuen dann auch noch (medizinisch korrekt) selten eingesetzt werden, sind sie kommerziell ganz unattraktiv. Deswegen Hygiene.

Warum erschreckt

das nicht, und bringt es einen nicht mal mehr auf die Palme?
Ganz einfach weil hier nicht mehr der gesunde Menschenverstand (wenn noch vorhanden)regiert,sondern nur die Gier nach den Profit.

@um 12:39 von Nachfragerin

glauben Sie wirklich, dass für die Betroffenen wichtig, wann die Erreger entstehen. Wodurch und durch welche Produzenten (den man evtl. in Regress nehmen kann , woran ich in diesem Staat nicht glaube) diese weltweite Gefahr verursacht wurde.
Aber schön, dass sie uns ihr Wissen vermittelt haben.

Nichts Neues Nirgendwo ...

Jedes Jahr wird das Thema " Superkeime" hervorgekramt und mit mahnendem Finger einmal publikumswirksam durchgekaut:

ALLEIN: Es tut sich praktisch nichts.

NAHEZU alle Faktoren ( bis auf die genetisch vererbte Fähigkeit dazu ), welche Resistenzbildung bei pathogenen Krankheitserregern beschleunigen, sind menschgemacht.

Und es sind nicht allein die Bakterien, die sich anpassen. Die weitere, massenhafte und darüber hinaus noch rücksichtslose Ausbreitung des Menschen in ursprüngliche Habitate anderer Spezies, die Zerstörung von Lebensräumen und die globale Vernetzung
tun ihr Übriges, um auch virale Erreger zu verändern, so dass sie zur Gefahr für den Menschen werden können.

LERNEN tun wir aus all dem NICHTS: Ändern, obwohl möglich, tun wir NICHTS.

Der Mensch - die invasivste Spezies auf diesem Planeten- und wohl auch die am wenigsten Intelligente, schließlich rennen WIR bewusst und sehend in der eigenen Untergang...

@alx_2017

Zustimmung in beiden Punkten:

- Die ursprüngliche Überschrift "Pharmafirmen vermehren Supererreger" ist mir ebenfalls als ziemlich verschwörungstheoretisch (oder zumindest ein Missverständnis billigend in Kauf nehmend...) aufgefallen. Das hat so ein wichtiges Thema echt nicht verdient.

- Mir wäre alternative eine deutsche Textversion auch lieber gewesen als etwas, das bei jedem Aufblättern Krach macht und sich nur in kleinen Häppchen konsumieren lässt.

Insgesamt würde mich vor allem die wissenschaftliche Seite dieser Untersuchungen mehr interessieren: gibt es Anzeichen, dass die gefundenen resistenten Stämme tatsächlich anderswo in der Welt aufgetreten sind? Ist es wahrscheinlicher, dass sich in Abwässern Mehrfach-Resistenzen ausbilden, was man ja vermuten könnte, da es in solchen Gewässern wohl eine Vielzahl von Bereichen unterschiedlicher Konzentrationen und Mischungsverhältnisse gibt, in denen die Evolutation auch komplexe Mechanismen "testen" kann? usw.

Schlimm, aber auch nur ein Faktor (mehr) unter vielen

Wenn's doch nur das wäre, aber leider gibt es noch einige andere Faktoren, die dazu führen werden, dass wohl in nicht mehr allzu ferner Zukunft ganz banale Erkrankungen wieder behandelt werden müssen, wie im Vor-Antibiotika-Zeitalter:

Tiere in Massenhaltung bekommen Antibiotika zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten und als Mast-Hilfsstoffe. Dadurch entwickeln sich Resistenzen nicht nur in den Tieren, die wir essen sondern auch über das Abwasser aus Mastbetrieben und Schlachtereien.

Viele Ärzte verschreiben auch bei Virus-Erkrankungen (z.B. Erkältung) vollkommen überflüssig Antibotika. - Und hier sogar "Reservemittel", die eigentlich für den Fall einer Antibiotikaresistenz vorgehalten werden sollen.

Patienten halten sich nicht daran, Antibiotika die nötige Zeit einzunehmen, weil ihre Symptome abgeklunge sind, was zu Resistenzenbildung führen kann.

Nicht verwendete Antibiotika werden in der Toilette entsorgt und gelangen so ins Abwasser...

Jaja, der harte Wettbewerb

"Ein mögliches Motiv: im harten, globalen Wettbewerb günstiger produzieren zu können. Denn die Aufbereitung von Resten aus der Herstellung von Medikamenten ist extrem aufwändig und teuer."

Dazu passt das Versprechen der "Pharma-Hauptstadt Indiens": "Minimale Kontrolle, Maximale Förderung".

Es scheint, auch hier ist die globalisierte Produktion Teil der Gewinnoptimierungsstrategie, ähnlich wie bei Bekleidung, Schuhen oder Elektronik.

Und die Antwort unserer Politik: man will der Gier der Unternehmer und Aktionäre mit freiwilligen Selbstkontrollen begegnen.

Das grenzt ans Postfaktische, denn inzwischen wissen wir, dass das Gehirn höchst irrational reagiert, wenn es sich einen finanziellen Gewinn erhofft.
Der Effekt wird also (wie bisher schon) gegen Null gehen.

Sind wir etwa schon zu abhängig von dieser ausländischen Produktion, um noch etwas daran ändern zu können?

Horror - multiresistente Erreger

Danke für den Beitrag und Glückwunsch zu der gelungenen informativen Aufbereitung. (Dabei werden sehr hohe Anforderungen an meine IT gestellt!)

Mich wundert, dass etliche Leser bekritteln, dass die Erreger doch nicht von der Industrie stammten und dass es "nur"um die illegale Entsorgung von Produktionsabfällen gehe. Ja, gibt's das denn!?! Bitte mal über den Begriff der NACHALTIGEN Verantwortung nachdenken!

Bitte am Thema bleiben! Weiter so!

Die Reportage...

...die Sie angekündigt haben läuft erst um 22.30? Warum nicht früher? zB in Form von einem Brennpunkt, bei der Gefahrenlage die von der Beseitigung der Abfälle der Pharmaindustrie ausgeht und irgendwann auch uns erwischt 8lebensmittel, Reis,Kleidung etc aus Indien)... mehr Informationen wären hilfreich, immerhin sterben täglich Massen an Menschen durch diese Erreger, gerade in Deutschland ... Ansteckung meistens im Krankenhaus... und dass in Indien diese Erreger einfach in die Umwelt befördert werden ist auch schon im Oktober letzten Jahres durch die SZ bekannt gegeben worden.... Siehe hier> http://bit.ly/2qD26sl

Ein paar genetische Hintergründe

Es wird leider häufig von "gefährlichen Mutationen" gesprochen. Dies ist aber weit zu kurz gegriffen.

Es ist zwar in der Tat so, dass Bakterien im Verhältnis zu anderen Organismen eine erhöhte Mutationsrate aufweisen, aber die meisten Mutanten kommen von Haus aus natürlich vor. Erst durch Selektionsdrücke - hier Antibiotika - können diese Mutanten sich behaupten und die "normalen" Stämme sterben nach und nach aus. Gute Beispiele hierfür sind die Bekämpfung von Mücken durch DDT oder die Besiedlung von schwermetallhaltigen Abraumhalden durch Gräser.

Davon abgesehen tauschen Bakterien genetische Informationen durch sog. Plasmide. Diese sind sogar die Hauptquelle für Antibiotika-Resistenzgene für Bakterien.
Dabei wird eine zufällige Gensequenz an ein anderes Bakterium weitergegeben. Wenn sich darunter nun Gene befinden, welche die Resistenz gegenüber einem Umweltfaktor (und nichts anderes sind Antibiotika) erhöhen, kann das empfangende Bakterium besser überleben. Stichwort Konjugation.

@ StöRschall u. a. - Katastrophe

Eine Katastrophe ist dies (noch) nicht. Leider wird dieser Begriff immer inflationärer verwendet - auch manche hier im Forum sind damit immer schnell zur Hand, auch wenn es sich "nur" um ein Unglück handelt (zB Loveparade, Bad Aibling).

Vielleicht möchten Sie u. a. mal nachlesen, was eine Katastrophe per Definition eigentlich ist:
https://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe

Begrifflichkeiten sollten schon auch richtig und angemessen verwendet werden. Danke.

13:25 von firefighter1975

"LERNEN tun wir aus all dem NICHTS: Ändern, obwohl möglich, tun wir NICHTS."

Also ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber ich bin in der Lage auch aus den Fehlern anderer zu lernen und setze für mich Konsequenzen um. Das traue ich auch anderen Menschen zu.

Wer nichts lernen bzw. Ändern will sind ,die, die durch Schaden-anrichtendes-Verhalten persönlich profitieren.
Aber dann zu behaupten, dass keiner was lernt und alle doof sind, stimmt einfach nicht.

Menschen sind an sich gut.
Bis auf ein paar Ausnahmen.

Leider, leider nichts neues und ja wir werden uns selbst...

(TS-Radaktion, nun hier die harmlose Variante)
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...vernichten und die Natur holt sich den Planeten, den der Mensch "geraubt" hat zurück.
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Zukunftsphantasien? Panikmache? Mit Nichten.
Schon heute kann man auch in Deutschland in einem guten Krankenhaus mit hohen Hygiene Standard trotzdem sich so einen mikroskopischen Killer einfangen und daran Ruck Zuck sterben.
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Aber Hauptsache die Pharmaindustrie verdient vorher noch gut an mir indem sie dann super teure Medikamente mir noch verabreicht bevor ich an einer simplen Erkältung verrecke.
... ... ... ...
Im übrigen kann auch IHNEN dasselbe passieren, denn sie sind auch, wenn sie Pech haben, dann Opfer
ihrer selbst gezüchteten Keime.

Firefighter1975

"Jedes Jahr wird das Thema " Superkeime" hervorgekramt und mit mahnendem Finger einmal publikumswirksam durchgekaut:"

Was soll das heißen? Sie fänden es besser, wenns gar nicht mehr erwähnt würde?

11:11 von Pflasterstein

"Die Katastrophe ist doch eigentlich die immer geringere Wirksamkeit der Antibiotika durch den übermäßigen und vor allem leichtfertigen Einsatz IN DER MASSENTIERHALTUNG. ..."

Klar, auch das ...

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