Ihre Meinung zu: Bots im Wahlkampf: Interaktiv, aber nicht intelligent

28. April 2017 - 13:03 Uhr

Welche Rolle könnten Social Bots im Bundestagswahlkampf spielen? Politiker warnen vor dem Einsatz solcher automatisierten Programme. Experten mahnen hingegen, man müsse differenzieren. Von Patrick Gensing.

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Kommentare

Solche social Bots lehen ich entschieden ab!

Also ich sage ganz klar und deutlich dass ich social-Bots im Wahlkampf klar und entschieden ablehne, egal ob jetzt als Service-Bots oder eben als diese Propaganda-Bots.

Denn solche Propaganda-Bots:

http://faktenfinder.tagesschau.de/social-bots-101.html

Als problematisch bis gefährlich erachten die Forscher hingegen Spam- und Propaganda-Bots, die in sozialen Medien gezielt eingesetzt würden, um Gerüchte oder Verschwörungstheorien massenhaft und schnell zu verbreiten. Dadurch bestehe die Gefahr, dass bestimmte Meinungsbilder und Trends verstärkt werden. In Krisenzeiten können Social Bots so äußerst destruktiv wirken, indem sie falsche Informationen, oder Gerüchte teilen.

wollen ja sogar die Parteien nutzen:

https://tinyurl.com/lcauqdv
spiegel.de: CDU erwägt Einsatz von Chatbots (Freitag, 31.03.2017 06:36 Uhr)

Der Generalsekretär der CDU kann sich vorstellen, im Wahlkampf Chatbots Anfragen von Wählern beantworten zu lassen.

Wo bleiben jetzt die sonst so häufigen Reaktionen?

Keine Social Bot-Stellungnahmen? Keine Beiträge, die anderen Kommentaren zustimmen, ohne Eigenes beizutragen? Keine russischen Trolle?

Fehlen die auslösenden Stichworte? Russland. Ukraine. Erdogan. Trump. Oder gibt hier wirklich jede(r) individuell die eigene Meinung wieder?

A propos: Wieviel ist 30 mal 30 minus 12?

Bots im Wahlkampf: Interaktiv, aber nicht intelligent

Was ist aber, wenn diese nicht intelligenten Bots auf nicht intelligente Wähler treffen? Dann kann die davon profitiernde Partei schon mal aus dem Stand 10% oder mehr an Stimmen erhalten.

Übertriebene Panikmache

Jeder halbwegs intelligente Mensch wird solche Bots doch erkennen....

Eine falsche Gefahr

Die Politiker verstehen immer noch nicht, worum es geht. Es geht nicht um Soziale Bots, die sind nur ein lustiges Trollproblem, die zum "Roll out" einer Sache genutzt werden können.

Das Problem ist die analytisch akribische Analyse von Nutzern mit bestimmten Einstellungen, die sehr genaue und aggressiven Zuschnitte von Informationen für diese Personen innerhalb ihrer Filterblasen und Echokammern und die gezielte Organisation von Events und Gruppen, in denen diese zusammen kommen.

Auf diese Weise ergeben sich Gruppen Aggregatoren, denen vertraut wird, die sämtliche dämlichen Informationen als Wahrheit verbreiten können.

Cambridge Analytics hat das ausreichend demonstriert, indem sie sehr gezielt in der US Wahl und beim Brexit genau diejenigen identizifert haben, die auf der Kippe standen und dann aggressivst in diese Kerben geschlagen haben.

DAS ist das Problem. Kernwähler sind egal, es sind die Big Data Attacken auf die Wackler, die problematisch sind. Social Bots sind eher egal.

Chatbots sind grossartig

Denn sie erlauben großartige, schnelle Informationsbeschaffung.

Stellen sie sich vor, sie wollen etwas wissen, die Partei hat dazu ein Statement.

Sie schreiben dem Serviceaccount der Partei und sagen "Wie stehen sie zu XYZ?" und der Bot antwortet "Hallo ABC, einer unserer Serviceleute wird sicher bald antworten, jetzt, auf die Schnelle, habe ich unter deinem Stichwort XYZ allerdings schon einen Beitrag gefunden, den du in der Zwischenzeit lesen kannst - Link hier-."

Das ist großartig und funktioniert super.

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